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Flexicurity - Der Königsweg aus der Arbeitslosigkeit?

Title: Flexicurity - Der Königsweg aus der Arbeitslosigkeit?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Lang (Author)

Business economics - Economic Policy
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Ökonomen sehen in dem Modell der Liberalisierung von Märkten und der wirtschaftlichen Selbststeuerung durch Marktentscheidungen, die Entwicklung zu individueller und politischer Freiheit. Sie interpretieren die Globalisierung als Chance, die Märkte aus staatlichen Fesseln zu lösen und sehen damit einhergehend einen Freiheitsgewinn der allen zugute kommen soll. Kritiker befürchten jedoch, dass staatliches Lenken und die Politik immer weniger in der Lage ist den Markt beeinflussen zu können. Besonders die Bereitstellung öffentlicher Güter, Bürgerechte und der Sozialleistungen werden durch die Erosion der Steuerbasis als bedroht gesehen. Nicht nur der internationale Warentausch wird den Wettbewerbseffekten stärker unterworfen, sondern auch die Arbeitsmärkte der Industrienationen werden dramatisch durch die Konsequenzen der Globalisierung und des internationalen Wettbewerbs tangiert. Dort sucht man immer drängender nach Antworten auf Probleme in den Arbeitsmärkten. Die Entkopplung von Wirtschaft und Staat führt zwangsläufig, besonders für die Arbeitsmärkte, zu großen Veränderungen.
Was könnte die Antwort auf die sich zuspitzende Problematik der Arbeitslosigkeit in Deutschland sein? In den Niederlanden und Dänemark wurde Anfang der 90er Jahre mit großem Erfolg versucht dieser Entwicklung, durch eine gleichzeitige Politik der Flexibilisierung (Flexibility) und der Wahrung sozialer Sicherheit (Security), auf den Arbeitsmärkte Paroli zu bieten (Flexibility + Security = Flexicurity). Könnte dies auch der Königsweg für einen Ausweg aus der Arbeitslosigkeitsmisere auf dem deutschen Arbeitsmarktes sein? Die folgende Ausarbeitung legt dar, um was es sich bei der Idee „Flexicurity“ handelt und zeigt die Probleme die sich bei der Übertragung auf den deutschen Arbeitsmarkt ergeben könnten.
Da das Thema „Flexicurity“ noch relativ neu und nur ein Modell zur Reform des Arbeitsmarktes neben anderen ist, war die Beschaffung von Quellen für die Bearbeitung dieser Ausarbeitung schwierig. Wenn möglich wurden deshalb Quellen und Aufsätze auch aus dem Internet benutzt, um eine breitere Informationsbasis ermöglichen zu können. Entstanden ist ein Einstieg in die Diskussion um das Modell Flexicurity der zeigt, dass es weiterer Recherchen und Auseinandersetzungen mit den arbeitsrechtlichen und sozialen Konsequenzen zunehmender Flexibilität in der Arbeitswelt bedarf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Flexibilisierung des Arbeitsmarktes als Reaktion auf zunehmende Arbeitslosigkeit

1.1 Flexibilität auf den Arbeitsmärkten in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit

1.2 Flexibilität und Sicherheit

2 Varianten einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes

2.1 Wirtschaftspolitische Impulse

2.2 Das Prinzip Flexicurity in Dänemark

3 Elemente flexibler Arbeitsmodelle

3.1 Typische Beschäftigungsmodelle

3.1.1 Übergangsarbeitsmärkte

3.1.2 Beschäftigungssicherung

3.1.3 Weiterbildung (Lebenslanges Lernen)

3.2 Atypische Beschäftigungsmodelle

3.2.1 Teilzeitarbeit

3.2.2 Leiharbeit

3.2.3 Befristung

4 Flexibilisierung als Jobmotor?

4.1 Versuch einer Diagnose

4.2 Weitere Forderungen an die Flexibilität der Arbeitnehmer

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der "Flexicurity" als mögliche Antwort auf die deutsche Arbeitsmarktmisere und analysiert, ob die Verknüpfung von arbeitsmarktlicher Flexibilität und sozialer Sicherheit ein tragfähiger Weg für den deutschen Arbeitsmarkt sein kann.

  • Analyse von Flexibilitätsstrategien auf europäischen Arbeitsmärkten
  • Gegenüberstellung von liberaler Flexibilität und sozialer Absicherung
  • Untersuchung dänischer Erfolgsmodelle hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit
  • Evaluierung typischer und atypischer Beschäftigungsmodelle
  • Kritische Würdigung der arbeitsrechtlichen und sozialen Konsequenzen

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Prinzip Flexicurity in Dänemark

Die Auffassung wie die Idee Flexicurity politisch auszugestalten ist unterscheidet sich gravierend. Je nach Struktur und Problemzonen der Arbeitslosigkeit in den jeweiligen Ländern wird von der Politik das Verhältnis von Flexibilität und Sicherheit unterschiedlich gewichtet. In den Niederlanden werden darunter Vorkehrungen verstanden, die im gleichen Maße die Flexibilität und die soziale Absicherung steigern. In Dänemark wird stärker versucht die Mobilität der Arbeitssuchenden zu erhöhen und dafür der gesetzlich verankerte Kündigungsschutz verringert (vgl. KLAMMER/SEIFERT 2003, 22). Frenzel bezeichnet diesen Weg Dänemarks als das „goldene Dreieck“ durch den Fokus auf Flexibilität (vielfältiger Einsatz auf dem Arbeitsmarkt anstatt einer lebenslangen Stelle begünstigt durch schwachen Kündigungsschutz), Sicherheit (Absicherung von Arbeitslosigkeit und Krankheit) und dynamische dezentralisierte Arbeitsmarktpolitik des Sozialstaats (gesetzliche Verpflichtung Arbeitssuchender zur Weiterbildung und Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt) (vgl. FRENZEL 2003, 485).

