Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Elternschaft bei geistiger Behinderung

Title: Elternschaft bei geistiger Behinderung

Diploma Thesis , 2006 , 152 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Treutner (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung. In der Fachdiskussion gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung. Dies wird deutlich, da sich im Lauf der letzten Jahre in Bezug auf Einstellungen gegenüber und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit geistiger Behinderung einiges verbessert hat. Dennoch gehen die Meinungen von Angehörigen, Bezugspersonen und Fachpersonal bezüglich dieses Themas deutlich auseinander. Dies liegt vor allem auch daran, dass trotz zunehmender Gedanken von Normalisierung und Selbstbestimmung, Menschen mit geistiger Behinderung das Bedürfnis nach Sexualität und Partnerschaft von vielen Seiten immer noch abgesprochen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geistige Behinderung

2.1 Zum Begriff

2.2 Problematik einer Definition des Begriffs „geistige Behinderung“

2.3 Fachspezifische Sichtweisen und Definitionsansätze

2.3.1 Medizinischer, psychologischer und soziologischer Aspekt geistiger Behinderung

2.3.2 Pädagogischer Aspekt geistiger Behinderung

2.4 Zur rechtlichen Situation von Menschen mit geistiger Behinderung in der Bundesrepublik Deutschland (BRD)

3 Aktuelle Leitideen der Geistigbehindertenpädagogik und Konzepte zur praktischen Umsetzung

3.1 Aktuelle Leitideen

3.1.1 Normalisierung

3.1.2 Selbstbestimmung

3.2 Konzepte zur Umsetzung der Leitideen

3.2.1 Empowerment

3.2.2 Assistenz

4 Sexualität und Partnerschaft bei Menschen mit geistiger Behinderung

4.1 Zum Begriff Sexualität

4.2 Die psychosexuelle Entwicklung

4.3 Sexualität im Leben von Menschen mit geistiger Behinderung

4.3.1 Die psychosexuelle Entwicklung bei Menschen mit geistiger Behinderung

4.3.2 Funktionen und Bedeutung der Sexualität im Leben von Menschen mit geistiger Behinderung

4.3.3 Das Recht auf Sexualität

4.3.4 Vorurteile gegenüber der Sexualität von Menschen mit geistiger Behinderung

4.3.5 Sexualerziehung bei Menschen mit geistiger Behinderung

4.3.5.1 Ausgangssituation

4.3.5.2 Ziele

4.3.6 Sterilisation

4.3.7 Die Bedeutung von Normalisierung und Selbstbestimmung für die Sexualität von Menschen mit geistiger Behinderung

4.4 Partnerschaft und Ehe

4.4.1 Partnerschaft

4.4.2 Ehe

4.4.2.1 Die Bedeutung der Ehe

4.4.2.2 Grundlegende juristische Voraussetzungen der Ehe

4.5 Partnerschaft und Ehe bei Menschen mit geistiger Behinderung

4.5.1 Bedeutung und Aufbau von Partnerschaften

4.5.2 Ehe bei geistiger Behinderung

4.5.2.1 Die Bedeutung der Ehe für Menschen mit geistiger Behinderung

4.5.2.2 Rechtliche Aspekte der Eheschließung bei Menschen mit geistiger Behinderung

5 Elternschaft heute

5.1 Der Kinderwunsch und die Entscheidung zur Elternschaft

5.2 Partnerbeziehung und Elternschaft

5.3 Elternrecht und Kinderrecht

5.4 Elterliche Kompetenzen

5.4.1 Intuitive elterliche Kompetenzen

5.4.2 Allgemeine elterliche Kompetenzen

5.5 Veränderte Rollenerwartungen

6 Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung

6.1 Geschichtlicher Rückblick und aktuelle Situation in Deutschland

6.2 Kinderwunsch bei geistiger Behinderung

6.3 Rechtliche Aspekte des Sorgerechts der Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung

6.4 Elterliche Kompetenzen bei Menschen mit geistiger Behinderung

6.4.1 Intuitive elterliche Kompetenzen bei Menschen mit geistiger Behinderung

6.4.2 Allgemeine elterliche Kompetenzen bei Menschen mit geistiger Behinderung

6.4.3 Die psychosoziale Situation

6.4.4 Reaktionen auf die Schwangerschaft

6.5 Mögliche Probleme bei der Umsetzung der Elternrolle in verschiedenen Lebensphasen

6.5.1 Säuglings- und Kleinkindalter

6.5.2 Kindergartenalter

6.5.3 Schulalter

6.5.4 Pubertät

6.5.5 Übergang ins Erwachsenenalter und Auszug aus dem Elternhaus

6.6 Erweiterung elterlicher Kompetenzen

7 Die Lebenssituation der Kinder

