Entwicklung eines Analyseinstrumentariums für das Planspiel ComPAQ


Diplomarbeit, 2006
182 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Gliederung

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Formelverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unternehmensanalyse mit Kennzahlen
2.1. Bedeutung von Kennzahlen
2.2. Arten von Kennzahlen
2.3. Aufgaben und Funktionen von Kennzahlen
2.4. Bilanzkennzahlen
2.4.1. Vertikale Bilanzkennzahlen
2.4.2. Horizontale Bilanzkennzahlen
2.5. Kennzahlen unter Verwendung der Gewinn- und Verlustrechnung ..
2.6. Renditekennzahlen

3. Unternehmensanalyse mit Kennzahlensystemen
3.1. Grundlagen von Kennzahlensystemen
3.2. Das DuPont-Kennzahlensystem
3.3. Das ZVEI-Kennzahlensystem
3.4. Das RL-Kennzahlensystem

4. Entwicklung und Analyse mit Excel
4.1. Das Unternehmensplanspiel ComPAQ
4.1.1. Inhalte des Planspiels ComPAQ
4.1.2. Verwendete Kennzahlen
4.2. Import der relevanten Daten aus der Datenbank
4.2.1. Ergebnisse der Bilanzen
4.2.2. Ergebnisse der Gewinn- und Verlustrechnung
4.3. Kalkulation ausgewählter Kennzahlen
4.4. Gestaltung einer benutzerfreundlichen Datenauswahloberfläche mit Visual Basic
4.5. Anzeigen der ausgewählten Daten und grafische Darstellungsmöglichkeiten
4.5.1. Ausgabe der geforderten Daten
4.5.2. Grafische Darstellung der geforderten Daten

5. Schlussbetrachtung

Anhang

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kennzahlenarten nach Statistischen Gesichtspunkten

Abbildung 2: Kennzahlenaufgaben

Abbildung 3: Architektur und Verwendungsart von Kennzahlensystemen

Abbildung 4: Monetäre und Strategische Kennzahlensysteme

Abbildung 5: DuPont-Kennzahlensystem (ROI)

Abbildung 6: ZVEI-Kennzahlensystem, Wachstumsanalyse

Abbildung 7: ZVEI-Kennzahlensystem, Strukturanalyse

Abbildung 8: Allgemeiner Teil des RL-Kennzahlensystems, (a) Rentabilitätsteil

Abbildung 9: Allgemeiner Teil und Sonderteil des RL-Kennzahlensystems (b) Liquiditätsteil

Abbildung 10: Sonderteil des RL-Kennzahlensystems (a) Rentabilitätsteil .

Abbildung 11: Verwendung von Microsoft Query

Abbildung 12: Datenquelle auswählen

Abbildung 13: Query-Assistent - Spalten auswählen

Abbildung 14: Query-Assistent - Daten filtern

Abbildung 15: Query-Assistent - Sortierreihenfolge

Abbildung 16: Query-Assistent - Fertig stellen

Abbildung 17: Daten importieren

Abbildung 18: Abfrage bearbeiten mit Microsoft Query

Abbildung 19: Spaltenbezeichnungen in „Rohdaten_Bilanz“

Abbildung 20: Spaltenbezeichnungen in „Rohdaten_GuV“

Abbildung 21: Visual Basic - Entwicklungsumgebung

Abbildung 22: Eigenschaften „Spiel_und_Unternehmen“

Abbildung 23: Werkzeugsammlung für Einfügen von Steuerelementen

Abbildung 24: 1.Schritt: Unprogrammiertes „Bilanzposten“-fenster

Abbildung 25: 2. Schritt: Unprogrammiertes „Spiel_und_Unternehmen“- Fenster

Abbildung 26: Ergebnis der Prozedur „Datenanzeigen“ in „Bilanzposten“

Abbildung 27: Ergebnis der Prozedur „Datenanzeigen“ in „Spiel_und_Unternehmen“

Abbildung 28: Ergebnis der Prozedur „ListeFuellen“ und dem Change- Ereignis in „Bilanzposten“

Abbildung 29: Ergebnis der Prozedur „ListeFuellen“ und dem Change- Ereignis in „Spiel_und_Unternehmen“

Abbildung 30: „Zuerst Speichern“- und „Dann Schließen“- Befehlsschaltfl ä che

Abbildung 31: Geforderte Daten in „Startseite“

Abbildung 32: Ergebnisse der Zeilenberechnung für Spiel und Unternehmen in „Startseite“

Abbildung 33: Zeilen aller Perioden der angeforderten Spiele und Unternehmen in „Startseite“

Abbildung 34: Tortendiagramm für „Abschreibungen“ der ersten Auswahl

Abbildung 35: Säulendiagramm für „Bilanzgewinn“ der ersten Auswahl

Abbildung 36: Liniendiagramm für „Bilanzgewinn“ der kompletten Auswahl

Abbildung 37: Liniendiagramm mit kumulierten Werten für „Bilanzgewinn der kompletten Auswahl

Abbildung 38: Kegeldiagramm für „Bilanzgewinn“ der kompletten Auswahl

Abbildung 39: Grobbeurteilungstabelle für die Auswahl „*Anlagenintensität(%)“

Abbildung 40: Prozentformatierung bei bestimmten Kennzahlen

Abbildung 41: Auswahl-Dialogfenster für das DuPont-Schema in „ROI“

Abbildung 42: Zeilenberechnung für die WVERWEIS -Funktionen in „ROI“

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Grobbewertung der Anlagenintensität

Tabelle 2: Grobe Richtwerte der Eigenkapitalquote

Tabelle 3: Grobe Richtwerte des Deckungsgrades A

Tabelle 4: Grobe Richtwerte des Deckungsgrades B

Tabelle 5: Grobe Richtwerte der Materialaufwandsquote

Tabelle 6: Materialaufwandsquote deutscher Unternehmen

Tabelle 7: Grobe Richtwerte der Personalaufwandsquote

Tabelle 8: Personalaufwandsquote deutscher Unternehmen

Tabelle 9: Grobe Richtwerte der Abschreibungsaufwandsquote

Tabelle 10: Grobe Richtwerte der Eigenkapitalrentabilität

Tabelle 11: Beurteilungsskala für Gesamtkapitalrentabilität

Tabelle 12: Grobe Richtwerte des ROI und Komponenten

Tabelle 13: 1. Phase: Funktionen für Umbenennen und Einfügen der Spaltenbezeichnungen aus „Rohdaten_Bilanz“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 14: 2.Phase: Deklarierung der Spaltenbezeichnungen der ersten Zwischensummen in „Bilanz&GuV“

Tabelle 15: 3. Phase: Bestimmen der Spaltenbezeichnungen „Anlage-„ und „Umlaufvermögen“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 16: 4. Phase: Benennung der Spaltenbezeichnung „Bilanzsumme- Aktivseite“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 17: 1. Typ der Spalteninhalt-Funktion: Übertragen der Spalteninhalte aus „Rohdaten_Bilanz“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 18: 2. Typ der Spalteninhalt-Funktion: Berechnung der Zwischensummen der Bilanzposten erster Ebene in „Bilanz&GuV“

Tabelle 19: 3. Typ der Spalteninhalt-Funktion: Erfassung des „Anlagevermögens“ und „Umlaufvermögen“ auf zweiter Ebene in „Bilanz&GuV“

Tabelle 20: 4. Typ der Spalteninhalt-Funktion: „Bilanzsumme-Aktivseite“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 21: Beispiel für die 1. Phase der Spaltenbezeichnung-Funktion: Umbenennen und Einfügen des „value1“ aus „Rohdaten_GuV“ in „Umsatzerlöse“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 22: Beispiel für die 2. Phase der Spaltenbezeichnung-Funktion: Deklarierung der Zwischensumme „Lohnkosten Fertigungsstamm- und Leihpersonal“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 23: Beispiel für die 3. Phase der Spaltenbezeichnung-Funktion: Bestimmung von „Abschreibungen“

