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Versicherungsderivate als alternative Möglichkeit des Risikotransfers - dargestellt am Beispiel von Wetterderivaten

Title: Versicherungsderivate als alternative Möglichkeit des Risikotransfers - dargestellt am Beispiel von Wetterderivaten

Master's Thesis , 2006 , 82 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Hammer (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Zu den Instrumenten des Alternativen Risikotransfers (ART) gehören u. a. auch Versicherungsderivate. Sie dienen hauptsächlich zur Verbriefung von Katastrophenrisiken wie Erdbeben, Überschwemmungen und Stürmen. In dieser Form heißen sie Katastrophenderivate. Davon abzugrenzen, aber auch zur Gattung der Versicherungsderivate gehörig, sind die sog. Wetterderivate. Mit ihnen werden Risiken, die sich z.B. aus schwankenden Temperaturen oder Niederschlägen ergeben, auf den Kapitalmarkt transferiert.
Die Details, die bei der Anwendung von Wetterderivaten zu beachten sind, werden in Kapitel 5 dargestellt. Nach der Ausführung, wie Wetter und wirtschaftliche Aktivität zusammenhängen, werden die Charakteristika und danach die einzelnen Vertragsparameter dieser Instrumente vorgestellt. Dabei wird verdeutlicht, was insbesondere bei der Wahl der Basisobjekte der Verträge und der Derivateform beachtet werden sollte. Nachfolgend wird vor den Problemen, die beim Einsatz von Wetterderivaten auftreten können, ein Überblick über evtl. Einsatzgebiete gegeben. Bevor abschließend die bisherige und zukünftige Entwicklung des Marktes für Wetterderivate und die dafür entscheidenden Faktoren gekennzeichnet werden, wird der Prozess bei der Anwendung dieser Instrumente zunächst allgemein und anschließend anhand eines konkreten Beispiels veranschaulicht.
Vor der Darstellung der Wetterderivate zeigt Gliederungspunkt 3, was letztlich für den Transfer von Versicherungsrisiken auf die Kapitalmärkte ausschlaggebend war und welche Möglichkeiten dafür zur Verfügung stehen.
In Teil 4 werden zunächst die Charakteristika und die Vertragsgestaltung bei Versicherungsderivaten im Allgemeinen erklärt. Anschließend wird der aus dem Einsatz dieser Instrumente resultierende Nutzen geschildert. An dieser Stelle liegt besonderes Augenmerk auf den Chancen, die Versicherungsderivate zur Absicherung gegen die monetären Konsequenzen von Katastrophen bieten. Bevor abschließend ein Überblick über die bisherige Entwicklung des Marktes für derartige Derivate und die Voraussetzungen einer zukünftigen besseren Entfaltung dieses gegeben wird, werden die für Versicherungsderivate spezifischen Risiken und Probleme erläutert und mit denen anderer Instrumente zur Risikoabsicherung verglichen.
Für das bessere Verständnis der Funktionsweise der Versicherungs- und Wetterderivate und des mit ihnen verbundenen Nutzens bzw. der aus ihnen resultierenden Risiken, werden zunächst Derivate im Allgemeinen erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Derivative Finanzinstrumente