7.1 Mögliche Vererbung

7.2 Kindliche Entwicklung

7.3 Reaktionen auf die Behinderung der Eltern

7.4 Trennung von den Eltern und Fremdplatzierung

8 Unterstützungsangebote für Eltern mit geistiger Behinderung und ihre Kinder

8.1 Mögliche Lebensformen

8.1.1 Leben in der Herkunftsfamilie

8.1.2 Leben in der Wohnstätte bzw. in Eltern-Kind-Einrichtungen

8.1.3 Leben in der eigenen Wohnung

8.2 Aufgaben und Inhalte der Unterstützung

8.2.1 Begleitung der Eltern

8.2.2 Förderung der Kinder

8.3 Gesetzliche Regelung und Finanzierung der Unterstützung

8.4 Anforderungen an die Mitarbeiter

8.5 Konzepte für die Begleitung von Eltern mit geistiger Behinderung

8.5.1 Lerntheoretisch orientierte Konzepte

8.5.2 Alltagsorientierte Konzepte

8.5.3 Empowerment-Konzepte

8.5.4 Vergleich der Konzepte

8.5.5 Konzeptionelle Überlegungen und Projekte in der BRD

8.6 Vernetze Hilfen für Eltern mit geistiger Behinderung

9 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Aufgaben der Geistigbehindertenpädagogik im Kontext der Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche elterlichen Kompetenzen erforderlich sind und wie betroffene Eltern unterstützt werden können, um ein eigenverantwortliches Familienleben unter Berücksichtigung des Kindeswohls zu führen.

  • Normalisierung und Selbstbestimmung als Leitideen der Pädagogik
  • Psychosexuelle Entwicklung und Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung
  • Rechtliche und psychosoziale Aspekte von Elternschaft und Partnerschaft
  • Entwicklung und Unterstützung elterlicher Kompetenzen
  • Lebenssituation der Kinder und Konzepte zur Begleitung der Familien

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Die psychosexuelle Entwicklung bei Menschen mit geistiger Behinderung

Prinzipiell verläuft die psychosexuelle Entwicklung bei Menschen mit geistiger Behinderung nicht anders ab als bei Nichtbehinderten. Sie ist nicht generell verzögert, frühreif oder unvollendet, sondern in der Regel altersgemäß. Aufgrund verschiedener Tatsachen ist sie dennoch problematisch.

Häufig erfahren Menschen mit geistiger Behinderung ihr erstes Handicap in der sexuellen Entwicklung gleich nach der Geburt. Längere Trennungen, z.B. aufgrund der Untersuchungen, verhindern erste liebevolle Kontakte mit der Mutter. Später zeigen sie auf dieses Verhalten kaum positive Reaktionen. Man geht davon aus, dass die Kinder sich bereits nach der Geburt in einer leiblich-emotionalen Mangelsituation befinden und dadurch ihren eigenen Körper hauptsächlich negativ erleben. Die medizinische Versorgung wird als Zufügen von Schmerz registriert. Die Kinder fühlen sich an eine bedrohliche Übermacht ausgeliefert. Hinzu kommt, dass die Reaktionen der Eltern auf ein behindertes Kind häufig negativ und ablehnend sind. Diese Situation erschwert es dem Kind, Urvertrauen zu entwickeln. Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, dass die körperliche und psychische Entwicklung nicht gleich schell verlaufen.

„Diese Diskrepanz zwischen retardiertem Intelligenzalter und altersentsprechender sexueller Reifung scheint das Sexualproblem der Sexualität Geistigbehinderter zu sein, denn gerade daraus entsteht zwangsläufig ein zuweilen enormes Spannungspotential, dass der Geistigbehinderte nicht einmal zu erfassen, geschweige denn zu verarbeiten vermag.“

Dieses Problem tritt auch immer wieder bei Kindern und Jugendlichen ohne Behinderung auf, jedoch haben diese aufgrund ihrer höheren intellektuellen Einsicht die Möglichkeit, diesen Konflikt kompensatorisch zu verarbeiten. Kinder mit geistiger Behinderung können diese Vorgänge nur schwer begreifen oder emotional verarbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung ein und begründet die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Leitideen.

2 Geistige Behinderung: Dieses Kapitel klärt den Begriff der geistigen Behinderung aus verschiedenen Fachsichten und beleuchtet die rechtliche Situation in der Bundesrepublik Deutschland.