Tabelle 24: Beispiel für die 4. Phase der Spaltenbezeichnung-Funktion: Benennung der GuV-Position „Jahresüberschuss / -fehlbetrag dieser Periode vor Steuern“

Tabelle 25: Beispiel zum 1. Typ der Spalteninhalt-Funktion: Übertragen der Spalteninhalte von „Umsatzerlöse“ aus „Rohdaten_GuV“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 26: Beispiel zum 2. Typ der Spalteninhalt-Funktion: Berechnung der Zwischensumme „Lohnkosten Fertigungsstamm- und Leiharbeiter“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 27: Beispiel zum 3. Typ der Spalteninhalt-Funktion: Zusammenfassung der Abschreibungen zu „Abschreibungen“ in „Bilanz&GuV“

Tabelle 28: Beispiel zum 4. Typ der Spalteninhalt-Funktion: Berechnung von „Jahresüberschuss / -fehlbetrag dieser Periode vor Steuern“

Tabelle 29: WENN-Funktion für die erste Zeile -1 des angeforderten Spiels in „Startseite“

Tabelle 30: WVERWEIS -Funktionen für die erste Auswahl Spiel: SS06_A und Unternehmen: 2 in „Startseite“

Tabelle 31: Funktionen für die Namen der Reihen in den Diagrammen .126 Tabelle 32: Dann_Werte der Funktionen für die Grobbeurteilungstabellen 133 Tabelle 33: Funktionen zur Darstellung des DuPont-Schemas in „ROI“

Formelverzeichnis

Formel 1: Gliederungszahl

Formel 2: Beispiele für Beziehungszahlen

Formel 3: Anlagenintensität

Formel 4: Umlaufintensität

Formel 5: Vorratsintensität

Formel 6: Eigenkapitalquote

Formel 7: Fremdkapitalquote

Formel 8: Kurzfristige Fremdkapitalquote

Formel 9: Statischer Verschuldungsgrad

Formel 10: Liquidität 1. Grades

Formel 11: Liquidität 2. Grades

Formel 12: Liquidität 3. Grades

Formel 13: Working Capital

Formel 14: Working Capital Ratio

Formel 15: Deckungsgrad A

Formel 16: Deckungsgrad B

Formel 17: Umschlaghäufigkeit der Vorräte

Formel 18: Umschlagdauer der Vorräte

Formel 19: Umschlaghäufigkeit des Kapitals

Formel 20: Cash Flow-Ermittlung auf indirektem Weg

Formel 21: Dynamischer Verschuldungsgrad

Formel 22: Bilanzkurs

Formel 23: Materialaufwandsquote

Formel 24: Personalaufwandsquote

Formel 25: Abschreibungsaufwandsgröße

Formel 26: Eigenkapitalrentabilität

Formel 27: Gesamtkapitalrentabilität

Formel 28: Umsatzrentabilität

Formel 29: Return on Investment

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Analyseinstrumentarien sind Informationssysteme, die innerhalb von Un- ternehmen und branchenübergreifend eingesetzt werden um Unterneh- men im Zeitverlauf und/oder mit anderen Unternehmen in bestimmten Teilbereichen zu vergleichen. Es geht dabei vor allem darum, dass die Situation eines Unternehmens vor dem Hintergrund der Effizienz und Wirtschaftlichkeit richtig eingeschätzt wird und Ergebnisse ermittelt sowie beurteilt werden können. Dabei stellt sich vor allem die Frage, welche In- strumente bzw. Kennzahlen implementiert werden sollen, damit Unter- nehmen kritisch analysiert werden können? Das Ziel besteht darin, durch Analysen vergangenheitsbezogener Unternehmensergebnisse, Chancen und Risiken innerbetrieblicher Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, damit eventuelle Veränderungen eingeleitet werden können, um ein Unterneh- men wettbewerbsfähiger und krisenfester zu machen. Es gilt, ein Instru- mentarium zu schaffen, das zur Planung und Steuerung nützlich ist und dem Management Unterstützung bei der Entscheidungsfindung bietet. Wenn Kennzahlen der erste Schritt zur Implementierung eines solchen weitergehenden Informationssystems sind, wie gelangt man dann zu dem Punkt, dass ein Analyst mit zwei bis drei Mausklicks an relevante, aufbe- reitete, im Zeitverlauf abgebildete, grafisch dargestellte Daten aus einer Datenbank gelangt? Das Ziel dieser Arbeit und des dabei entstehenden Analyseinstrumentariums ist es, Sachverhalte zu verdeutlichen und sicht- bar zu machen, die man sonst in den Betriebsdaten(banken) nicht unmit- telbar erkennen kann.

Im Anschluss an diese Einleitung wird im zweiten Kapitel zunächst die Bedeutung der Kennzahlen innerhalb der betrieblichen Unternehmensana- lyse erörtert. Des Weiteren werden die Arten von Kennzahlen sowie ihre Aufgaben und Funktionen konkretisiert dargelegt. Darüber hinaus werden Anwendungen und Interpretationen von Veränderungen ausgewählter ka- tegorisierter Bilanzkennzahlen, Kennzahlen unter Verwendung der Ge- winn- und Verlustrechnung sowie Renditekennzahlen diskutiert.

Das dritte Kapitel befasst sich mit Kennzahlensystemen, die aus einer geordneten strukturierten Gesamtheit von einzelnen Kennzahlen bestehen. Für die Unternehmensanalyse ist bei einem Kennzahlensystem zum einen die Orientierung an einer oder mehreren Spitzenkennzahlen interessant, zum anderen spielen die Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen den hierarchischen Ebenen eine entscheidende Rolle.

Nach grundlegenden Ausführungen zu Kennzahlensystemen werden im Folgenden die drei renommierten Kennzahlensysteme, DuPont, ZVEI und RL, einander gegenübergestellt. Nach Schaffung der Grundlagen im zwei- ten und dritten Kapitel, kann im vierten Kapitel auf die Entwicklung und Implementierung der Analyse in Microsoft Excel eingegangen werden. Da- für werden anfangs die Inhalte des Unternehmensplanspiel ComPAQ prägnant vorgestellt und die bisherige Analyse, die Verwendung von Kennzahlen in den Ergebnisberichten, diskutiert. Im Weiteren wird der Im- port der für die Analyse relevanten Ergebnisse aus der ComPAQ- Datenbank in die Excel-Mappe eingehend beschrieben, um daraufhin im nächsten Unterkapitel, die in Kapitel 2. bereits vorgestellten Kennzahlen, zu kalkulieren. Anschließend wird eine für die Analyse notwendige benut- zerfreundliche Datenauswahloberfläche programmiert und Darstellungs- sowie Beurteilungsmöglichkeiten für eine exemplarische Auswahl von Un- ternehmen und zu analysierenden Größen vorgestellt.

