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Gemäßigte Liberale und Radikaldemokraten in Bamberg und Oberfranken in der Revolution von 1848

Title: Gemäßigte Liberale und Radikaldemokraten in Bamberg und Oberfranken in der Revolution von 1848

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Stephanie Günther (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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„Die wichtigste Stadt für die Temokratie in Franken ist die Stadt Bamberg. Von den 24 000 Einwohnern derselben sind an die zwei Dritthel revolutionärdemokratisch.“

Diese zeitgenössische Einschätzung der politischen Ansichten der Bamberger ist unabhängig davon, ob sie der Wirklichkeit entsprach, wichtig, weil sie die öffentliche Meinung widerspiegelt. Diese war geprägt davon, dass die Radikaldemokraten das Geschehen in Bamberg und Oberfranken in der ersten Phase der Revolution bestimmten. Noch bis heute gilt Bamberg als radikaldemokratisches Zentrum der Revolution von 1848/49.
Verantwortlich für diesen Eindruck der überwiegend radikaldemokratischen Gesinnung der Bevölkerung ist die effektive Öffentlichkeitsarbeit und Propaganda derselben.
Am Beispiel der gemäßigten Liberalen und der Radikaldemokraten in Bamberg und Oberfranken in der ersten Phase der Revolution von 1848/ 49 soll gezeigt werden, wie entscheidend für den Erfolg einer politischen Bewegung ihre Bindung an die Presse sein kann. Vornehmlich soll es dabei um die Funktion der Tagespresse als Sprachrohr der politischen Bewegungen gehen. Verglichen wird das gemäßigt liberal geprägte Bamberger Tagblatt mit dem Fränkischen Merkur als Presseorgan der Radikaldemokraten. Letztere schafften es durch eine enorme Medienpräsenz sich gegen die gemäßigten Liberalen durchzusetzen, diese letztlich von der öffentlichen Bühne zu verdrängen und so das Image der Stadt Bamberg nachhaltig zu prägen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Wurzeln des fränkischen Liberalismus im Vormärz

2) Aktivitäten der gemäßigten Liberalen und Radikaldemokraten in der ersten Phase der Revolution in Bamberg

3) Vorstellungen und Ziele der gemäßigten Liberalen und der Radikaldemokraten

4) Rolle der Tagespresse zur Durchsetzung politischer Überzeugungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht am Beispiel von Bamberg und Oberfranken, wie die Tagespresse in der ersten Phase der Revolution 1848/49 als entscheidendes Instrument zur Mobilisierung politischer Bewegungen diente und wie radikaldemokratische Kräfte durch ihre Medienpräsenz die öffentliche Meinung nachhaltig prägten.

  • Historische Einordnung des fränkischen Liberalismus im Vormärz
  • Gegenüberstellung der Ziele von gemäßigten Liberalen und Radikaldemokraten
  • Analyse der Rolle des Fränkischen Merkur und des Bamberger Tagblatts
  • Untersuchung der Öffentlichkeitsarbeit als Machtfaktor in der Revolution

Auszug aus dem Buch

4) Rolle der Tagespresse zur Durchsetzung politischer Überzeugungen

Sowohl gemäßigte Liberale als auch Radikaldemokraten waren sich der Wichtigkeit der Medien, insbesondere der Tagespresse, bei der Verbreitung ihrer Überzeugung und somit der Gewinnung von Sympathisanten und Gefolgsleuten bewusst. So steht auch in den Gründungsstatuten des konstitutionellen Vereins, der sich nach der Wahl Titus zum Abgeordneten für die Frankfurter Paulskirche Ende April 1848 gründete, dass „unter Einbeziehung der Presse [...] die Anerkennung und Verwirklichung des Volksrechte in der konstitutionellen Monarchie erreicht werden“ sollten. Dr. Johann Peter von Hornthal, Sprecher des konstitutionellen „unabhängigen“ Wahlausschusses, war selbst zeitweise Eigentümer des Fränkischen Merkur (1836 - 1847) gewesen. Er hatte es verstanden das Blatt zur Verbreitung seiner politischen Ansichten zu nutzen. Er selber beschrieb es mit: „Der FM. ist bestimmt, in der politischen Literatur eine höhere Stellung einzunehmen“; außerdem „wolle er alles tun, um auf die öffentliche Meinung im Sinne der Staatsregierung einzuwirken“. Unter Hornthals Leitung vertraten die politischen Berichte des Fränkischen Merkur gemäßigte liberale Ansichten. In der ersten Phase der Revolution von 1848 konnten die gemäßigten Liberalen sich dann allerdings nicht mehr des Fränkischen Merkur bedienen, sondern versuchten mit der Berichterstattung des Bamberger Tagblatts ihre politischen Ansichten zu verbreiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Wurzeln des fränkischen Liberalismus im Vormärz: Dieses Kapitel beleuchtet den Ursprung des Liberalismus in Franken und stellt anhand bedeutender Persönlichkeiten wie Franz Ludwig von Hornthal und Johann Georg August Wirth die unterschiedlichen Strömungen innerhalb der liberalen Bewegung dar.

