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Kritische Würdigung des Full-Goodwill-Accounting nach ED-IFRS 3

Title: Kritische Würdigung des Full-Goodwill-Accounting nach ED-IFRS 3

Seminar Paper , 2006 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marco Kreutzer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Beurteilung der Full-Goodwill-Methode erfolgt anhand von qualitativen Anforderungen, die an einen IFRS-Abschluss gestellt werden. Danach müssen vermittelte Informationen einerseits Relevanz für die Entscheidungsfindung von Investoren besitzen, im Folgenden wird von der Vermittlung eines Informationsnutzens gesprochen. Andererseits dürfen Informationen keine wesentlichen Fehler enthalten, um nicht nur relevant, sondern auch verlässlich zu sein. In der Regel besteht ein Zielkonflikt zwischen Relevanz und Verlässlichkeit. Johnson (2005) befürwortet im Zweifel die stärkere Fokussierung auf die Vermittlung des Informationsnutzens.
Insbesondere wird daher untersucht, inwiefern durch die Einführung der Full-Goodwill-Methode eine Annäherung des Konzerneigenkapitals an den Wert des Konzerns gelingt und ob der Ausweis eines nicht auf die Mehrheitsgesellschafter entfallenden Goodwills relevante Informationen für die Adressaten des Konzernabschlusses bereitstellt. Die Diskussion über den Charakter des ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerts gewinnt zentrale Bedeutung auf Grund der zunehmenden Gleichbehandlung des Goodwills mit gewöhnlichen Vermögenswerten sowie den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Verlässlichkeit der berichteten Informationen. Zielkonflikte zwischen den beiden qualitativen Anforderungen eröffnen sich bei der Diskussion über die Anschaffungskostenrestriktion für den auf die Mehrheiten entfallenden Geschäfts- oder Firmenwert. Spezielle Problembereiche sowie die Auswirkungen der geplanten Goodwill-Bilanzierung auf die investororientierte Bilanzanalyse werden hier nicht thematisiert, da sich die vorliegende Arbeit ausschließlich mit grundlegenden Problemen der vorgeschlagenen Bilanzierungstechnik befasst. Weiterhin wird nicht detailliert auf den Anwendungsbereich des zu Grunde liegenden Exposure Drafts und auf entstehende Inkonsistenzen mit anderen Standards eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Einordnung der Full-Goodwill-Methode in das Regelwerk der Konzernrechnungslegung

2.1 Systematische Hinführung zur Full-Goodwill-Methode

2.2 Kompatibilität mit den zu Grunde liegenden Bilanztheorien

2.3 Auswirkungen auf das Fair Value Konzept

3. Kritische Beleuchtung der Vorgehensweise

3.1 Grundsätzliche Methoden zur Ermittlung des Full-Goodwills

3.2 Erläuterung einzelner Schritte der Full-Goodwill-Bilanzierung

3.2.1 Ermittlung des Unternehmenswertes des Tochterunternehmens

3.2.2 Bilanzierung und Bewertung des übernommenen Nettovermögens

3.2.3 Aufteilung des Full-Goodwills auf die Gesellschafterstämme

3.3 Konsequenzen für die Folgekonsolidierung des Full-Goodwills

4. Beurteilung im Hinblick auf Anforderungen eines IFRS-Abschlusses

4.1 Kritische Würdigung des vermittelten Informationsnutzens (relevance)

4.2 Kritische Würdigung der erreichbaren Verlässlichkeit (reliability)

5. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung der Full-Goodwill-Methode im Rahmen des Projekts "Business Combinations Phase II" von IASB und FASB. Ziel ist es, kritisch zu würdigen, inwiefern diese Methode eine Annäherung des Konzerneigenkapitals an den Unternehmenswert ermöglicht und ob sie den Adressaten des Konzernabschlusses einen relevanten und verlässlichen Informationsnutzen bietet.

  • Methodische Einordnung der Full-Goodwill-Bilanzierung in das IFRS-Regelwerk
  • Analyse der Ermittlungsverfahren für den Full-Goodwill (direkte vs. indirekte Methode)
  • Diskussion des Zielkonflikts zwischen Relevanz und Verlässlichkeit der Informationen
  • Bewertung der Auswirkungen auf die Konzernrechnungslegung und Bilanzanalyse

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundsätzliche Methoden zur Ermittlung des Full-Goodwills

Für die Ermittlung des Full-Goodwills stehen grundsätzlich zwei Methoden zur Verfügung. So ist es z.B. denkbar, dass ein auf die Mehrheitsgesellschafter entfallender derivativer Geschäfts- oder Firmenwert proportional auf alle Gesellschafter hochgerechnet wird. Jedoch muss bei dieser Methode, die als indirekte Methode bezeichnet wird, die Subtraktion einer vorhandenen Kontrollprämie beachtet werden. Eine solche Prämie lässt sich dadurch begründen, dass sich viele Zielsetzungen eines Mutterunternehmens bereits mit einer einfachen Mehrheitsbeteiligung erreichen lassen. Da ein Geldbetrag ausschließlich für den Erwerb der Kontrolle gezahlt wurde, darf keine Hochschleusung der gesamten Anschaffungskosten des Goodwills erfolgen, um eine Überbewertung zu verhindern. Dieser erste Berechnungsweg setzt also die zuverlässige Ermittlung der Kontrollprämie voraus, was jedoch bereits die Kenntnis des Unternehmenswertes des Tochterunternehmens bedingt.

Alternativ kommt die Anwendung der direkten Methode in Frage. Sie bedingt zunächst die Berechnung des Gesamtunternehmenswertes der erworbenen Tochter. Von diesem Gesamtunternehmenswert ist der Wert des gesamten neu bewerteten identifizierbaren Eigenkapitals abzuziehen.

Die lineare Hochrechnung stellt sicherlich die pragmatischere Methode dar, ist allerdings nur anwendbar, wenn eine fehlende oder falsche Berücksichtigung der Kontrollprämie als unwesentlich erachtet wird. Umso höher die Beteiligungsquote ist, desto geringer fallen Fehlbewertungen aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einleitung in das Projekt "Business Combinations Phase II" und die geplante Einführung der Full-Goodwill-Methode.

2. Einordnung der Full-Goodwill-Methode in das Regelwerk der Konzernrechnungslegung: Systematische Herleitung der Methode und ihre Kompatibilität mit den Bilanztheorien.

3. Kritische Beleuchtung der Vorgehensweise: Darstellung der Ermittlungsmethoden und der bilanziellen Schritte sowie der Folgekonsolidierung.

4. Beurteilung im Hinblick auf Anforderungen eines IFRS-Abschlusses: Kritische Analyse des Informationsnutzens und der Verlässlichkeit unter IFRS-Anforderungen.

5. Thesenförmige Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse und Fazit der Untersuchung in prägnanten Thesen.

Schlüsselwörter

Full-Goodwill-Methode, ED IFRS 3, Konzernrechnungslegung, Fair Value, Erwerbsmethode, Einheitstheorie, Interessentheorie, Informationsnutzen, Verlässlichkeit, Unternehmenszusammenschluss, Kapitalkonsolidierung, Minderheitsanteile, Synergieeffekte, Pagatorik, Impairment Test.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geplanten Einführung der Full-Goodwill-Methode im Kontext der internationalen Rechnungslegung nach IFRS.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit analysiert die methodische Einordnung, die verschiedenen Ermittlungsansätze für den Goodwill sowie die Eignung der Methode hinsichtlich der qualitativen Anforderungen an einen IFRS-Abschluss.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist eine kritische Würdigung der Full-Goodwill-Methode, insbesondere hinsichtlich des Informationsgehalts für Bilanzadressaten und der Verlässlichkeit der resultierenden Bilanzdaten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer Auswertung bestehender Fachliteratur und des Exposure Drafts IFRS 3 basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Erläuterung der Bilanzierungsschritte und eine kritische Auseinandersetzung mit den qualitativen Merkmalen Relevanz und Verlässlichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Full-Goodwill, Fair-Value-Bilanzierung, Einheitstheorie, Kapitalkonsolidierung und Unternehmenszusammenschlüsse.

Warum ist die Unterscheidung zwischen direkter und indirekter Methode bei der Goodwill-Ermittlung bedeutsam?

Die Wahl der Methode beeinflusst die Präzision der Bewertung; während die indirekte Methode durch die notwendige Korrektur um die Kontrollprämie komplexer ist, setzt die direkte Methode eine zuverlässige Bewertung des gesamten Unternehmens voraus.

Welches Fazit zieht der Autor zur "Marktwert-Buchwert-Lücke"?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass auch durch die Einführung der Full-Goodwill-Methode keine wesentliche Schließung der Marktwert-Buchwert-Lücke erreicht wird, da das Bilanzierungsverbot für den originären Goodwill des Mutterunternehmens bestehen bleibt.

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Details

Title
Kritische Würdigung des Full-Goodwill-Accounting nach ED-IFRS 3
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre)
Course
Seminar zur Konzernrechnungslegung
Grade
1,0
Author
Marco Kreutzer (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V71241
ISBN (eBook)
9783638631341
Language
German
Tags
Kritische Würdigung Full-Goodwill-Accounting ED-IFRS Seminar Konzernrechnungslegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Kreutzer (Author), 2006, Kritische Würdigung des Full-Goodwill-Accounting nach ED-IFRS 3, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71241
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