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Ticketverkauf für die Fußball-WM und Vertrieb von Bankdienstleistungen unter den Rahmenbedingungen des Fernabsatzgesetzes

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Title: Ticketverkauf für die Fußball-WM  und Vertrieb von Bankdienstleistungen unter den Rahmenbedingungen des Fernabsatzgesetzes

Seminar Paper , 2006 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Thomas Kasner (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die Vorschriften für Fernabsatzverträge bei Finanzdienstleistungen (FDL) sind am 08. Dezember 2004 in Kraft getreten. Damit wurde eine entsprechende EU-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt und in das BGB integriert. Das bis dahin geltende spezielle Fernabsatzgesetz (FAG) hatte FDL nicht erfasst. Die Änderungen schließen somit eine Lücke im Verbraucherschutz bei Fernabsatzgeschäften. Gleichzeitig wurden die Fernabsatzregelungen für sonstige Dienstleistungen und Warenverträge überarbeitet.
In der vorliegenden Seminararbeit werden zunächst die fernabsatzrechtlichen Vorschriften näher erläutert. Anschließend wird der Vertrieb von Bankdienstleistungen mit dem Verkauf von Tickets zur Fußball-WM unter den fernabsatzrechtlichen Rahmenbedingungen verglichen – ein Thema, dass z.Zt besonders aktuell ist und zu zahlreichen Kontroversen geführt hat.
Da ein umfassender Vergleich den Rahmen einer solchen Arbeit bei weitem sprengen würde, beschränken sich die Ausführungen lediglich auf einige ausgewählte Aspekte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fernabsatzrechtliche Vorschriften

2.1. Anwendungsbereich des Fernabsatzrechtes

2.2. Informationspflichten im Fernabsatzrecht

2.3. Widerrufs- und Rückgaberecht im Fernabsatz

3 Gemeinsamkeit des Vertriebs von Finanzdienstleistungen und Tickets zur Fußball-WM im Fernabsatz

3.1. Erfüllung der vorvertraglichen Informationspflichten beim Internetauftritt

4 Unterschiede beim Vertrieb von Bankdienstleistungen und Tickets zur Fußball-WM im Rahmen des Fernabsatzrechtes

4.1. Widerrufsrecht

4.2. Rückabwicklung und Wertersatz bei Finanzdienstleistungen

4.3. Problematische Ticketmodalitäten durch fehlende Anwendbarkeit des Fernabsatzrechtes

5 Kritische Würdigung und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Anwendung fernabsatzrechtlicher Vorschriften beim Vertrieb von Finanzdienstleistungen im Vergleich zum Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Informationspflichten und Widerrufsrechte in beiden Bereichen umgesetzt werden und welche rechtlichen Kontroversen sich aus den spezifischen Verkaufsbedingungen ergeben.

  • Rechtliche Grundlagen des Fernabsatzrechts bei Finanzdienstleistungen.
  • Vergleich der Informationserteilung bei Banken und Ticketportalen.
  • Analyse der problematischen Ticket-Verkaufsrichtlinien (Optionstickets).
  • Kritische Diskussion des Verbraucherschutzniveaus durch aktuelle Regulierungen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Erfüllung der vorvertraglichen Informationspflichten beim Internetauftritt

Die Erfüllung der vorvertraglichen Informationspflichten ist die wesentliche Gemeinsamkeit beim Vertrieb von Bankdienstleistungen und WM-Tickets unter den Rahmenbedingungen des Fernabsatzgesetzes. Da der DFB die WM-Tickets ausschließlich im Internet zum Kauf anbietet, wird hier die Umsetzung der fernabsatzrechtlichen Vorgaben beim Internetauftritt durch den DFB und Finanzdienstleister näher betrachtet. Dabei wird für jede wesentliche gesetzliche Bestimmung beschrieben, wie der DFB und Kreditinstitute durch entsprechende Gestaltung ihres Internetauftritts den Pflichten des FAR nachkommen.

Sowohl der Ticket-Besteller als auch ein Kunde, der online ein FDL erwerben möchte, müssen die Informationen zur Kenntnis nehmen bevor sie durch die Bestellung ein für sie bindendes Angebot abgeben. Bei Bestellungen und Vertragsabschlüssen im Internet wird diese Vorschrift i.d.R. dadurch erfüllt, dass die entsprechenden Informationen an eine Stelle vor dem Bestellformular platziert werden. Die Kunden werden über einen Link zu den relevanten Informationen geführt und erst nach einer Bestätigung durch Anklicken eines Buttons – bspw. „Ich habe die Informationen gelesen und möchte fortfahren“ - zur Bestellmaske weitergeleitet. Ohne diese Bestätigung und das einzelne Schließen der Fenster per Mausklick des Kunden ist der Abschluss des Bestellvorgangs technisch nicht möglich.

