Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Das Alte Reich auf seinem Weg zum modernen Staat.

Title: Das Alte Reich auf seinem Weg zum modernen Staat.

Term Paper , 2001 , 14 Pages

Autor:in: Bastian Hefendehl (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Kaiser Joseph II. beurteilte die Aufgabe von Staat, gerade im kirchlichen Sektor, und dessen Handlungsbedarf auf eine andere Weise, als von einem Monarchen zu erwarten gewesen wäre. Mit der Untersuchung des Phänomens des Josephinismus, erhält man einen besseren Einblick in die Beweggründe seines Handelns. Die Frage nach dem, was der Josephinismus eigentlich war und auf wen er zurückzuführen ist, gestaltet sich hingegen schwierig. Ob man den Josephinismus aber nun wirklich Kaiser Joseph II. zu zuschreiben hat, oder ob dies einfach nur Auswirkungen aus den Reformen seiner Vorgänger sind, soll hier aber nicht weiter beurteilt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Alte Reich auf seinem Weg zum modernen Staat. Josephinismus: Mittel zum Zweck oder echter Fortschritt?

2.1 Die Auffassung Kaiser Joseph II. über die Aufgabe von Staat

2.2 Das Beamtenwesen. Mittel zur Staatsführung und seine Probleme

2.3 Kaiser Joseph II. über die bürgerliche Toleranz

2.3.1.1 Die Inhalte

2.3.1.2 Absichten und Wirkungen, Mittel zum Zweck oder echter Fortschritt?

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Reformpolitik Kaiser Josephs II., insbesondere den Josephinismus, vor dem Hintergrund seiner staatsphilosophischen Grundsätze. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu beurteilen, ob die Maßnahmen des Kaisers als Ausdruck eines Reformwillens aus Überzeugung oder als zweckgebundenes Mittel zur Stärkung seiner absolutistischen Herrschaft zu werten sind.

  • Staatsverständnis und Regierungsauffassung von Kaiser Joseph II.
  • Die Organisation und Problematik des habsburgischen Beamtenwesens
  • Analyse der "Resolution über bürgerliche Toleranz"
  • Kontroverse Korrespondenz zwischen Kaiser Joseph II. und Maria Theresia

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Die Inhalte

Unter Kaiser Joseph II. wurden unter anderem im kirchlichen und staatlichen Sektor einige gravierende Änderungsversuche unternommen. Wenngleich man auch seine Reformversuche in anderen Sektoren, wie Bildung oder Agrarwesen nicht außer Acht lassen sollte. Um Rückschlüsse ziehen zu können, muss man zunächst die Inhalte seiner Reformen kennen. Hierbei berücksichtigt werden soll der Inhalt seiner Resolution über die bürgerliche Toleranz vom 15. September 1781. Die Resolution erging an den Staatskanzler Fürst Kaunitz, damit dieser die Behörden in allen habsburgerischen Staaten anweist.

„Meine Willensmeinung […], ist dahin gerichtet, den akatholischen Untertanen […], ein ihrer Religion gemäßes Privatexerzitium allenthalben zu verstatten […].“ Dieser Satz beinhaltet bereits die wichtigste Aussage der ganzen Resolution. Er legitimiert akatholischen Religionen (hier vorwiegend Kalvinisten/ Protestanten) und spricht ihnen gewisse Rechte zu. Dazu gehören die Rechte, Kirchen bauen zu dürfen, Sakramente und Gottesdienste abhalten zu können und Kranke in eigenen Filialen unterzubringen. Nicht erlaubt hingegen wird es ihnen, Türme an Kirchen zu bauen, zu läuten und die Eingänge der Kirchen auf Hauptstraßen auszurichten. Die ganze Religion soll nicht öffentlich prozessiert werden. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um eine Glaubensfreiheit im Sinn der Gleichberechtigung, sondern um eine Glaubenstoleranz neben der Katholischen Religion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Zielsetzung dar, die Reformen Kaiser Josephs II. anhand von zeitgenössischen Quellen und Briefwechseln mit Maria Theresia hinsichtlich ihrer Motivation zu untersuchen.

2. Das Alte Reich auf seinem Weg zum modernen Staat. Josephinismus: Mittel zum Zweck oder echter Fortschritt?: Dieser Abschnitt analysiert das Staatsverständnis Josephs II. als "Diener des Staates" und die damit verbundene Neuausrichtung der Verwaltung.

