Finanzierung im Tourismus


Seminararbeit, 2003
27 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis

Verzeichnis der Übersichten

1 Einleitung

2 Rechtsformen für Fremdenverkehrsstellen

3 Möglichkeiten der Finanzierung
3.1 Die Finanzierung des Tourismus in Sachsen
3.2 Die Unterstützung durch Bund und Länder
3.3 Tourismusspezifische Einnahmen

4 Probleme bei der Finanzierung

5 Beispiele für die Finanzierung von Tourismusorganisationen

6 Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Internet

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Verzeichnis der Übersichten

Übersicht 1: Rechtsformen für Fremdenverkehrsstellen

Übersicht 2: Arten der Finanzierung im Öffentlichen Fremdenverkehr

Übersicht 3: Projektfinanzierungsstrukturen

Übersicht 4: Regelungen zur Kurtaxe und Fremdenverkehrsabgabe

im Freistaat Sachsen

1 Einleitung

Der Tourismus in seiner heutigen Form ist ein Industriezweig Deutschlands, der zur gesamtgesellschaftlichen Leistungsbilanz beiträgt. Dieser Industriezweig erfüllt sowohl gesellschaftliche Aufgaben, trägt aber auch ganz erheblich zur Prägung bestimmter Landschaften bei.[1]

Die Tourismuswirtschaft unterscheidet sich in der Angebotsgestaltung von anderen Wirtschaftszweigen insbesondere dadurch, dass neben den privatwirtschaftlich erbrachten Leistungen ein umfangreiches Angebot an öffentlichen Gütern zur Verfügung gestellt werden muss. Dazu zählten in der Pionierphase die Müllabfuhr und die Beleuchtung, später dann Informationen und die Bereitstellung touristischer Infrastruktur (Eisenbahnen, Hallenbäder, Radwegenetze, etc.). Außerdem wurden und werden das Destinationsmarketing und die Imagewerbung über Tourismusorganisationen und Fremdenverkehrsverbände organisiert, die einen Teil ihrer Mittel aus der öffentlichen Hand beziehen und als „Non-Profit-Organisationen“ fungieren.[2]

Der Focus dieser Arbeit liegt dabei auf der Finanzierung der öffentlichen und halböffentlichen Unternehmen. Dabei soll zunächst ein Einblick in die Möglichkeiten der Organisation von Fremdenverkehrsstellen in den unterschiedlichen Rechtsformen gegeben werden. Anschließend werden die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten, die den Fremdenverkehrsorten und -organisationen allgemein bzw. auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zur Verfügung stehen, aufgezeigt. Weiterhin werden die damit im Zusammenhang stehenden Probleme, insbesondere bei staatlicher Förderung, näher betrachtet und konkrete Finanzierungsbeispiele aus der Praxis gezeigt.

In der Arbeit wurden die touristischen Unternehmen der Privatwirtschaft weitestgehend vernachlässigt, da diese auf Gewinn ausgerichtet sind und sich über die Umsätze und Gewinne selbst finanzieren müssen. Genauso wie den Gesellschaften anderer Branchen stehen ihnen dazu die verschiedenen Möglichkeiten am freien Kapitalmarkt zur Verfügung.

2 Rechtsformen für Fremdenverkehrsstellen

„Kommunale Fremdenverkehrsstellen sind die prädestinierten Marketingträger, sie übernehmen die Aufgaben eines Reisemittlers oder Reiseveranstalters, der das lokale Incominggeschäft kostenbewußt, kreativ und risikobereit (typisch unternehmerische Eigenschaften) betreibt. Zur Erfüllung der neuen Aufgaben sind mehr Autonomie, Marktnähe und größere Flexibilität der Fremdenverkehrsbetriebe notwendig. Unternehmerisches Denken und Handeln müssen sich stärker entfalten können.“ (Bleile 1987:98)[3]

Die Fremdenverkehrsstellen erfüllen öffentliche und private Aufgaben, für die sie mehr oder weniger private Mittel zur Verfügung haben. Die öffentlichen Aufgaben sind z.B. die Gästebetreuung am Ort, Wirtschaftsförderung, Infrastrukturaufgaben, Informationsvermittlung (ohne Entgelt) und die Aus- und Fortbildung von Fremdenverkehrsmitarbeitern. Die privatwirtschaftlichen Aufgaben sind u. a. der Verkauf von Souvenirs, Reiseführern und Broschüren sowie die Zimmervermittlung (gegen Entgelt) und Marketingaufgaben zuzurechnen.

Nach FREYER[4] lassen sich die Rechtsformen im Fremdenverkehr auf vier Grundformen zurückführen, wobei es aber auch Mischformen neben diesen vier „Idealtypen“ gibt.

Übersicht 1:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: vgl. Freyer, W. 2001: Tourismusmarketing, Dresden, S. 649)

Die Organisationsformen für kommunale Fremdenverkehrsstellen unterscheiden sich im Wesentlichen in den Eigentumsverhältnissen und hinsichtlich der Einnahmen bzw. Finanzierung. (vgl. Abb. 1 im Anhang)

Fremdenverkehrsstellen sind ein Teil der öffentlichen Verwaltung und werden meist als „Amt“, „Verwaltung“ oder „Dezernat“ bezeichnet. In der Praxis wird der Fremdenverkehr oftmals mit anderen kommunalen Aufgaben verbunden, so dass es insbesondere in kleineren Destinationen anstelle des „Fremdenverkehrsamtes“ und der „Kurverwaltung“ eher ein „Dezernat für Handel, Tourismus und Freizeit“ oder das „Amt für Wirtschafts- und Fremdenverkehrsförderung“ zu finden sind.[5]

[...]


[1] Vgl. Dettmer, H.: Tourismuswirtschaft: Arbeitsbuch für Studium und Praxis, Köln 1998, S. 236

[2] Vgl. Bernet, B./Bieger, T.: Finanzierung im Tourismus, Bern; Stuttgart; Wien 1999, S. 18 f.

[3] Vgl. Freyer, W.: Tourismusmarketing, Dresden 2001, S. 647 ff.

[4] Vgl. Freyer, W.: Tourismusmarketing, Dresden 2001, S. 649

.

[5] Vgl. Freyer, W.: Tourismusmarketing, Dresden 2001, S. 649 ff.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Finanzierung im Tourismus
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Lehrsuhl für Tourismuswirtschaft)
Veranstaltung
Seminar Tourismuswirtschaft
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
27
Katalognummer
V70981
ISBN (eBook)
9783638629287
Dateigröße
1156 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Finanzierungsmöglichkeiten im Tourismus, speziell von Fremdenverkehrsstellen.
Schlagworte
Finanzierung, Tourismus, Seminar, Tourismuswirtschaft
Arbeit zitieren
Dipl.-Kaufmann Andreas Bünnig (Autor), 2003, Finanzierung im Tourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70981

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