Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten - Krankheitsbewältigung bei Asthma bronchiale


Seminararbeit, 1999

13 Seiten, Note: 2,2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Asthma
2.1 Die Krankheit
2.2 Ursachen und Entstehung
2.3 Asthmaformen im Kindesalter

3. Leben mit Asthma
3.1 Psychische Einflüsse
3.2 Ärztliche Maßnahmen
3.3 Private Prophylaxe
3.4 Sport und Asthma

4. Therapiemöglichkeiten
4.1 Klassische Naturheilverfahren
4.2 Alternative Therapien

5. Die Lebensbewältigung

6. Literaturverzeichnis
6.1 Bücher
6.2 Zeitung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Als Betreuer fuhr ich mit dem Deutschen Allergie- und AsthmaBund E.V. ins Ferienlager, um das Verhalten der Kinder einmal in der Praxis zu erleben. Gerade in diesem Ferienlager sah man, wie unkompliziert und frei Kinder und Jugendliche mit dieser Krankheit umgehen können. Das Asthma gehört für sie zum Leben wie die Schule, ein Übel mit dem es zu leben gilt. Die Kinder leben ihr Leben genau so unbeschwert wie ein gesundes Kind. Ein Asthmaanfall ist nach einer Stunde fast wieder vergessen, da der Fußballplatz einen viel größeren Reiz ausübt. Das mag zum einen daran liegen, daß die meisten Kinder Asthma hatten, sie also unter Gleichen waren und nicht als Außenseiter galten, zum anderen daran, daß die Kinder nicht ständig Atemprobleme hatten.

2. Asthma

2.1 Die Krankheit

Definiert wird das Asthma bronchiale als „... eine ganz oder teilweise rückbildungsfähige, anfallsweise auftretende oder sich anfallsweise verstärkende Atemnot auf der Grundlage einer Entzündung sowie einer stark erhöhten Reizbarkeit und Reaktionsbereitschaft... des Bronchialsystems.“( Blankenhagel, 1992, S.18). Besonders entscheidend ist dabei die Entzündung des Bronchialsystems, die durch Allergien, Fremdkörper oder Viren ausgelöst werden kann und zu einer Verkrampfung des Bronchialsystems führt. Die Veranlagung zu Allergien oder Asthma ist teilweise genetisch bedingt, kann aber auch erst erworben werden. Wie eine Entzündung genau entsteht, ist bis heute noch nicht ausreichend geklärt. Auch wenn die Ursachen und Wirkung klar sind, so wird an den genauen Prozessen im Nervensystem noch geforscht. Der Einfluß des Immunsystems, der vielen Blut- und Gewebezellen und der Zellenzyme und Botenstoffe ist noch lange nicht ausreichend geklärt.

Die Folgen der Überempfindlichkeit sind Schleimhautödem, Bronchospasmus und Dyskrinie (vermehrte Absonderung von Schleim), die dann durch Verengung der Atmungsorgane zu Atemnot führen. Während der Bronchospasmus zu den Sofortreaktionen gehört, ist das Schleimhautödem und die Dyskrinie eine Spätfolge, die nicht nur zur Verschlimmerung der Atemnot führt, sondern auch immer neue Entzündungen im Bronchialsystem hervorruft.

2.2 Ursachen und Entstehung

Zu den inneren Faktoren der Asthmaentstehung gehören der Atopiestatus, ein empfindliches Bronchialsystem, die Reaktionsweise des autonomen Nervensystems und eine Störung auf der Rezeptorebene. „Die Atopie stellt ein vererbbares Konstitutionsmerkmal dar.“( Blankenhagel, 1992, S.36). Sie ist die Bereitschaft des Immunsystems zu viele Abwehrstoffe, „besonders Immunglobine (IgE)“( Blankenhagel, 1992, S.36) zu produzieren. Diese Bereitschaft kann dann zu einer Allergie gegen einen bestimmten Stoff, oder gegen mehrere Stoffe führen. Da die Stoffe eingeatmet werden, kommt der Körper mit ihnen zuerst in den Atmungsorganen in Kontakt. Die Abwehrreaktion des Nervensystems und weitere Anti- Allergische- Reaktionen auf den inhalierten Stoff führen dann oft zu einem Bronchospasmus, der mit einer schon bestehende Dyskrinie schnell zu einem Asthmaanfall führen kann.

