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Post-Ta`if: Friedenskonsolidierung im Libanon

Title: Post-Ta`if: Friedenskonsolidierung im Libanon

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Beyhan Sentürk (Author)

Politics - Region: Near East, Near Orient
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Der Titel der vorliegenden Hausarbeit lautet „Post-Ta’if: Friedenskonsolidierung im Libanon“. Sie entstand im Rahmen des Hauptseminars „Vom Krieg zum Frieden? Nachkriegsgesellschaften im Vergleich“.
Der Libanon war von 1975 bis 1990 Schauplatz eines Bürgerkrieges, der schließlich mit einem Friedensabkommen beendet wurde. Seitdem sind gut zwölf Jahre vergangen. Im folgenden soll überprüft werden, ob und in welcher Form die Vereinbarungen des Vertrages umgesetzt wurden und inwieweit der Frieden konsolidiert ist. Nach einer kurzen, aber grundlegenden Begriffsklärung soll in einem historischen Abriss die Vorgeschichte des Ta’if Abkommens dargestellt werden. Im Hauptteil wird die Übereinkunft und dessen Umsetzung analysiert. Eine Einordnung der Ergebnisse wird im Schlussteil erfolgen. Es wird dargelegt, wie erfolgreich die Umsetzungen waren und in welchem Maß die Friedenskonsolidierung im Libanon geschah.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

1.2) Friedenskonsolidierung als Kriegsprävention

1.3) Bürgerkrieg und Frieden – eine Begriffsklärung

2.) Zur Geschichte des Libanons, 1943-1990

3.) Das Zustandekommen des Ta’if-Abkommens

3.2) Das Wesen des Ta’if-Abkommens

4.) Die Umsetzung des Ta’if-Abkommens

4.2) Sicherheit und Bewegungsfreiheit im Libanon

4.3) Souveränität und Staatsautorität – die politische Lage

4.4) Die wirtschaftliche und soziale Lage

5.) Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung des Ta’if-Abkommens von 1989 und bewertet, inwieweit es zur dauerhaften Friedenskonsolidierung im Libanon nach dem Bürgerkrieg beigetragen hat.

  • Analyse der historischen Hintergründe und des Zustandekommens des Ta’if-Abkommens.
  • Untersuchung der institutionellen Reformen des politischen Systems im Libanon.
  • Evaluierung der sicherheitspolitischen Umsetzung, insbesondere der Entwaffnung von Milizen.
  • Betrachtung der wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen im Nachkriegsprozess.

Auszug aus dem Buch

1.2) Friedenskonsolidierung als Kriegsprävention

Mit dem Ende des Kalten Krieges rückte die Bedeutung konstruktiv gestalteter Nachkriegszeiten von Bürgerkriegen immer mehr in den Mittelpunkt. Die internationale Gemeinschaft sowie Wissenschaft und Forschung beschäftigen sich seither zunehmend mit dem Thema der Friedenskonsolidierung, insbesondere im Zusammenhang mit der Kriegsprävention. Vor allem die „Agenda für Frieden“, die UN-Generalsektretär Boutros Boutros-Ghali 1992 veröffentlichte, unterstrich noch einmal die Bedeutung der Zeit nach einem Konflikt. Boutros-Ghali bezeichnet diese Phase als „peace-building“ und meint damit die Wandlung eines Waffenstillstandes in einen dauerhaften Frieden. Der Politikwissenschaftler Johan Galtung beschreibt peace-building etwas genauer: Es ist die „praktische Umsetzung eines friedvollen, sozialen Wandels durch sozio-ökonomischen Wiederaufbau und Entwicklung“. Peace-building ist wichtig, um einen Bürgerkrieg in einen dauerhaften und stabilen Frieden zu transformieren. Dabei müssen zahlreiche Aufgaben erfüllt werden; Friedenskonsolidierung ist mehrdimensional. Die Bandbreite reicht von der Aussöhnung verschiedener Volks- und Religionsgruppen über die Reintegration von Flüchtlingen und das Abhalten von Wahlen bis zur Aufstellung einer organisierten Verwaltung.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Einführung in die Fragestellung und den historischen Kontext des Libanon-Konflikts sowie Definition der wissenschaftlichen Zielsetzung.