2.1 Charakteristika

2.1.1 Definition

2.1.2 Systematisierung

2.1.3 Grundpositionen

2.1.3.1 Bedingte Termingeschäfte

2.1.3.2 Unbedingte Termingeschäfte

2.2 Marktentwicklung

2.3 Bewertungsmodelle für Optionen

2.4 Motive für den Einsatz von Derivaten

2.5 Nutzen

2.6 Risiken derivativer Finanzmärkte

3 Kapitalmarkt und Versicherungsrisiken

3.1 Nutzung des Kapitalmarktes zur Deckung von Versicherungsrisiken

3.2 Kapitalmarktinstrumente zur Deckung von Versicherungsrisiken

3.2.1 Risikofinanzierung

3.2.2 Risikotransfer

4 Versicherungsderivate

4.1 Charakteristika

4.1.1 Definition

4.1.2 Entstehung

4.1.3 Marktteilnehmer

4.2 Vertragsgestaltung

4.2.1 Allgemein festzulegende Parameter

4.2.2 Mögliche Basisobjekte

4.2.3 Formen

4.3 Nutzen

4.3.1 Allgemein

4.3.2 Risikomanagement

4.4 Leistungstheoretische Beurteilung

4.4.1 Ausfallrisiko

4.4.2 Basisrisiko

4.4.3 Adverse Selektion und Moralisches Risiko

4.4.4 Preisfindung

4.5 Marktentwicklung

5 Wetterderivate

5.1 Wetter und wirtschaftliche Aktivität

5.2 Charakteristika

5.2.1 Entstehung

5.2.2 Definition

5.2.3 Marktteilnehmer

5.3 Vertragsgestaltung

5.3.1 Mögliche Basisobjekte

5.3.2 Weitere festzulegende Parameter

5.3.3 Formen

5.4 Einsatzgebiete

5.4.1 Risikomanagement

5.4.2 Portfoliomanagement

5.4.3 Spekulations- und Marketinginstrument

5.5 Problembereiche und Risiken

5.5.1 Datenqualität und –beschaffung

5.5.2 Preisfindung

5.5.3 Weitere Risiken

5.6 Anwendung

5.6.1 Generelles Vorgehen

5.6.2 Konkretes Beispiel

5.7 Marktentwicklung

5.7.1 Seit Entstehung

5.7.2 Zukunft

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht den Einsatz von Versicherungsderivaten als alternative Methode des Risikotransfers, um Kapazitätsengpässe in klassischen Versicherungsmärkten zu überbrücken. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Wetterderivaten als Instrument zur Absicherung wetterabhängiger Geschäftsrisiken und deren ökonomischer Einordnung.

  • Grundlagen derivativer Finanzinstrumente
  • Mechanismen des alternativen Risikotransfers (ART)
  • Anwendung und Gestaltung von Versicherungsderivaten
  • Spezifische Risikoproblematiken (z.B. Basisrisiko, Preisfindung)
  • Fallbeispiel: Einsatz von Wetterderivaten im Energiesektor

Auszug aus dem Buch

2.1.3.1 Bedingte Termingeschäfte

Optionen stellen einen zentralen Bestandteil von alternativen Risikotransferkonzepten dar, da sie den eigentlichen Risikotransfer beinhalten. Deshalb wird an dieser Stelle die Funktionsweise dieser Art von Termingeschäften erläutert.

Eine Option ist eine Vereinbarung, die den Käufer (Inhaber der Option) berechtigt,

eine bestimmte Menge eines bestimmten Gutes (Basiswert, Basisobjekt, Underlying)

zu einem festgelegten Preis (Ausübungs-, Basispreis, Ausübungs-, Basiskurs)

nur zu einem festgelegten zukünftigen Zeitpunkt (europäische Option) bzw. jederzeit bis zu einem vereinbarten Verfallsdatum (amerikanische Option)

zu erwerben (Call-Option, Kaufoption) bzw.

zu veräußern (Put-Option, Verkaufsoption).

Für dieses Recht zahlt der Käufer dem Verkäufer der Option die sog. Optionsprämie. Das ist der Preis, zu dem die Option am Markt gehandelt wird. Sie bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage und hängt von zahlreichen Einflussfaktoren wie bspw. dem aktuellen Kurs des Underlyings, dem Basispreis und der (verbleibenden) Optionslaufzeit ab. Auch Rahmenbedingungen, die deutlich schwerer zu bestimmen sind, beeinflussen den Preis derivativer Finanztitel. Dazu zählen u. a. Zutrittsbeschränkungen zu den Terminmärkten und die Risikoeinstellung der Marktteilnehmer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung alternativer Risikotransfertechniken aufgrund der wachsenden Schäden durch Naturkatastrophen und begrenzter Kapazitäten klassischer Versicherer.

2 Derivative Finanzinstrumente: Erläutert die Grundlagen, Systematisierung und Bewertung von Derivaten sowie deren Motive und Risiken im Finanzkontext.

3 Kapitalmarkt und Versicherungsrisiken: Analysiert die Notwendigkeit und Möglichkeiten, Versicherungsrisiken über den Kapitalmarkt anstatt nur über das traditionelle Rückversicherungssystem zu decken.

4 Versicherungsderivate: Detailliert die Charakteristika, Vertragsgestaltung und Einsatzgebiete von Versicherungsderivaten inklusive der Problematik von Basisrisiken und Preisfindung.

5 Wetterderivate: Konzentriert sich auf Wetterrisiken als operative Mengenrisiken und stellt das Konzept von Wetterderivaten als Absicherungsinstrument für verschiedene Branchen dar.

6 Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und das Potenzial von Wetterderivaten.

Schlüsselwörter

Versicherungsderivate, Wetterderivate, Alternativer Risikotransfer, ART, Risikomanagement, Katastrophenrisiken, Hedging, Basisrisiko, Finanzderivate, Kapitalmarkt, Preisfindung, Optionen, Termingeschäfte, Volatilität, Wetterindex.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie moderne Finanzderivate, insbesondere Versicherungs- und Wetterderivate, genutzt werden können, um finanzielle Risiken zu übertragen, die in klassischen Versicherungssystemen nur schwer absicherbar sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Grundlagen derivativer Instrumente ab, analysiert den alternativen Risikotransfer (ART), untersucht die spezifische Vertragsgestaltung und beleuchtet die Herausforderungen bei der Bewertung und Risikosteuerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionsweise und das Potenzial von Versicherungsderivaten (speziell Katastrophen- und Wetterderivate) als Ergänzung zur traditionellen Rückversicherung aufzuzeigen und dabei den Nutzen sowie die auftretenden Risiken und Probleme darzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Erläuterung ökonomischer Bewertungsmodelle (wie Black/Scholes und Burn Analysis) und der grafischen Veranschaulichung von Auszahlungsprofilen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Derivate-Grundlagen geklärt, dann der Übergang von Versicherungsrisiken auf den Kapitalmarkt erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse von Versicherungsderivaten und einem speziellen Fokus auf Wetterderivate als Absicherungsmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Versicherungsderivate, Wetterderivate, Risikomanagement, Alternativer Risikotransfer (ART), Basisrisiko und Kapitalmarkt.

Wie funktioniert das in der Arbeit beschriebene Wetterderivat für den Stromlieferanten?

Durch eine Put-Option kann sich der Stromlieferant gegen einen zu warmen Januar absichern: Sinkt der Energieabsatz aufgrund zu milder Temperaturen, kompensiert die Auszahlung aus der Option den entgangenen Umsatz.

Warum ist das Basisrisiko bei Versicherungsderivaten so kritisch?

Das Basisrisiko beschreibt die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Schadenentwicklung eines Unternehmens und der Indexentwicklung, auf die das Derivat basiert. Eine geringe Korrelation führt dazu, dass das Derivat den individuellen Schaden nicht präzise abdeckt.

Warum dominieren zurzeit vor allem Energieunternehmen den Markt für Wetterderivate?

Energieunternehmen haben die direkteste Korrelation zwischen Wetter (insbesondere Temperatur) und ihrem Absatzvolumen, was sie prädestiniert, Wetterrisiken als exogene operative Mengenrisiken aktiv über Derivate zu steuern.

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Details

Title
Versicherungsderivate als alternative Möglichkeit des Risikotransfers - dargestellt am Beispiel von Wetterderivaten
College
University of Bamberg
Grade
1,3
Author
Martin Hammer (Author)
Publication Year
2006
Pages
82
Catalog Number
V71018
ISBN (eBook)
9783638617512
ISBN (Book)
9783638674867
Language
German
Tags
Versicherungsderivate Möglichkeit Risikotransfers Beispiel Wetterderivaten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Hammer (Author), 2006, Versicherungsderivate als alternative Möglichkeit des Risikotransfers - dargestellt am Beispiel von Wetterderivaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71018
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