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Erziehung zum Menschen - Grundgedanken der Pädagogik Maria Montessoris

Titre: Erziehung zum Menschen - Grundgedanken der Pädagogik Maria Montessoris

Mémoire pour le Diplôme Intermédiaire , 1999 , 39 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Bettina Stade (Auteur)

Pédagogie - Général
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Die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870 - 1952) hat in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts eine internationale reformpädagogische Bewegung hervorgerufen, die bis heute lebendig ist. Mit der Gründung des Montessori-Kinderhauses ("Casa dei bambini") 1907 in Rom schuf sie eine Erziehungsinstitution, die sich stark auf zielgerichtetes, methodisiertes frühkindliches Lernen konzentriert und sich als Stätte kindlicher Selbsttätigkeit und Selbsterfahrung sieht . Die Bedürfnisse des Kindes werden hierbei konsequent berücksichtigt, die kindliche Entwicklung und die Arbeit mit dem Kind - das gemeinsame Leben - sind die Orientierungspunkte für die erzieherische Arbeit. Ihre Methode, die auf der aufmerksamen Beobachtung von Kindern und deren Entwicklungsbedürfnissen fußt, ist in der gemeinsamen Arbeit mit Kindern entstanden .
In der vorliegenden Arbeit sollen diese Grundgedanken der Pädagogik Maria Montessoris etwas näher betrachtet und erläutert werden.
Im ersten Teil möchte ich ihr großartiges pädagogisches Wirken und Leben in die pädagogische Historiographie einordnen.
Im zweiten Teil werde ich mich dann intensiv mit den Grundpositionen ihrer Pädagogik befassen. An geeigneten Stellen werde ich die Prinzipien der Montessori-Pädagogik mit praxisnahen Beispielen belegen.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Leben und Bedeutung Maria Montessoris

II. Grundlagen der Montessori-Pädagogik

1. Die Psychologie des Kindes

1.1 Der geistige Embryo

1.2 Der absorbierende Geist

1.3 Die Entwicklungsphasen

1.4 Die sensiblen Perioden

1.4.1 Erste Periode (0-6 Jahre) - die Zeit des Aufbaus

1.4.2 Zweite Periode (7-12 Jahre)

1.4.3 Dritte Periode (12-18 Jahre)

2. Die Erziehung des Kindes

2.1 Die vorbereitende Umgebung

2.2 Deviation und Normalisation

2.3 Der Arbeitsbegriff

2.3.1 Freiheit

2.3.2 Freiarbeit

2.4 Die didaktischen Materialien

3. Montessoris Verständnis des kindlichen Lernens

3.1 Die Polarisation der Aufmerksamkeit

3.2 Die Struktur des Lernvorgangs

3.3 Der Lernrhythmus

4. Kinderhaus und Schule

4.1 Das Montessori-Kinderhaus

4.2 Die Montessori-Schule

4.3 Die Montessori-Lehrerin

5. Frieden und Erziehung

6. Kosmische Erziehung

6.1 Aufgaben der Kosmischen Erziehung

6.2 Konzeption einer Kosmischen Erziehung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Hausarbeit hat das Ziel, die zentralen pädagogischen Grundgedanken Maria Montessoris fundiert darzulegen und deren Anwendung in der erzieherischen Praxis zu erläutern. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Montessoris Verständnis des kindlichen Lernens und ihrer methodischen Prinzipien zur Selbstentfaltung und Persönlichkeitsbildung des Kindes beitragen kann.

  • Die psychologischen Grundlagen der kindlichen Entwicklung (absorbierender Geist, sensible Phasen).
  • Die Bedeutung der vorbereiteten Umgebung und der Freiarbeit für den Lernprozess.
  • Die Funktion und Gestaltung der didaktischen Materialien.
  • Die Rolle der Montessori-Lehrerin als Beobachterin und Begleiterin.
  • Die Konzepte der Friedenserziehung und der Kosmischen Erziehung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die vorbereitende Umgebung

Das Prinzip der vorbereitenden Umgebung ist für die Praxis wie die Theorie der Pädagogik Montessoris entscheidend. Ohne eine geeignete Umgebung gibt es kein konstruktives Tun des Kindes, keine Aufforderung und Möglichkeiten zur freien Wahl der Arbeit. Sie umfaßt einen Bereich, in dem den Kindern Anregungen gegeben werden. Hierunter zu verstehen ist das Kinderhaus oder das Montessori-Klassenzimmer, in dem jedes Material dem Kind in offenen Regalen zugänglich ist. Die Umgebung soll von einfacher Struktur sein, so daß das Kind sich leicht orientieren kann und sollte ein reichhaltiges und angemessenes Angebot an Aktivitätsmomenten enthalten.

Das Kind darf sich frei bewegen, die Arbeit und deren zeitliche Spanne darf das Kind frei wählen. Der Raum soll den Körpermaßen des Kindes proportional angepaßt und so weit sein, daß die Kinder ihrem Bewegungsbedürfnis nachkommen können. Er sollte die Möglichkeit bieten, daß das Kind sich auch einmal absondert und isoliert. Weiterhin soll er ästhetisch ansprechend sein und zum Arbeiten auffordern, Pflanzen und Tiere sollen darin ihren Platz haben.

