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Religiöse Stadtentstehung am Beispiel von "Exulantenstädten"

Title: Religiöse Stadtentstehung am Beispiel von "Exulantenstädten"

Term Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Alexander Danylec (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Die Genese von Städten bzw. der Stadtentstehung können unterschiedliche Ursachen haben. Zu den Stadtentstehungstheorien gehören die Hydraulische-, Ökonomische-, Militärische und Religiöse oder theologische Theorie.
In dieser Hausarbeit wird explizit auf die Religiöse Stadtentstehung am Beispiel von Exulantenstädte eingegangen.
Die mitunter in der Geschichte der deutschen Städte und ihrer Entstehung/Gründung in der Frühen Neuzeit, eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Exulanten

2.2. Exulantenstädte

3. Stufen der Stadtentstehung in Mitteleuropa

4. Vertriebene Religionen

4.1. Protestanten

4.2. Böhmische Brüder

4.3. Waldenser

4.4. Hugenotten

4.5. Lutheraner

4.6. Mennoniten

4.7. Hussiten

4.8. Katharer

5. Historischer Hintergrund der Exulantenstädte

5.1. Die Lage in Deutschland

5.2. Die Situation in Europa

5.3. Die wichtigsten Exulantenströme

5.4. Zusammenfassung und Entstehung von Exulantenstädte

6. Exulantenstädte

6.1. Neuwied

6.1.1. Geographische Lage

6.1.2. Geschichte

6.2. Hanau

6.2.1. Geographische Lage

6.2.2 Geschichte

6.3. Neu-Isenburg

6.3.1. Geographische Lage

6.3.2. Geschichte

6.4.2. Geschichte

6.5. Glückstadt

6.5.1. Geographische Lage

6.5.2. Geschichte

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die religiös motivierte Stadtentstehung in der Frühen Neuzeit am Beispiel ausgewählter Exulantenstädte. Das primäre Ziel ist es, die unterschiedlichen Gründungsgeschichten dieser Städte sowie deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung im Kontext religiöser Vertreibungen aufzuzeigen.

  • Definition und historische Einordnung von Exulanten und Exulantenstädten
  • Analyse der religiösen Fluchtbewegungen in Europa
  • Wirtschaftliche Motivationen deutscher Landesherren zur Ansiedlung
  • Detaillierte Fallbeispiele: Neuwied, Hanau, Neu-Isenburg, Mannheim und Glückstadt
  • Zusammenhang zwischen Religionsfreiheit, Toleranz und wirtschaftlichem Wohlstand

Auszug aus dem Buch

6.2.2 Geschichte

Bezeichnend ist, daß in den „alten“ Städten wie Hamburg und Frankfurt die Reformierten auf Schwierigkeiten bei der Ausübung ihrer Religion stießen und sie deshalb in angrenzende Territorien abwanderten, wo sie Glaubensfreiheit und Möglichkeiten einer freien wirtschaftlichen Betätigung fanden. So wanderten die Reformierte zum Teil weiter nach Hanau.

Es ließen sich zunächst wallonische und flämische Flüchtlinge in Frankfurt am Main nieder; als dort aber 1593/96 der reformierte Gottesdienst von der lutherischen Stadt verboten wurde, zogen sie in die Grafschaft Hanau, die zum reformierten nassauischen Länderbereich gehörte. Ab 1597 wurden die Reformierten in Neu-Hanau, einer der mittelalterlichen Stadt angegliederten, schachbrettartigen Neustadt, angesiedelt, wo sie eine rege Gewerbetätigkeit entwickelten, eine Hochspezialisierte Weberei, vorwiegend Strumpfwirkerei, Seidenverarbeitung, Bortenwirkerei, Spitzenklöppelei. Hanauer Goldschmiede und Knopfmacher waren weit bekannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Thematik der religiösen Stadtentstehung und Einordnung der Exulantenstädte als frühneuzeitlicher Sondertyp.

2. Definitionen: Begriffliche Klärung von "Exulanten" als Glaubensflüchtlinge und Definition von "Exulantenstädten".

3. Stufen der Stadtentstehung in Mitteleuropa: Analyse der zeitlichen Phasen der Stadtentstehung mittels statistischer Daten.

4. Vertriebene Religionen: Überblick über die verschiedenen verfolgten Glaubensgruppen, die an der Gründung von Exulantenstädten beteiligt waren.

5. Historischer Hintergrund der Exulantenstädte: Untersuchung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Rolle der Landesherren.

6. Exulantenstädte: Detaillierte Betrachtung der Fallbeispiele Neuwied, Hanau, Neu-Isenburg, Mannheim und Glückstadt hinsichtlich ihrer spezifischen Entwicklung.

Schlüsselwörter

Exulanten, Exulantenstädte, Glaubensflüchtlinge, Frühe Neuzeit, Religionsfreiheit, Reformation, Gegenreformation, Stadtgründung, Landesherren, Wirtschaftspolitik, Toleranz, Neuwied, Hanau, Neu-Isenburg, Mannheim, Glückstadt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entstehung von sogenannten Exulantenstädten in Deutschland während der Frühen Neuzeit, die durch die Aufnahme religiös verfolgter Gruppen gegründet wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind religiöse Fluchtursachen, die wirtschaftlichen Interessen deutscher Landesherren an der Ansiedlung dieser Menschen sowie der Stadtbau als Instrument absolutistischer Wirtschaftspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Exulantenstädte an konkreten Beispielen nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie Glaubensfreiheit und wirtschaftlicher Fortschritt in dieser Zeit interagierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung historischer Kartographien und Statistiken zur Stadtentstehung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben dem historischen Hintergrund die Konfessionen der Vertriebenen sowie fünf spezifische Städte (Neuwied, Hanau, Neu-Isenburg, Mannheim, Glückstadt) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Exulanten, Religionsfreiheit, Stadtgründung, Wirtschaftsförderung und konfessionelle Vertreibung.

Warum war für viele Städte die Ansiedlung von Exulanten wirtschaftlich attraktiv?

Viele der Glaubensflüchtlinge brachten spezialisierte handwerkliche Fähigkeiten, Kapital oder unternehmerisches Wissen mit, von denen die aufnehmenden Territorien ökonomisch stark profitierten.

Welche Rolle spielte die Stadt Neuwied in dieser Untersuchung?

Neuwied dient als markantes Beispiel für eine durch landesherrliche Initiative gegründete Exulantenstadt, in der aufgrund weitreichender Religionsfreiheit eine große Vielfalt an Konfessionen friedlich zusammenlebte.

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Details

Title
Religiöse Stadtentstehung am Beispiel von "Exulantenstädten"
College
University of Göttingen
Course
Oberseminar "Geisteshaltung, Kulturlandschaft und Siedlungssystem"
Grade
2,3
Author
Alexander Danylec (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V70122
ISBN (eBook)
9783638624299
ISBN (Book)
9783638674041
Language
German
Tags
Religiöse Stadtentstehung Beispiel Exulantenstädten Oberseminar Geisteshaltung Kulturlandschaft Siedlungssystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Danylec (Author), 2006, Religiöse Stadtentstehung am Beispiel von "Exulantenstädten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70122
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