Mit einer Beschäftigungsquote von 80% der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt Dänemark in der Spitze eines europäischen Vergleichs. Das Modell klingt Erfolg versprechend und fällt auf eine breite politische Basis. Die Verknüpfung liberaler und sozialer Elemente scheint in der neuen politischen Mitte tragfähig zu sein und birgt die Hoffnung einen Aufschwung durch den politischen Mittelweg erreichen zu können (vgl. SCHÖNIG/THEISEN 2002, 38).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Liberalisierung und sozialer Sicherheit ein und stellt die zentrale Frage nach der Eignung des Flexicurity-Modells für Deutschland.

1 Flexibilisierung des Arbeitsmarktes als Reaktion auf zunehmende Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit flexiblerer Arbeitsmärkte in Zeiten der Globalisierung und definiert die Begriffe Flexibilität und Sicherheit im Kontext der sozialen Marktwirtschaft.

2 Varianten einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes: Das Kapitel vergleicht unterschiedliche politische Ansätze zur Arbeitsmarktbelebung, mit besonderem Schwerpunkt auf dem dänischen Modell der Flexicurity.

3 Elemente flexibler Arbeitsmodelle: Hier werden verschiedene typische und atypische Beschäftigungsformen, wie Übergangsarbeitsmärkte, Teilzeit oder Leiharbeit, auf ihre Eignung und Risiken hin untersucht.

4 Flexibilisierung als Jobmotor?: Dieses Kapitel zieht eine kritische Diagnose zur Wirksamkeit von Deregulierungsmaßnahmen und betrachtet die weiter steigenden Anforderungen an die Flexibilität der Arbeitnehmer.

5 Ausblick: Der Ausblick erörtert die begrenzte Übertragbarkeit internationaler Modelle auf den deutschen Arbeitsmarkt und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Suchprozesses.

Schlüsselwörter

Flexicurity, Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, Flexibilität, Sicherheit, Globalisierung, Normalarbeitsverhältnis, Dänemark, Beschäftigungsmodelle, Deregulierung, soziale Sicherung, Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaftsimpulse, Übergangsarbeitsmärkte, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der "Flexicurity" – eine Kombination aus Flexibilität und sozialer Sicherheit – als Lösung für die anhaltende Arbeitslosigkeit in Deutschland dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Globalisierung auf den Arbeitsmarkt, der Vergleich europäischer Arbeitsmarktmodelle und die Auswirkungen flexibler Beschäftigungsformen auf Arbeitnehmer.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob das dänische oder niederländische Flexicurity-Modell ein tragfähiger Königsweg aus der deutschen Arbeitslosigkeitsmisere sein könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Studien, Fachaufsätze und politischer Dokumente zur Arbeitsmarktpolitik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben dem Flexicurity-Prinzip verschiedene Beschäftigungsmodelle wie Übergangsarbeitsmärkte, Leiharbeit und Teilzeit analysiert und ihre Auswirkungen auf die Arbeitnehmer beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Flexicurity, Arbeitsmarkt, soziale Sicherheit, Deregulierung und Beschäftigungsmodelle charakterisiert.

Was versteht man in diesem Zusammenhang unter dem "goldenen Dreieck" Dänemarks?

Das goldene Dreieck bezeichnet die Kombination aus hoher Flexibilität (schwacher Kündigungsschutz), sozialer Sicherheit durch Arbeitslosenunterstützung und einer aktiven, dezentralen Arbeitsmarktpolitik, die Weiterbildung erzwingt.

Warum ist eine direkte Übertragung des Modells auf Deutschland schwierig?

Die Arbeit betont, dass Deutschland eine andere industrielle Ausprägung, Bevölkerungsdichte und eine andere historische Ausgangslage bezüglich der Sozialsysteme aufweist, was eine einfache Übernahme des Modells erschwert.

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Details

Title
Flexicurity - Der Königsweg aus der Arbeitslosigkeit?
College
University of Flensburg  (Institut für Wirtschaft und Politik und seine Didaktik)
Course
Wirtschaftspolitik - Konzepte, Strategien und Kontroversen
Grade
1,3
Author
Christian Lang (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V70803
ISBN (eBook)
9783638626040
ISBN (Book)
9783640332496
Language
German
Tags
Flexicurity Königsweg Arbeitslosigkeit Wirtschaftspolitik Konzepte Strategien Kontroversen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Lang (Author), 2006, Flexicurity - Der Königsweg aus der Arbeitslosigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70803
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