2. Unternehmensanalyse mit Kennzahlen

2.1. Bedeutung von Kennzahlen

„Die Wirtschaftlichkeit ist und bleibt die entscheidende Kennzahl zur Aus- richtung jedes unternehmerischen Handelns“, schreibt Schönheit.1 Lan- genbeck meint, dass Kennzahlen als Vorgabe- und kontrollierbare Mess- größen ein unverzichtbares Instrument für ein über alle Hierarchiestufen des Unternehmens hinweg abgestimmtes Controlling-Management sind.2 Statements, Aussagen und Definitionen ähnlicher Art sind weit verbreitet. Die vereinzelt in der Literatur3 vorgebrachte Unterscheidung der Begriffe Kennzahlen und Kennziffern wird in dieser Arbeit nicht unterschieden. Zu- nächst jedoch ist es notwendig zu wissen, dass Kennzahlen numerische, betrieblich relevante Informationen sind, die Sachverhalte, die messbar und zählbar sind, zahlenmäßig abbilden. Sie informieren in konzentrierter Form über komplexe betriebliche Sachverhalte, um Unternehmen zu be- werten und zu vergleichen.4 Ein weiterer bedeutender Vorteil durch die

Anwendung von Kennzahlen für ein Management ist, kausale Zusammen- hänge, die Ursachen und Wirkungen positiver wie auch negativer Fakto- ren zu erkennen, was eine Verminderung der Unsicherheit bei der Ent- scheidungsfindung nach sich zieht.5 Bei der Bewertung mittels Kennzah- len ist es möglich, innerhalb von Zielvorgaben, zwischen Zielvorgaben und erzielten Ergebnissen der gleichen Periode und den erzielten Ergebnissen der jüngsten Periode gegenüber anderen Perioden zu vergleichen.6 Sol- che Vergleiche dienen vor allem den Kontrollprozessen, bei denen nicht nur der deskriptive, sondern auch der normative Charakter der Informatio- nen von Kennzahlen zum Tragen kommt, bei dem Kennzahlen zum Vor- gabezweck an untergeordnete Instanzen weiter getragen werden.7 Gladen beschreibt Kennzahlen sogar als „betriebswirtschaftliche Informationskon- zentrate“, deren Existenz dadurch begründet ist, ein „Informationen Over- load des Managements zu vermeiden“.8 Das „Konzept der selektiven Kennzahlen“ ist beispielsweise eine Methode zur Informationsentlastung des obersten Managements, bei der eine Selektion situativ bedeutsamer Daten durch Fokussierung auf kritische Erfolgsfaktoren und Engpässe vorgenommen wird.9 Kennzahlen dienen der Führungsinstanz bei der Analyse und Steuerungsaufgaben, wobei quantitative Informationen den Qualitativen vorzuziehen sind, um zeitnah eine umfangreiche klare Über- sicht sicher zu stellen.10 Auch Reichmann ordnet dem Kennzahlenbegriff in ähnlicher Form wie Vollmuth und Gladen Informationscharakter, Quanti- fizierbarkeit und eine spezifische Form der Information wie er es aus- drückt, die wichtigsten Elemente zu. Damit meint er, ebenfalls die Mög- lichkeiten mit Kennzahlen, bedeutende Sachverhalte und Zusammenhän- ge beurteilen und relativ präzise Aussagen treffen zu können, darüber hinaus aber auch auf relativ einfache Weise darzustellen.11 Die notwendi- gen führungsrelevanten Informationen werden erst durch die Kombination von Daten wie beispielsweise aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlust- rechnung, in Form von ausgewählten und zusammengestellten Kennzah- len und Kennzahlensystemen geschaffen,12 die wiederum zu einer Ver- besserung der Operationalität des Rechnungswesens für betriebliche Ent- scheidungen sorgen.13 Siegwart kommt somit zu dem Schluss, dass Kennzahlen „Ihre entsprechende Bedeutung erlangen … wenn sie in den Vordergrund unternehmerischen Denkens rücken.“14 Bezüglich der Nachteile von Kennzahlen muss daraufhin gewiesen werden, dass bei traditionellen Kennzahlen, z.B. zum Erfolgsziel, die Gefahr besteht, dass der unternehmerische Prozess nur nach Kennzahlen ausgerichtet ist und beispielsweise langfristige Gewinne zu Gunsten kurzfristiger Gewinne vernachlässigt werden. Dies schadet vor allem der Bewertung der Unter- nehmen, da Unternehmen aufgrund des langfristigen Erfolgs beurteilt werden.15 Da gerade Kennzahlen zweckbestimmend zu definieren und dementsprechend zu interpretieren sind,16 besteht die Gefahr eines feh- lerhaften Denkansatzes bei der Anwendung bestimmter Kennzahlen oder auch deplacierter Interpretationen von Einzelkennzahlen, wobei z.B. aus einer einzelnen Information auf ganze Sachverhalte geschlossen wird.17 Des Weiteren kann es zu Informationsdefiziten, aufgrund begrenzter und wenig präziser Aussagekraft oder mehrdeutigen Aussagensystemen, kommen.18 Aussagekräftig sind Kennzahlen nach Horváth jedoch nur dann, wenn sie eindeutig quantifizierbar und interpretierbar sind und dar- über hinaus in ein aussagekräftiges Verhältnis zu vergleichbaren Größen gesetzt werden können.19 Vor allem wird die Interpretation aufgrund des vorherrschenden Informationsverlustes durch aggregierte Daten beein- trächtigt. Caduff unterscheidet drei Arten der inhaltlichen Umwandlung, der Transformation von Informationen in Verdichtung, Spezifizierung und Verknüpfung. Dabei ist im Umgang mit Kennzahlen der Prozess der Ver- dichtung, auch als Aggregation bezeichnet, bei dem mehrere zusammen- gehörende Informationen in eine neue Kennzahl übergehen und Ur- sprungsinformationen verloren gehen, relevant.20 Hauer spricht hier von einem Widerspruch, da das Problem des Informationsdefizits durch eine erhöhte Anzahl der auszuweisenden Kennzahlen behoben werden könnte, jedoch dies dem Ziel der Konzentration zuwiderlaufe.21

2.2. Arten von Kennzahlen

Horváth unterteilt Kennzahlen nach den Merkmalen absolute Zahlen und Verhältniszahlen.22 Gladen hingegen deklariert Kennzahlen nach statisti- schen Gesichtspunkten, die sich jedoch bis auf die Bezeichnung der Ver- hältniszahlen als Relative Zahlen, im Wesentlichen nicht von Horváth’s Definition der Kennzahlenarten unterscheiden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kennzahlenarten nach Statistischen Gesichtspunkten23

Absolute Zahlen, zu denen Einzelzahlen (wie z.B. Zahl der Angestellten), Summen (wie z.B. Bilanzsumme), Differenzen (wie z.B. Betriebsergebnis als Differenz zwischen Umsatzerlösen und Umsatzkosten) und Mittelwerte (wie z.B. durchschnittlicher Lagerendbestand) zählen,24 haben aufgrund mangelnden Vergleichs mit anderen Zahlen wenig Aussagegehalt, wes- halb diverse Autoren sie nicht zu den Kennzahlen zählen.25 Helm ist bei- spielsweise der Meinung, dass die Verwendung von absoluten Kennzah- len dem Grundcharakteristikum einer solchen widersprechen würde, da eine Kennzahl in einem aussagekräftigen Verhältnis zu einer Vergleichs- grundlage stehen sollte, dies jedoch nur mit Relativen Kennzahlen möglich sei.26 Die Rede von absoluten Zahlen ist, wenn eine Zahl unabhängig von anderen Zahlengrößen dargestellt wird. Sie bilden sozusagen unmittelbar den Zustand, den Vorgang oder die Erscheinung, die hinter ihnen stehen, ab.27 Verhältniszahlen bzw. Relative Zahlen drücken zwei zueinander in Beziehung gesetzte Größen aus, wobei das Verhältnis in einem Faktor oder in einer Prozentzahl zum Ausdruck gebracht wird und somit Ver- gleichsmöglichkeiten entstehen bzw. Aussagen über Entwicklungen ge- troffen werden können.28 Bei den Relativen Zahlen, aus Gliederungs-, Be- ziehungs- und Index- bzw. Messzahlen bestehend, ist der zu messende Wert im Zähler und der als Maß dienende im Nenner vorzufinden. Gliede- rungszahlen drücken die vertikale Strukturbeziehung aus und werden aus gleichartigen, aber ungleichrangigen Zahlen derselben Grundgesamtheit gebildet.29 Sie machen somit z.B. in Form von relativen Häufigkeiten das Verhältnis zwischen einer Teilgröße und der Gesamtgröße30 verständli- cher:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 1: Gliederungszahl31

