Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Individual, Groups, Society

Folgen spezifischer Differenzkonstruktionen

Title: Folgen spezifischer Differenzkonstruktionen

Essay , 2006 , 5 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Müller-Thomas (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Eine große Fundamentalismusstudie der American Academy of Sciences hat den Fundamentalismus als eine universale Reaktionsweise auf die Herausforderungen der Globalisierung aufgespürt. Danach handelt es sich im Fundamentalismus um eine energische Selbstvergewisserung der eigenen Identität gegenüber einem als bedrohlich wahrgenommenen Ansturm von „Fremden“. Dabei ist der Fundamentalismus in der Funktion für den Zusammenhalt der Gesellschaft und die Stabilisierung von Individuen mit dem Ethnizismus, Rassismus und Nationalismus vergleichbar. Der Fundamentalismus wählt lediglich ein anderes Medium der Identität. Der Fundamentalismus ist zudem eine Reaktionsweise auf die Entwurzelung, die die Globalisierungsprozesse gegenüber Randschichten bewirken. Das Individuum, das nach Slavoj Žižek von Natur aus entwurzelt und dadurch multikulturalistisch ist, verlor diesen Status indem es sich mit seinem sozialen Umfeld organisierte. Demzufolge werden heute Individuen in den historisch orientierten Sozialwissenschaften universalistisch unterschieden. Während genetisch kategorisch von der „Rasse“ gesprochen wird, werden Bevölkerungsgruppierungen soziopolitisch in „Nationen“ untergliedert. In der „Kategorie des Kulturellen“ wird von einer ethnischen Gruppe gesprochen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Essay zum Themenblock IV: „Folgen spezifischer Differenzkonstruktionen“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die kritische Rolle des Multikulturalismus in der heutigen globalisierten Welt und untersucht, inwieweit dessen theoretische Ansätze und praktische Anwendung unbeabsichtigt die Entstehung von fundamentalistischen Gesellschaftsordnungen begünstigen können.

  • Kritische Analyse des Multikulturalismus nach Slavoj Žižek
  • Differenzierung zwischen universalistischen und relativistischen Ansätzen
  • Der Multikulturalismus als mögliche Ideologie des globalen Kapitalismus
  • Die Problematik der „double standards“ und interkulturelle Eskalationen
  • Das Spannungsfeld zwischen Toleranz und notwendiger Intoleranz

Auszug aus dem Buch

Essay zum Themenblock IV: „Folgen spezifischer Differenzkonstruktionen“

Eine große Fundamentalismusstudie der American Academy of Sciences hat den Fundamentalismus als eine universale Reaktionsweise auf die Herausforderungen der Globalisierung aufgespürt. Danach handelt es sich im Fundamentalismus um eine energische Selbstvergewisserung der eigenen Identität gegenüber einem als bedrohlich wahrgenommenen Ansturm von „Fremden“. Dabei ist der Fundamentalismus in der Funktion für den Zusammenhalt der Gesellschaft und die Stabilisierung von Individuen mit dem Ethnizismus, Rassismus und Nationalismus vergleichbar. Der Fundamentalismus wählt lediglich ein anderes Medium der Identität.

Der Fundamentalismus ist zudem eine Reaktionsweise auf die Entwurzelung, die die Globalisierungsprozesse gegenüber Randschichten bewirken. Das Individuum, das nach Slavoj Žižek von Natur aus entwurzelt und dadurch multikulturalistisch ist, verlor diesen Status indem es sich mit seinem sozialen Umfeld organisierte. Demzufolge werden heute Individuen in den historisch orientierten Sozialwissenschaften universalistisch unterschieden. Während genetisch kategorisch von der „Rasse“ gesprochen wird, werden Bevölkerungsgruppierungen soziopolitisch in „Nationen“ untergliedert. In der „Kategorie des Kulturellen“ wird von einer ethnischen Gruppe gesprochen.

Zusammenfassung der Kapitel

Essay zum Themenblock IV: „Folgen spezifischer Differenzkonstruktionen“: Der Autor untersucht die theoretischen Hintergründe des Fundamentalismus als Reaktion auf die Globalisierung und analysiert die Rolle des Multikulturalismus als ambivalentes Konzept, das durch „double standards“ ungewollt fundamentalistische Tendenzen fördern kann.

Schlüsselwörter

Multikulturalismus, Fundamentalismus, Globalisierung, Identität, Rassismus, Antirassismus, Universalismus, Relativismus, Gesellschaftsvertrag, Diskriminierung, Menschenrechte, Kapitalismus, interkulturelle Kommunikation, Toleranz, Differenzkonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den gesellschaftspolitischen Folgen der Differenzkonstruktion im Kontext von Globalisierung und Multikulturalismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Rasse und Rassismus, die Kritik am Multikulturalismus als vermeintlicher Ideologie des Kapitalismus sowie das Spannungsfeld zwischen Toleranz und dem Aufstieg des Fundamentalismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob der Multikulturalismus unbeabsichtigt als Triebfeder für die Formung des Fundamentalismus als Gesellschaftsordnung fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf soziologischen Diskursen basiert, insbesondere unter Rückgriff auf Autoren wie Slavoj Žižek, Pierre-André Taguieff und Thomas Hobbes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Grenzen des Multikulturalismus, die Problematik der "double standards" bei Menschenrechtsverletzungen und die Unmöglichkeit eines "natürlichen" Multikulturalismus innerhalb einer organisierten Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Multikulturalismus, Fundamentalismus, Identität, Rassismus, Globalisierung und Universalismus charakterisiert.

Wie unterscheidet der Autor zwischen liberalem und radikalem Multikulturalismus?

Während der liberale Multikulturalismus die Einhaltung von Menschenrechten fordert und kulturelle Gruppen innerhalb eines gemeinsamen Rahmens unterstützt, erkennt der radikale Multikulturalismus diesen gemeinsamen Rahmen nicht an und fordert weitgehende politische Selbstbestimmung für kulturelle Gruppen.

Warum bezeichnet der Autor den Multikulturalismus als "entpolitisierte Idee"?

Der Autor argumentiert, dass der Multikulturalismus keine Ideologie im eigentlichen Sinne darstelle, sondern eine entpolitisierte Idee von Gesellschaft sei, die erst durch die Forderung nach einer "Dosis Intoleranz" politisch werden könnte.

Excerpt out of 5 pages  - scroll top

Details

Title
Folgen spezifischer Differenzkonstruktionen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Course
Wie wird man fremd? Konstruktion des Eigenen und des Fremden.
Grade
1,0
Author
Christian Müller-Thomas (Author)
Publication Year
2006
Pages
5
Catalog Number
V70204
ISBN (eBook)
9783638615136
Language
German
Tags
Folgen Differenzkonstruktionen Konstruktion Eigenen Fremden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Müller-Thomas (Author), 2006, Folgen spezifischer Differenzkonstruktionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70204
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  5  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint