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Zur kritischen Auseinandersetzung der Gotteserkenntnis bei Kant

Titre: Zur kritischen Auseinandersetzung der Gotteserkenntnis bei Kant

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Tobias Breidenmoser (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XIXe siècle
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Keine andere Epoche in der Geschichte ist so von Kritik geprägt gewesen wie die der Aufklärung. Der wohl prominenteste Vertreter dieser Zeit ist Immanuel Kant. In seinem Hauptwerk „Kritik der reinen Vernunft“ analysiert er ausführlich die Grenzen und Fähigkeiten des menschlichen Verstandes in Bezug auf das Erkenntnisvermögen der Dinge. Nachdem die Existenz Gottes Jahrhunderte lang durch die Kirche dogmatisiert wurde, war erst zur Zeit der Aufklärung eine ausführliche Religionskritik möglich. Die Widerlegung aller klassischen Gottesbeweise gab dabei den Weg frei für eine Ablehnung der Existenz Gottes. Dies lag jedoch nicht im Interesse von Kant. Ihm ging es lediglich darum, nur sichere und durch Vernunft legitimierte Erkenntnis zuzulassen. Hierbei entwickelte er eine völlig neue Konzeption der Gotteserkenntnis: Gott ist nicht mehr in der theoretischen, sondern in der moralischen Erkenntnis zu finden. Nach einer Darlegung von Kants Erkenntnistheorie und der kritischen Auseinandersetzung dieser mit späteren Autoren bis ins zwanzigste Jahrhundert soll in dieser Arbeit die daraus resultierende Gotteserkenntnis Kants analysiert werden. Hierbei soll die Widerlegung der klassischen Gottesbeweise nur eine kurze Rolle spielen, bevor eine ausführlichere Analyse der moralischen Gotteserkenntnis erfolgt. Anschließend soll dies auf seine Gültigkeit und Beweiskräftigkeit geprüft werden. Hierbei werden neben einem Exkurs zur Theodizeeproblematik auch Konzepte für die Legitimation der Ethik eine Rolle spielen. Ziel dieser Arbeit soll es sein, den generellen Gottesglauben nach der Aufklärung bis in die Gegenwart auf Legitimität zu überprüfen und seine Möglichkeiten und Perspektiven in heutiger Zeit darzulegen. Es soll hinterfragt werden, ob ein Glaube an Gott heutzutage durch die Vernunft gerechtfertigt werden kann, ob dieser Glaube überhaupt möglich ist oder gar notwendig sein muss.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Metaphysische Erkenntnis bei Kant

2.1 Metaphysische Erkenntnis durch reine Vernunft

2.2 Gotteserkenntnis durch reine Vernunft

2.3 Kritik zur metaphysischen Erkenntnis Kants

3. Moralische Gotteserkenntnis bei Kant

4. Das Theodizeeproblem und die Möglichkeit Gottes

5. Kant in der Kritik - Kann man ohne Gott glücklich werden?

5.1 Kann man ohne moralisches Handeln glücklich werden?

5.2 Warum sollte man ohne Gott moralisch Handeln?

5.3 Gibt es einen Sinn des Lebens?

6. Gotteserkenntnis nach Kant und in der Gegenwart

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Legitimität des Gottesglaubens nach der Aufklärung, basierend auf einer kritischen Analyse von Immanuel Kants Erkenntnistheorie und seiner moralischen Konzeption der Gotteserkenntnis. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob ein Glaube an Gott heutzutage durch die Vernunft gerechtfertigt werden kann und inwiefern dieser Glaube für das menschliche Glück notwendig ist.

  • Kants kopernikanische Wende und die Grenzen der metaphysischen Erkenntnis.
  • Die moralische Notwendigkeit Gottes als Postulat der reinen Vernunft.
  • Die Herausforderung des Theodizeeproblems für die Gotteserkenntnis.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der notwendigen Verknüpfung von Moral und Glück.
  • Perspektiven auf den Sinn des Lebens im Kontext von Gott und Religion.

Auszug aus dem Buch

2. Metaphysische Erkenntnis bei Kant

Spätestens seit Descartes versuchten viele Philosophen der Neuzeit eine Erkenntnistheorie zu entwickeln, die sicheres Wissen schafft oder zumindest beschreibt wie Erkenntnis überhaupt möglich ist. Dieser Aufgabe stellt sich auch Kant in seinem Werk ‚Kritik der reinen Vernunft’. Sie war für ihn „nicht eine Kritik der Bücher und Systeme, sondern die des Vernunftvermögens überhaupt, in Ansehung aller Erkenntnisse, zu denen sie, unabhängig von aller Erfahrung, streben mag, mithin die Entscheidung der Möglichkeit oder Unmöglichkeit einer Metaphysik überhaupt“ (KrV AXII). Kant war somit der erste Denker, der nicht nur die Naturwissenschaft, sondern auch metaphysische Erkenntnis auf sichere Basis stellen wollte. Diese Überlegungen sollen nun zusammenfassend dargelegt werden.

Kant beginnt zunächst mit einer Analyse der Erkenntnisarten und unterscheidet dabei zwei verschiedene Arten der Erkenntnis: Die Erkenntnis durch Erfahrung, die er Erkenntnis a posteriori nennt, und Erkenntnis unabhängig von Erfahrung, welche er als a priori bezeichnet. Mit Erkenntnis aus reiner Vernunft ist Erkenntnis a priori gemeint, in der empirische Erkenntnis völlig ausgeschlossen wird. Außerdem unterscheidet Kant analytische und synthetische Urteile. Analytische Urteile gehen dabei nicht über den Begriff den sie betrachten hinaus, synthetische Urteile fügen Begriffen weitere Eigenschaften zu.

Nachdem Kant das Erkenntnisvermögen der Vernunft geordnet hat, möchte er ausgehend von dieser Systematik die Metaphysik endlich auf sicheren Boden bringen. „Wie ist Metaphysik als Wissenschaft möglich“ (KrV B22) lautet seine Leitfrage. „Es muss möglich sein, es mit ihr zur Gewißheit zu bringen, entweder im Wissen oder Nicht-Wissen der Gegenstände, d.i. entweder der Entscheidung der Gegenstände ihrer Fragen, oder über das Vermögen oder Unvermögen der Vernunft in Ansehung ihrer etwas zu urteilen“ (ebd). Frühere Methoden der metaphysischen Erkenntnis sieht Kant als gescheitert, „[m]an kann also und muss alle bisher gemachten Versuche, eine Metaphysik dogmatisch zu Stande zu bringen, als ungeschehen ansehen“ (KrV B23).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der erkenntnistheoretischen Ausgangslage Kants und der Zielsetzung, den Gottesglauben nach der Aufklärung auf Legitimität zu prüfen.

2. Metaphysische Erkenntnis bei Kant: Analyse von Kants Erkenntnistheorie, seiner Ablehnung klassischer Gottesbeweise und der methodischen Abgrenzung durch die kopernikanische Wende.

3. Moralische Gotteserkenntnis bei Kant: Untersuchung, warum Kant Gott als notwendiges Postulat der praktischen Vernunft zur Sicherung des moralischen Handelns und des Glücks einführt.

4. Das Theodizeeproblem und die Möglichkeit Gottes: Diskussion der logischen Herausforderungen, die mit den allmächtigen und allgütigen Attributen Gottes angesichts des Leids in der Welt verbunden sind.

5. Kant in der Kritik - Kann man ohne Gott glücklich werden?: Kritische Gegenüberstellung von Kants Thesen mit philosophischen Positionen von Denkern wie Nietzsche, Singer und Nagel.

6. Gotteserkenntnis nach Kant und in der Gegenwart: Abschließende Betrachtung zur Relevanz von Kants Ansatz und der individuellen Bedeutung des Glaubens als Ausdruck kritischer Selbstreflexion.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, Gotteserkenntnis, Metaphysik, Moral, Glückseligkeit, Postulat, Theodizeeproblem, Aufklärung, Religionsphilosophie, Erkenntnistheorie, Vernunft, Sinn des Lebens, praktische Vernunft, Agnostizismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung der Gotteserkenntnis bei Immanuel Kant im Kontext der Aufklärung und hinterfragt die Legitimität des Gottesglaubens bis in die Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Kants Erkenntnistheorie, die Moraltheologie, das Theodizeeproblem, die Frage nach dem Sinn des Lebens und die moderne Kritik an metaphysischen Postulaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Gottesglauben nach der Aufklärung auf seine Legitimität zu überprüfen und die Möglichkeiten und Perspektiven für diesen Glauben in der heutigen Zeit darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin bzw. der Autor nutzt die philosophische Textanalyse und vergleichende Untersuchung der Argumentationen von Kant sowie weiteren Philosophen wie Nietzsche, Singer, Nagel und Horkheimer.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Kants Metaphysikkritik, seine Begründung Gottes als moralisches Postulat, setzt sich kritisch mit Theodizee-Entwürfen auseinander und prüft Kants Annahme einer notwendigen Verknüpfung von Moral und Glück.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kant, Gotteserkenntnis, Moral, Glückseligkeit, Metaphysik und das Theodizeeproblem.

Warum ist Gott laut Kant für die Moral notwendig?

Kant postuliert Gott als notwendige Bedingung, da nur in einer von Gott garantierten Gerechtigkeit die Hoffnung gerechtfertigt ist, dass moralisches Verhalten letztlich mit Glückseligkeit belohnt wird.

Wie wird das Theodizeeproblem in der Arbeit eingeordnet?

Das Theodizeeproblem wird als große Herausforderung für den Theismus dargestellt, wobei verschiedene historische und moderne Versuche zur logischen Vereinbarkeit von Gott und dem Leid diskutiert werden.

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Résumé des informations

Titre
Zur kritischen Auseinandersetzung der Gotteserkenntnis bei Kant
Université
University of Rostock  (Institut für Philosophie)
Note
1,3
Auteur
Tobias Breidenmoser (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
22
N° de catalogue
V71349
ISBN (ebook)
9783638623254
ISBN (Livre)
9783638675161
Langue
allemand
mots-clé
Auseinandersetzung Gotteserkenntnis Kant
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Breidenmoser (Auteur), 2005, Zur kritischen Auseinandersetzung der Gotteserkenntnis bei Kant, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71349
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Extrait de  22  pages
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