Verhältnisse zwischen ungleichartigen Zahlen und verschiedener Grund- gesamtheiten bzw. unterschiedlicher Dimensionen32 stellen hingegen Be- ziehungszahlen dar, wobei die Wirkung einer Ursache aus einem Ursa- chenbündel isoliert wird.33 Sie stellen die wichtigsten Kennzahlen dar, die Zusammenhänge und Entwicklungen aufzeigen und gleichzeitig neue Ein- heiten schaffen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 2: Beispiele für Beziehungszahlen34

Einfache Messzahlen, die relative Veränderungen ausgewählter betriebli- cher Daten darstellen, dienen dem so genannten Entwicklungsvergleich. Indexzahlen in Form von Preis-, Mengen- oder Wertindizes wie z.B. der Lebenshaltungskostenindex unterscheiden sich von Messzahlen dadurch, dass sie mehrere sachlich zusammengehörende Reihen35 bzw. die Ent- wicklung einer sinnvollen Menge von Einzelmerkmalen36 wie z.B. Preisrei- hen typischer Produkte im Verlauf abbilden bzw. charakterisieren. Index- zahlen beziehen gleichartige Größen mit unterschiedlichem Bezugszeit- punkt auf eine Basisgröße.37 Zusammenfassend ist für Messzahlen und Indexzahlen zu sagen, dass sie zeitliche Veränderungen von Daten über- sichtlicher aufbereiten und den Vorteil haben, dass in externen Berichter- stattungen keine absoluten Zahlen bekannt gegeben werden müssen.38 Neben der Klassifikation von Kennzahlen in der statistischen Form nennt Reichmann noch weitere unter den Gesichtspunkten: Informationsbasis, Zielorientierung, Objektbereich und Handlungsbezug. Dabei stellt die In- formationsbasis informative Speicher wie beispielsweise Kostenrechnung, Betriebs- und Finanzbuchhaltung dar, die externe sowie interne Interes- senten informieren. Der Gesichtspunkt der Zielorientierung bezieht sich auf Erfolgsteile wie z.B. Rentabilitäten und Liquiditätsteile wie z.B. stati- sche und dynamische Liquiditätsmaßstäbe. Von dem jeweiligen Untersu- chungsgegenstand hängt der Objektbereich ab und der Handlungsbezug unterscheidet sich zum einen nach normativen Größen wie Ziele und in- terne Standards und zum anderen nach deskriptiven, beschreibenden Größen.39 Ein Objektbereich ist beispielsweise, die Innovationskraft von Unternehmen zuverlässig zu messen und transparent darzustellen, wie Helm es in seinem Diskussionspapier erarbeitete. Dabei systematisierte er die Kennzahlen zur Messung der Innovationskraft von Unternehmen in den drei Dimensionen Inputorientierte Kennzahlen (z.B. F&E-Budget, F&E-Quote und F&E-Mitarbeiter), Prozessorientierte Kennzahlen (z.B. Durchlaufzeit und Termineinhaltungsquote) und Outputorientierte Kenn- zahlen (z.B. Patente, Neuproduktrate, Umsatz mit Neuprodukten und Pro- duktinnovationsrate).40 Weber ergänzt die Kategorie Bildungsrichtung, das heißt ob die Kennzahl top down (logisch abgeleitet) oder bottom up im Rahmen einer Verdichtung entstanden ist.41 Darüber hinaus lassen sich Kennzahlen in weitere Bereiche unterteilen, die Berschin beispielsweise nach Ertragsquellen, Technologien, Kapital, Mitarbeiter und Unterneh- mensimage gliedert. Dabei stellt er voran, dass aufgrund der von dem Ge- setzgeber zwingend vorgeschriebenen Veröffentlichung von z.B. Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnung und Geschäftsberichten, in dem Bereich Kapital in der Theorie wie auch in der Praxis viele Kennzahlen zur Verfü- gung stehen.42

2.3. Aufgaben und Funktionen von Kennzahlen

Zunächst dienen Kennzahlen dazu, Stärken und Schwächen eines Unter- nehmens in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage aufzuzeigen, einen Gesamtüberblick zu bekommen und rechtzeitig Signale für Fehlentwick- lungen zu erkennen.43 Im Weiteren bilden sie eine Entscheidungsgrundla- ge auf allen (strategischen, taktischen und operativen) Ebenen der be- trieblichen Planung, Kontrolle und Steuerung.44 Auch das Aufgabenspekt- rum von Staehle sieht es vor, in Analyse des Betriebes, Planung des Be-triebsgeschehens, Steuerung des Betriebsablaufs und Kontrolle des Betriebsergebnisses, zu unterscheiden.45

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Kennzahlenaufgaben46

Planung bzw. strategische Analyse gehören wie auch die strategische Kontrolle bzw. Früherkennung zu der zukunftsbezogenen Analyse. Der vergangenheitsbezogenen Analyse, in der Kennzahlen schon eine lange Tradition aufweisen und die vor allem auf Zahlen des externen Rech- nungswesens basiert, gehören Beurteilungsgrößen und Ursachengrößen an.47 Dabei werden Abweichungen, Abweichungsursachen und bestmögli- che Vorschläge zu Korrekturmaßnahmen und Zielverwirklichung zwischen ausgewerteten Ist-Werten und Plan- oder Soll-Werten analysiert bzw. er- arbeitet,48 sofern es noch aufgrund des Realisierungsvorhabens ge- wünscht ist.49 Ursachengrößen sind die Kennzahlensysteme zur Zerglie- derung und die Kennzahlensysteme mit Einflussgrößen zu zählen. Beur- teilungsgrößen beinhalten unter anderem Gliederungszahlen, die verwen- det werden, wenn man absolute Einzelgrößen wie z.B. Anlagevermögen durch Einordnung in Gesamtmengen wie z.B. Gesamtvermögen beurteilen möchte.50 Darüber hinaus wird an dieser Stelle berücksichtigt, dass Kenn- zahlen verglichen werden müssen, damit aussagekräftige Entscheidungen getroffen werden können.

Auch Coenenberg deklariert beispielsweise bei Auswertungsmethoden der Bilanzanalyse die drei Vergleichsmaßstäbe Zeitvergleich, Betriebsver- gleich und Soll-Ist-Vergleich.51 Allgemein erläutert, stellt der Zeitvergleich vergangenen Kennzahlen die Gegenwärtigen gegenüber, jedoch muss sichergestellt sein, dass Sondereinflüsse wie zeitliche und sachliche Inter- dependenzen,52 die nur vereinzelte Perioden betreffen, eliminiert bzw. be- rücksichtigt werden und somit gegenübergestellte Sachverhalte vergleich- bar gemacht werden.53 Siegwart beschreibt den Zeitvergleich als eine in- nerbetriebliche Gegenüberstellung gleicher Sachverhalte und verschiede- ner Zeitperioden, durch die es nicht nur möglich ist, die wirtschaftliche Si- tuation darzustellen und Erkenntnisse über die Entwicklung zu erlangen, sondern früh mittels Korrekturen auf negative Entwicklungen reagieren zu können.54 Verschiedene Daten der ökonomischen Situation eines Unter- nehmens oder verschiedener Betriebe evtl. auch auf verschiedenen Märk- ten, werden bei dem Betriebsvergleich ebenfalls unter der Beachtung der Vergleichbarkeit analysiert,55 um die Stellung des eigenen Unternehmens (Teilbereichs), verglichen zu anderen konkurrierenden Unternehmen (Teilbereichen), zu beurteilen. Zeitvergleich wie auch Betriebsvergleich dienen der Kontrolle der Unternehmenstätigkeit, werden aber zur Analyse der Wirtschaftlichkeit im Gegensatz zum Soll-Ist-Vergleich als „Notlösung“ angesehen.56 Für eine tiefgründigere Erklärung des Soll-Ist-Vergleichs definiert Siegwart Ist-Kennzahlen als Ergebnis effektiv ermittelter Zahlen und Soll-Kennzahlen als Unternehmensziele mit Standard- bzw. Plan- Kennzahlen-Charakter.57 Als Einschränkungen der Vergleiche sind unter- schiedliche Produktionstiefe, unterschiedliche Größe des Betriebes, unter- schiedliche Produktionsweise und unterschiedlicher Beschäftigungsgrad zu nennen.58 Nicht zu vergessen ist als moderne Form der Beurteilungs- größen, das in amerikanischen Unternehmen entstandene Benchmar- king.59

