Gesunde Ernährung + regelmäßige Bewegung = Salat + Dressing!?
Diese Formel sagt aus, dass eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung zusammengehören wie das Dressing zum Salat. Das ist in meinen Augen zutreffend. Deshalb lautet die Hypothese dieser Arbeit auch, dass sich bewegungsaktive Frauen im Fitnessstudio gesünder ernähren als bewegungsinaktive Frauen. Was machen die Themen gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung heute so wichtig, warum lohnt es sich, darüber eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben? Betrachtet man demografische Daten, zeigt sich, dass die Lebenserwartung der Deutschen, im Zuge der Industrialisierung, in den letzten 100 Jahren deutlich zugenommen hat und Experten prognostizieren eine weitere Zunahme. Mit der Industrialisierung ersetzten schwere körperliche Arbeiten die neu entwickelten Maschinen. Die Menschen mussten weniger hart arbeiten und hatten mehr Freizeit. Der Körper war nun noch nicht nach 20 Jahren schwerer Arbeit vielfach geschädigt. Zudem hatte die Wissenschaft seither riesige Fortschritte gemacht, zu nennen ist bezüglich der wachsenden Lebenserwartung natürlich in erster Linie der Bereich der Medizin. Es wurden neue Diagnose- und Behandlungsmethoden entdeckt und den Menschen wurden wieder ein paar Jahre Leben mehr geschenkt. Und die Experten forschen weiter. Es werden also zukünftig mehr alte als junge Menschen in Deutschland leben, da zusätzlich die Geburtenrate in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen ist. Die Menschen werden heute immer älter, was nicht heißt, dass sie auch gesünder sind. Die Medizin hat zwar deutliche Fortschritte gemacht, doch den Lauf des Lebens kann auch sie nicht aufhalten. Der Körper jedes Menschen verschleißt irgendwann. Degenerative Erkrankungen ebenso wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen im Alter zu. Diese Prozesse können verzögert werden, indem man sich zum Beispiel regelmäßig bewegt und gesund ernährt. Leider sehen die gegenwärtigen Lebensgewohnheiten der meisten Menschen etwas anders aus. Fast- und Junkfood, vermehrt bewegungsarme Arbeitsplätze sowie fehlende körperliche Ausgleichsmaßnahmen fördern die degenerativen Prozesse. Erwiesenermaßen werden die Menschen unsere Gesellschaft immer dicker und träger. Seit einigen Jahren ist das Thema Gesundheit in aller Munde, doch die Wirklichkeit zeigt, dass die Menschen erst zum Arzt gehen und sich um ihren Körper bemühen, wenn bereits Schädigungen eingetreten sind. Vorbeugende Maßnahmen trifft kaum jemand.
Inhaltsverzeichnis
1. Geleit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Ernährungspsychologische Grundlagen
2.1.1 Das Ess- und Trinkverhalten
2.1.2 Die Auswirkungen der Ernährung auf Körper und Seele
2.1.3 Die Entwicklung des Ernährungsverhaltens
2.1.3.1 Genetische, psychosoziale und kulturelle Faktoren
2.1.3.2 Ernährungspsychologische Betrachtungen in verschiedenen Lebensphasen
2.1.3.2.1 Das Säuglingsalter
2.1.3.2.2 Das Kindes- und Jugendalter
2.1.3.2.3 Das Erwachsenenalter und Alter
2.1.3.3 Die menschliche Esskultur
2.2 Ernährungsphysiologische Grundlagen
2.2.1 Die Ernährungssituation in Deutschland heute
2.2.2 Nährstoffe und ihre Funktionen
2.2.2.1 Kohlenhydrate
2.2.2.2 Fette
2.2.2.3 Proteine
2.2.2.4 Vitamine
2.2.2.5 Mineralstoffe
2.2.2.6 Wasser
2.2.3 Gesundes Essverhalten
2.2.4 Vegetarische Ernährung
2.2.5 Gesunde Gewichtsreduktion
2.3 Bewegungsphysiologische Grundlagen
2.3.1 Bewegung im Frauenfitnessstudio mit unterschiedlichen Zielsetzungen
2.3.1.1 Fettverbrennung
2.3.1.2 Herz-Kreislauf-Training
2.3.1.3 Präventives Gesundheitstraining
2.3.1.4 Körperstraffung
2.3.1.5 Muskelaufbau
2.3.2 Wirkungen von regelmäßiger Bewegung
3. Empirische Studie
3.1 Zielstellung und Arbeitshypothese
3.2 Untersuchungsmethodik
3.2.1 Fragebogen
3.2.2 Probanden
3.2.3 Methodenkritik
3.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
3.3.1 Auswertungsstrategie
3.3.2 Allgemeiner Teil
3.3.3 Aktivitätsspezifischer Teil
3.3.4 Ernährungsspezifischer Teil
3.4 Schlussfolgerungen bezüglich der Arbeitshypothese
4. Resümee
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Magisterarbeit besteht in der vergleichenden Analyse des Ernährungsverhaltens von bewegungsaktiven Frauen in Fitnessstudios und bewegungsinaktiven Frauen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob regelmäßige körperliche Betätigung mit einer gesünderen Ernährungsweise korreliert.
- Ernährungspsychologische Grundlagen und Entwicklung des Essverhaltens
- Ernährungsphysiologische Aspekte und Nährstoffbedarfe
- Bewegungsphysiologische Hintergründe von Fitnesssport bei Frauen
- Empirische Untersuchung mittels standardisierter Fragebögen
- Statistische Auswertung des Zusammenhangs zwischen Sportaktivität und Ernährung
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Das Ess- und Trinkverhalten
Die Ernährungspsychologie beschäftigt sich mit dem Essen und Trinken der Menschen. Dieses Gebiet der Psychologie ist ein relativ neues. Untersucht werden sollen die psychologischen Bedingungen des menschlichen Ess- und Trinkverhaltens. Die körperliche Existenz wird über die Ernährung gesichert. Sie schlägt sich im Ernährungs- und Gesundheitszustand, der Zufuhr von Energie- und Nährstoffen und dem Gebrauch von Lebensmitteln nieder. Da die Ernährung eine sich immer wiederholende Handlung darstellt, führt sie zur Ausbildung von Gewohnheiten. Dies betrifft die Auswahl, die Beschaffung, die Zubereitung und die Aufnahme von Nahrungsmitteln. Befindet sich der Disscounter um die Ecke, liegt es nahe, dort häufig einzukaufen. Das, was das Angebot hergibt, wird genommen und meist so zubereitet, wie man es auch von zu Hause kennt. Je nach Zeit, Gewohnheit und Erziehung wird das Essen dann eingenommen.
Die psychischen und physischen Vorgänge im Organismus bilden eine psychobiologische Einheit. Sie ist die Grundlage für die Wechselwirkung zwischen Umweltreizen und Verhalten. Ernährungsverhalten ist motiviertes Verhalten. Deshalb fragt die Ernährungspsychologie nach den Beweggründen von Menschen zum Nahrungsverzehr. Hunger und Durst sind wichtige Beweggründe, um Nahrung aufzunehmen. Dietrichsen (1990, S. 2) führt aus: „Motivationen, Ziele und Umweltbedingungen bestimmen die Ernährungshandlungen eines Menschen“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Geleit: Einführung in die Thematik der Gesundheit als Zusammenspiel von Ernährung und Bewegung sowie Darlegung der Arbeitshypothese.
2. Theoretische Grundlagen: Detaillierte Darstellung der psychologischen, physiologischen und bewegungsspezifischen Hintergründe des Ernährungsverhaltens.
3. Empirische Studie: Vorstellung der Methodik, der Probandengruppen und Analyse der Ergebnisse zur Bestätigung der Arbeitshypothese.
4. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Fazit zur gesundheitlichen Relevanz von Sport und Ernährung.
Schlüsselwörter
Ernährungspsychologie, Ernährungsphysiologie, Fitnessstudio, Bewegungsaktivität, Essverhalten, Adipositas, Nährstoffe, Stoffwechsel, Gesundheitsprävention, Körperwahrnehmung, Magisterarbeit, empirische Studie, Körpergewicht, Ernährungswissenschaft, Lebensstil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen regelmäßiger körperlicher Aktivität in einem Fitnessstudio und dem individuellen Ernährungsverhalten bei Frauen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die psychologischen Motive hinter dem Essen, die physiologische Notwendigkeit von Nährstoffen sowie die Auswirkungen von Sport auf das Gesundheitsbewusstsein.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist die statistische Überprüfung der Hypothese, dass bewegungsaktive Frauen eine bewusstere und gesündere Ernährungsweise aufweisen als bewegungsinaktive Frauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine empirische Querschnittsstudie mittels standardisierter Fragebögen durchgeführt, deren Daten statistisch mit der Software SPSS ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, wie die Entwicklung des Essverhaltens und Nährstofflehre, sowie eine empirische Untersuchung, die das Verhalten von 110 Probandinnen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sportpsychologie, Ernährungsberatung, Adipositasprävention, Körpergewicht und das Wechselspiel von Bewegung und gesunder Ernährung.
Wie groß ist der Einfluss genetischer Faktoren auf das Essverhalten im Erwachsenenalter?
Laut der Arbeit spielen genetische Faktoren im Erwachsenenalter eine untergeordnete Rolle; die Umwelt und soziale Prägung sind die dominierenden Einflussfaktoren.
Welche Rolle spielt die soziale Einbindung für die sportliche Motivation?
Die Arbeit zeigt, dass die soziale Komponente und das Training in Gruppen ein wesentlicher Motivationsfaktor für die Regelmäßigkeit der Bewegung sind.
- Quote paper
- Magister der Sportwissenschaft Dürten Zorn (Author), 2005, Eine vergleichende Analyse des Ernährungsverhaltens bewegungsaktiver Frauen im Fitnessstudio und bewegungsinaktiver Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70175