2) Aktivitäten der gemäßigten Liberalen und Radikaldemokraten in der ersten Phase der Revolution in Bamberg: Hier wird der gemeinsame Beginn der revolutionären Bewegung im März 1848 beschrieben, der sich jedoch im weiteren Verlauf durch zunehmende inhaltliche Gegensätze zwischen gemäßigten Liberalen und Radikaldemokraten ausdifferenzierte.

3) Vorstellungen und Ziele der gemäßigten Liberalen und der Radikaldemokraten: Das Kapitel analysiert die divergierenden politischen Visionen, wobei das gemäßigte Bürgertum primär eine konstitutionelle Monarchie anstrebte, während die Radikaldemokraten eine republikanische Staatsform unter Einbeziehung der Unterschichten forderten.

4) Rolle der Tagespresse zur Durchsetzung politischer Überzeugungen: Dieser Teil untersucht, wie der Fränkische Merkur und das Bamberger Tagblatt als Sprachrohre der politischen Lager fungierten und wie die mediale Überlegenheit der Radikaldemokraten deren Erfolg und das heutige Bild Bambergs als revolutionäres Zentrum maßgeblich beeinflusste.

Schlüsselwörter

Revolution 1848/49, Bamberg, Oberfranken, Liberalismus, Radikaldemokraten, Fränkischer Merkur, Bamberger Tagblatt, Tagespresse, politische Meinungsbildung, Vormärz, Konstitutionelle Monarchie, Republik, Volksversammlung, Pressearbeit, Revolutionäre Bewegung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Medien, insbesondere der Tagespresse, bei der politischen Willensbildung und der Mobilisierung von Anhängern während der Revolution 1848/49 in Bamberg und Oberfranken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen der fränkische Liberalismus im Vormärz, die Differenzen zwischen gemäßigten Liberalen und Radikaldemokraten sowie der Einfluss von Presseorganen auf den Erfolg politischer Bewegungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie entscheidend die Bindung an ein Presseorgan für den Erfolg einer politischen Bewegung war und wie durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit das öffentliche Image Bambergs nachhaltig geprägt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung zeitgenössischer Presseberichte (insbesondere Fränkischer Merkur und Bamberger Tagblatt), Archivmaterialien und relevanter Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Wurzeln, die Aktivitäten der revolutionären Gruppen in Bamberg, einen Vergleich der politischen Ziele und eine tiefgehende Analyse der Rolle der Tagespresse als Austragungsort politischer Auseinandersetzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die zentralen Begriffe umfassen Revolution 1848/49, Liberalismus, Radikaldemokratie, Tagespresse, Bamberg und öffentliche Meinungsbildung.

Warum wird Bamberg in der Forschung oft als radikaldemokratisches Zentrum bezeichnet?

Bamberg erwarb sich diesen Ruf, da radikaldemokratische Gruppen durch eine sehr effektive und emotionale Pressearbeit im Fränkischen Merkur die öffentliche Debatte dominierten und die gemäßigten Liberalen von der Bühne verdrängten.

Welche Rolle spielte der "Fränkische Merkur" im Vergleich zum "Bamberger Tagblatt"?

Während der Fränkische Merkur als emotionales und mitreißendes Sprachrohr der Radikaldemokraten fungierte und gezielt auch untere Schichten ansprach, blieb das Bamberger Tagblatt zurückhaltender, sachlicher und primär auf das wohlhabende Bürgertum ausgerichtet.

Wie reagierten die gemäßigten Liberalen auf die zunehmende Radikalisierung?

Sie zeigten sich überaus skeptisch, fürchteten die Anarchie sowie den sozialen Umsturz und versuchten durch die Gründung eigener konstitutioneller Wahlausschüsse einen Gegenpol zu den radikalen Bestrebungen zu bilden.

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Details

Title
Gemäßigte Liberale und Radikaldemokraten in Bamberg und Oberfranken in der Revolution von 1848
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaften/Journalistik)
Course
HS: Revolution 1848 in Bamberg
Grade
1,7
Author
M.A. Stephanie Günther (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V69947
ISBN (eBook)
9783638623926
ISBN (Book)
9783638754552
Language
German
Tags
Gemäßigte Liberale Radikaldemokraten Bamberg Oberfranken Revolution Bamberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Stephanie Günther (Author), 2004, Gemäßigte Liberale und Radikaldemokraten in Bamberg und Oberfranken in der Revolution von 1848, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69947
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