Michel weist daraufhin, dass zum einen die Analyse der Vergangenheit zwar zur Transparenz der Gegenwart führt, zum anderen jedoch nicht ein- fach die Werte der Vergangenheit für treffsichere Prognosen der Zukunft fortgeschrieben werden dürfen.60 Gerade bei der zukunftsbezogenen Ana- lyse spielen Kennzahlen eben nicht nur im permanenten Controlling eine entscheidende Rolle, sondern sind beispielsweise gekoppelt mit einem Soll-Ist-Vergleich ein umfangreiches und weiterführendes Frühwarnsystem und dienen der strategischen Kontrolle.61 Dabei ist es wichtig, die Befunde auf ihre Ursachen zu untersuchen, damit entsprechende Gegenmaßnah- men ergriffen werden können.62 Die Früherkennung durch Vorlaufindikato- ren, bei denen beispielsweise der Auftragseingang zur Prognose des Um- satzes herangezogen wird, sowie schwacher Signale bezieht sich sowohl auf die Erkennung von Chancen (Frühanregung) als auch auf die Erken- nung von Risiken (Frühwarnung).63 Bei der strategischen Analyse und Planung sind vor allem Entscheidungs- bzw. Planungsprämissen sowie Aussagensysteme von hoher Bedeutung. Für den Fall, dass kein zuver- lässiges Aussagensystem zur Verfügung steht, um die Veränderungen einer ökonomischen Größe zu prognostizieren, behilft man sich mit zeitlich vorauseilenden Entwicklungen anderer Ersatzgrößen des globalen und aufgabenspezifischen Umfeldes.64

Als die drei expliziten Aufgabenbereiche von Kennzahlen nennt Siegwart die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit der Unternehmung, Kennzahlen als Zielvorgaben und Plan-Kennzahlen als Mittel der Kontrolle. Dabei wird die Wirtschaftlichkeit mit Verhältniszahlen aus den eingesetzten Mitteln und der unter dem Einfluss der Marktbedingungen erzielten ökonomischen Wirkung errechnet, um einer Unternehmungsleitung zu ermöglichen Ver- änderungen oder Neuheiten beurteilen zu können und bestenfalls Schwä- chen und Unzulänglichkeiten zu beheben. Kennzahlen sind bei der Be- stimmung von Zielvorgaben und somit Zielgrößen, die als Basis aller stra- tegischen und operativen Handlungsentscheidungen erforderlich sind, un- entbehrlich. Bei den Plankennzahlen, die als Mittel der Kontrolle fungieren bzw. den Grad der Zielerreichung kontrollieren, spielt natürlich die Qualität und Eignung der Plan-Kennzahlen eine bedeutende Rolle.65 Bei Kennzah- len zu Steuerungs- bzw. Durchführungszwecken kommt es zum einen darauf an, dass übergeordnete Instanzen das Verhalten untergeordneter Stellen beeinflussen können, was bedeutet, dass die Steuerungskennzah- len stellenspezifisch konkretisiert werden müssen. Zum anderen müssen Kennzahlen der Durchführung entscheidungsbezogen sein bzw. spezifi- sche Kriterien der Entscheidung berücksichtigen.66

Für eine effiziente Steuerung der Unternehmung bieten sich besonders Schlüsselkennzahlen an, die ganz bewusst ausgewählt werden können und sich auf die wesentlichen zu steuernden Prozesse im Unternehmen konzentrieren. Die Schlüsselkennzahlen und ihre jeweiligen untergeordne- ten Richtwerte stellen in einem Kennzahlensystem ein eigenes Instrument dar, das Abweichungen in den hierarchisch angeordneten Verantwor- tungsbereichen anzeigt und gegebenenfalls einer effizienteren Steuerung bedarf.67 Funktionen von Kennzahlen dienen internen und externen Zwe- cken, wohingegen bei externen Zwecken aufgrund verdichteter Informati- onen beispielsweise bei Betriebsvergleich68 und Bilanzanalyse selektierte Größen als Ausgangsbasis für konkrete Entscheidungen wie beispielswei- se Anlage- und Kreditvergabeentscheidungen verwendet werden. Inner- halb einer Unternehmung gebildete Kennzahlen beschreiben hierbei die internen Zwecke der Entscheidungsfindung, die sich auf Gesamtunternehmens- oder auch auf Unternehmensbereichebene beziehen.69

2.4. Bilanzkennzahlen

2.4.1. Vertikale Bilanzkennzahlen

Zu den Vertikalen Bilanzkennzahlen zählen einerseits die bestandsorien- tierten Kennzahlen zur Vermögensstruktur, die die Aktivseite der Bilanz analysieren,70 und andererseits die bestandsorientierten Kennzahlen zur Kapitalstruktur, bei denen die Passivseite Aufschluss über das Kapital gibt.71 Im Folgen werden Anlagen-, Umlauf- und Vorratsintensität als Kennzahlen der Vermögensstruktur sowie Eigenkapitalquote, Fremdkapi- talquote und Verschuldungsgrad als Kennzahlen der Kapitalstruktur vor- gestellt. Bei den Vermögenspositionen spielt die Bindungsdauer und somit das verknüpfte Risiko eine entscheidende Rolle. Während beispielsweise das Anlagevermögen langfristig gebunden ist, besteht bei Vorräten und noch mehr bei Forderungen die Möglichkeit, sie kurzfristiger in flüssige Mittel umzuwandeln. Je länger das Vermögen gebunden ist, desto höher ist das Risiko, während bei flüssigen Mitteln kein Risiko mehr vorhanden ist.72 Damit man die Kapitalstruktur beurteilen kann, müssen die Finanzie- rung des Unternehmens sowie die Bindungsdauer der einzelnen Finanzie- rungen analysiert werden. Hierbei ist es hilfreich zu wissen, dass einem Unternehmen das Eigenkapital eher langfristig zur Verfügung steht, wobei jedoch ausschüttbarer Bilanzgewinn zu kurzfristigem Kapital zu zählen ist. Während sich Rückstellungen in kurzfristige Rückstellungen, Steuerrück- stellungen, und in langfristige Rückstellungen, Pensionsrückstellungen teilen, sind bei den Verbindlichkeiten hingegen Hypothekendarlehen lang- fristiger und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen kurzfristiger Natur.73 74

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel 3: Anlagenintensität75

Ein hoher Anteil des Anlagevermögens bedeutet, dass das Unternehmen anlagenintensiv ist und i.d.R. auch einen hohen Anteil an Eigenkapital bzw. langfristigem Fremdkapital am Gesamtkapital aufweisen muss.76 Je höher der Anteil des im Anlagevermögen enthaltenen technischen Poten- zials wie z.B. Maschinen, desto höher ist i.d.R. auch die wirtschaftliche Leistung des Unternehmens und somit dessen Leistungskraft.77 Darüber hinaus ist eine hohe Anlagenintensität ebenfalls mit hohen Fixkosten wie z.B. Abschreibungen und Instandhaltungskosten, die unabhängig von der Geschäftstätigkeit anfallen, verbunden.78 Somit beinhaltet eine hohe Anla- genintensität ein gewisses Maß an Risiko, da das Unternehmen sich eher schlecht an neue Marktgegebenheiten anpassen kann. Im Umkehrschluss bedeutet dieser Zusammenhang, dass das Unternehmen bei niedrigem Anlagevermögen auch weniger Kosten für nicht genutzte Anlagenkapazi- täten (Leerkosten) aufbringen müsste.79 Um den Wert der Anlagenintensi- tät richtig interpretieren zu können, sind Branchenvergleiche notwendig,80 wobei allerdings der Faktor Leasing bei der Vergleichbarkeit berücksichtigt werden muss.81 Aus der folgenden approximierten Beurteilung von Krali- cek, Böhmdorfer und Kralicek geht unter anderem hervor, dass bei Industriebetrieben gilt: Je höher die Anlagenintensität ist, desto besser.82

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Grobbewertung der Anlagenintensität83

Für den Fall, dass die Anlagenintensität sich verschlechtert hat, kann es beispielsweise sein, dass die Maschinen überaltert sind, Immobilien verkauft bzw. übertragen wurden oder Beteiligungen weggefallen sind. Eine Verbesserung kann beispielsweise dadurch entstehen, dass Ersatzinvestitionen vorgezogen wurden, eine Zuschreibung an Beteiligungen erfolgte, ein Firmenwert aktiviert wurde oder einfach nur ausreichende Investitionen im Maschinenpark getätigt wurden.84

Umlaufintensität

Die Umlaufintensität ist das Komplement zur Anlagenintensität und gibt den Anteil des eher kurzfristig gebundenen Umlaufvermögens am Gesamtvermögen an.85

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Formel 4: Umlaufintensität86

Je höher die Umlaufintensität ist, desto größer ist die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens und desto intensiver wird die vorhandene Kapazität genutzt. Darüber hinaus müssten die Fixkosten bei steigender Umlaufin- tensität aus den zu Anlagenintensität genannten Gründen sinken, wodurch sich wiederum die Ertragslage des Unternehmens verbessern sollte. Gleichzeitig führt die intensivere Nutzung der Kapazität zu höheren Um- satzerlösen.87 Wie bei Anlagen- und Vorratsintensität muss auch beim Vergleich der Umlaufintensität verschiedener Unternehmen berücksichtigt werden, dass insbesondere Branchenzugehörigkeit, Produktionspro- gramm, Fertigungstiefe, Geschäftspolitik und Automatisierungsgrad das Verhältnis Anlage- zu Umlaufvermögen beeinflussen.88 Die Branchen- durchschnittszahlen für Umlaufintensität sind nach Ossola-Haring Verkehr mit 30,6%, Energiewirtschaft mit 56,7%, verarbeitendes Gewerbe (ohne Bau) mit 63,0%, Handel mit 68,7% und Baugewerbe mit 91,7%. Sie meint, dass eine überdurchschnittliche Umlaufintensität auf einen zu hohen For- derungsbestand und zu hohe Vorräte zurückzuführen seien. Den umge- kehrten Fall begründet sie mit einem guten Controlling beim Forderungs- bestand sowie einem ausgewogenen Warenbestand.89 Vorratsintensität Die Vorratsintensität ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Lagerpolitik eines Unternehmens.90

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Formel 5: Vorratsintensität91

Hierbei kann es für eine spezifische Problembetrachtung sinnvoll sein, die Vorräte in zwei Gruppen zu teilen, um die Kapitalbindung zu beurteilen. Die eine Gruppe bzw. Formel betrachtet die Roh-, Hilfs- und Betriebsstof- fe, die andere Formel analysiert die Halb- und Fertigfabrikate.92 Gruppen- übergreifend wird eine hohe Vorratsintensität als ungünstig für das Unter- nehmen interpretiert, denn je höher die Vorratsintensität, desto höher sind Lagerhaltungs- und Kapitalbindungskosten.93 Beide Formeln sind auf Ver- änderungen im Zeitvergleich zu untersuchen, wobei z.B. ein relativer An- stieg der Halb- und Fertigfabrikate auf Absatzprobleme hinweisen kann.94 Die Vorratsintensität kann durch eine Veränderung der Bevorratungspoli- tik, beispielsweise durch Anlieferung der Vorprodukte am Tag der Verar- beitung (Just-in-time-Fertigung) und dadurch geringere bzw. keine Zwi- schenlager, gesenkt werden.95 Outsourcing von Fertigungsbereichen bzw. Zulieferung von Komponenten haben ebenfalls Einfluss auf die Bevorra- tungspolitik und somit auf die Vorratsintensität. Aussagen bezüglich

Durchschnitts- bzw. Beurteilungswerte sind aufgrund der großen Streuung innerhalb der Branchen nicht möglich.

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Formel 6: Eigenkapitalquote96

Je höher der Eigenkapitalanteil ist, desto kreditwürdiger ist das Unterneh- men.97 Das Unternehmen wird mit steigender Eigenkapitalquote konkur- renzfähiger und sicherer, da das Eigenkapital als Risikoträger Verluste auffängt.98 Hat sich die Eigenkapitalquote erhöht, so können höhere Ge- winne, weniger Ausschüttung, Kapitaleinlage der Gesellschafter sowie Aktienrückkäufe die Gründe dieser Entwicklung sein. Für den umgekehr- ten Fall ist es z.B. möglich, dass Gesellschafter ausbezahlt werden muss- ten, es zu höheren Privatentnahmen kam oder vermehrt Kreditin- anspruchnahmen auftraten.99 Für die Eigenkapitalquote können in den Branchen Industrie, Gewerbe, Großhandel sowie Einzelhandel folgende Richtwerte in den Kategorien gut, mittel und schlecht gelten:

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Tabelle 2: Grobe Richtwerte der Eigenkapitalquote100

Besonders Produktionsbetriebe sollten zu einem möglichst großen Teil eigenfinanziert sein bzw. sollte ihre Eigenkapitalquote um so größer sein, je höher die Anlagenintensität ist, um dem Unternehmen eine ausreichen- de finanzielle Stabilität zu geben.101 An dieser Stelle muss daraufhin ge- wiesen werden, dass durch die Vornahme von Sachverhaltsgestaltungen die Möglichkeit besteht, die Höhe des Gesamtkapitals zu beeinflussen. Zu nennen sind hierbei die Sale-and-lease-back-Maßnahme, die dazu dient mit Verkaufserlösen Verbindlichkeiten zurückzuführen und das Win- dowdressing, bei dem kurzfristig Fremdkapital zum Zweck eines besseren Liquiditätsausweises am Bilanzstichtag aufgenommen wird.102 Eine solche Sachverhaltsverzerrung ist ins besondere bei Unternehmensvergleichen durch die Subtraktion der im Nenner aktivierten Grundstücke und Bauten zu korrigieren.103

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Formel 7: Fremdkapitalquote104

