Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Topic: Public International Law and Human Rights

Menschenrechte für Frauen - Mehr Schein als Sein?

Title: Menschenrechte für Frauen - Mehr Schein als Sein?

Term Paper , 2007 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dirk Süßenbach (Author)

Politics - Topic: Public International Law and Human Rights
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit habe ich mit den Menschenrechten der Frau beschäftigt, um aufzuzeigen mit welchen Problemen sie sich explizit in der Gesellschaft auseinandersetzen müssen. Menschenrechte sind universell und wir alle besitzen sie von Geburt an. So ist es zumindest in den Statuten der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geschrieben.
Es stellt sich bei der Betrachtung der allgemeinen Situation jedoch die Frage, ob diese Rechte für alle gelten, oder muss man einem bestimmten Kulturkreis oder einem speziellen Geschlecht angehören um Nutznießer dieser Rechte zu sein? Diese Gruppierungen bergen die Gefahr in sich, dass sie den Einen oder die Andere ausschließen und somit eine Gesellschaft herbeiführen, in der Privilegierte und Benachteiligte nebeneinander her leben.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Frauen in unserer Gesellschaft, ungeachtet der großen historischen Fortschritte, noch immer diskriminiert und im Rechtsstatus, in nicht allen Lebensbereichen gleichwertig behandelt werden. Im Folgenden möchte ich deshalb zunächst aufzeigen, wie die Menschenrechte historisch entstanden sind und was dies explizit für die Gesellschaft bedeutet. Anschließend gehe ich auf die Rechtsentwicklung der Frau ein, damit ersichtlich wird, wie sich der Rechtsstatus entwickelt hat und welche Barrieren noch existieren. Es war mir im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich sämtliche Hindernisse aufzuzeigen, dass hätte den Umfang bei weiten übertroffen. Dies zeigt einerseits, wie ernüchternd die Lage trotz zahlreicher Errungenschaften ist, aber auch gleichzeitig wie langwierig der Prozess der Angleichung ist. Abschließend werde ich mich kritisch über die Menschenrechte äußern und einige Schwachstellen im System aufzeigen. Sehr hilfreich bei meinen Ausführungen waren die Bücher „Menschrechte“, von K. Peter Fritzsche und „Die Idee der Menschenrechte“ von Stephen Shute und Susan Hurley.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte der Menschenrechte bis zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

3. Merkmale der Menschenrechte und deren Entstehung

4. Die Entwicklung der Rechte der Frau

5. Frauenrechte – Keine Ausdrücklichen Vorkehrungen gegen Gewalt?

5.1 Frauen als politische Gefangene

5.2 Kriegsverbrechen gegen Frauen – herrscht Ignoranz?

5.3 Frauenhandel und Prostitution

5.4 Gewalt im Alltag der Frau

6. Fallstudie: Ein Abriss der Lage Westafrikanischer Frauen

7. Ist die Kritik an den Menschenrechten ausnahmslos berechtigt?

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen dem universellen Anspruch der Menschenrechte und der realen Lebenssituation von Frauen weltweit. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie geschlechtsspezifische Diskriminierung und Gewalt trotz existierender internationaler Abkommen fortbestehen, und kritisch zu hinterfragen, inwiefern die aktuellen menschenrechtlichen Strukturen Schutz bieten oder aufgrund ihrer Auslegung versagen.

  • Historische Entwicklung der Frauenrechte im Kontext der allgemeinen Menschenrechtsgeschichte
  • Strukturelle Gewalt gegen Frauen als bisher vernachlässigtes Menschenrechtsthema
  • Die Rolle geschlechtsspezifischer Gewalt in politischen und bewaffneten Konflikten
  • Rechtliche und soziale Barrieren für die Gleichstellung von Frauen in unterschiedlichen Kulturkreisen
  • Kritische Analyse der universellen Anwendbarkeit von Menschenrechtskonventionen

Auszug aus dem Buch

5.4 Gewalt im Alltag der Frau

Diese Thematik stellt ein schwerwiegendes Problem dar, aufgrund der Tatsche das die häusliche Gewalt im Verborgenen bleibt und selten an die Öffentlichkeit dringt.

Diese Form der Gewalt wird häufig als private Angelegenheit deklariert und als außergewöhnliches Vorkommnis abgetan. Kritisch zu betrachten ist einerseits die ausgeübte Gewalt selbst, als auch der Staat, welcher nicht interveniert. Der Staat versucht trotz der „Erklärung über die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ vom 20. Dezember 1993, sich argumentativ von dieser Angelegenheit zu distanzieren.

Die Konvention sollte dazu beitragen, das Maßnahmen zur Bekämpfung jeglicher Form von Gewalt und Diskriminierung, dass Leben der Frau menschenwürdiger zu gestalten und den Frauen volle Chancengleichheit einzuräumen.

Menschenrechte wurden geschaffen, damit der Einzelne vor staatlicher Willkür geschützt wird. Jedoch greifen sie ausschließlich im öffentlichen Sektor, was wiederum Männer bevorzugt, da sie hauptsächlich in Wirtschaft, Politik und bezahlter Arbeit tätig sind.

