Break Even Analyse - Darstellung und Bedeutung im externen Bereich


Seminararbeit, 2005
28 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Grundidee

3 Grundschema
Annahmen im Grundmodell

4 Variationen und deren spezielle Anwendung
4.1 Variation Anhand der Zielstellung
4.1.1 Vorgabe weiterer Fixkosten
4.1.2 Gesonderte Betrachtung des Cashflows
4.1.3 Weitere mögliche Zielvorstellungen
4.2 Variation durch einbeziehen von Lagerbeständen
4.3 Berücksichtigung des Absatzrisikos

5 Erweiterungen und Ihre Anwendung
5.1 Break Even Analyse bei mehrstufiger Mehrproduktfertigung
5.2 Dynamische Break Even Analyse
5.3 Nichtlineare Break Even Analyse

6 Traditionelle Einsatzbereiche
6.1 Einsatz als Managementinstrument
6.2 Einsatz als Steuerungsinstrument

7 Bedeutung für externe Stakeholder
7.1 Unternehmensneugründungen
7.2 Aktiengesellschaften
7.3 Wertpapierhandel
7.4 Optionsscheinhandel
7.5 Staatsanleihen
7.6 Zinsentwicklung
7.7 Stresstests bei ABS
7.8 Auslastung von Immobilien

8 Bewertung des externen Einsatz von Break Even Analysen

Anhang

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Beispiel eines Break Even Diagramms als Kosten- Umsatz-Vergleich

Abbildung 2 Break Even Chart als Vergleich von Fixkosten und Gesamtdeckungsbeitrag

Abbildung 3 Break Even Chart als Vergleich von Stückkosten und Stückerlösen

Abbildung 4 Break Even Analyse bei Berücksichtigung eines Mindestgewinns

Abbildung 5 Graphische Darstellung eines Cash-Punktes

Abbildung 6 Abstand zum Break Even Punkt als Maß des Absatzrisikos

Abbildung 7 Mehrjahresbetrachtung von Break Even Punkten und realisierten Werten

Abbildung 8 Trendentwicklung einer Mehrjahres- Break Even Analyse

1 Einleitung

„Die Break-even-Analyse ist nur eines der vielen Instrumente im modernen Management“

Joel Dean, 1952

Die Break Even Analyse ist ein schon lange bekanntes Management Instrument. Die vorliegende Arbeit soll neben dem Grundmodell, die Variationen und Erweiterungsmöglichkeiten der Break Even Analyse und deren gängige Darstellungsformen zusammenfassend vorstellen. Daneben soll geprüft werden in wie weit sich die Break Even Analyse zu einer Anwendung durch Kapitalgeber, also externe Unternehmensstakeholder, eignet.

Zunächst wird im Kapitel zwei die Definition und die Grundidee hinter der Break Even Analyse erläutert. Im Kapitel drei wird das Grundmodell und dessen Annahmen vorgestellt.

Das vierte Kapitel gibt einen Überblick über die Variationsmöglichkeiten der Break Even Analyse. Diese unterscheiden sich von den Erweiterungen des Modells, welche im fünften Kapitel dargeboten werden.

In Kapitel sechs werden die traditionellen Einsatzbereiche der Break Even Analyse kurz angesprochen und in Kapitel sieben werden Beispiele für Anwendungsmöglichkeiten der Break Even Analyse für Kapitalgeber erarbeitet.

Abschließend wird in Kapitel acht auf die externe Bedeutung der Break Even Analyse aus heutiger Sicht eingegangen, deren Vor- und Nachteile, sowie deren zukünftige Anwendbarkeit.

2 Definition und Grundidee

Allgemein kann gesagt werden, dass die Break Even Analyse den Punkt ermittelt, ab dem ein Unternehmen beginnt Gewinne zu erwirtschaften (Break Even Point). Die grundsätzliche Eigenschaft der Break Even Analyse ist die Komplexitätsreduktion, die aus der klaren graphischen Darstellung und der Ermittlung einer einzelnen Kennzahl resultiert. Diese Kennzahl ist bezeichnend für eine kritische Situation, die als Mindestbedingung oder für die Gesamtzielerreichung besonders wichtig angesehen wird (Vgl. Troßmann und Schweitzer (1998), S. 10).

In der Definition eines Online-Lexikons wird der Begriff Break Even Analyse mit Nutzschwellenanalyse gleich gesetzt (o.V. (2005a)). Geläufiger ist das Synonym Gewinnschwellenanalyse in der deutschen Literatur, wobei das Nutzen des englischen Begriffs überwiegt. Weitere synonym verwendete Begriffe sind: Deckungsauflage, Deckungspunkt, Erfolgsschwelle, kritischer Punk, Rentabilitätsschwelle, toter Punkt, Sollkostendeckungspunkt.

3 Grundschema

Im Grundschema der Break Even Analyse wird die Ausbringungsmenge als einzige Haupteinflussgröße auf die Gesamtkosten und die Erlöse angesehen. Dabei wird ermittelt, bei welcher Ausbringungsmenge diese beiden Größen gleich sind. Wichtig ist dabei, dass sich die Gesamtkosten aus fixen und variablen Kosten zusammensetzen (Vgl. Vollmuth (2001), S. 29). Zudem wird angenommen, dass die Ausbringungsmenge, bzw. die Beschäftigung oder Produktion der tatsächlichen Absatzmenge entspricht. Damit kann man mit dem Kosten-Umsatzdiagramm den Break Even Point für eine Ausbringungsmenge ermitteln (Abb1):

x Ausbringungsmenge

Kf Fixkosten

Kv variable Kosten

(werden im Diagramm als proportional zur Menge angenommen)

p Preis je Stück

Kg Gesamtkosten (= Kf + Kv)

E Erlöse (Preis p * Menge x)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Beispiel eines Break Even Diagramms als Kosten-Umsatz-Vergleich

Quelle: Troßmann und Schweitzer (1998), S. 18.

In einer Formel ausgedrückt kann die Ausbringungsmenge x für den Break Even Point wie folgt ermittelt werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Außerdem kann der Deckungsbeitrag in Abbildung 1 dargestellt werden. Dazu müssen nur die variablen Kosten (Parallele zu Kg, im Ursprung beginnend) zusätzlich eingezeichnet werden. Der Deckungsbeitrag ist dann die Differenz aus Erlös und variablen Kosten.

Für bestimmte Unternehmen ist es sinnvoll eine Break Even Analyse anhand des Gesamtdeckungsbeitrags vorzunehmen. Dabei werden nur die gleichbleibenden Fixkosten den sich ändernden Gesamtdeckungsbeiträgen D gegenübergestellt (siehe Abb.2).

Eine weniger gebräuchliche Darstellung der Break Even Analyse stellt die Betrachtung der anteiligen Stückkostenentwicklung dar. Hier werden Stückerlöse mit den Stückkosten verglichen (Abb. 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Break Even Chart als Vergleich von Fixkosten und Gesamtdeckungsbeitrag

Quelle: Troßmann und Schweitzer (1998), S. 20.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Break Even Chart als Vergleich von Stückkosten und Stückerlösen

Quelle: Troßmann und Schweitzer (1998), S. 20.

Annahmen im Grundmodell

Das Grundschema der Break Even Analyse baut auf fünf wesentlichen Bedingungen auf, die nachfolgend kurz erläutert werden.

Der gesamte Güterfluss des betrachteten Unternehmens lässt sich auf eine Grundgröße, die Ausbringungsmenge oder Beschäftigung zurückführen. Damit entwickeln sich sowohl die Kosten, als auch die Erlöse proportional. Dies gilt auch für Prozess von Mehrproduktfertigungen, solange diese auf die Einproduktfertigung heruntergebrochen werden können und die Ausbringungs-, Absatz- und Erlösverhältnisse bekannt und konstant sind. Mehrstufige Prozesse können nur berücksichtigt werden, wenn kein Prozess einen Engpass im Produktionsablauf darstellt. (Vgl. Küppner (1979), S. 1638 und (1980), S. 109)

Wie sich schon aus den Darstellungen ergibt, ist für die Grundform der Break Even Analyse eine Kostenanalyse unabdingbar. Eine Untersuchung der Kosten sollte den Grad der Kostendifferenzierung (nach wie vielen Kostenarten unterschieden wird) den Zeitbezug (handelt es sich um historische-, Ist-, oder Plankosten) und eventuell die Begründungsart (wurden die Kosten direkt oder indirekt, beispielsweise durch mathematische Verfahren, ermittelt) klären (Klinger (1993), S. 341ff). Die Kosten sind in fixe und variable Kosten zu unterteilen.

Die Produktionsmenge wird zum gegeben Preis abgesetzt, die Erlöskurve wird daher als Gerade angenommen.

Sämtliche Daten und Fakten die im Modell vorkommen werden als sicher und bekannt vorrausgesetzt.

Das Ziel des Unternehmens ist es einen Gewinn zu erwirtschaften.

Das Model ist statisch; Veränderungen innerhalb des Betrachtungszeitraums werden zunächst nicht berücksichtigt. (Vgl. Troßmann und Schweitzer (1998), S. 53f)

4 Variationen und deren spezielle Anwendung

Variationen des grundständigen Modells weichen nur gering von der Grundform ab. Diese Abweichung ergibt sich meist aus einer etwas variierten Frage- oder Problemstellung, mit der weitere Informationen in die Break Even Darstellung einfließen sollen (Vgl. Haidacher (1969), S. 105ff).

4.1 Variation Anhand der Zielstellung

Variationen Anhand der Zielstellung sollen den Break Even Punkt nicht als reine Gewinnschwelle ermitteln, sonder weitere Managementvorgaben berücksichtigen. Einige Beispiele werden im Folgenden angeführt und erläutert.

4.1.1 Vorgabe weiterer Fixkosten

Zunächst kann man das Prinzip anhand der Vorgabe eines Mindestgewinns betrachten. Wird vom Management ein bestimmtes Gewinnziel vorrausgesetzt, dann kann es von Interesse sein, ab welcher Beschäftigung ein Mindestgewinn erzielt wird (Chmielewicz (1973), S. 215). Rechnerisch wird der vorrausgesetzte Mindestgewinn Gm wie Teil der Fixkosten behandelt. Die Beschäftigung x für den Break Even Punk errechnet sich wie folgt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Graphisch ergibt sich folgendes Bild:

Abbildung 4 Break Even Analyse bei Berücksichtigung eines Mindestgewinns

Quelle: Troßmann und Schweitzer (1998), S. 57.

In der Graphik wird die Fixkostengerade also parallel nach oben verschoben, wodurch sich auch die Gesamtkostenkurve nach oben verschiebt. Der Break Even Punkt wird nun erst zu einer höheren Beschäftigung erreicht.

Analog zu diesem Beispiel kann nun eine weitere Veränderung der Graphik vorgenommen werden. Einerseits können die Fixkosten weiter aufgesplittet werden, beispielsweise können fixe Personalkosten, fixe Zins- und Abschreibungskosten, fixe Kosten der Sachanlagen oder des Leasings, andererseits können verschieden Gewinnvoraussetzungen einbezogen werden, wie Dividendenzahlungen oder andere Gewinnbeteiligungen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Break Even Analyse - Darstellung und Bedeutung im externen Bereich
Hochschule
Hochschule Pforzheim
Veranstaltung
Unternehmens- und Finanzanalyse
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
28
Katalognummer
V70418
ISBN (eBook)
9783638615860
ISBN (Buch)
9783638903424
Dateigröße
576 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Break, Even, Analyse, Darstellung, Bedeutung, Bereich, Unternehmens-, Finanzanalyse
Arbeit zitieren
Christian Strassburger (Autor), 2005, Break Even Analyse - Darstellung und Bedeutung im externen Bereich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70418

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