Die Fremdkapitalquote verhält sich gegenläufig zur Eigenkapitalquote, denn je höher der Anteil an Fremdkapital ist, desto mehr sinkt die Konkur- renzfähigkeit und Fremdkapitalgeber sind weniger dazu bereit, Kredite zu geben.105 Ein überwiegend fremdfinanziertes Unternehmen kann nur ein lohnendes Geschäft sein, wenn die Rentabilität des Unternehmens über den Fremdkapitalkosten (Zinsen) liegt.106 Da die Analyse der Fremdkapi- talquote in der obig stehenden Form keine über die Eigenkapitalquote hi- nausgehenden Informationen bietet, wird die Fremdkapitalquote im Fol- genden leicht modifiziert:

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Formel 8: Kurzfristige Fremdkapitalquote107

Der Vorteil der kurzfristigen Fremdkapitalquote besteht darin, dass sie den Anteil des Gesamtkapitals angibt, der kurzfristig, z.B. im folgenden Ge- schäftsjahr, an die Kapitalgeber zurückzuführen ist, mit dem Risiko für das Unternehmen, nicht direkt im Anschluss einen neuen Kredit zu bekom- men. Das kurzfristige Fremdkapital setzt sich dabei aus Verbindlichkeiten

Unternehmensanalyse mit Kennzahlen 21

mit Restlaufzeit bis 1 Jahr,108 sonstigen kurzfristigen Rückstellungen,

Wechselverbindungen sowie passivischer Rechnungsabgrenzungsposten zusammen.109

Statischer Verschuldungsgrad

Es handelt sich hier um den statischen Verschuldungsgrad, der wie be- reits die Eigenkapital- sowie die Fremdkapitalquote die Finanzlage analy- siert und explizit das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital beschreibt. Darüber hinaus ist der Verschuldungsgrad ein Indikator dafür wie empfind- lich das betreffende Unternehmen auf Zinsänderungen reagiert.110

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Formel 9: Statischer Verschuldungsgrad111

Nimmt ein Unternehmen fortlaufend Fremdkapital auf, erhöhen sich der Verschuldungsgrad sowie das Risiko und es wird für das Unternehmen schwieriger, weiterhin Fremdkapitalgeber zu finden bzw. Fremdkapital zu- rückzuzahlen. In Deutschland ist ein steigender Trend des Verschul- dungsgrads zu verzeichnen, was zum einen an höherer Fremdkapitalauf- nahme liegen kann und zum anderen durch niedrigere Gewinne sowie höhere Steuerbelastungen möglich ist.112 Ein weiteres Risiko, neben der bereits oben genannten Kapitalbeschaffung, liegt bei einem hohen Fremd- kapitalanteil darin, dass das Unternehmen auch in gegebenenfalls er- tragsschwachen Jahren Zinsen und Tilgung zahlen muss und es regel- recht von den Zinsen erschlagen werden kann.113 Eine allgemeine Regel für einen optimalen Verschuldungsgrad gibt es nicht. Da jedoch bei einem größeren Eigenkapitalanteil die finanzielle Stabilität höher ist, sollte auch der Eigenkapitalanteil bei einem größeren Ertragsrisiko entsprechend höher sein.114

2.4.2. Horizontale Bilanzkennzahlen

Die in diesem Unterkapitel behandelten bestandsorientierten Kennzahlen drücken Liquiditätsmaße in Form von horizontalen Bilanzstrukturen aus.115 Unter Liquidität wird in der Literatur ein positiver Zahlungsmittelbestand, die Eigenschaft von Vermögensobjekten zur Rückverwandlung in Geld, die Eigenschaft den Zahlungsverpflichtungen bei Anforderung in jedem Zeitpunkt nachkommen zu können und das Deckungsverhältnis von Vermögensteilen zu Verbindlichkeiten verstanden.116 Die Liquidität kann hierbei zu einem bestimmten Zeitpunkt nach kurzfristiger Liquidität mittels Liquiditätsgrad und Working Capital sowie langfristiger Liquidität mit Hilfe des Anlagendeckungsgrads analysiert werden.117

Liquiditätsgrad

Die Liquidität ersten bis dritten Grades gibt Auskunft über die kurzfristige Liquidität eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt (Jahresab- schluss).118 Aufgrund der Momentbetrachtung besteht bei der Liquiditäts- ermittlung die Gefahr, dass die Situation mittlerweile schlechter geworden ist oder dass sogar die Liquiditätssituation bewusst auf den Stichtag in Form einer positiven Kennzahl ausgerichtet wurde.119 Im Nenner aller drei Grade befinden sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten, zu denen Über- ziehungskredite, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten, Leistungen und Steuerbehörden, kurzfristige Rückstellungen, Kontokorrentinanspruch- nahme sowie sonstige kurzfristig fällige Zahlungen zählen.120

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Formel 10: Liquidität 1. Grades121

Das Ergebnis der Liquidität ersten Grades, auch bekannt als acid test ratio bzw. Liquiditätskoeffizient,122 sollte sich zwischen 5% und 10% befinden, da eingehende flüssige Mittel relativ schnell kurzfristige Verbindlichkeiten bedienen sollen, um beispielsweise im Falle einer Lieferantenrechnung Skonto in Anspruch nehmen zu können.123 Allgemein ist es bei der Liquidi- tät ersten Grades jedoch eher schwierig aufgrund der großen Streuung innerhalb der Branchen Aussagen bezüglich Durchschnittswerte zu ma- chen.124

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Formel 11: Liquidität 2. Grades125

Bei der Liquidität zweiten Grades, auch als quick ratio bekannt,126 bedeu- tet ein positives Ergebnis (über 100 %), dass die kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerte die kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigen. Wenn die Liquidität zweiten Grades sich verbessert, so kann dies daran liegen, dass sich die Zahlungsfähigkeit der Kunden verbessert bzw. dass qualitativ bessere Kunden beliefert wurden. Ein zu hoher Wareneinkauf sowie eine schlechte Zahlungsfähigkeit können die Gründe für den umgekehrten Fall sein. Wird eine negative Liquidität (unter 100 %) ausgewiesen, müssen die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit Teilen des Vorratsvermögens aus- geglichen werden.127 In der folgenden Grobbewertung nach Kralicek, Böhmdorfer und Kralicek sind keine Unterschiede zwischen den Bran- chengruppen zu erkennen. Sie ordnen Werte unter 90 % als schlecht, zwischen 90 % und 110 % als mittel und über 110 % als gut ein.128

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Formel 12: Liquidität 3. Grades129

Die Liquidität dritten Grades, auch current ratio130 genannt, sollte ein Ergebnis zwischen 120 % bis 150 % anstreben. Befindet sich das Ergebnis unter diesem Zielbereich, könnte es Schwierigkeiten mit der Preisgestaltung im Unternehmen geben. Liegt das Ergebnis jedoch über 150 %, binden die zu hohen Lagerbestände zuviel Kapital.131

Working Capital Mit Hilfe des Working Capital ist es möglich, die kurzfristige zukünftige Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens zu beurteilen132 ohne durch bi- lanzpolitische Maßnahmen, die zu einer Bilanzverlängerung führen, beeinflusst zu werden.133

Formel 13: Working Capital134

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Ist das Working Capital, das ebenfalls als Reinumlaufvermögen oder Be- trag der Netto-Umlaufmittel bezeichnet wird, positiv, so übersteigt das Um- laufvermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten und man kann daraus schließen, dass ein Teil des Umlaufvermögens langfristig finanziert wur- de.135 Dieser positive Betrag ist der durch die kurzfristigen Lieferanten- und Bankverbindlichkeiten nicht neutralisierte Teil des Umlaufvermögens, der zur Deckung der durch die Geschäftstätigkeit bedingten Baraufwen- dungen zur Verfügung steht.136 Generell ist die Aussage zu vertreten, dass je höher das Working Capital ist, desto sicherer die Finanzierung.137 Im Falle einer Verbesserung des Working Capitals kann man daraus schließen, dass beispielsweise günstiger eingekauft werden konnte oder mehr Vorauszahlungen stattfanden und sich der Zahlungseingang grund- sätzlich verbessert hat. Höhere Zinsen, höhere Bankkredite oder gestie- gene Aufwendungen können unter anderem für eine Verschlechterung des Working Capitals verantwortlich sein.138 Des Weiteren besteht die Möglichkeit, den prozentualen Anteil des Umlaufvermögens, der langfristig finanziert ist, mit Hilfe des Working Capital Ratio zu errechnen,139 wobei ein gut finanziertes Unternehmen Werte zwischen 30 und 50 % auf- weist.140

