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Entwurf und Auswertung einer Unterrichtsstunde: Die unterschiedliche Darstellung der Person Jesu bei den Synoptikern

Titel: Entwurf und Auswertung einer Unterrichtsstunde: Die unterschiedliche Darstellung der Person Jesu bei den Synoptikern

Seminararbeit , 2005 , 21 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Ricarda Paas (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit umfasst Entwurf und Auswertung einer Unterrichtsstunde im Fach Evangelische Religionslehre für S.u.S. der 12. Jahrgangsstufe. Nachdem der Kurs in den voran gegangenen Stunden bereits wichtige Kennzeichen der Person Jesu kennen lernte, bestand der Hauptlerninhalt dieser Stunde darin, die Unterschiedlichkeit seiner Darstellung bei Markus, Matthäus und Lukas anhand exemplarischer Textstellen genauer zu beleuchten und herauszuarbeiten. Folgende Fragen standen dabei im Mittelpunkt: Aus welcher Motivation entstanden die Evangelien? Was wissen wir über Entstehungszeit,-ort, Autor und Adressatenschaft? Wird die Person Jesu aufgrund dessen unterschiedlich dargestellt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 UNTERRICHTSGEGENSTAND

2 BEZUG AUF DIE RAHMENRICHTLINIEN

3 ANALYSE DER LERNVORAUSSETZUNGEN

3.1 Beobachtungen der Lerngruppe

3.2 Die religiöse Entwicklung im Jugendalter nach dem Stufenmodell von Fowler

3.3 Gegenstandsbezogene Aspekte der religiösen bzw. moralischen Sozialisation

4 SACHANALYSE: FACHWISSENSCHAFTLICHE ERSCHLIEßUNG DES GEGENSTANDES

4.1 Das Markusevangelium

4.1.1 Verfasser

4.1.2 Ort und Zeit der Abfassung

4.1.3 Empfänger

4.1.4 Der Anfang des Evangeliums (Mk 1,1-3)

4.1.5 Von Reinheit und Unreinheit (Mk 7,1-23)

4.2 Das Matthäusevangelium

4.2.1 Verfasser

4.2.2 Ort und Zeit der Abfassung

4.2.3 Empfänger

4.2.4 Der Anfang des Evangeliums (Mt 1,1-17)

4.2.5 Das Abreißen der Ähren am Sabbat (Mt 12,1-8)

4.3 Das Lukasevangelium

4.3.1 Verfasser

4.3.2 Ort und Zeit der Abfassung

4.3.3 Empfänger

4.3.4 Der Anfang des Evangeliums (Lk 1,1-4)

4.3.5 Das Gleichnis vom Festmahl (Lk. 14, 15-24)

5 DIDAKTISCHE ANALYSE UND STRUKTURIERUNG

5.1 Gegenwärtige und zukünftige Bedeutung für die Lernenden

5.2 Lerninhalte

5.3 Anordnung der Lerninhalte

6 LERNZIELE DER STUNDE

6.1 Hauptlernziel

6.2 Teillernziele

7 METHODISCHE ANALYSE UND STRUKTURIERUNG

8 REFLEXION DER UNTERRICHTSSTUNDE

8.1 Interaktion mit den Schülern und Atmosphäre im Unterricht

8.2 Verhältnis von Planung und Durchführung

9 ANHANG: Arbeitsaufgaben zu den Textstellen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, anhand ausgewählter synoptischer Evangelientexte aufzuzeigen, dass die Darstellung der Person Jesu nicht als historisch neutrales Protokoll, sondern als theologisch motivierte Glaubensaussage zu verstehen ist. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie Entstehungsbedingungen wie Autor, Zeit, Ort und Adressatenschaft die jeweilige spezifische Charakterisierung Jesu beeinflussen.

  • Synoptischer Vergleich der Evangelien (Markus, Matthäus, Lukas)
  • Analyse der Entstehungsbedingungen biblischer Texte
  • Entwicklung eines didaktischen Konzepts für die gymnasiale Oberstufe
  • Reflexion über die religiöse Entwicklung Jugendlicher nach Fowler
  • Methodische Umsetzung historisch-kritischer Textarbeit im Unterricht

Auszug aus dem Buch

4.1.5 Von Reinheit und Unreinheit (Mk 7,1-23)

Die Perikope bei Markus lässt sich folgendermaßen gliedern: Die Verse 1-13 schildern die Auseinandersetzung Jesu mit seinen Widersachern, den Pharisäern und Schriftgelehrten. Daran schließt sich Jesu Gleichniswort zur Belehrung des Volkes an (15) und im letzten Abschnitt (17-23) erfolgt die Erläuterung des Gleichnisses im Jüngerkreis. Die Erzählung beginnt mit dem Auftreten der Pharisäer und Schriftgelehrten, die Kritik am Verhalten der Jünger üben und ihre Frömmigkeit in Frage stellen, da sie offensichtlich die jüdischen Reinheitsvorschriften missachten. Jesus reagiert darauf, indem er ihnen vorwirft, Satzungen von Menschen über Gottes Gebot zu stellen und beruft sich dabei auf Jesaja (6-8) und Mose (10). Für Jesus besteht das zentrale Gebot Gottes in der Nächstenliebe, sie ist somit entscheidendes Kriterium echter Gottesliebe und darf nicht durch das sklavische Befolgen einzelner Vorschriften außer Kraft gesetzt werden, dies aber macht er seinen Gegnern zum Vorwurf (13). Jesu Wort an die Menge (15) bildet das Zentrum der Perikope, es impliziert die Aufhebung jüdischer Reinheitsvorschriften und verkündet ein neues Gottesverständnis, das die innere Reinheit des Menschen in den Mittelpunkt rückt. Der anschließende Jüngertadel (18) und die folgenden Ausführungen Jesu weisen auf die Gefahr einer veräußerlichten Frömmigkeit hin, die als Alibi benutzt werden kann, um eine tatsächliche Umkehr zu umgehen. Jesus stellt ganz klar heraus: Die Quelle der wahren Unreinheit „liegt im Menschen, in seinem Herzen, mit dem umzukehren man zunächst bereit sein muss.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 UNTERRICHTSGEGENSTAND: Das Kapitel verortet das Thema in den Religionsunterricht der Oberstufe und beschreibt den bisherigen Wissensstand der Schüler sowie die daraus resultierende Fragestellung.

2 BEZUG AUF DIE RAHMENRICHTLINIEN: Hier wird die curriculare Einordnung des Entwurfs in das Themenfeld des christlichen Glaubens und der theologischen Methodik dargelegt.

3 ANALYSE DER LERNVORAUSSETZUNGEN: Dieses Kapitel untersucht die Zusammensetzung der Lerngruppe und verknüpft diese mit dem Entwicklungsmodell nach James D. Fowler.

4 SACHANALYSE: FACHWISSENSCHAFTLICHE ERSCHLIEßUNG DES GEGENSTANDES: Der Kernteil analysiert detailliert die drei synoptischen Evangelien hinsichtlich Verfasser, Entstehung und theologischer Intention anhand ausgewählter Textbeispiele.

5 DIDAKTISCHE ANALYSE UND STRUKTURIERUNG: Hier werden die Bedeutung der Thematik für die Lernenden und die strukturelle Anordnung der Inhalte begründet.

6 LERNZIELE DER STUNDE: Dieses Kapitel definiert die angestrebten Kompetenzen, insbesondere das Erkennen der Evangelien als nicht-historische Glaubenszeugnisse.

7 METHODISCHE ANALYSE UND STRUKTURIERUNG: Dieser Abschnitt beschreibt den geplanten Unterrichtsverlauf von der Anknüpfung bis zur Ergebnissicherung.

8 REFLEXION DER UNTERRICHTSSTUNDE: Eine kritische Auswertung des Unterrichtsgeschehens, des Lehrerverhaltens und der Diskrepanz zwischen Planung und tatsächlicher Durchführung.

9 ANHANG: Arbeitsaufgaben zu den Textstellen: Der Anhang bietet die konkreten Fragestellungen für die Schülerarbeit zu den analysierten Evangelientexten.

Schlüsselwörter

Synoptiker, Markus-Evangelium, Matthäus-Evangelium, Lukas-Evangelium, Person Jesu, Glaubensstufen, James D. Fowler, Religionsunterricht, Fachwissenschaftliche Sachanalyse, Didaktik, Reinheitsvorschriften, Historizität, Evangelientexte, Exegese, Schulpraktische Studien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Planung und kritischen Reflexion einer Unterrichtsstunde zum Thema "Die unterschiedliche Darstellung der Person Jesu bei den Synoptikern" für einen Grundkurs Evangelische Religion in der gymnasialen Oberstufe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die fachwissenschaftliche Analyse der Markusevangeliums, Matthäusevangeliums und Lukasevangeliums sowie die didaktische Übertragung dieser Inhalte auf die religiöse Entwicklung von Jugendlichen.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?

Das Hauptziel ist, dass die Schüler erkennen, dass die Evangelien keine historischen Augenzeugenberichte sind, sondern intentionale Glaubenszeugnisse, die die Person Jesu je nach historischem Kontext unterschiedlich darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Exegese zur Analyse der Evangelientexte und verbindet diese mit pädagogischen Konzepten der Unterrichtsplanung und der Entwicklungspsychologie nach Fowler.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil liefert eine fundierte Sachanalyse zu Verfasserschaft, Zeit, Ort und Adressaten der synoptischen Evangelien sowie eine detaillierte Auslegung spezifischer Perikopen zu Themen wie Reinheit und dem Sabbatgebot.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Synoptiker, Person Jesu, Religionsunterricht, Fachwissenschaftliche Sachanalyse, Didaktik, Exegese und Glaubenszeugnis.

Wie bewertet die Autorin das Verhältnis von Planung und Durchführung?

Die Autorin stellt kritisch fest, dass die geplante Stunde zu viel Stoff enthielt, weshalb der "Rote Faden" aufgrund der arbeitsteiligen Gruppenarbeit verloren ging und die Durchführung letztlich zwei statt einer Stunde in Anspruch nahm.

Warum ist das Stufenmodell von Fowler für diesen Entwurf relevant?

Das Modell ist relevant, um die religiöse Entwicklung der 17-18-jährigen Schüler (Übergang von der synthetisch-konventionellen zur individuierend-reflektierenden Stufe) zu verstehen und den Unterricht so zu gestalten, dass er die Schüler zur kritischen Auseinandersetzung anregt.

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Details

Titel
Entwurf und Auswertung einer Unterrichtsstunde: Die unterschiedliche Darstellung der Person Jesu bei den Synoptikern
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Evangelisch-Theologische Fakultät)
Veranstaltung
Dr. M. K.: Schulpraktische Studien Sek II/I
Note
2,3
Autor
Ricarda Paas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V71157
ISBN (eBook)
9783638624480
ISBN (Buch)
9783638794008
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwurf Auswertung Unterrichtsstunde Darstellung Person Jesu Synoptikern Schulpraktische Studien II/I
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ricarda Paas (Autor:in), 2005, Entwurf und Auswertung einer Unterrichtsstunde: Die unterschiedliche Darstellung der Person Jesu bei den Synoptikern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71157
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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