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Integration der Mitglieder der römischen Auxiliareinheiten im römischen Heer und Reich von der Zeit des Augustus bis Traian

Title: Integration der Mitglieder der römischen Auxiliareinheiten im römischen Heer und Reich von der Zeit des Augustus bis Traian

Seminar Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Adrian Hartke (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Unter Augustus wurden die Auxilia neu organisiert und somit zu einem festen Bestandteil des römischen Heeres. Gemeinsam mit den Legionen waren die Auxilia zur Grenzverteidigung und zur Sicherung des Römischen Imperiums verpflichtet. Lange hielt sich die Ansicht, dass Auxilia nur aus Peregrinen rekrutiert worden sind. Diese These mag für die Neuorganisation unter Augustus zwar korrekt sein, aber für das erste Jahrhundert muss sie kritisch hinterfragt werden, wie die Hausarbeit beweisen wird. Ein Konglomerat von unterdrückten Peregrinen kann mit dem Begriff der Auxilia nicht gemeint sein. Die Geschichte liefert für diese Behauptung auch kaum Hinweise. Dahingegen finden sich unzählige Quellen, die das Zusammenwirken von Auxiliareinheiten und Legionen bei der Verteidigung der Grenzen des Römischen Imperiums belegen. Die Frage, die nun zu stellen ist, ist also nicht, ob überhaupt, sondern wie die Auxilia in das römische Reich eingegliedert worden sind und inwiefern sie zur Romanisierung der Provinzen beigetragen haben. Dabei werde ich mich auf die Auxiliarkohorten und –alen beschränken und die Flotte außer Acht lassen, da ansonsten der Rahmen dieser Arbeit gesprengt würde.

„Welcher Bürgerschaft jemand angehöre, das halten sie (sc. unsere erfolgreichen Feldherren) heute für nebensächlich und hielten es stets, und daher haben sie auch von überall her tapfere Männer zu Bürgern hinzugewählt und sehr häufig die Tüchtigkeit unbekannter Männer dem Nichtsnutz des Adels vorgezogen“ (Heer und Integrationspolitik, Die römischen Militärdiplome als historische Quelle, hrsg. von Werner Eck und Hartmut Wolff, Köln 1986, S.1; vgl. Cic., Balb. 51). Einen Hinweis gibt schon Cicero in der Rede des Balbus. Die Bürgerrechtspolitik ist unbestritten ein entscheidender Faktor zur Integration der Auxilia. In welcher Intensität das Bürgerrecht zur Anwendung kam und wie sich die Bürgerrechtspolitik auf die Auxiliarsoldaten ausgewirkt hat, soll die Hausarbeit ebenfalls klären. Welche Romanisierungstendenzen schon zur Zeit des Augustus bestanden, soll jedoch zu Beginn untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung:

Hauptteil:

1.Die Auxilia unter Augustus: Tendenzen der Romanisierung

2. Unterschiede innerhalb der Auxilia:

3. Militärdiplome als Indikatoren für die Romanisierung in den Auxiliareinheiten

a) Probleme der Definition des Begriffes „Militärdiplom“:

b) Die Entwicklung des Militärdiploms im ersten Jahrhundert:

c) Zur Aussagekraft und Bedeutung der Militärdiplome:

4. Die Namen von Auxiliarsoldaten und ihre Aussagekraft:

Schluss:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie die Soldaten der römischen Auxiliareinheiten zwischen der Zeit des Augustus und Traian in das römische Heer und die Gesellschaft integriert wurden und welche Rolle die Bürgerrechtspolitik dabei spielte. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit dem Ausmaß und der Intensität der Romanisierung durch den Militärdienst.

  • Die Organisation und soziale Hierarchisierung der Auxilia unter Augustus
  • Militärdiplome als Instrumente der kaiserlichen Integrationspolitik
  • Der Einfluss des Bürgerrechts und der Eheprivilegien auf die Romanisierung
  • Die Entwicklung und Bedeutung der Namensanalyse für die Erforschung der Integration
  • Der Übergang von peregrinen Einheiten hin zu stärker romanisierten Strukturen

Auszug aus dem Buch

c) Zur Aussagekraft und Bedeutung der Militärdiplome:

Die Kaiser benutzten Militärdiplome bewusst als Mittel für ihre Integrationspolitik. Sie schirmten das römische Bürgerrecht nicht gegen die unterworfenen Völker, oder zumindest nicht gegen die Auxiliarsoldaten, die aus diesen Völkern rekrutiert worden sind, ab, da sie wussten, dass die Verleihung der civitas Romana an treue, peregrine Soldaten eine Romanisierung in den eroberten Provinzen mit sich bringen würde. Die Auxiliarangehörigen waren während ihres 25 bis 28 jährigen oder noch längeren Dienstes von allen fremden Reichsbewohnern am einfachsten kulturell zu romanisieren.

