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Die Ursachen der aktuellen Klimakatastrophe: Mensch, Natur, Medien

Title: Die Ursachen der aktuellen Klimakatastrophe: Mensch, Natur, Medien

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 35 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Lars Berghaus (Author)

Geography / Earth Science - Meteorology, Aeronomy, Climatology
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Im Jahr 2004 sorgte der Katastrophenfilm The day after tomorrow von Hollywood-Regisseur Roland Emmerich für viel Diskussion- und Gesprächsstoff. In seiner Verfilmung wird die Welt von dem plötzlichen Einsetzen eines abrupten Klimawandels überrascht. Durch schmelzende Polkappen kommt es zu einer Klimakatastrophe und riesige Stürme brechen über den Kontinent Amerika herein und Los Angeles wird von Tornados verwüstet und New York von einer riesigen Flutwelle ergriffen und niedergewalzt. Innerhalb von Stunden bricht über der gesamten nördlichen Hemisphäre eine neue Eiszeit herein und viele Menschen verlieren ihr Leben in dieser plötzlichen Katastrophe.

Die Frage, die sich stellt, ist, ob es sich hierbei um Science oder Fiction handelt – Wissenschaft oder Fiktion? Ist das sich entwickelnde Szenario realistisch und wissenschaftlich begründet oder ist es von den Medien entwickelt und aufgebauscht? Seit Jahren „geistern“ verschiedenste Metaphern durch die Medien: Die Erde stecke in einem Schwitzkasten, und eine Katastrophe drohe; es gebe dramatische Veränderungen und die Zeichen stünden auf Sturm; die Welt stehe vor einer Apokalypse, der Untergang der Menschheit wäre kaum noch abwendbar. Ist die aktuelle Klimasituation tatsächlich so ausnahmslos dramatisch, und sind die Klimaveränderungen und -schwankungen wirklich so groß?

Ziel dieser Arbeit ist es, das Thema “Klimakatastrophe” zu beleuchten. Dabei soll es zunächst einführende Begriffsdefinitionen geben, bevor die Klimaentwicklung der Vergangenheit betrachtet wird. Anschließend werden die Ursachen der „Klimakatastrophe“ und der damit verbundenen Diskussion dargestellt: gibt es tatsächliche natürliche Ursachen, die eine Klima-„Katastrophe“ auslösen können und sind diese auch wissenschaftlich belegbar, und wenn ja, welche sind es; oder ist es eher ein Terminus, der durch die Medien aufgeworfen, definiert und geprägt wurde, aber mit der eigentlichen, wissenschaftlichen Definition von Katastrophe wenig gemein hat und auch aus klimatologischer Perspektive nicht gerechtfertigt werden kann? Welche Rolle spielt der Mensch in diesem Prozess? Was sagen uns die Daten der letzten 200 Jahre über die Entwicklung des Planeten Erde? Die Auswirkungen der Klimaveränderungen sollen das Ausmaß der Entwicklung aufzeigen und helfen, die Frage nach einer Katastrophe zu klären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Begriffsdefinitionen

2.1 Wann ist ein Naturereignis eine Katastrophe?

2.2 Begriffsdefinitionen in Abgrenzung zum Begriff der Klimakatastrophe

2.2.1 Klima

2.2.2 Klimawandel, Klimaänderung

2.2.3 Klimavariabilität, Klimaschwankungen

2.2.4 Klimakatastrophe

3. Klimaveränderungen in der Erdgeschichte

3.1 Ein Beispiel: Das atlantische Strömungssystem

4. Die Entwicklung des Klimas in den letzten 150 bis 200 Jahren

4.1. Der „natürliche Treibhauseffekt“ und seine klimatischen Elemente

4.2 Die Zusammensetzung der Atmosphäre und ihre Veränderlichkeit

4.2.1 Kohlendioxid (CO2)

4.2.2 Methan (CH4)

4.2.3 FCKWs (Fluorchlorkohlenwasserstoffe)

4.2.4 Aerosole

4.2.5 Ozon (O3)

4.2.6 Distickstoffoxid (N2O)

4.2.7 Wasserdampf

4.3 Zwischenbilanz

5. Entwicklung der globalen Temperaturen

5.1 Die Entwicklung der Oberflächentemperatur der Ozeane

5.2 Veränderung der Strahlungsbilanz

5.3 Ein aktuelles Beispiel: der Sommer 2003 – Ursache und Wirkung des Klimawandels

6. Wie könnte eine Klimakatastrophe aussehen?

6.1 Auswirkungen auf die Hydrosphäre

6.1.1 Ein Beispiel: Brasilien

6.2 Auswirkungen auf die Kryosphäre

6.3 Auswirkungen auf die Biosphäre

6.3.1 Ein Beispiel: der Tanganyika See

6.4 Auswirkungen auf die Anthroposphäre

7. Die Medien als Ursache der „Klimakatastrophe“?

7.1 Wissenschaft und Medien

7.2 Eine Reaktion auf mediale Falschmeldungen: Das Internetportal www.realclimate.org

8. Abschließender Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der „Klimakatastrophe“ durch eine kritische Beleuchtung wissenschaftlicher Daten und deren mediale Darstellung. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit der Begriff wissenschaftlich belegbar ist oder ob er primär als ein durch Medien geprägter Terminus fungiert, und welche Rolle der Mensch in diesem komplexen Klimaprozess einnimmt.

  • Grundlegende Begriffsdefinitionen zum Klimasystem.
  • Analyse der Klimaentwicklung der letzten 150 bis 200 Jahre.
  • Darstellung von Auswirkungen auf die Hydrosphäre, Kryosphäre, Biosphäre und Anthroposphäre.
  • Untersuchung des medialen Einflusses auf die öffentliche Wahrnehmung des Klimawandels.
  • Bewertung von Gegenmaßnahmen wie wissenschaftsbasierte Internetportale.

Auszug aus dem Buch

2. Grundlegende Begriffsdefinitionen

Die Erde war und ist ein dynamischer Planet. Betrachtet man die Entwicklung der Erde der letzten Jahrmillionen, so ist sie immer in der Veränderung und der Weiterentwicklung begriffen gewesen. Sie verändert sich ständig. Ein die Erde betreffender Veränderungsprozess kann einerseits abrupt beginnen und dramatisch ablaufen, wie man es von Seebeben und Vulkanausbrüchen kennt; er verläuft aber auch langsam und graduell und vollzieht sich über Jahrhunderte und Jahrtausende. Wissenschaftler sind überzeugt, dass sich das Klimasystem der Erde jedoch in den letzten Jahrhunderten schneller verändert hat; eine globale Erwärmung sei nicht von der Hand zu weisen, wie es statistischen Daten der letzten 150 bis 200 Jahre zu entnehmen sei. Führt diese Entwicklung unmittelbar zu einer Katastrophe? Was ist eine Katastrophe? Was macht ein Ereignis zu einer Katastrophe?

2.1 Wann ist ein Naturereignis eine Katastrophe?

Auf die Erde als dynamischen und sich transformierenden Planeten wirken viele exogene und endogene Kräfte ein, die sich in Phänomen, die gemeinhin als „Naturereignisse“ oder Schauspiele von „Naturgewalten“ bezeichnet werden, darstellen. Ereignisse der Lithosphäre, die sich u.a. in Erdbeben, Massen- und Lageverschiebungen von Land und Meer oder Vulkanausbrüchen darstellen, und Ereignisse und Prozesse der Atmosphäre (hier z.B. Gasgehalte und -konzentrationen), die beispielsweise Auswirkungen auf das Windsystem, die Temperaturverteilung und die Niederschlagsmenge haben, existieren seit Anbeginn. Das Verständnis und die Einschätzung dieser Prozesse und Ereignisse haben sich durch die Ausbreitung des Menschen und seiner Zivilisation und durch die Bevölkerung der Erdteile verändert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Motivation der Arbeit dar, die durch den Katastrophenfilm „The day after tomorrow“ ausgelöst wurde, und definiert das Ziel, den wissenschaftlichen Gehalt des Begriffs „Klimakatastrophe“ zu prüfen.

2. Grundlegende Begriffsdefinitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem Begriffe wie Klima, Klimawandel und Katastrophe voneinander abgegrenzt und soziologisch kontextualisiert werden.

3. Klimaveränderungen in der Erdgeschichte: Dieses Kapitel analysiert natürliche Faktoren und historische Klimaschwankungen, wie die „Snowball earth“-Hypothese oder abrupte Strömungsänderungen im Atlantik.

4. Die Entwicklung des Klimas in den letzten 150 bis 200 Jahren: Es wird die globale Erwärmung seit Beginn der Industrialisierung sowie der Einfluss verschiedener Treibhausgase und Aerosole untersucht.

5. Entwicklung der globalen Temperaturen: Hier liegt der Fokus auf der statistischen Aufarbeitung von Temperaturdaten und dem konkreten Fallbeispiel des Hitzesommers 2003 in Europa.

6. Wie könnte eine Klimakatastrophe aussehen?: Das Kapitel beleuchtet die konkreten ökologischen und anthropogenen Auswirkungen, unterteilt in Hydro-, Kryo-, Bio- und Anthroposphäre.

7. Die Medien als Ursache der „Klimakatastrophe“?: Hier wird die Rolle der Massenmedien bei der Dramatisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse analysiert und die Gegenbewegung durch fachwissenschaftliche Portale beleuchtet.

8. Abschließender Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass die Klimaveränderung zwar ein ernstzunehmender, vom Menschen beschleunigter Prozess ist, aber der Begriff „Katastrophe“ vorrangig ein Medienkonstrukt bleibt, das eine nachhaltige politische und gesellschaftliche Verantwortung erfordert.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Klimakatastrophe, Treibhauseffekt, globale Erwärmung, Atmosphäre, Medienethik, anthropogener Einfluss, Klimaschwankungen, Biodiversität, Hydrosphäre, Kryosphäre, Nachhaltigkeit, wissenschaftliche Kommunikation, Wetter, Temperaturanstieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob der Begriff „Klimakatastrophe“ wissenschaftlich fundiert ist oder ob er eher ein durch mediale Inszenierung geprägter Begriff darstellt, der die öffentliche Wahrnehmung beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die physikalischen Grundlagen des Klimas, historische Klimaveränderungen, der Einfluss menschlicher Aktivitäten auf Treibhausgase sowie die Auswirkungen auf verschiedene Erdsysteme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Beleuchtung des Begriffs „Klimakatastrophe“ und die Klärung, inwieweit die mediale Darstellung des Klimawandels mit wissenschaftlichen Daten übereinstimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse und der Auswertung von Klimadaten und Modellen, die durch den Vergleich von medialen Inhalten mit wissenschaftlicher Fachliteratur ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Klimaentwicklung (historisch und rezent), die Analyse von Auswirkungen auf Biosphäre und Hydrosphäre sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der medialen Berichterstattung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Klimawandel, Treibhauseffekt, anthropogener Einfluss, Medien, Klimakatastrophe und Nachhaltigkeit.

Warum wird der Tanganyika See als Beispiel herangezogen?

Der Tanganyika See dient als Fallbeispiel für die komplexe Wechselbeziehung zwischen globaler Erwärmung, thermischer Schichtung und den daraus resultierenden Folgen für die lokale Fischereiwirtschaft und Ernährungssicherheit.

Welche Rolle spielt die Internetplattform RealClimate?

Die Plattform wurde von Wissenschaftlern initiiert, um als Reaktion auf mediale Falschmeldungen und Desinformationen eine schnelle, wissenschaftlich fundierte Einordnung von Klimadaten zu ermöglichen.

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Details

Title
Die Ursachen der aktuellen Klimakatastrophe: Mensch, Natur, Medien
College
University of Cologne  (Universität zu Köln)
Course
Hauptseminar
Grade
2,3
Author
Lars Berghaus (Author)
Publication Year
2005
Pages
35
Catalog Number
V70532
ISBN (eBook)
9783638616485
ISBN (Book)
9783638689052
Language
German
Tags
Ursachen Klimakatastrophe Mensch Natur Medien Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Berghaus (Author), 2005, Die Ursachen der aktuellen Klimakatastrophe: Mensch, Natur, Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70532
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