Ein empfindliches Bronchialsystem entsteht durch äußere Faktoren, wie Umwelteinflüsse, Krankheiten der Atemwege, die das Kind hatte und teilweise nicht ausgeheilt sind, Allergene und wetterbedingte Faktoren wie Kälte oder Luftfeuchtigkeit. Besonders schädlich kann sich eine nicht behandelte oder nicht ausgeheilte Bronchitis auf die Sensibilität der Bronchien auswirken.

Weiter begünstigen auch „... familiäre Krankheitsbereitschaft, Mangel an Abwehrkräften, chronische Infektionsherde und psychische Belastungen...“( Blankenhagel, 1992, S.33) die Entstehung von Asthma.

Der Einfluß, den die verschiedenen Dispositionen auf die Entstehung haben können, ist völlig unterschiedlich. So führt nur familiäre Krankheitsbereitschaft und psychische Belastung nicht zwangsläufig zu Asthma, genauso wie nicht jeder Allergischer unter Asthma leidet.

2.3 Asthmaformen im Kindesalter

Das exogen- allergische Asthma ist eine der häufigsten Formen des kindlichen Asthmas. Hier führt eine allergische Reaktion des Immunsystems innerhalb kürzester Zeit zu einem Asthmaanfall. Die Allergene können Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tiere aber auch Nahrungsmittel oder Bienen- und Wespenstiche sein. „Bei Kindern mit exogen- allergischen Asthma läßt sich in etwa 90% der Fälle eine familiäre Atopiebelastung nachweisen...“( Blankenhagel, 1992, S.43). Auch sind die Kinder meist nicht nur gegen ein bestimmtes Allergen allergisch, sondern gegen ein Vielzahl von allergischen Stoffen.

Infektabhängiges Asthma liegt vor, wenn die Krankheitserreger (Viren oder Bakterien) selbst oder durch ihre Stoffwechselprodukte die Bronchialschleimhaut schädigen. Diese Form des Asthmas kann auch zu Gewebeveränderungen oder zum Absterben von Gewebeteilen führen.

Das Mischasthma ist eine Mischform aus exogen- allergischem Asthma und Infektasthma. Hierbei schädigt das Infektasthma die Atemwege und das Gewebe der Bronchien und ermöglicht so den Allergenen ein erleichtertes Eindringen in das Atmungsorgan. Auch ist es den durch Allergenen geschädigten Bronchien nicht mehr möglich, eventuell eindringende Bakterien oder Viren zu neutralisieren

Anstrengungsasthma kommt bei allen Asthmatikern vor. Diese Asthmaform tritt ca. 10 Minuten nach körperlicher Betätigung auf.

Schmerzmittel- Asthma ist kein allergisches Asthma und bei Kinder selten anzutreffen.

„Asthma, das allein durch seelische Faktoren ausgelöst wird, gibt es nicht.“(Blankenhagel, 1992, S.45). Aber die Krankheit Asthma kann durch psychische Faktoren verbessert oder verschlimmert werden oder auch zu psychischem Stress führen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten - Krankheitsbewältigung bei Asthma bronchiale
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig  (Sozialarbeit)
Veranstaltung
Sozialmedizin
Note
2,2
Autor
Jahr
1999
Seiten
13
Katalognummer
V7078
ISBN (eBook)
9783638144438
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Asthma, Sozial, Kinder
Arbeit zitieren
Joerg Krause (Autor), 1999, Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten - Krankheitsbewältigung bei Asthma bronchiale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7078

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