Wie Werner Eck und Hartmut Wolff betonen, trugen nicht nur das Lagerleben und das immer präsente kulturelle Vorbild der Offiziere, sondern auch die Legionäre mit denen die Auxiliarsoldaten ständig im Kontakt standen und die „unbestrittene Normativität der hellenistisch-römischen Zivilisation“ zur Romanisierung bei. Denn unbestritten ist, dass die ursprünglich peregrinen Soldaten, denen mit ihrer Entlassung die civitas Romana erteilt wurde, in den Lebensverhältnissen, in denen sie nach erfolgreicher Verrichtung des Militärdienstes wieder zurückkehrten, romanisierend einwirken würden. So sehr sie auch wieder in ihrer „barbarischen“ Tradition und Kultur eingebunden wurden, es bestand die in 25 und mehr Dienstjahren erworbene und bewiesene Loyalität gegenüber dem Römischen Reich, die Assimilierung der römischen Gewohnheiten und Kultur, die sie in ihren neuen oder vielmehr in den alten schon vor ihrer Dienstzeit entstandenen Lebenskreis einbrachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Die Auxilia unter Augustus: Tendenzen der Romanisierung: Dieses Kapitel erläutert die Schaffung der Auxilia als festen Bestandteil des römischen Heeres unter Augustus und beschreibt die damit einhergehenden sozialen Hierarchien sowie die verpflichtende Teilnahme am Kaiserkult.

2. Unterschiede innerhalb der Auxilia: Hier wird dargelegt, dass Auxilia nicht ausschließlich aus Peregrinen bestanden, sondern auch Bürgerkohorten umfassten, und es wird der Prozess der allmählichen Angleichung der Auxilia an die Legionen thematisiert.

3. Militärdiplome als Indikatoren für die Romanisierung in den Auxiliareinheiten: Dieses Kapitel analysiert das Militärdiplom als wichtige Quelle für die Bürgerrechtspolitik und untersucht dessen formale Entwicklung sowie die damit verbundene Belohnung für Veteranen.

4. Die Namen von Auxiliarsoldaten und ihre Aussagekraft: Durch eine Namensanalyse wird aufgezeigt, dass die Präsenz römischer Namensformen und Tribus wichtige Indikatoren für den Fortschritt der Integration von Auxiliarsoldaten in das römische Reich sind.

Schlüsselwörter

Auxilia, Römische Armee, Integration, Bürgerrecht, Militärdiplom, Romanisierung, Augustus, Traian, Civitas Romana, Peregrine, Veteranen, Namensanalyse, Integrationspolitik, Kaiserkult, Provinzen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Mitgliedern der römischen Hilfstruppen (Auxilia) in das römische Heer und das Reich zwischen der Regierungszeit des Augustus und des Kaisers Traian.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Rolle der Bürgerrechtspolitik, die Bedeutung von Militärdiplomen als Integrationsinstrumente, soziale Hierarchien innerhalb der Armee und die kulturelle Romanisierung der Soldaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu belegen, dass die Auxiliarsoldaten nicht als Fremdkörper im römischen Reich fungierten, sondern durch gezielte Integrationsmaßnahmen maßgeblich zum Zusammenhalt und zur Stabilität des Reiches beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen, insbesondere Militärdiplome, sowie auf eine Namensanalyse, um den rechtlichen und sozialen Status der Soldaten nachzuweisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Auxilia unter Augustus, die Binnendifferenzierung der Einheiten, die Funktion von Militärdiplomen und die Auswertung von Personennamen hinsichtlich der Bürgerrechtsverleihung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Romanisierung, Civitas Romana, Auxiliarveteranen, Integrationspolitik und das Bürgerrecht als Belohnung für langjährigen Militärdienst.

Warum spielt die Bürgerrechtspolitik eine so entscheidende Rolle für die römische Integration?

Das Bürgerrecht diente als starker Anreiz für die Soldaten und wirkte stabilisierend, da die durch den Dienst romanisierten Veteranen in ihren Heimatprovinzen als Bindeglied zwischen römischer Kultur und lokaler Bevölkerung agierten.

Warum wurden unter Traian die sogenannten "Numeri" geschaffen?

Die Numeri wurden als neue Einheiten eingeführt, um Soldaten aus den neu eroberten Gebieten rekrutieren zu können, ohne die bereits weitgehend romanisierten Strukturen der Auxilia zu stören.

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Details

Title
Integration der Mitglieder der römischen Auxiliareinheiten im römischen Heer und Reich von der Zeit des Augustus bis Traian
College
University of Münster  (Seminar für Alte Geschichte)
Course
Seminar: Der römische Kaiser
Grade
1,0
Author
Adrian Hartke (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V70712
ISBN (eBook)
9783638618786
ISBN (Book)
9783638754705
Language
German
Tags
Integration Mitglieder Auxiliareinheiten Heer Reich Zeit Augustus Traian Seminar Kaiser
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Hartke (Author), 2005, Integration der Mitglieder der römischen Auxiliareinheiten im römischen Heer und Reich von der Zeit des Augustus bis Traian, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70712
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