Beim Ticketverkauf des DFB oder beim Erwerb von FDL über Bankportale wird der Internetnutzer derart durch Links und Eingabemasken geführt, dass ihm zwangsläufig die Gelegenheit zur Kenntnisnahme der fernabsatzrelevanten Informationen gegeben wird (sog. „Zwangsführung“). Dadurch genügt der Unternehmer seiner Beweispflicht, ob und wie er informiert hat. In der Praxis stellen Banken ihren Kunden bereits bei der Produktwerbung, selbst wenn der Kunde den Kaufvertrag nicht abschließt, durch entsprechende Links alle notwendigen Informationen des FAG zur Verfügung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die gesetzliche Einbettung von Fernabsatzverträgen in das BGB nach der EU-Richtlinie und skizziert den geplanten Vergleich zwischen Finanzdienstleistungen und WM-Tickets.

2 Fernabsatzrechtliche Vorschriften: Dieses Kapitel definiert den Anwendungsbereich des Fernabsatzrechts, erläutert die verschärften Informationspflichten bei Finanzdienstleistungen und beschreibt die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Widerrufs- und Rückgaberechte.

3 Gemeinsamkeit des Vertriebs von Finanzdienstleistungen und Tickets zur Fußball-WM im Fernabsatz: Hier wird aufgezeigt, wie Anbieter durch technische Maßnahmen wie die „Zwangsführung“ sicherstellen, dass Kunden vor Vertragsschluss die notwendigen fernabsatzrechtlichen Informationen zur Kenntnis nehmen.

4 Unterschiede beim Vertrieb von Bankdienstleistungen und Tickets zur Fußball-WM im Rahmen des Fernabsatzrechtes: Dieses Kapitel arbeitet die Divergenzen beim Widerrufsrecht heraus, analysiert die Rückabwicklung bei Finanzprodukten und kritisiert die umstrittene Ausnahme des Ticketverkaufs vom Fernabsatzgesetz.

5 Kritische Würdigung und Fazit: Das Fazit hinterfragt, ob die zunehmende Regulierung das Ziel des Verbraucherschutzes erreicht oder eher zu einer Informationsüberlastung führt, und empfiehlt eine Überarbeitung der Ausnahmeregelungen für den Ticketverkauf.

Schlüsselwörter

Fernabsatzgesetz, FAG, Fernabsatzrecht, Finanzdienstleistungen, Verbraucherschutz, Informationspflichten, Widerrufsrecht, Fußball-WM 2006, Ticketverkauf, Optionstickets, Internetauftritt, Textform, Vertragsabschluss, Wertersatz, DFB.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendung der fernabsatzrechtlichen Bestimmungen auf zwei unterschiedliche Sektoren: Finanzdienstleistungen und den Verkauf von Tickets für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die gesetzlichen Informationspflichten, das Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen sowie die praktische Umsetzung dieser Regeln auf Webseiten von Banken und dem offiziellen WM-Ticketportal.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Anwendung des Fernabsatzrechts aufzuzeigen und insbesondere die rechtliche Problematik der Ticketverkaufsbedingungen des DFB kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine juristisch-orientierte Seminararbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Webauftritten und Vertragsrichtlinien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, den Vergleich der Informationserteilung im Internet sowie die detaillierte Analyse der Widerrufsrechte und deren praktischer Konsequenzen für Verbraucher und Anbieter.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Fernabsatzrecht, Verbraucherschutz, Informationspflichten, Widerrufsrecht und die spezifische Problematik der Ticket-Optionen bei der WM 2006.

Warum wird der Verkauf von WM-Tickets als problematisch eingestuft?

Der DFB deklariert den Ticketverkauf als Freizeitdienstleistung, um die Anwendung des Fernabsatzgesetzes zu umgehen. Dies entzieht dem Kunden das gesetzliche Widerrufsrecht und führt zu unvorteilhaften Bedingungen bei der Rückabwicklung.

Was versteht man in diesem Kontext unter dem Begriff "Zwangsführung"?

Damit ist das technische Verfahren auf Webseiten gemeint, bei dem Nutzer durch Links und Klickbestätigungen systematisch dazu geleitet werden, fernabsatzrelevante Informationen zur Kenntnis zu nehmen, bevor der Bestellvorgang fortgesetzt werden kann.

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Details

Title
Ticketverkauf für die Fußball-WM und Vertrieb von Bankdienstleistungen unter den Rahmenbedingungen des Fernabsatzgesetzes
Subtitle
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
College
University of Marburg
Grade
1,3
Author
Dipl.-Kfm. Thomas Kasner (Author)
Publication Year
2006
Pages
34
Catalog Number
V70615
ISBN (eBook)
9783638616706
ISBN (Book)
9783638674454
Language
German
Tags
Ticketverkauf Fußball-WM Vertrieb Bankdienstleistungen Rahmenbedingungen Fernabsatzgesetzes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Thomas Kasner (Author), 2006, Ticketverkauf für die Fußball-WM und Vertrieb von Bankdienstleistungen unter den Rahmenbedingungen des Fernabsatzgesetzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70615
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