Wird eine Frau Opfer häuslicher Gewalt, Vergewaltigung durch Nahestehenden oder Fremden, Prostitution oder Mord, so wird das nicht explizit als universale Verletzung des Menschenrechts der Frau in Bezug auf Würde, Sicherheit und Körper gesehen, sondern als Einzelschicksal, dass durch die Presse geht und die voyeuristische und sensationslüsterne Öffentlichkeit bedient.

Lange Zeit war es nicht möglich, Frauen vor häuslicher Gewalt zu schützen, da diese in der Privatsphäre von Privatpersonen und nicht von Seiten des Staates begangen wurde.

Ein Eingriff des Staates auf derartige Taten, wurde als Verletzung des Rechts auf Familienleben und privates angesehen.

Diese konzeptionelle Ausschließung existiert heute nicht mehr und Gewalt gegen Frauen wird als öffentliche Angelegenheit deklariert, unabhängig davon ob sie von Privatpersonen oder Personen des öffentlichen Dienstes praktiziert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Menschenrechte der Frau und formuliert die zentrale Fragestellung bezüglich der universellen Geltung dieser Rechte im Kontext gesellschaftlicher Diskriminierung.

2. Die Geschichte der Menschenrechte bis zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese der Menschenrechte von der Aufklärung bis zur Gründung der UNO 1948 nach und beleuchtet das anfängliche Ausschlussprinzip gegenüber Frauen.

3. Merkmale der Menschenrechte und deren Entstehung: Hier werden die theoretischen Grundlagen und Kriterien der Menschenrechte definiert sowie deren Schutz- und Friedensfunktion für das Individuum erörtert.

4. Die Entwicklung der Rechte der Frau: Der Text bietet einen historischen Abriss über die rechtliche Stellung der Frau von der Antike bis hin zu den Bemühungen im 20. Jahrhundert, diskriminierende Strukturen aufzubrechen.

5. Frauenrechte – Keine Ausdrücklichen Vorkehrungen gegen Gewalt?: Dieses Kapitel analysiert das Defizit der Menschenrechtskonventionen bezüglich geschlechtsspezifischer Gewalt und behandelt spezifische Themen wie politische Haft, Kriegsverbrechen, Menschenhandel und häusliche Gewalt.

6. Fallstudie: Ein Abriss der Lage Westafrikanischer Frauen: Anhand einer Fallstudie werden die prekären Lebensbedingungen und die fortbestehende Unterdrückung von Frauen in Westafrika veranschaulicht.

7. Ist die Kritik an den Menschenrechten ausnahmslos berechtigt?: Abschließend wird die Kritik an der Machtlosigkeit des Menschenrechtskonzepts diskutiert und hinterfragt, ob die geforderten Weiterentwicklungen durch die bestehenden Artikel abgedeckt sind.

8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Gleichstellung der Frau ein fortwährender Prozess ist, der eine stärkere Konkretisierung der Menschenrechte erfordert, um individuellen Interpretationen entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Frauenrechte, Geschlechterdiskriminierung, Häusliche Gewalt, Internationale Politik, Westafrika, Genitalverstümmelung, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Universalität, Rechtsstatus, UN-Konventionen, Politische Gefangene, Kriegsverbrechen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Lage der Frauenrechte im Kontext der universellen Menschenrechte und hinterfragt, warum Frauen trotz internationaler Verträge weiterhin Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Frauenrechte, dem Fehlen effektiver Schutzmechanismen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und den Herausforderungen durch kulturelle und religiöse Traditionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem rechtlichen Anspruch auf Gleichheit und der sozialen Realität aufzuzeigen sowie notwendige Weiterentwicklungen im internationalen Menschenrechtssystem zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, um die historische Entwicklung und die aktuelle Wirksamkeit von Menschenrechtskonventionen im Kontext der Frauenrechte zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich spezifischen Problemfeldern wie Gewalt gegen Frauen in politischen Systemen, in Kriegen, durch Menschenhandel und im häuslichen Umfeld sowie einer Fallstudie zur Situation in Westafrika.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Menschenrechte, Frauenrechte, geschlechtsspezifische Gewalt, Diskriminierung, UN-Konventionen und die Universalität von Menschenrechten.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Traditionen wie der Genitalverstümmelung?

Der Autor sieht in der Genitalverstümmelung eine extreme Form der Unterdrückung, deren Bekämpfung durch religiöse Rechtfertigungen erschwert wird, da sie oft als Identitätsmerkmal des Übergangs zum Erwachsenwerden missverstanden wird.

Warum hält der Autor eine Konkretisierung der Menschenrechte für notwendig?

Die Arbeit argumentiert, dass die aktuelle allgemeine Auslegung der Menschenrechte zu viel Spielraum für individuelle Interpretationen durch Staaten bietet, was es Regierungen ermöglicht, Menschenrechtsverletzungen an Frauen als private Angelegenheit zu tarnen.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Menschenrechte für Frauen - Mehr Schein als Sein?
College
University of Erfurt
Course
Menschenrechte in den internationalen Beziehungen
Grade
1,7
Author
Dirk Süßenbach (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V70743
ISBN (eBook)
9783638618281
ISBN (Book)
9783638711951
Language
German
Tags
Menschenrechte Frauen Mehr Schein Sein Menschenrechte Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Süßenbach (Author), 2007, Menschenrechte für Frauen - Mehr Schein als Sein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70743
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint