Es ist heute ein allgemein anerkanntes Faktum, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung der westlichen Welt von einer industriellen Wirtschaft um Stahl, Kraftfahrzeuge und Bauwirtschaft hingehend zu einer neuen Wirtschaftsstruktur verändert, die auf Silikon Computern und Netzwerken basiert. Doch dabei stellt sich die Frage, was eigentlich das Neue an der neuen Wirtschaft ist. Tapscott erzählt dazu eine Anekdote, die sich in einer Physikprüfung bei Albert Einstein abgespielt haben soll. Als ein Student bei der Einsicht der Prüfungsaufgaben feststellte, dass es ein Problem gäbe, weil die Fragen dieselben seien als im letzten Jahr. Worauf Einstein antwortete, dass dies schon in Ordnung gehe, da in diesem Jahr nämlich die Antworten anders seien. So kann auch die Frage nach dem Neuen in der neuen Wirtschaft nicht eindeutig beantwortet werden, da sich auch die neue Wirtschaft enorm schnell verändert, weil es sich bei der neuen Wirtschaft ausschließlich um die Wettbewerbsfähigkeit, die Fähigkeit neuer Produkt- und Dienstleistungskreationen und die Fähigkeit, Unternehmen in neue Organisationsstrukturen zu bringen, handelt. Was gestern nicht realisierbar schien, ist heute realisiert und morgen bereits veraltet. Tapscott stellt dazu 12 Themen auf, die die neue Wirtschaft von der alten Wirtschaft unterscheiden. Nur wer diese Themen kennt und versteht, kann sein Unternehmen gemäß der New Economy erfolgreich umbauen. Dabei wird die wechselseitige und sich gegenseitig beeinflussende Wirkung von Wirtschaft, Unternehmen und Technologie besonders hervorgehoben. Thema Nummer eins: das Wissen. Die neue Wirtschaft ist eine wissensorientierte Wirtschaft. Die neue Wirtschaftstendenz geht weg von der Muskelkraft hin zur Geisteskraft. Wissen als Grundlage für Gewinn, Ertrag und Wert. Entlang der Wertschöpfungskette wird ständig neues Wissen implementiert. Intelligente Technik, Spezialsysteme und künstliche Intelligenz finden weitverbreitete Anwendung. Zweiter Unterschied: die Digitalisierung. Kommunikation, Umsetzung und Finanzhandel, alles basiert nur noch auf einem ausgeklügelten System von Einsen und Nullen. Mitarbeiter kommunizieren nicht mehr per Fax, Telefon oder Memos, sondern digital über Emails und Chatrooms. Digitale Technologien lösen analoge Technologien ab. Dritter Unterschied: die Virtualisierung. Physisches wird virtuell, der Stoff löst sich sozusagen auf.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Themen der New Economy
1.2 Die neuen Regeln der New Economy
1.3 Entkopplung und Neuverkopplung von Werten
1.4 Positive Rückkopplung und Netzwerk-Externalitäten
2. New Labour – Wandel der internen Unternehmens-strukturen in der New Economy durch die neuen Kommuniationstechniken
2.1 Einführung mit Begriffserklärungen, Hypothese und zentralen Fragestellungen. Überblick über den Verlauf der Themen-behandlung
2.2 Neue Mitarbeiterkommunikation und die verbesserte Interaktion durch die neuen Kommunikationstechniken
2.2.1 Interaktive Mitarbeiterkommunikation
2.2.2 Das Intranet
2.2.3 Anwendungspotentiale des Intranets
2.3 Die Veränderungen der Unternehmensorganisation
2.3.1 Zusammenhang zwischen modernen Kommunikationstechniken und der Unternehmensorganisation
2.3.2 Traditionell-hierarchische Organisationsmodelle und ihre Kommunikationstechniken
2.3.3 Entwicklung neuer Organisationsformen durch und mit neuen Kommunikationstechniken
2.4 Von der Hierarchie zur Adhocratie
2.4.1 New Management und wissensbasierte Organisation
2.4.2 Die neue Teamfähigkeit
2.4.3 Entrepreneurship
2.5 Telearbeit – Beispiel moderner interner Kommunikation außerhalb der Unternehmensorganisationen
2.6 Zusammenfassung und Hypothesenüberprüfung
3. Netzwerkökonomie und B2B-Kommunikation unter besonderer Berücksichtigung des kommunikations-politischen Instruments der B2B-Branchenportale
3.1 Grundsätzliches zur vorliegenden Arbeit
3.1.1 Forschungsfragen und Hypothese
Daraus abgeleitete Teilfragen
3.1.2 Vorwort
3.1.3 Einleitung
3.1.4 Kommunikationsmodelle
3.1.5 Begriffsdefinitionen / Übersicht über die verwendeten Begriffe
3.1.6 Zitate zum Thema
3.2. Grundsätzliches zum behandelten Themenbereich
3.2.1 Geschichtlicher Rückblick - Überblick über die Entstehung von Netzwerken
3.2.2 Die zwölf Themen der neuen Wirtschaft nach Don Tapscott
3.2.3 Kennzeichen der zukünftigen Netzwerkökonomie
3.3 Dritter Teil: Strategische Aspekte der B2B-Kommunikation
3.3.1 Business-to-Business Initiativen
3.3.2 Stellenwert von B2B-Lösungen – Chancen und Barrieren
3.3.3 Auswirkungen auf die Unternehmensorganisation
Die externe Unternehmensvernetzung
3.3.4 Logistik
3.3.5 Einkauf im Internet
3.3.6 Outsourcing
3.3.7 Internationale Märkte
3.3.8 Härterer Wettbewerb
3.3.9 Zunehmender Zeitdruck
3.3.10 Reduktion ökologischer Kosten
3.3.11 Sicherheit in Netzwerken
3.3.12 Elektronische Kommunikationssysteme in der Wertschöpfungskette
3.4 Kommunikationspolitische Instrumente
3.4.1 Als Beispiel: Business-to-Business-Portale und virtuelle Marktplätze
3.4.2 Chancen und Risiken von Business-to-Business-Portalen
3.4.3. Ziele und Aufgaben der Portalbetreiber
3.4.4. Geschäftsmodelle von branchenspezifischen Portalen
3.4.5 Erfolgsfaktoren von Portalen
3.5 Zusammenfassung und Ausblick
4. Der Transaktionsbereich Business-To-Customer in der New Economy
4.1 Einleitung
4.2 E-Business
4.3 E-Commerce
4.3.1 Definition und Begrifflichkeit
4.3.2 Transformation traditioneller Wertschöpfungsketten
4.3.3 Sicherheit im Internet
4.3.4 Zahlungssysteme
4.4 Der Transaktionsbereich ‘B2C’
4.4.1 Definition und Begrifflichkeit
4.4.2 Bedürfnisabdeckung durch das Internet – der Entwicklungszyklus eines Internet-Benutzers
4.4.3 Reaktionsmöglichkeiten von Unternehmen – e-business-Entwicklungszyklus aus Unternehmenssicht
4.5 E-Marketing
4.5.1 Definition und Begrifflichkeit
4.5.2 Marketing-Ziele
4.5.3 Grundbegriffe des Marketing
4.5.4 Product – Content
4.5.5 Price – Convenience
4.5.6 Place – Co-location
4.5.7 Promotion – E-Commerce
4.6 Marketingstrategien
4.6.1 Permission Marketing
4.6.2 Viral Marketing
4.6.3 One-to-One Marketing
4.6.4 Mass Customization
4.6.5 Virtual Communities
4.6.6 Branding
4.6.7 Affiliate Marketing
4.6.8 Virtuelle Webagents
4.7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Wandel interner und externer Unternehmensstrukturen im Zeitalter der New Economy, getrieben durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwieweit digitale Kommunikationsprozesse traditionelle hierarchische Managementmodelle auflösen, neue Formen der teamorientierten Zusammenarbeit ermöglichen und welche Rolle dabei elektronische B2B-Plattformen spielen.
- Einfluss von Intranet und neuen Kommunikationstechniken auf die Mitarbeiterinteraktion.
- Transformation von Organisationsstrukturen: Von der Hierarchie zur Adhocratie.
- Netzwerkökonomie und die Bedeutung von B2B-Branchenportalen.
- Marketingstrategien im E-Commerce und die Rolle der Personalisierung.
- Die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle.
Auszug aus dem Buch
1.1 Themen der New Economy
Es ist heute ein allgemein anerkanntes Faktum, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung der westlichen Welt von einer industriellen Wirtschaft um Stahl, Kraftfahrzeuge und Bauwirtschaft hingehend zu einer neuen Wirtschaftsstruktur verändert, die auf Silikon Computern und Netzwerken basiert. Doch dabei stellt sich die Frage, was eigentlich das Neue an der neuen Wirtschaft ist. Tapscott erzählt dazu eine Anekdote, die sich in einer Physikprüfung bei Albert Einstein abgespielt haben soll. Als ein Student bei der Einsicht der Prüfungsaufgaben feststellte, dass es ein Problem gäbe, weil die Fragen dieselben seien als im letzten Jahr. Worauf Einstein antwortete, dass dies schon in Ordnung gehe, da in diesem Jahr nämlich die Antworten anders seien. So kann auch die Frage nach dem Neuen in der neuen Wirtschaft nicht eindeutig beantwortet werden, da sich auch die neue Wirtschaft enorm schnell verändert, weil es sich bei der neuen Wirtschaft ausschließlich um die Wettbewerbsfähigkeit, die Fähigkeit neuer Produkt- und Dienstleistungskreationen und die Fähigkeit, Unternehmen in neue Organisationsstrukturen zu bringen, handelt.
Was gestern nicht realisierbar schien, ist heute realisiert und morgen bereits veraltet. Tapscott stellt dazu 12 Themen auf, die die neue Wirtschaft von der alten Wirtschaft unterscheiden. Nur wer diese Themen kennt und versteht, kann sein Unternehmen gemäß der New Economy erfolgreich umbauen. Dabei wird die wechselseitige und sich gegenseitig beeinflussende Wirkung von Wirtschaft, Unternehmen und Technologie besonders hervorgehoben. Thema Nummer eins: das Wissen. Die neue Wirtschaft ist eine wissensorientierte Wirtschaft. Die neue Wirtschaftstendenz geht weg von der Muskelkraft hin zur Geisteskraft. Wissen als Grundlage für Gewinn, Ertrag und Wert. Entlang der Wertschöpfungskette wird ständig neues Wissen implementiert. Intelligente Technik, Spezialsysteme und künstliche Intelligenz finden weitverbreitete Anwendung. Zweiter Unterschied: die Digitalisierung. Kommunikation, Umsetzung und Finanzhandel, alles basiert nur noch auf einem ausgeklügelten System von Einsen und Nullen. Mitarbeiter kommunizieren nicht mehr per Fax, Telefon oder Memos, sondern digital über Emails und Chatrooms. Digitale Technologien lösen analoge Technologien ab.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der New Economy, charakterisiert durch technologischen Wandel, Wissensorientierung und Digitalisierung, und führt in die zentralen Thesen von Tapscott ein.
2. New Labour – Wandel der internen Unternehmens-strukturen in der New Economy durch die neuen Kommuniationstechniken: Hier wird analysiert, wie moderne Kommunikationstechniken und das Intranet die interne Mitarbeiterkommunikation und die traditionelle Unternehmenshierarchie zugunsten adhocratischer, teamorientierter Organisationsformen verändern.
3. Netzwerkökonomie und B2B-Kommunikation unter besonderer Berücksichtigung des kommunikations-politischen Instruments der B2B-Branchenportale: Dieses Kapitel beleuchtet die strategischen Aspekte der externen Vernetzung und die Rolle virtueller Marktplätze für die Beschaffung, Logistik und den Wettbewerb.
4. Der Transaktionsbereich Business-To-Customer in der New Economy: Der Fokus liegt hier auf E-Business, E-Commerce und modernen Marketingstrategien wie Personalisierung, Mass Customization und Virtuellen Communities, um Kundenbeziehungen im digitalen Raum zu gestalten.
Schlüsselwörter
New Economy, Netzwerkökonomie, Intranet, Unternehmensorganisation, B2B-Kommunikation, E-Commerce, Adhocratie, Wissensmanagement, Transformation, Digitalisierung, Online-Marketing, Customer Relationship Management, Virtuelle Communities, Mass Customization, Telearbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Wandel von Unternehmensstrukturen und Kommunikationsprozessen durch den Einfluss moderner digitaler Technologien im Kontext der sogenannten New Economy.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die interne Mitarbeiterkommunikation (Intranet, Adhocratie), die externe Netzwerkökonomie (B2B-Portale) und moderne Marketing-Methoden im E-Commerce (B2C).
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die primäre Forschungsfrage ist, inwieweit moderne Kommunikationstechnologien das Kommunikationsverhalten und die Unternehmensorganisation verändern und ob dies zu einer Dezentralisierung und Effizienzsteigerung führt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Ansätze aus der Kommunikationswissenschaft und Wirtschaftstheorie zusammenführt, um aktuelle Entwicklungen in Unternehmen zu erklären.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von New Labour innerhalb von Unternehmen sowie die Analyse der Netzwerkökonomie und des Transaktionsbereichs B2C, inklusive konkreter Marketingstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören New Economy, Netzwerkökonomie, B2B-Kommunikation, E-Commerce, Adhocratie, Teamfähigkeit, Digitalisierung und Wissensmanagement.
Welche Rolle spielt das Intranet in modernen Unternehmen?
Das Intranet dient als unverzichtbare Infrastruktur für den Informationsaustausch, die Kollaboration und Koordination, die es ermöglicht, Wissensbarrieren abzubauen und effizienter auf Wettbewerbsdruck zu reagieren.
Wie verändert sich die Rolle des modernen Managers?
Die Rolle wandelt sich vom Anweiser und Kontrolleur hin zum Koordinator, der Mitarbeiter befähigt, in selbstorganisierten Teams eigenständig Entscheidungen zu treffen.
Sind B2B-Portale nur für große Konzerne interessant?
Nein, auch wenn große Konzerne bei deren Einführung treibende Kräfte sind, bieten sie auch für mittelständische Unternehmen Chancen, durch elektronische Netzwerke Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
- Quote paper
- Thomas Schmidle (Author), 2002, New Labor - Wandel der internen Arbeitsstrukturen der New Economy durch die neuen Kommunikationsprozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70753