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Die Darstellung von Verbalenz in einer didaktisierten Grammatik

Title: Die Darstellung von Verbalenz in einer didaktisierten Grammatik

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rike Pätzold (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Als strukturbildendes Phänomen hat die Wortvalenz und hier insbesondere die Verbvalenz die Forschung im Anschluß an den Valenzbegriff von Tesnière bis zum heutigen Tag beschäftigt. In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nach gegangen werden, inwiefern sich Ergebnisse der linguisitischen Forschung und Diskussion bezüglich der Verbvalenz für den DaF-Unterricht nutzen lassen, um daraus wiederum Überlegungen für die Erstellung einer didaktisierten Grammatik zu ziehen. Die Problematik der Auswahl des richtigen Objektkasus - Dativ oder Akkusativ - , der passenden Präposition (die durch die Modifizierung der Verbbedeutung maßgeblich seine Valenzeigenschaften mitbestimmt) und der Stellung der Verbmitspieler im Satz - all das sind Schwierigkeiten, mit denen der Deutschlerner zu kämpfen hat und die unmittelbar mit der Verbvalenz zusammenhängen. Bevor aber didaktische Vorschläge diskutiert werden, ist es sinnvoll, sich die Funktion der Wortart Verb erneut vor Augen zu führen, schon um einige Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen. (s. Kapitel 1.1.). Ein für die Sprachdidaktik interessanter und wichtiger Punkt ist die Frage nach Universalität: gibt es Aussagen, die man über die Wortart Verbund seine Valenz machen kann, die auf alle Sprachen zutreffen und, wenn ja: welche? Ohne näher auf Details eingehen zu können, soll das im Kapitel 1.2. kurz angerissen werden. In Kapitel 2.wird verglichen, wie man sich in zwei verschiedenenen Grammatiken konkret mit dem Thema Verbvalenz auseinandersetzt, um einige Punkte aufzuzeigen, in denen Linguisten sich noch alles andere als einig sind. Das ist deshalb von Bedeutung für eine didaktisierte Grammatik, da gerade hier linguistische Ansätze für den DaF-Unterricht nutzbar gemacht werden sollen. Welcher Ansatz ist also hierfür brauchbar, welcher für den Lerner bedeutungslos bzw. zu abstrakt? Im dritten Kapitel werden die vorgestellten Aspekte von Verbvalenz und Verbvalenzforschung zu einem vierstufigen Didaktikmodell zusammengesetzt, das sich gleichzeitig an den im Hauptseminar erarbeiteten Erwerbstufen orientiert. Auf der ersten Stufe (3.1.) geht es um die Vermittlung des semantischen Aspekts - also die Qualität von Verben und die Semantik der Kasus: weder das Sprachsystem per se noch das Grammatikbuch oder Vokabelheft des Lerners geben vor, welche Leerstellen sich um ein Verb auftun und gesättigt werden wollen; das tut das Verb in seiner Konstitution ganz allein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Verb und seine Funktion

1.1. Mißverständnisse durch ungenügende Begrifflichkeiten

1.1.1. Der Begriff Tunwort

1.1.2. Der Begriff Zeitwort

1.2. Kontrastiver Überblick

2. Darstellung von Verbvalenz in der Textgrammatik von Weinrich und im Grundriß deutscher Grammatik von Eisenberg

2.1. Unterschiede in Semantik und Begrifflichkeit

2.2. Probleme beider Grammatiken bei der Anwendung auf einen konkreten Text

3. Vorschläge zur Darstellung von Verbvalenz in einer didaktisierten Grammatik

3.1. Verbvalenz auf semantischer Ebene

3.2. Verbvalenz auf pragmatischer Ebene

3.3. Verbvalenz auf lexikalischer Ebene

3.4. Verbvalenz auf grammatikalischer Ebene

Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Erkenntnisse der linguistischen Verbvalenzforschung für den Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht (DaF) nutzbar gemacht werden können, um eine didaktisch effektive Grammatik zu erstellen. Ziel ist es, den Lernenden ein praktisches Handwerkszeug zu vermitteln, das ihnen hilft, den Satzbau und die Wertigkeit von Verben intuitiver zu verstehen, ohne sie durch rein theoretische oder abstrakte Erklärungsmodelle zu frustrieren.

  • Kritische Analyse traditioneller Begriffsbildungen im Sprachunterricht (z. B. "Tunwort").
  • Vergleich unterschiedlicher linguistischer Ansätze zur Valenz (Weinrich vs. Eisenberg).
  • Entwicklung eines vierstufigen Didaktikmodells für den DaF-Unterricht.
  • Einsatz von Skripts und Valenztypen zur Vereinfachung des Lernprozesses.
  • Berücksichtigung von Kasushierarchien und Sprachökonomie bei der Vermittlung.

