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Späte Mutterschaft - ein neues biographisches Muster?

Titre: Späte Mutterschaft - ein neues biographisches Muster?

Dossier / Travail , 2006 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Julia Lubierski (Auteur)

Etudes de Genre
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Sowohl im Osten, als auch im Westen Deutschlands zeigt sich deutlich, dass seit den 60er Jahren bestimmte gesellschaftliche Prozesse dazu führen, dass die „Einheitlichkeit der weiblichen Normalbiographie, ihrer typischen Verläufe, Stationen und Ziele“ nicht mehr existiert und sich „eine neue Vielfalt“ innerhalb der bisher gewohnten Biographien von Frauen ergibt. [Elisabeth BECK-GERNSHEIM: Die Kinderfrage – Frauen zwischen Kinderwunsch und Unabhängigkeit. S.119.] Das beinhaltet unter anderem, dass sich der bis dato gewohnte Zeitpunkt für eine Erstschwangerschaft bei vielen Frauen nach hinten verschiebt.
Diese Tatsache hat natürlich großen Einfluss auf die demographische Situation, und die Statistiken, die jenen „Gegentrend“ zur weiblichen Normalbiographie in Zahlen einfangen, lassen klar erkennen, dass das Alter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich ansteigt. So entstand auf der Basis einer medizinischen Definition der Begriff der „späten Mutterschaft“, der sich auf Frauen, die ihr erstes Kind mit 35 Jahren oder später bekommen, bezieht.
In der vorliegenden Arbeit wird zunächst auf statistische Werte und medizinische Aspekte eingegangen. Darauf folgend soll erläutert werden, welche Gründe dazu führen können, dass sich Frauen vermehrt für eine späte Familiengründung entscheiden. Am Schluss steht eine Darstellung über mögliche Vor -und Nachteile, die sich durch eine solche Form der Familiengründung ergeben können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Statistik

2 Medizinische Aspekte

3 Mögliche Gründe für eine späte Mutterschaft

4 Späte Mutterschaft in der Diskussion

Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der späten Mutterschaft als mögliches neues biographisches Muster. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die Entscheidung für eine erste Schwangerschaft ab dem 35. Lebensjahr ein gänzlich neues Muster der Familiengründung darstellt oder lediglich eine zeitliche Verschiebung traditioneller Lebensentwürfe innerhalb der weiblichen Biografie bedeutet.

  • Statistische Auswertung der Entwicklung und regionaler Unterschiede in Deutschland.
  • Medizinische Perspektiven und die Bewertung der Risikoschwangerschaft.
  • Analyse der sozioökonomischen und pädagogischen Gründe für den Aufschub der Familiengründung.
  • Diskussion über Vor- und Nachteile sowie den Bedeutungswandel der Mutterschaft.

Auszug aus dem Buch

3 Mögliche Gründe für eine späte Mutterschaft

„Eine neue Phase wird eingeleitet in den 60er Jahren dieses Jahrhunderts. Im Zuge der fortschreitenden Freisetzungsprozesse in vielen Bereichen gibt es eine wachsende Zahl von Frauen, die Erwartungen entwickeln, [...] die den Anspruch auf ein Stück eigenes Leben enthalten. [...] Zum ersten Mal entsteht für breitere Gruppen von Frauen eine Art Wahlmöglichkeit: das Leben ohne Familie, ohne Mann, ohne Kind. Zum ersten Mal entsteht auch ein konkurrierendes Leitbild, nicht mehr nur die Familienmutter, sondern jetzt auch die unabhängige, selbständige Frau.“

Was hier von Elisabeth Beck-Gernsheim beschrieben wird, ist ein ausschlaggebender Punkt, wenn man nach den Gründen für die zunehmend häufigeren späten Mutterschaften fragt. Beck-Gernsheim beschreibt in ihrem Buch 'Die Kinderfrage. Frauen zwischen Kinderwunsch und Unabhängigkeit', wie Kinder und Familie im 20.Jahrhundert immer noch -genau wie in der vorindustriellen Gesellschaft und auch im Bürgertum des 19.Jahrhunderts -zur Lebensplanung der meisten Frauen dazugehören. Der Kinderwunsch sei bis vor wenigen Jahrzehnten für fast jede Frau eine Selbstverständlichkeit gewesen und auch heute noch seien Familie und Kinder fest ins eigene Leben eingeplant – doch seien „sie nun nicht mehr das vorrangige Lebensziel, auf das sich alle Wünsche und Erwartungen richten.“

