Diese Arbeit setzt sich detailliert mit der Finanzierungsform Crowdfunding und deren unterschiedlichen Arten auseinander und vergleicht ihre jeweilige Relevanz in Deutschland und USA. In Kapitel 2 wird auf die Entstehung und Begriffsdefinition des Crowdfunding eingegangen. Kapitel 3 zeigt die unterschiedlichen Möglichkeiten dieser Finanzierungsform. In Kapitel 4 wird die praktische Relevanz der unterschiedlichen Arten des Crowdfundings in Deutschland und den USA dargestellt und mit einem Praxisbeispiel aus dem eigenen Unternehmen verglichen. Das Kapitel 5 fasst die gewonnen Erkenntnisse dieser Arbeit in einem Fazit zusammen.
Der Übergang von einer Industriewirtschaft zu einer Informationsökonomie, welches sich durch das gestiegene Ausmaß der Investitionen in Kommunikationstechnologie und der exponentielle Anstieg der Datenspeichervolumens und sonstigen gespeicherten Informationen zeigt, verdeutlicht den Wandel unserer Gesellschaft und die Relevanz des Web 2.0. Das Grundlegende Prinzip des Webs 2.0 ist der Mitmachgedanke, der Internetnutzer bringt sich aktiv mit ein und steuert dadurch seine Vernetzung und Partizipation. Der Zugang und Austausch von Wissen und Informationen motiviert den User einen eigenen Beitrag zu leisten. Durch soziale Medien werden immer mehr Ideen und Start-Ups im Internet präsentiert, um die Weisheiten der anderen für bessere Lösungsmöglichkeiten zu nutzen. Häufigste Schwierigkeit bei der Verwirklichung einer Idee oder Gründung eines Start-Ups sind die fehlenden finanziellen Mittel. Auf Grund dessen entsteht die Notwendigkeit auf externes Kapital zur Finanzierung zurückzugreifen. Da die Kreditvergabe von Banken an Privatpersonen sehr restriktiv abläuft, gewinnt die Finanzierungsform Crowdfunding immer mehr an Popularität.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Crowdfunding
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Entstehung
2.3 Beteiligte
2.4 Prinzipien im Crowdfunding
3 Arten des Crowdfunding
3.1 Spendenbasiertes Crowdfunding
3.2 Gegenleistungsbasiertes Crowdfunding
3.3 Kreditbasiertes Crowdfunding
3.4 Crowdinvesting
3.5 Ablauf einer Crowdfunding-Kampagne
4 Crowdfunding in der Praxis
4.1 USA
4.2 Deutschland
4.3 Crowdfunding im eigenen Betrieb
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Modell des Crowdfundings als alternative Finanzierungsform, analysiert die verschiedenen Ausprägungen und vergleicht deren praktische Anwendung und Relevanz im deutschen und US-amerikanischen Markt sowie anhand eines betrieblichen Praxisbeispiels.
- Grundlagen und Entstehungsgeschichte des Crowdfundings
- Systematik der verschiedenen Crowdfunding-Arten
- Vergleichende Analyse des Marktvolumens (USA vs. Deutschland)
- Prozessablauf einer Crowdfunding-Kampagne
- Praxisbeispiel einer genossenschaftlichen Bank
Auszug aus dem Buch
2.4 Prinzipien im Crowdfunding
Beim Crowdfunding gibt es drei Prinzipien, die bei einer Kampagne zu beachten sind. Das „Alles-oder-nichts-Prinzip“, das „Gegenleistungsprinzip“ und das „Transparenzprinzip“.
Das „Alles oder nichts Prinzip“ meint, dass das gesammelte Kapital während einer Kampagne gebündelt wird und erst an den Initiator ausgezahlt wird, wenn das Fundingziel mindestens zu 100 Prozent erreicht wurde. Was darüber hinaus eingesammelt wird steht dem Initiator ebenfalls zur freien Verfügung. Wird das Fundingziel nicht erreicht, muss das eingesammelte Kapital wieder zurück an die Crowd gezahlt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass das Projekt auch in der vorgestellten Qualität umgesetzt werden kann. Das Gegenleistungsprinzip bedeutet, dass jeder Kapitalgeber eine entsprechende Gegenleistung erhält. Diese dient dem Initiator als Anreiz für seine potentiellen Unterstützer. Die Gegenleistung kann ideell, materiell oder monetär ausfallen. Oftmals wird die Höhe der Gegenleistung gestaffelt. Dabei erhält der Kapitalgeber einer größeren Summe auch einen größeren Gegenwert, als der Kapitalgeber einer kleinen Summe. Das Transparenzprinzip gibt vor, dass das gesamte Projekt so transparent wie möglich online vermittelt und begleitet werden soll. Um Vertrauen zu schaffen wird der Kapitalgeber stetig über den Stand der Finanzierung und der Realisation des Projekts informiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Wandel zur Informationsökonomie ein und erläutert die zunehmende Relevanz von Crowdfunding als Antwort auf restriktive Bankfinanzierungen.
2 Crowdfunding: Dieses Kapitel definiert den Begriff, beschreibt die historische Entstehung und identifiziert die beteiligten Akteure sowie die zentralen Funktionsprinzipien.
3 Arten des Crowdfunding: Hier werden die vier Hauptformen des Crowdfundings – spendenbasiert, gegenleistungsbasiert, kreditbasiert und Crowdinvesting – differenziert und der Prozess einer Kampagne erläutert.
4 Crowdfunding in der Praxis: Dieses Kapitel vergleicht die Marktentwicklungen in den USA und Deutschland und stellt ein Praxisbeispiel einer genossenschaftlichen Bank vor.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von Crowdfunding als etablierte Finanzierungsalternative zusammen und reflektiert die Ergebnisse der vergleichenden Analyse.
Schlüsselwörter
Crowdfunding, Finanzmanagement, Web 2.0, Crowdinvesting, Crowdlending, Start-ups, Kapitalbeschaffung, Alles-oder-nichts-Prinzip, Gegenleistungsprinzip, Transparenzprinzip, Marktvolumen, USA, Deutschland, Finanzierungsalternativen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit Crowdfunding als moderne Finanzierungsmethode, erläutert deren Funktionsweisen und untersucht die Bedeutung dieses Instruments für Start-ups und Projekte in Deutschland und den USA.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die Definition und Typisierung von Crowdfunding, die Darstellung des Kampagnen-Prozesses, der Vergleich von Marktvolumina sowie die praktische Implementierung in Bankprojekten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die verschiedenen Arten des Crowdfundings detailliert zu erläutern und deren unterschiedliche Relevanz und Marktdurchdringung in Deutschland und den USA gegenüberzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturrecherche, um theoretische Grundlagen und Marktdaten zu sammeln, sowie eine fallstudienartige Beschreibung der Vorgehensweise bei einer genossenschaftlichen Bank.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Crowdfundings, die Unterscheidung der verschiedenen Finanzierungsarten und die praxisorientierte Analyse der Marktentwicklungen im internationalen Vergleich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Crowdfunding, Crowdinvesting, Crowdlending, Finanzierungsalternativen, Transparenzprinzip und Marktvolumen charakterisiert.
Wie unterscheiden sich die Crowdfunding-Aktivitäten in Deutschland und den USA?
Während die USA durch ein sehr hohes Transaktionsvolumen geprägt sind, zeichnet sich Deutschland durch eine höhere Erfolgsquote bei der tatsächlichen Umsetzung der finanzierten Projekte aus.
Welche Rolle spielen Banken beim Crowdfunding laut dem Praxisbeispiel?
Einige genossenschaftliche Banken nutzen Crowdfunding als spendenbasierte Plattform, um soziales Engagement in der Region zu fördern und Projekte durch die Crowd zu unterstützen.
- Quote paper
- Yvonne Schulz (Author), 2018, Crowdfunding in Deutschland und den USA. Vergleich unterschiedlicher Arten dieser Finanzierungsart und der Länder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/704652