Auszug aus dem Buch

1.1. Mißverständnisse durch ungenügende Begrifflichkeiten

Bei der Einführung der Wortarten an Schulen der Primär- und Sekundärstufe behilft man sich mit einer vereinfachten Begrifflichkeit; die Funktion der jeweiligen Wortart soll sich dem Schüler schon durch ihren Namen erschließen (vgl. Namenswort, Verhältniswort, Wie-Wort etc.). Manche dieser vereinfachenden Substitute sind weniger glücklich gewählt als andere. So werden auch die Verben durch Ausdrücke beschrieben, die ihre Funktion höchstens teilweise fassen können. Im Folgenden wird angesprochen, inwiefern sich die beiden häufigsten Substitutsausdrücke für Verb im Deutschen inhaltlich von der eigentlichen Funktion derjeniger Wortformen, die zur Klasse der Verben zusammengefaßt werden, unterscheiden.

1.1.1. Der Begriff Tunwort

Die Funktion von Verben beschränkt sich keineswegs auf das Kodieren einer Handlung oder Tätigkeit, obgleich die Gruppe der Handlungsverben durchaus als die produktivste gelten kann. Im Folgenden seien daher die drei Hauptgruppen der Verben mit ihren jeweiligen Prototypen dargestellt:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Verb und seine Funktion: Dieses Kapitel kritisiert die Verwendung irreführender Bezeichnungen wie "Tunwort" oder "Zeitwort" im Unterricht und definiert das Verb stattdessen als organisationsstiftendes Element im Satz.

2. Darstellung von Verbvalenz in der Textgrammatik von Weinrich und im Grundriß deutscher Grammatik von Eisenberg: Hier werden zwei unterschiedliche linguistische Ansätze verglichen, um aufzuzeigen, wie schwierig die Bestimmung von Verbvalenz und Ergänzungen in der Praxis ist.

3. Vorschläge zur Darstellung von Verbvalenz in einer didaktisierten Grammatik: Dieses zentrale Kapitel entwickelt ein vierstufiges Modell, das semantische, pragmatische, lexikalische und grammatikalische Ansätze kombiniert, um den Spracherwerb für DaF-Lerner zu erleichtern.

Schluss: Die Arbeit resümiert, dass eine didaktisierte Grammatik weniger auf theoretische Debatten über Obligatorik setzen sollte, sondern Verben direkt mit ihren Mitspielern im Verbund lehren muss.

Schlüsselwörter

Verbvalenz, Deutsch als Fremdsprache, DaF-Unterricht, Didaktisierte Grammatik, Dependenzgrammatik, Kasussemantik, Valenztheorie, Sprachökonomie, Verbmitspieler, Satzbauplan, Handlungsverben, Valenztyp, Kasushierarchie, Kommunikation, Sprachdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie komplexe linguistische Theorien zur Verbvalenz in eine praxisorientierte Didaktik für den Deutschunterricht übersetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Funktion des Verbs, der Vergleich valenztheoretischer Konzepte sowie die Entwicklung praktischer Lehrmethoden für DaF-Lernende.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines didaktischen Konzepts, das Lernern hilft, die Wertigkeit von Verben und die korrekte Satzbildung ohne frustrierende abstrakte Regeln zu erlernen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie den Vergleich führender Grammatikwerke (Weinrich und Eisenberg), um ein neues vierstufiges Didaktikmodell abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Valenz auf semantischer, pragmatischer, lexikalischer und grammatikalischer Ebene für Lernende aufbereitet werden kann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Verbvalenz, DaF-Didaktik, Valenztypen, Sprachökonomie und Kasussemantik.

Warum hält die Autorin den Begriff "Tunwort" für problematisch?

Der Begriff greift zu kurz, da er nur Handlungen beschreibt, während viele Verben auch Prozesse oder Zustände bezeichnen.

Welche Rolle spielt die Kasushierarchie in diesem Modell?

Die Kasushierarchie dient als pragmatisches Hilfsmittel, um den Lernern eine Orientierung über die Reihenfolge der Satzglieder zu geben.

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Details

Title
Die Darstellung von Verbalenz in einer didaktisierten Grammatik
College
LMU Munich  (Institut für Transnationale Germanistik)
Course
Hauptseminar: Erstellung einer didaktisierten Grammatik
Grade
1,0
Author
Rike Pätzold (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V70590
ISBN (eBook)
9783638616614
Language
German
Tags
Darstellung Verbalenz Grammatik Hauptseminar Erstellung Grammatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rike Pätzold (Author), 2006, Die Darstellung von Verbalenz in einer didaktisierten Grammatik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70590
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