Zwar bestehen seit den 60er Jahren auch weiterhin traditionelle Familienformen, jedoch entwickeln sich durch die zahlreicheren Wahlmöglichkeiten der Frauen hinsichtlich ihrer Ausbildung, ihres Berufes und auch ihrer Partnerwahl parallel dazu andere Lebensformen. Gefragt ist heutzutage die „Vereinbarkeit“, wobei Beck-Gernsheim die Vereinbarkeit von Mutterschaft und ganz individuellen beruflichen und privaten Plänen meint. Diese Vereinbarkeit wird zu einem schwierigen Akt, v.a. für Frauen, die berufstätig sind. Auch Herlyn und Krüger vertreten den Standpunkt, dass man von einem Bedeutungswandel der Mutterschaft sprechen kann und das nicht etwa geringere Erwartungen, sondern ganz im Gegenteil höhere Anforderungen an die Frau und Mutter gestellt werden, impliziert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der späten Mutterschaft und Einordnung des Phänomens in den gesellschaftlichen Wandel seit den 60er Jahren.

1 Statistik: Darstellung des Geburtenrückgangs und des ansteigenden Erstgebärendenalters unter Berücksichtigung regionaler Disparitäten zwischen Ost- und Westdeutschland.

2 Medizinische Aspekte: Analyse der biologischen Voraussetzungen und der sich wandelnden medizinischen Risikoeinschätzungen für spät Gebärende.

3 Mögliche Gründe für eine späte Mutterschaft: Untersuchung soziologischer Ursachen wie Selbstverwirklichung, Anforderungen an die Kindererziehung und berufliche Rahmenbedingungen.

4 Späte Mutterschaft in der Diskussion: Erörterung der Vor- und Nachteile später Mutterschaft sowie der Auswirkungen auf Vereinbarkeit und Familiendynamik.

Schluss: Zusammenführende Betrachtung der Forschungsergebnisse und Ausblick auf die weitere wissenschaftliche Relevanz des Themas.

Schlüsselwörter

Späte Mutterschaft, Familiengründung, Biografiemuster, Demografischer Wandel, Erstgebärendenalter, Vereinbarkeit, Reproduktionsmedizin, Frauenrolle, Sozialer Wandel, Lebensentwurf, Kinderwunsch, Erziehung, Bildungsniveau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem demografischen und soziologischen Phänomen der späten Mutterschaft, also dem Trend, dass Frauen ihr erstes Kind vermehrt erst ab einem Alter von 35 Jahren oder später bekommen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die statistische Entwicklung der Geburtenraten, medizinische Aspekte einer späten Schwangerschaft, die soziologischen Hintergründe für diesen Aufschub sowie die öffentliche Diskussion über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die späte Mutterschaft ein gänzlich neues biographisches Muster der Familiengründung darstellt oder lediglich eine zeitliche Verschiebung innerhalb bestehender, aber variabler weiblicher Lebensläufe ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse basierend auf soziologischen und medizinischen Studien sowie empirisch-biographischen Untersuchungen, um die verschiedenen Ursachen und Auswirkungen der späten Mutterschaft aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in statistische Analysen, eine Diskussion medizinischer Risiken, die Identifikation von Gründen (z.B. berufliche Qualifikation, Anspruch an Erziehung) und die kritische Beleuchtung des gesellschaftlichen Diskurses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Späte Mutterschaft, Biografiemuster, Vereinbarkeit, Demografischer Wandel und Erstgebärendenalter charakterisiert.

Wie unterscheiden sich laut Arbeit die Gründe für späte Mutterschaft zwischen sozialen Schichten?

Bei mittel- und hochqualifizierten Frauen ist eher ein planendes Verhalten feststellbar, während die Arbeit bei niedriger qualifizierten Frauen darauf hinweist, dass späte Mutterschaft oft zufälliger oder ungewollter zustande kommt.

Welche Rolle spielt die Reproduktionsmedizin für die Entscheidung der Frauen?

Obwohl medizinische Fortschritte die Hoffnung auf ein Kind im Alter schüren, kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass die Reproduktionsmedizin für die eigentliche Entscheidung, spät Mutter zu werden, eine eher geringe Bedeutung hat.

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Résumé des informations

Titre
Späte Mutterschaft - ein neues biographisches Muster?
Université
University of Freiburg  (Institut für Europäische Ethnologie)
Cours
Familie und Verwandtschaft
Note
1,0
Auteur
Julia Lubierski (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
17
N° de catalogue
V70038
ISBN (ebook)
9783638626347
ISBN (Livre)
9783638626309
Langue
allemand
mots-clé
Späte Mutterschaft Muster Familie Verwandtschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Lubierski (Auteur), 2006, Späte Mutterschaft - ein neues biographisches Muster?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70038
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Extrait de  17  pages
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