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Depressionen im Alter. Prävention und Intervention im Rahmen der Sozialen Arbeit

Title: Depressionen im Alter. Prävention und Intervention im Rahmen der Sozialen Arbeit

Term Paper , 2019 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Old Age
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Diese Arbeit untersucht folgende Frage: Was kann die Soziale Arbeit in der deutschen Altenhilfe tun, um bei älteren Menschen ab 65 Jahren einer Altersdepression in gewissem Maße vorzubeugen oder zum Heilungsprozess beizutragen? Sozialarbeiter sollen auf den Umgang sensibilisiert werden, nicht nur um zum Heilungsprozess der Altersdepression beizutragen, sondern auch, um die Prävention zu fördern.

Mit dem Alter kann es mit höherer Wahrscheinlichkeit zu einer Verschlechterung der Stimmungslage kommen. Unter anderem deshalb, weil der Mensch im Laufe seines Le- bens häufig Verluste engstehender Angehörige und eine Abnahme seiner sozialen Kontakte erlebt. Die geistliche und körperliche Leistungsfähigkeit lässt in der Regel nach und man bedarf bei abnehmender Selbstständigkeit der Pflege. All dies sind hohe emotionale Anforderungen im Alter, die bewältigt werden müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Altersdepression

2.1 Definition, Krankheitsbild und Bedeutung von Alter

2.2 Krankheitsverlauf und Entwicklungseinflüsse

2.3 Klassifikation, Diagnostik und Verbreitung

3. Folgen von Altersdepression

3.1 Folgen für Betroffene und Suizidgefahr

3.2 Folgen für das Umfeld

4. Präventive Maßnahmen

5. Die Therapie

5.1 Pharmakotherapie

5.2 Psychotherapie

6. Angepasster Umgang des Umfeldes

6.1. Für Angehörige

6.2 Für Soziale Arbeit

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Rolle die Soziale Arbeit in der deutschen Altenhilfe spielen kann, um bei Menschen ab 65 Jahren einer Altersdepression vorzubeugen oder einen Heilungsprozess aktiv zu unterstützen.

  • Definition, Symptomatik und Besonderheiten der Altersdepression
  • Soziale und gesundheitliche Folgen für Betroffene und ihr Umfeld
  • Präventive Ansätze und therapeutische Interventionen (Pharmakotherapie und Psychotherapie)
  • Handlungsmöglichkeiten für Angehörige und Fachkräfte der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Folgen für Betroffene und Suizidgefahr

"Johann S. hat vor zwei Jahren seine Frau verloren. Er leidet noch immer unter diesem schweren Verlust. Seine Nachbarn und Kinder bemerken, dass er sich über nichts mehr freuen kann und das Haus nur noch selten verlässt. Während er früher lange Spaziergänge machte und gern verreiste, lehnt er solche Aktivitäten jetzt ab. „Was soll ich mir die Welt anschauen? Es macht mir keine Freude mehr“, sagt er, als ihn seine Bekannten zu einem Kurzurlaub einladen. Oft wacht er in den frühen Morgenstunden auf und kann keinen Schlaf mehr finden, er sitzt dann stundenlang am Küchentisch und grübelt. Einem Freund erzählt er, dass er dabei kaum einen klaren Gedanken fassen kann, sondern dass er das Gefühl hat, sich ständig im Kreis zu drehen. Johann S. geht regelmäßig in die Kirche und war stets ein aktives Mitglied der Gemeinde. Dem Pfarrer bleibt nicht verborgen, dass Johann S. Probleme hat. Er spricht ihn an und schlägt ihm vor, einen Arzt aufzusuchen. Johann S. reagiert verständnislos. „Ein Arzt kann mir meine Frau auch nicht zurückbringen. Ich bin jetzt 78 Jahre und erwarte nicht mehr viel vom Leben! Es wäre wohl besser, wenn ich Platz für die Jungen mache“ (BAGSO et al. 2019: 10f.).

Anhand des fiktiven Beispiels von Johann S. erkennt man als Reaktion auf den Verlust seiner Lebenspartnerin einige Symptome der Depression wie etwa die Unfähigkeit zur Freude, Schlafstörungen, Grübelei und Todessehnsucht. Er hat keine Hoffnung auf Besserung und lehnt selbst auf Einladung etwas ab, was ihn früher glücklich gemacht hätte. Statt also etwas zu unternehmen, verbringt er die meiste Zeit zu Hause, meidet sozialen Kontakt und lehnt jegliches Arrangement einer Therapie ab. Dies sind unter anderem Folgen, die mit einer Depression einhergehen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Altersdepression und Darstellung der Relevanz für die Soziale Arbeit im Kontext des demografischen Wandels.

2. Altersdepression: Definition, medizinische Einordnung, Ursachen, Verlauf sowie Klassifikation und Verbreitung von Depressionen im Alter.

3. Folgen von Altersdepression: Analyse der Auswirkungen auf die Betroffenen, inklusive Suizidgefahr, sowie der Belastungen für das soziale Umfeld.

4. Präventive Maßnahmen: Überblick über Programme zur Prävention, einschließlich psychosozialer Ansätze und internetbasierter Unterstützungsangebote.

5. Die Therapie: Darstellung der zwei Hauptsäulen der Behandlung, Pharmakotherapie und Psychotherapie, unter besonderer Berücksichtigung altersgerechter Settings.

6. Angepasster Umgang des Umfeldes: Handlungsempfehlungen für Angehörige und Fachkräfte der Sozialen Arbeit zum Umgang mit depressiven älteren Menschen.

7. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ableitung von Schlüssen für die zukünftige Präventions- und Interventionsarbeit in der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Altersdepression, Soziale Arbeit, Altenhilfe, psychische Störung, Prävention, Intervention, Pharmakotherapie, Psychotherapie, Suizidgefahr, Lebensqualität, Komorbidität, Demografischer Wandel, Angehörige, Depression im Alter, Resilienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik der Depression bei Menschen ab 65 Jahren und analysiert, wie die Soziale Arbeit in diesem Bereich präventiv und interventiv tätig werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die medizinischen Grundlagen, der Einfluss des Alters auf den Krankheitsverlauf, therapeutische Ansätze und der richtige Umgang des sozialen Umfelds mit betroffenen Personen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Fragestellung lautet: Was kann die Soziale Arbeit in der deutschen Altenhilfe tun, um bei älteren Menschen einer Altersdepression vorzubeugen oder zum Heilungsprozess beizutragen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur, Leitlinien und Studien basiert, um handlungsorientierte Konzepte für die Soziale Arbeit abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Definitionen und Klassifikationen erläutert, Folgen für Betroffene und Umfeld aufgezeigt sowie präventive Programme und die zwei Hauptsäulen der Therapie (Psychotherapie und Pharmakotherapie) detailliert besprochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Altersdepression, Soziale Arbeit, Prävention, Intervention sowie der angemessene Umgang mit Betroffenen durch Angehörige und Fachkräfte.

Welche Rolle spielt das Internet bei der Prävention für ältere Menschen?

Laut Arbeit wächst die Zahl der Internetnutzer im Alter stetig, weshalb onlinebasierte Präventionsmaßnahmen und Beratungsstellen als zunehmend wichtige und niedrigschwellige Angebote für diese Zielgruppe erkannt werden.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "normalem Altern" und Altersdepression so schwierig?

Die Symptome wie Traurigkeit oder Rückzug werden oft fälschlicherweise als normale Begleiterscheinungen des Alterns missinterpretiert, was dazu führt, dass viele Betroffene erst spät oder gar nicht diagnostiziert werden.

Wie sollte sich die Soziale Arbeit gegenüber Betroffenen verhalten?

Fachkräfte sollten den Betroffenen professionell und freundlich begegnen, ihnen aktiv zuhören, Hilfe bei der Vermittlung an Therapeuten anbieten und den Klienten nicht durch gut gemeinte, aber oft hilfreiche Ratschläge oder Mitleid unter Druck setzen.

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Details

Title
Depressionen im Alter. Prävention und Intervention im Rahmen der Sozialen Arbeit
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
28
Catalog Number
V703181
ISBN (eBook)
9783346202574
ISBN (Book)
9783346202581
Language
German
Tags
alter arbeit depressionen intervention prävention rahmen sozialen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Depressionen im Alter. Prävention und Intervention im Rahmen der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/703181
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