3 Aktuelle Leitideen der Geistigbehindertenpädagogik und Konzepte zur praktischen Umsetzung: Es werden die Paradigmen der Normalisierung und Selbstbestimmung sowie Konzepte wie Empowerment und Assistenz vorgestellt, die für die pädagogische Arbeit fundamental sind.

4 Sexualität und Partnerschaft bei Menschen mit geistiger Behinderung: Dieser Schwerpunkt erörtert die Bedeutung von Sexualität und Partnerschaft, die psychosexuelle Entwicklung sowie rechtliche und ethische Fragen für Menschen mit geistiger Behinderung.

5 Elternschaft heute: Hier werden gesellschaftliche Veränderungen im Verständnis von Elternschaft, der Kinderwunsch sowie elterliche Kompetenzen und Rollenerwartungen thematisiert.

6 Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung: Das Kapitel behandelt die geschichtliche Entwicklung, den Kinderwunsch bei geistiger Behinderung sowie die rechtliche Lage und die Herausforderungen bei der Umsetzung der Elternrolle.

7 Die Lebenssituation der Kinder: Im Fokus steht hier die kindliche Entwicklung, die Frage der Vererbung sowie die Auswirkungen der elterlichen Behinderung auf das Kind und mögliche Fremdplatzierungen.

8 Unterstützungsangebote für Eltern mit geistiger Behinderung und ihre Kinder: Es werden verschiedene Wohnformen, konkrete Unterstützungskonzepte sowie die gesetzliche Finanzierung und die Anforderungen an Fachkräfte detailliert dargestellt.

9 Resümee und Ausblick: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und formuliert Perspektiven für eine verbesserte Begleitung und gesellschaftliche Teilhabe von Eltern mit geistiger Behinderung.

Schlüsselwörter

Elternschaft, Geistige Behinderung, Sexualität, Selbstbestimmung, Normalisierung, Elternrolle, Erziehungskompetenz, Empowerment, Unterstützungssysteme, Kindeswohl, Partnerschaft, Behinderungen, Inklusion, Assistenz, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung und analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich für betroffene Eltern und die Pädagogik ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die fachspezifische Einordnung geistiger Behinderung, die Bedeutung von Sexualität und Partnerschaft, die elterliche Kompetenz, die Lebenssituation der Kinder sowie verschiedene unterstützende pädagogische Konzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, zu untersuchen, welche Fähigkeiten eine Elternschaft erfordert, ob Menschen mit geistiger Behinderung diesen Anforderungen gerecht werden können und welche Unterstützungsangebote notwendig sind, um ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Familienleben zu wahren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und der Analyse bestehender Forschungsprojekte und Konzepte zur Begleitung von Eltern mit geistiger Behinderung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Normalisierung, Selbstbestimmung), die spezifischen Bereiche Sexualität und Partnerschaft, die Analyse elterlicher Kompetenzen sowie die Darstellung konkreter Unterstützungsangebote und Lebensformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Elternschaft, Geistige Behinderung, Empowerment, Normalisierung und elterliche Kompetenz charakterisiert.

Welche Rolle spielt die „Normalisierung“ für die Elternschaft bei Menschen mit geistiger Behinderung?

Die Normalisierung dient als Leitidee, die fordert, Menschen mit geistiger Behinderung Lebensbedingungen zu ermöglichen, die denen nichtbehinderter Menschen so weit wie möglich gleichen, was auch das Recht auf Elternschaft einschließt.

Welche Bedeutung kommt der Sterilisation im Kontext dieser Arbeit zu?

Die Sterilisation wird kritisch als Verhütungsmethode diskutiert, wobei die Arbeit betont, dass diese oft nicht den Wünschen der Betroffenen entspricht, sondern durch externe Ängste und Vorurteile motiviert ist und nur unter strengen gesetzlichen Voraussetzungen zulässig ist.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Unterstützungskonzepten?

Es wird zwischen lerntheoretisch orientierten Konzepten (Verhaltensmodifikation), alltagsorientierten Konzepten (Mc Gaws Modell) und Empowerment-Konzepten unterschieden, die jeweils unterschiedliche Ansätze zur Stärkung der Eltern verfolgen.

Excerpt out of 152 pages  - scroll top

Details

Title
Elternschaft bei geistiger Behinderung
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1,0
Author
Stefanie Treutner (Author)
Publication Year
2006
Pages
152
Catalog Number
V71114
ISBN (eBook)
9783638617628
Language
German
Tags
Elternschaft Behinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Treutner (Author), 2006, Elternschaft bei geistiger Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71114
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  152  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint