A good condition of the environment is becoming more and more important in the world of today. After the time of the industrialisation and the conscious of the people concerning the state of the environment grew, the process of regarding nature as an economic factor started to influence the national and international politics. Especially the European Union can take credit for developing a very strict and consequent environmental politic system which started in the 1970ies. This had to be adopted by the countries that wanted to join the EU. Although in the communist era there also has been an environmental law in Hungary, lobbyists often weakened the legislation. But through the EU-joining of the East-European former soviet-countries has lead to an increase of the quality of the environment. To control this, the changes in water quality of the river Tisza in the last two decades have been investigated.
The Tisza is the second biggest river after the Danube in Hungary. Until 1919 the river with its total length of 1308 km has been a purely Hungarian river, but after the huge territorial losses due to the Treaty of Trianon the actual length is now 596 km. The river often suffers huge flooding periods, so that the question over the influence of floods taking place have made it necessary to investigate, too. Three Sampling points along the Tisza in Hungary have been included in this analysis; Tiszabecs in the North, Tiszafüred in the middle of Hungary and Tiszasziget in the south of Hungary. The river was so divided in three parts of the upper, middle and lower Tisza. The results of this study have been reported in an internet application, the Minnesota Map Server.
The parameters used for evaluating the river quality were pH-value, oxygen saturation, nitrate, total phosphor, BOD (biological oxygen demand) and lead. Data from the years 1987 to 2004 were available. Additionally, the water level data were compared to the parameters which investigated the influences of high water occasions.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Politische und sozio-ökonomische Rahmenbedingungen
2.1 Entwicklung europäischer Umweltschutzpolitik
2.2 Umweltpolitik in Osteuropa
2.3 EU-Umweltpolitik in Osteuropa
2.4 Ursachen von Umweltproblemen
2.4.1 Ursachen des politischen Systems
2.4.2 Spezielle Entwicklung in Ungarn
3. Das Untersuchungsgebiet in der Übersicht
3.1 Ökologische Rahmenbedingungen der Theiß und ihres Einzugsgebietes
3.1.1 Physisch-geographische Eigenschaften der Theiß
3.1.2 Industrieanlagen im Einzugsgebiet der Theiß
3.1.3 Die Regulierung der Theiß
3.2 Kenntnisstand zum Zustand der Theiß und ihres Einzugsgebietes
3.2.1 Geschichte der Theiß-Forschung
3.2.2 Geschichte der Hochwasser
3.2.3 Bisherige Untersuchungen zur Wasserqualität der Theiß und ihrer Zuflüsse
3.3 Generelle Handlungsoptionen zur Flutprävention
4. Methodik, Datenquellen und ihre Herkunft und Arbeitsschritte
4.1 Labormethoden und Stoffinformationen
4.1.1 pH-Wert
4.1.2 Sauerstoff
4.1.3 Stickstoffverbindungen
4.1.4 Phosphorverbindungen
4.1.5 Biologischer Sauerstoffbedarf (BSB5)
4.1.6 Blei
4.2 Messstationen und Vorbereitungen
4.2.1 Messstationen
4.2.2 Vorbereitende Arbeitsschritte
4.3 Der Minnesota Map Server
5. Auswertung und Diskussion der Messergebnisse
5.1 Der pH-Wert im Jahresmittel
5.2 Die Sauerstoffsättigung im Jahresmittel
5.3 Veränderungen im Jahresgang des Gehalts an Stickstoffverbindungen
5.4 Jahresmittelwerte des Gehalts an Phosphorverbindungen
5.5 Entwicklung des Biologischen Sauerstoffbedarfs (BSB5)
5.6 Jahresgang der Bleikonzentrationen im Theißwasser
5.7 Problematik des Schadstoffimports
5.8 Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse
6. Umsetzung der Ergebnisse im GIS und MMS
7. Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zeitliche Dynamik der Wasserqualität des Flusses Theiß in Ungarn über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren, um Auswirkungen politischer Wandel und EU-Beitrittsbestrebungen zu evaluieren sowie Zusammenhänge zwischen Hochwasserereignissen und der Gewässerbelastung zu analysieren.
- Analyse der Wasserqualitätsentwicklung der Theiß (1987-2004)
- Untersuchung des Einflusses von Hochwasserereignissen auf die Schadstoffkonzentrationen
- Bewertung der Wirksamkeit europäischer und ungarischer Umweltrichtlinien
- GIS-gestützte Visualisierung der Messergebnisse im Minnesota Map Server
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Industrieanlagen im Einzugsgebiet der Theiß
An dem Fluss Theiß und seinen Zuflüssen befinden sich nur einige Fabriken, die direkt oder indirekt ihr Abwasser in umliegende Kanäle, Flüsse oder direkt in die Theiß einleiten. Das Europäische Schadstoffemissionsregister, der EPER Report der Europäischen Umweltagentur EEA (abzurufen unter http://www.eper.cec.eu.int/), zielt auf eine umfassende Auflistung aller Industrieanlagen, die Emissionen abgeben. Bisher sind zehn Fabriken in Ungarn in dieser Liste zu finden, die in der Nähe der Theiß oder ihrer Zuflüsse liegen. Eine Zuckerfabrik in Szolnok ist der bedeutendste Emittent der Theiß und wird in Kapitel 3.2.3 noch genauer behandelt. Des Weiteren finden sich in dieser Industriestadt, etwa an der Hälfte des Theißlaufes gelegen, drei weitere Fabriken (vgl. Anhang C). Zum einen eine Fabrik zur Metallverarbeitung, die v. A. Stickstoffverbindungen, aber auch geringe Mengen an Schwermetallen und Fluoriden ins Wasser einleitet. Die zweite Anlage stellt Papier her und setzt Abwasser mit vergleichsweise hohem Gehalt an organischen Kohlenstoffverbindungen frei. Die dritte Anlage in Szolnok produziert Düngemittel, wobei Nährstoffe und Schwermetalle freigesetzt werden.
Im Bereich des Kanals Hortóbágy, der in den Fluss Körös mündet, finden sich in der Stadt Debrecen ein Arzneimittelhersteller mit Emissionen von u. A. Schwermetallen und organsichem Kohlenstoff, eine Fleisch- und eine Gemüseverarbeitende Fabrik, die geringe Mengen an Schwermetallen in die Kanalisation einleiten. In der Nähe von Debrecen in Kaba befindet sich eine weitere Arzneimittelfabrik. Im oberen Bereich des Einzugsgebiet am Fluss Sajó bei Miskolc liegt Kazincbarcika mit einer Fabrik, die Kunststoffe herstellt. Vor allem organischer Kohlenstoff wird hier eingeleitet. In der selben Region liegt Sajóbábony, das eine Sondermülldeponie mit Emissionen von Phenolen und Cadmium besitzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik der Umweltqualität in Osteuropa dar und definiert das Ziel der Arbeit, die Wasserqualität der Theiß unter Berücksichtigung politischer Veränderungen und Hochwasserereignisse zu bewerten.
2. Politische und sozio-ökonomische Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung der europäischen Umweltschutzpolitik und die spezifischen Herausforderungen des sozialistischen Systems in Osteuropa sowie die Transformationsprozesse in Ungarn.
3. Das Untersuchungsgebiet in der Übersicht: Hier werden die ökologischen Rahmenbedingungen, die Industriebelastungen und die Historie der Hochwasser sowie der Theiß-Forschung im Einzugsgebiet detailliert beschrieben.
4. Methodik, Datenquellen und ihre Herkunft und Arbeitsschritte: Dieses Kapitel beschreibt die verwendeten Labormethoden zur Bestimmung von sechs Wasserqualitätsparametern, die Datenherkunft sowie die technische Umsetzung der Ergebnisse mittels GIS und dem Minnesota Map Server.
5. Auswertung und Diskussion der Messergebnisse: Dieser zentrale Teil der Arbeit analysiert die Trends der Wasserqualitätsparameter (pH-Wert, Sauerstoff, Stickstoff, Phosphor, BSB5, Blei) im Zeitverlauf und diskutiert deren Korrelation mit Hochwasserereignissen sowie die Problematik des Schadstoffimports.
6. Umsetzung der Ergebnisse im GIS und MMS: Dieses Kapitel beschreibt die technische Integration der erhobenen Umweltdaten in eine webbasierte GIS-Anwendung unter Nutzung des Minnesota Map Servers.
7. Schlussbetrachtung und Ausblick: Diese Zusammenfassung bewertet die generelle Verbesserung der Wasserqualität der Theiß und reflektiert die Rolle von Hochwasserereignissen und grenzüberschreitenden Umwelteinflüssen.
Schlüsselwörter
Theiß, Ungarn, Wasserqualität, Hochwasser, GIS, Minnesota Map Server, Umweltschutz, EU-Umweltrichtlinien, Schadstoffimport, industrielle Belastung, Stickstoff, Phosphor, BSB5, Blei, Gewässermonitoring
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Wasserqualität der Theiß in Ungarn im Zeitraum von 1987 bis 2004 unter Berücksichtigung von politischen Systemveränderungen, EU-Beitrittsprozessen und den Auswirkungen von Hochwasserereignissen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Gewässerbelastung durch verschiedene Parameter, der Rolle von industriellen Einleitungen, dem grenzüberschreitenden Schadstoffimport aus Nachbarländern und der Implementierung von GIS-basierten Monitoring-Lösungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Entwicklung der Wasserqualität der Theiß über zwei Jahrzehnte hinweg zu bewerten und zu prüfen, inwieweit politische Transformationen und Hochwasserereignisse diese Entwicklung beeinflusst haben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Untersuchung basiert auf der Auswertung von Langzeit-Messdaten internationaler Institute (wie VITUKI und EEA), der Anwendung statistischer Korrelationsanalysen sowie der GIS-basierten Visualisierung und Einbindung in eine Internetanwendung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung der Parameter pH-Wert, Sauerstoffsättigung, Stickstoff- und Phosphorgehalt, BSB5 sowie Bleikonzentrationen in verschiedenen Flussabschnitten und diskutiert diese im Kontext von Industrieunfällen und Hochwasserereignissen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Theiß, Wasserqualität, Hochwasser, GIS, Umweltschutz, EU-Richtlinien, Schadstoffimport und Monitoring.
Welche Rolle spielen Hochwasserereignisse für die Wasserqualität der Theiß?
Entgegen der ursprünglichen Vermutung zeigen die Daten, dass Hochwasserereignisse nach Korrelationsanalysen nur eine geringfügige Rolle bei der Beeinflussung der untersuchten Wasserqualitätsparameter spielen.
Was sind die Hauptergebnisse der Studie bezüglich der Wasserqualität?
Die Theiß weist über den betrachteten Zeitraum eine überraschend gute Wasserqualität auf, wobei die meisten Parameter eine positive Tendenz hin zu „gut“ oder „sehr gut“ zeigen, was maßgeblich durch verbesserte Umweltgesetzgebung und wirtschaftliche Transformationen begünstigt wurde.
Inwiefern beeinflusst der Schadstoffimport aus dem Ausland die Theiß?
Der Schadstoffimport, insbesondere aus rumänischen Bergwerken und Industriebetrieben, stellt ein andauerndes Problem dar, das die Wasserqualität der Zuflüsse stark beeinträchtigt, wobei der Fluss selbst eine gewisse Selbstreinigungskraft aufweist.
- Quote paper
- Diplom-Geographin Saskia Bestmann (Author), 2007, GIS-gestützte Untersuchungen zur zeitlichen Dynamik der Wasserqualität der Theiß (Ungarn) unter Berücksichtigung von Hochwasserereignissen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70294