Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich dem Leser die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, sowie die International Accounting Standards näher bringen. Der Fokus dieser Hausarbeit liegt auf den Regelungen bezüglich der immateriellen Vermögensgegenstände, deren Behandlung in den beiden Rechnungslegungsstandards ich im Einzelnen diskutieren möchte.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. GRUNDSÄTZE ORDNUNGSGEMÄßER BUCHFÜHRUNG
3. INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS
3.1 AUFBAU UND ENTWICKLUNG DER INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS
4. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
4.1 EINORDNUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSGEGENSTÄNDE IN DIE BILANZ
4.2 VORAUSSETZUNG ZUR AKTIVIERUNG VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSGEGENSTÄNDEN
4.2.1 Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
4.2.2 Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände
4.2.3 Nicht aktivierbare immaterielle Vermögensgegenstände
4.2.4 Forschungs- und Entwicklungskosten
4.3 MOTIV FÜR DIE AKTIVIERUNG VON VERMÖGENSGEGENSTÄNDEN
4.4 WERTANSATZ IN DER BILANZ
4.4.1 Bilanzansatz von entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen
4.4.2 Bilanzansatz von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen
4.5 SPIELRÄUME BEI DER BILANZIERUNG VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSGEGENSTÄNDEN
4.6 BEWERTUNG IN FOLGEJAHREN / ABSCHREIBUNGEN
4.6.1 Benchmark- Methode
4.6.2 Alternative Methode
4.6.3 Neubewertungsrücklage
5. FAZIT
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Regelungen zur Bilanzierung, Bewertung und Abschreibung von immateriellen Vermögensgegenständen nach dem deutschen Handelsrecht (HGB) sowie nach den International Accounting Standards (IAS) gegenüberzustellen und zu diskutieren. Dabei wird analysiert, inwieweit die verschiedenen Rechnungslegungsstandards dem Bilanzersteller Spielräume bieten.
- Grundlagen der GoB und der International Accounting Standards
- Kriterien für die Aktivierung immaterieller Vermögensgegenstände
- Unterschiede bei der Bilanzierung von Forschungs- und Entwicklungskosten
- Methoden der Folgebewertung und Abschreibung (Benchmark vs. Alternative Methode)
- Analyse der Ermessensspielräume und deren Einfluss auf die Unternehmensdarstellung
Auszug aus dem Buch
4.2.4 Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungskosten unterliegen nach HGB sowie nach den International Accounting Standards generell einem Aktivierungsverbot. Hierbei wird Forschung gemäß IAS 38 als „die eigenständige und planmäßige Suche mit der Aussicht, zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gelangen“ verstanden.
Entwicklungskosten dürfen nach dem HGB ebenfalls nicht aktiviert werden. Die IAS hingegen schreiben eine Aktivierung der Kosten zwingend vor, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
• die Entwicklungskosten sind genau bezeichenbar
• eine zuverlässige Kostenermittlung ist möglich
• das Produkt / Verfahren ist technisch realisierbar
• es soll vom entwickelnden Unternehmen selbst genutzt oder verkauft werden
• ein Bedarf ist unternehmensintern, bzw. marktweit nachzuweisen
• das Unternehmen besitzt die entsprechenden Ressourcen, um das Produkt / Verfahren zu vollenden und zu vermarkten.
Entwicklung wird hierbei gemäß IAS 38 verstanden als: „Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen auf einen Plan oder Entwurf für die Produktion von neuen oder beträchtlich verbesserten Materialien, Vorrichtungen, Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen. Die Entwicklung findet dabei vor Aufnahme der kommerziellen Nutzung statt.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Rechnungslegung für immaterielle Vermögensgegenstände nach HGB und IAS.
2. GRUNDSÄTZE ORDNUNGSGEMÄßER BUCHFÜHRUNG: Erläuterung der allgemeinen Regeln und Grundsätze für den deutschen Jahresabschluss.
3. INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS: Darstellung der Entstehung, Ziele und Struktur der IAS sowie deren Vergleichbarkeit mit den GoB.
4. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE: Detaillierte Untersuchung der Definition, Aktivierungsvoraussetzungen und Bewertung von immateriellen Werten.
5. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Flexibilität der IAS im Vergleich zum HGB und kritische Betrachtung der Bilanzierungsspielräume.
Schlüsselwörter
International Accounting Standards, HGB, Immaterielle Vermögensgegenstände, Bilanzierung, Aktivierung, Forschungs- und Entwicklungskosten, Fair Value, Bewertung, Abschreibung, GoB, Benchmark-Methode, Rechnungslegung, Jahresabschluss, Firmenwert, Niederstwerttest.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den unterschiedlichen regulatorischen Ansätzen zur Behandlung immaterieller Vermögensgegenstände in der Rechnungslegung nach HGB und IAS.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Kriterien für die Aktivierung, die Behandlung von F&E-Kosten sowie die Bewertungsmethoden in Folgeperioden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Unterschiede in den Bilanzierungsregeln aufzuzeigen und zu prüfen, welche Ermessensspielräume Unternehmen zur Ergebnisgestaltung nutzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse der bestehenden Rechnungslegungsstandards unter Berücksichtigung relevanter Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände, von der Erstaktivierung bis hin zur Folgebewertung und Abschreibung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind International Accounting Standards, Immaterielle Vermögensgegenstände, Aktivierung, Bewertung, Fair Value und GoB.
Wie unterscheiden sich HGB und IAS bei den Entwicklungskosten?
Während das HGB Entwicklungskosten generell nicht zur Aktivierung erlaubt, verpflichten die IAS unter bestimmten Bedingungen wie technischer Realisierbarkeit und gesicherter Finanzierung zur Aktivierung.
Was besagt das "Benchmark-Treatment" bei der Bewertung?
Bei der Benchmark-Methode wird der Vermögensgegenstand zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.
- Quote paper
- Daniela Vondereck (Author), 2002, International Accounting Standards und Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung bei immateriellen Vermögensgegenständen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7059