1.2) Friedenskonsolidierung als Kriegsprävention: Theoretische Herleitung des Begriffs Peace-Building und dessen Bedeutung für den Übergang vom Waffenstillstand zum dauerhaften Frieden.

1.3) Bürgerkrieg und Frieden – eine Begriffsklärung: Differenzierung von Konfliktbeendigungsformen und Abgrenzung zwischen negativem und positivem Frieden.

2.) Zur Geschichte des Libanons, 1943-1990: Historischer Abriss zur Entwicklung des libanesischen Staates, der konfessionellen Struktur und den Ursachen des Bürgerkriegsausbruchs.

3.) Das Zustandekommen des Ta’if-Abkommens: Beschreibung der diplomatischen Bemühungen und der Rolle externer Akteure bei der Verhandlung des Versöhnungsabkommens.

3.2) Das Wesen des Ta’if-Abkommens: Erläuterung der politischen Reforminhalte, insbesondere der Anpassung der konfessionellen Proporzregelung und Machtverschiebungen innerhalb der Exekutive.

4.) Die Umsetzung des Ta’if-Abkommens: Analyse der politischen Herausforderungen und der Implementierung der Friedensbeschlüsse im Nachkriegslibanon.

4.2) Sicherheit und Bewegungsfreiheit im Libanon: Bewertung der Entwaffnungsprozesse, der Rolle der Milizen und des Einflusses syrischer Truppenpräsenz.

4.3) Souveränität und Staatsautorität – die politische Lage: Untersuchung des Wiederaufbaus staatlicher Autorität und der Bedeutung von Nachkriegswahlen.

4.4) Die wirtschaftliche und soziale Lage: Darstellung der ökonomischen Wiederaufbaubemühungen und der Problematik der Flüchtlingsreintegration.

5.) Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Bewertung des Friedensprozesses und Ausblick auf noch ausstehende Schritte zur langfristigen Stabilisierung.

Schlüsselwörter

Libanon, Ta’if-Abkommen, Friedenskonsolidierung, Bürgerkrieg, Peace-Building, Konfliktlösung, Konfessionalismus, politische Reformen, Sicherheitspolitik, wirtschaftlicher Wiederaufbau, Souveränität, Syrien, Ex-Kombattanten, Demokratisierung, Frieden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Friedensprozess im Libanon nach dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 1990, basierend auf dem Ta’if-Abkommen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Friedenskonsolidierung, staatliche institutionelle Reformen, Sicherheitsaspekte und die ökonomische sowie soziale Nachkriegsentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu überprüfen, inwieweit die Vereinbarungen des Ta’if-Abkommens erfolgreich umgesetzt wurden und ob der Frieden nachhaltig konsolidiert werden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer historischen Untersuchung der Abkommensinhalte und deren praktischer Umsetzung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Ta’if-Abkommen, die politische Neuordnung des Libanons, die Entwaffnung von Milizen sowie die wirtschaftliche Lage analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Friedenskonsolidierung, Ta’if-Abkommen, libanesischer Bürgerkrieg, Staatsautorität und konfessionelle Reformen.

Warum konnte das Ta’if-Abkommen den Krieg beenden, aber keinen dauerhaften Frieden garantieren?

Obwohl das Abkommen die Kampfhandlungen beendete, blieb die vollständige staatliche Souveränität durch äußere Einflüsse und interne Probleme bei der Umsetzung des Konfessionsabbaus eingeschränkt.

Welche Rolle spielte die Hizballah im Kontext der Demilitarisierung?

Die Hizballah behielt als einzige Gruppierung einen Sonderstatus als Miliz und Partei, begründet durch den Widerstand gegen die israelische Besatzung im Süden.

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Details

Title
Post-Ta`if: Friedenskonsolidierung im Libanon
College
University of Hamburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Vom Krieg zum Frieden? Nachkriegsgesellschaften im Vergleich
Grade
1,7
Author
Beyhan Sentürk (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V7085
ISBN (eBook)
9783638144490
Language
German
Tags
Krieg Frieden peace building Libanon
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beyhan Sentürk (Author), 2002, Post-Ta`if: Friedenskonsolidierung im Libanon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7085
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