2.1 Die Auffassung Kaiser Joseph II. über die Aufgabe von Staat: Es wird dargelegt, dass der Kaiser Naturrecht über Gottesgnadentum stellte und den Staat als Instrument zur Wohlfahrt der Gesellschaft betrachtete.

2.2 Das Beamtenwesen. Mittel zur Staatsführung und seine Probleme: Das Kapitel beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Umsetzung kaiserlicher Erlasse durch die Behörden und den Druck, den der Kaiser zur Effizienzsteigerung auf die Beamten ausübte.

2.3 Kaiser Joseph II. über die bürgerliche Toleranz: Hier werden die theologischen und staatsrechtlichen Dimensionen der religiösen Öffnung gegenüber nicht-katholischen Konfessionen im habsburgischen Reich erörtert.

2.3.1.1 Die Inhalte: Dieser Teil konkretisiert die Rechte, die den akatholischen Untertanen durch die Resolution von 1781 zugestanden wurden, bei gleichzeitiger Wahrung der Dominanz des Katholizismus.

2.3.1.2 Absichten und Wirkungen, Mittel zum Zweck oder echter Fortschritt?: Zusammenfassung der Debatte über die Intention des Kaisers, Wirtschaftskraft und gesellschaftlichen Frieden durch Toleranz zu mehren, trotz interner Differenzen mit der Mitregentin.

3. Schluss: Ein Fazit zur Reformpolitik, das Joseph II. als einen Reformator aus Überzeugung einstuft, dessen Visionen jedoch teilweise an den realpolitischen Bedingungen seiner Zeit scheiterten.

Schlüsselwörter

Josephinismus, Kaiser Joseph II., Aufklärung, Absolutismus, Toleranzpatent, Staatstheorie, Verwaltung, Beamtenwesen, Religionspolitik, Maria Theresia, Reformpolitik, Naturrecht, res publica, habsburgische Staaten, Quelleninterpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Reformtätigkeit von Kaiser Joseph II. und hinterfragt dabei die Motivation hinter seinen staatlichen und kirchlichen Erlassen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das staatsphilosophische Verständnis des Monarchen, die Reform des Beamtenapparates sowie die Einführung bürgerlicher Toleranz für nicht-katholische Untertanen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob der Josephinismus als Ausdruck einer aufklärerischen Überzeugung oder als taktisches Mittel zur Macht- und Effizienzsicherung zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Quelleninterpretation, bei der zentrale Dokumente wie das Toleranzpatent und der Briefwechsel zwischen Joseph II. und Maria Theresia kritisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Staatsverständnisses, die Reorganisation der Verwaltung und die detaillierte Betrachtung der religiösen Toleranzbestrebungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Josephinismus, aufgeklärter Absolutismus, Toleranzpatent, Staatsverwaltung und die Legitimationsansprüche des Monarchen.

Welche Rolle spielte der Briefwechsel zwischen Joseph II. und Maria Theresia?

Der Briefwechsel dient als zentrale Quelle, um die unterschiedlichen Auffassungen von Herrschaft und Religion zwischen Mutter und Sohn sowie die zugrunde liegenden Beweggründe für staatliches Handeln offenzulegen.

Warum stand Joseph II. der öffentlichen Zurschaustellung anderer Religionen skeptisch gegenüber?

Obwohl er Toleranz gewährte, wollte er die Dominanz des Katholizismus nicht gefährden und sah in der Präsenz anderer Religionen ein Mittel, um Andersgläubige durch Vorbildfunktion langfristig zu bekehren.

Wie bewertet der Autor das Scheitern mancher Reformen?

Der Autor konstatiert, dass die Zeit für die tiefgreifenden Reformen Josephs II. in der Bevölkerung und in der Verwaltung noch nicht reif war, was teilweise zu deren Rücknahme durch seinen Nachfolger führte.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Das Alte Reich auf seinem Weg zum modernen Staat.
College
University of Paderborn  (Historisches Institut)
Course
Das Alte Reich im 18. Jahrhundert: Absolutismus, Aufklärung und Säkularisation
Author
Bastian Hefendehl (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V70168
ISBN (eBook)
9783638614887
Language
German
Tags
Alte Reich Staat Alte Reich Jahrhundert Absolutismus Aufklärung Säkularisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bastian Hefendehl (Author), 2001, Das Alte Reich auf seinem Weg zum modernen Staat. , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70168
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint