Die Globalisierung führt mit den einhergehenden steigenden Marktanforderungen zu einer Wettbewerbsverschärfung. In Folge dessen erweisen sich unternehmensinterne Prozessoptimierungen als nicht mehr ausreichend und unternehmensübergreifende Gestaltungs- und Optimierungskonzepte werden erforderlich, z.B. in Form eines Supply Chain Managements (im Folgenden: SCM). Hierzu werden u.a. durch die Milderung der logistischen Probleme, verursacht durch moderne Kommunikations- und Transporttechnologien, die Rahmenbedingungen geliefert. Neben den technischen Komponenten ist aber auch eine interorganisationale Neuordnung der Führung und Steuerung innerhalb der Supply Chain (im Folgenden: SC) notwendig, hin zu einer Koordination der Aktivitäten mit gemeinsamen Zielstellungen. Dabei besteht die Notwendigkeit detailliertes Wissen über die Prozesse innerhalb der SC zu besitzen bzw. zu erlangen. In diesem Zusammenhang ergibt sich für das relativ risikoreiche SCM offensichtlich ein hoher Controllingbedarf.
Traditionelle Bereiche des Controllings mit den dazu gehörigen Instrumenten können zur Milderung dieser Probleme nur bedingt eingesetzt werden. Vielmehr geht es um deren Anpassung bzw. Neugestaltung an die neuen Erfordernisse im Rahmen eines Supply Chain Controllings (im Folgenden: SCC).
Ziel dieser Arbeit ist es, dieses recht junge Teilgebiet des Controllings näher darzustellen und zu verdeutlichen, wie eine ordnungsgemäße Anwendung des SCC zu Effizienz- und Effektivi-tätssteigerungen in der SC führen kann. Dabei kann aufgrund der Kürze dieser Arbeit dieses umfangreiche Thema nur angerissen werden. Zu Beginn erfolgt eine Einführung in das Thema, in der die Entstehung von SCC sowie dessen gegenwärtiger Stand aufgezeigt wird. Daran schließen sich Erläuterungen über die Anforderungen, Ziele und Aufgaben an, welche mit den im nachfolgenden Kapitel dargestellten Instrumenten umgesetzt werden können. Im Rahmen der Betrachtung der Anforderungen sollen auch die Grenzen eines SCC aufgezeigt werden. Zum Abschluss wird anhand des Beispiels der Firma Henkel KGaA kurz dargestellt, dass sich die beschriebene Theorie auch in der Praxis umsetzen lässt.
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung und Vorgehensweise
2. Merkmale des Supply Chain Controllings
2.1 Begriffliche Abgrenzung und Entstehungsprozess
2.2 Stand des Supply Chain Controllings
2.3 Ziele und Aufgaben
2.4 Anforderungen und Grenzen
3. Praxisorientierte Instrumente für das Supply Chain Controlling
3.1 Prozessmapping als Basis für das Supply Chain Controlling
3.2 Selektive Kennzahlen und Beziehungscontrolling
3.3 Überblick über weitere Instrumente des Supply Chain Controllings
4. Praxisbeispiel: Supply Chain Controlling bei der Henkel KGaA
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und Umsetzung eines Supply Chain Controllings (SCC) als Reaktion auf die zunehmende Globalisierung und den damit verbundenen Wettbewerbsdruck. Ziel ist es, das junge Teilgebiet des Controllings zu systematisieren und aufzuzeigen, wie durch eine ordnungsgemäße Anwendung des SCC die Effizienz und Effektivität innerhalb unternehmensübergreifender Wertschöpfungsketten gesteigert werden kann.
- Grundlagen, Definitionen und Entstehungsprozess des Supply Chain Controllings
- Anforderungen, Ziele und Aufgaben innerhalb der Supply Chain
- Methoden und Instrumente: Von Prozessmapping bis zum Beziehungscontrolling
- Praktische Umsetzung am Beispiel der Henkel KGaA
- Herausforderungen und Grenzen der controllingbasierten Netzwerksteuerung
Auszug aus dem Buch
1. Problemstellung und Vorgehensweise
Die Globalisierung führt mit den einhergehenden steigenden Marktanforderungen zu einer Wettbewerbsverschärfung. Unternehmen reagieren darauf in einem zunehmenden Maße mit der Auslagerung von Teilen der Leistungserstellung auf andere Stufen der Wertschöpfung, um sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. In Folge dessen erweisen sich unternehmensinterne Prozessoptimierungen als nicht mehr ausreichend und unternehmensübergreifende Gestaltungs- und Optimierungskonzepte werden erforderlich, z.B. in Form eines Supply Chain Managements (im Folgenden: SCM). Hierzu werden u.a. durch die Milderung der logistischen Probleme, verursacht durch moderne Kommunikations- und Transporttechnologien, die Rahmenbedingungen geliefert. Neben den technischen Komponenten ist aber auch eine interorganisationale Neuordnung der Führung und Steuerung innerhalb der Supply Chain (im Folgenden: SC) notwendig, hin zu einer Koordination der Aktivitäten mit gemeinsamen Zielstellungen. Dabei besteht die Notwendigkeit detailliertes Wissen über die Prozesse innerhalb der SC zu besitzen bzw. zu erlangen. In diesem Zusammenhang ergibt sich für das relativ risikoreiche SCM offensichtlich ein hoher Controllingbedarf.
Traditionelle Bereiche des Controllings mit den dazu gehörigen Instrumenten können zur Milderung dieser Probleme nur bedingt eingesetzt werden. Vielmehr geht es um deren Anpassung bzw. Neugestaltung an die neuen Erfordernisse im Rahmen eines Supply Chain Controllings (im Folgenden: SCC). Ziel dieser Arbeit ist es, dieses recht junge Teilgebiet des Controllings näher darzustellen und zu verdeutlichen, wie eine ordnungsgemäße Anwendung des SCC zu Effizienz- und Effektivitätssteigerungen in der SC führen kann. Dabei kann aufgrund der Kürze dieser Arbeit dieses umfangreiche Thema nur angerissen werden. Zu Beginn erfolgt eine Einführung in das Thema, in der die Entstehung der SCC sowie dessen gegenwärtiger Stand aufgezeigt wird. Daran schließen sich Erläuterungen über die Anforderungen, Ziele und Aufgaben an, welche mit den im nachfolgenden Kapitel dargestellten Instrumenten umgesetzt werden können. Im Rahmen der Betrachtung der Anforderungen sollen auch die Grenzen eines SCC aufgezeigt werden. Zum Abschluss wird anhand des Beispiels der Firma Henkel KGaA kurz dargestellt, dass sich die beschriebene Theorie auch in der Praxis umsetzen lässt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemstellung und Vorgehensweise: Einleitung in die Problematik der globalen Wettbewerbsverschärfung und die Notwendigkeit, traditionelles Controlling auf die gesamte Supply Chain auszuweiten.
2. Merkmale des Supply Chain Controllings: Erläuterung der Begriffe SCM und SCC sowie Einordnung des noch jungen Themenfeldes in die betriebswirtschaftliche Controlling-Theorie.
3. Praxisorientierte Instrumente für das Supply Chain Controlling: Detaillierte Darstellung moderner Steuerungs- und Messinstrumente wie Prozessmapping, Kennzahlensysteme und Beziehungscontrolling.
4. Praxisbeispiel: Supply Chain Controlling bei der Henkel KGaA: Konkrete Fallstudie, die zeigt, wie durch die Einführung eines SCC Effizienzsteigerungen erzielt wurden.
5. Schlussbetrachtung: Fazit zur Relevanz einer prozessorientierten Steuerung und Ausblick auf den weiteren Forschungs- und Umsetzungsbedarf.
Schlüsselwörter
Supply Chain Controlling, SCM, Wertschöpfungskette, Prozessmapping, Prozesskostenrechnung, Beziehungscontrolling, Kennzahlensysteme, Balanced Scorecard, Supply Chain Operations Reference-Modell, Risikomanagement, Effizienzsteigerung, Koordination, interorganisational, Netzwerksteuerung, Henkel KGaA
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Anwendung eines Supply Chain Controllings, um den steigenden Anforderungen an eine koordinierte und effiziente Steuerung unternehmensübergreifender Wertschöpfungsketten gerecht zu werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung des Supply Chain Controllings, die Anpassung klassischer Controllinginstrumente an Netzwerkstrukturen sowie die praktische Implementierung in Unternehmen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, das Konzept des Supply Chain Controllings vorzustellen und aufzuzeigen, wie es die Effizienz und Effektivität in Supply Chains durch gezielte Informationsaufbereitung und Prozessoptimierung steigern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse aktueller Fachliteratur zum Thema SCM und Controlling, ergänzt durch eine praktische Fallstudie des Unternehmens Henkel KGaA.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifische Instrumente des SCC, darunter das SCOR-Modell für Prozessmapping, den Einsatz selektiver Kennzahlen und Methoden für das Beziehungs- und Risikocontrolling.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Supply Chain Controlling, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, Kennzahlen, Koordination und strategisches Management.
Warum wird Henkel KGaA als Praxisbeispiel gewählt?
Henkel dient als Beispiel für ein weltweit tätiges Unternehmen, das aufgrund komplexer Lieferstrukturen und hoher Prozesskosten die Notwendigkeit eines SCC erkannte und strategisch implementierte.
Was ist das zentrale Fazit zur Umsetzung von SCC in der Praxis?
Das Fazit betont, dass zwar ein hoher Mehrwert durch SCC erzielt werden kann, jedoch noch ein erheblicher Forschungs- und Standardisierungsbedarf besteht, um die praktische Anwendung zu vereinheitlichen.
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- Ronny Seifert (Author), 2006, Supply Chain Controlling als neue Controllingherausforderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70410