Die Gestaltungselemente der vorbereitenden Umgebung müssen so beschaffen sein, daß sie die aufeinanderfolgenden Neigungen des Heranwachsenden, seinem jeweiligen Entwicklungsstand gemäß, ansprechen, herausfordern und einen weiteren Lernprozeß bewirken. Der Lehrer ist Pfleger des Materials, Beobachter und Berater des Kindes.

Ein weiteres wesentliches Faktum einer vorbereitenden Umgebung ist die Einteilung von Mehrjahresklassen zum Zwecke der Mischung der Lebensalter. Danach sollen bis zu drei Jahrgänge in einem Klassenverband zusammengefaßt werden, und zwar den Entwicklungsstufen entsprechend die Drei- bzw. Vierjährigen bis Sechsjährigen, die Sieben- bis Neunjährigen und die Zehn- bis Zwölfjährigen. Diese Struktur ermöglicht den Kindern vielfältige intellektuelle, soziale und emotionale Erfahrungen. Montessori empfiehlt für die Klassen eine Größe von 40 Kindern, bei weniger als 25 Kindern befürchtet sie, daß sich das Niveau senkt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die reformpädagogische Bewegung Maria Montessoris und Zielsetzung der Arbeit.

I. Leben und Bedeutung Maria Montessoris: Biografischer Abriss und Einordnung ihres Wirkens in die pädagogische Historiographie.

II. Grundlagen der Montessori-Pädagogik: Darstellung der Kernprinzipien wie das Bild vom Kind und seine Entwicklungsphasen.

1. Die Psychologie des Kindes: Analyse der unbewussten Kräfte des Kindes, wie dem "absorbierenden Geist" und der Bedeutung sensibler Perioden.

2. Die Erziehung des Kindes: Untersuchung der vorbereiteten Umgebung, der Freiarbeit sowie der Bedeutung didaktischer Materialien.

3. Montessoris Verständnis des kindlichen Lernens: Erörterung der Polarisation der Aufmerksamkeit und der Struktur des Lernvorgangs.

4. Kinderhaus und Schule: Beschreibung der institutionellen Umsetzung und der Rolle der Pädagogin.

5. Frieden und Erziehung: Analyse von Montessoris Bestreben, durch Erziehung zu einer friedlicheren Welt beizutragen.

6. Kosmische Erziehung: Einordnung der kosmischen Erziehung als ganzheitlicher Überbau ihrer Pädagogik.

Schlüsselwörter

Maria Montessori, Montessori-Pädagogik, Reformpädagogik, absorbierender Geist, sensible Perioden, vorbereitete Umgebung, Freiarbeit, didaktische Materialien, Polarisation der Aufmerksamkeit, Friedenserziehung, Kosmische Erziehung, kindliche Entwicklung, Selbsttätigkeit, Selbständigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den grundlegenden Gedanken und Prinzipien der Pädagogik von Maria Montessori und deren Umsetzung in pädagogischen Einrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Montessori-Pädagogik?

Zu den zentralen Themen gehören das kindliche Entwicklungspotenzial, die Rolle der vorbereiteten Umgebung, das Material als Lernhilfe sowie die ethischen Ziele wie Friedenserziehung.

Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Erziehung?

Das Ziel ist die Unterstützung der kindlichen Selbstentwicklung zur freien, unabhängigen und sozial verantwortungsbewussten Persönlichkeit.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit erläutert?

Die Arbeit beschreibt den beobachtenden und experimentellen Ansatz Montessoris, der die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die psychologischen Grundlagen, die praktischen Rahmenbedingungen der Erziehung, das Verständnis des Lernprozesses sowie spezifische Konzepte wie Frieden und Kosmische Erziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Freiarbeit, absorbierender Geist, vorbereitete Umgebung und ganzheitliche Entwicklung.

Was bedeutet die "Polarisation der Aufmerksamkeit" in der Montessori-Pädagogik?

Es handelt sich um einen Zustand tiefster Konzentration des Kindes bei der Arbeit, der als Schlüsselphänomen für den erfolgreichen Lernprozess gilt.

Welche Rolle spielt die Lehrerin im Montessori-Konzept?

Die Lehrerin fungiert nicht als klassischer Wissensvermittler, sondern als Beobachterin, Vorbereiterin der Umgebung und diskrete Begleiterin des kindlichen Entwicklungsprozesses.

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Résumé des informations

Titre
Erziehung zum Menschen - Grundgedanken der Pädagogik Maria Montessoris
Université
University of Erfurt  (Erziehungswissenschaften)
Cours
Diplom-Vorprüfung
Note
2,0
Auteur
Bettina Stade (Auteur)
Année de publication
1999
Pages
39
N° de catalogue
V7109
ISBN (ebook)
9783638144650
Langue
allemand
mots-clé
Erziehung Menschen Grundgedanken Pädagogik Maria Montessoris Diplom-Vorprüfung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bettina Stade (Auteur), 1999, Erziehung zum Menschen - Grundgedanken der Pädagogik Maria Montessoris, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7109
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Extrait de  39  pages
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