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Formel 14: Working Capital Ratio141

Allgemein ist zu empfehlen, das kurzfristige Fremdkapital in langfristiges Fremdkapital umzuschulden, wenn es das Zinsniveau zulässt. Darüber hinaus sollten laufende Kosten daraufhin untersucht werden, inwieweit sie reduziert werden können.142

Anlagendeckungsgrad

Zu den Deckungsgraden gehören Deckungsgrad A und Deckungsgrad B, die wichtige Kennzahlen zu Finanzierungsregeln sind.143 Die goldene Fi- nanzierungsregel weist auf eine Parallelität der Beschaffungs- und Ver- wendungsfristen des Kapitals hin und verlangt dabei, dass die Investiti- onsdauer nicht länger sein darf als die Finanzierungsdauer.144 Z.B. sollten danach langfristig gebundene Vermögensgegenstände auch mit langfristi- gen Mitteln finanziert werden.145 Während Deckungsgrad A ausdrückt, zu wie viel Prozent das Anlagevermögen durch Eigenkapital abgedeckt bzw. finanziert wird,146 errechnet Deckungsgrad B hingegen die prozentuale

Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital.147

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Formel 15: Deckungsgrad A148

Folgender Tabelle sind grobe Richtwerte des Deckungsgrades A zu ent- nehmen, die von Branche zu Branche anders aussehen, da in einem kon- kreten Finanzierungsfall z.B. Fremdkapitalzinsen, die Ausschüttungspoli- tik, steuerliche Faktoren usw. berücksichtigt werden müssen.149 Im Ge- gensatz zum Deckungsgrad B sind deshalb nur branchenbezogene Aus- sagen ableitbar, da die notwendige Eigenkapitaldeckung des Anlagevermögens vom Geschäftsrisiko und der Anlagenintensität abhängt.150

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Tabelle 3: Grobe Richtwerte des Deckungsgrades A151

Allgemein gilt, je höher der Deckungsgrad A, desto besser, da somit auch Teile des Umlaufvermögens mit finanziert werden.152 Diese Kennzahl dient als grober Maßstab für die finanzielle Stabilität des Unternehmens, da der Grundsatz der Finanzierung besagt, dass langfristiges Vermögen auch langfristig zu finanzieren ist bzw. das Anlagevermögen, das Jahre zur Reliquidisierung braucht, möglichst weitgehend durch Eigenkapital zu finanzieren ist.153 Verkauf von Anlagevermögen, Aufstocken von Rückla- gen oder niedrigere Gewinnausschüttungen können dazu führen, dass der Deckungsgrad A steigt. Gründe für das Verringern des Deckungsgrades A können beispielsweise Verluste, kreditfinanzierte Maschinenparkerweite- rung oder erhöhte Privatentnahmen sein.154

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Formel 16: Deckungsgrad B155

Im Zusammenhang mit Deckungsgrad B wird die „goldene Bilanzregel“ gebracht, die fordert, dass das langfristige Vermögen des Unternehmens

(Anlagevermögen) komplett durch Eigenkapital sowie langfristigem Fremdkapital gedeckt sein muss bzw. der Idealwert mindestens 100 % beträgt.156 Im Gegensatz zur goldenen Finanzierungsregel erhebt die gol- dene Bilanzregel den Anspruch, die Kapitalausstattung der Unternehmung im Hinblick auf die Vermögensstruktur unter Berücksichtigung der dauern- den Zahlungsfähigkeit zu optimieren.157 Die Aufgabe des Deckungsgrades B ist die Überwachung der Fristenkongruenz, ob dem Anlagevermögen auf der Passivseite entsprechende Beträge langfristig gegenüberste- hen.158 Unter langfristigem Fremdkapital sind alle Verbindlichkeiten wie z.B. Hypotheken, Darlehen sowie Pensionsrückstellungen gemeint, die später als ein Jahr fällig werden.159 In der folgenden Tabelle sind Grobe Richtwerte für verschiedene Branchen zu sehen, wobei die Werte doch relativ unterschiedlich von Branche zu Branche sind.

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Tabelle 4: Grobe Richtwerte des Deckungsgrades B160

Für eine Erhöhung des Deckungsgrades B können z.B. von kurzfristig nach langfristig umgeschuldete Kredite, Verkauf oder Leasing von Anla- gevermögen. Neben den bereits zu Deckungsgrad A genannten Ursa- chen, die für eine Verringerung des Deckungsgrades verantwortlich sein können, ist hier noch eine Betriebserweiterung zu nennen, die nicht in vol- lem Umfang langfristig finanziert wurde.161 Ein Vergleich verschiedener Unternehmen auf Basis des Anlagendeckungsgrades wird durch Leasing bei Anlagen erheblich gestört, da geleaste Anlagen nicht im Anlagevermögen und somit nicht im Anlagendeckungsgrad erscheinen.162

2.5. Kennzahlen unter Verwendung der Gewinn- und Verlustrechnung

Umschlaghäufigkeit & Umschlagdauer der Vorräte Die Umschlaghäufigkeit und die Umschlagdauer der Vorräte werden im Allgemeinen den Kennzahlen der Vermögensstruktur zugeordnet, aber aufgrund des benötigten Wertes der Umsatzerlöse für die Berechnung aus der Gewinn- und Verlustrechnung werden sie in diesem Kapitel behandelt. Während die Umschlaghäufigkeit, oder auch Umschlagkoeffizient ge- nannt, die Relation zwischen den umsatznahen Beständen der Vorräte in der Bilanz und dem Umsatz als zentrale Größe für den operativen Erfolg des Unternehmens in der Gewinn- und Verlustrechnung angibt,163 so be- rechnet die Umschlagdauer, wie viele Tage durchschnittlich die Vorräte im Unternehmen sind, bis sie entweder verbraucht oder verkauft werden.164

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Formel 17: Umschlaghäufigkeit der Vorräte165

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Formel 18: Umschlagdauer der Vorräte166

[...]


1 Vgl. Schönheit, M.: (Wirtschaftliche Prozessgestaltung), S. 77.

2 Vgl. Langenbeck, J.: (PC-gestützte Betriebsführung mit Kennzahlen), S. 13.

3 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmungsführung), S. 19. Nach ihm haben Kennziffern eine grundsätzlichere Bedeutung und gelten über den einzelnen Betrieb hinaus, während er Kennzahlen auf betriebsindividuelle Daten bezieht.

4 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen), S. 7.

5 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmungsführung), S. 23.

6 Vgl. Berschin, H. H.: (Kennzahlen für die betriebliche Praxis), S. 26.

7 Vgl. Reichmann, T.: (Controlling mit Kennzahlen und Managementberichten), S. 20.

8 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 11.

9 Vgl. Eichhorn, D.: (Controllingmodell zur Transformation von strategischen Unterneh- menszielen in Fertigungsziele), S. 22.

10 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 11.

11 Vgl. Reichmann, T.: (Controlling mit Kennzahlen und Managementberichten), S. 19.

12 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmensführung), S. 12.

13 Vgl. Hauer, G.: (Hierarchische Kennzahlenorientierte Entscheidungsrechnung), S. 213.

14 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmensführung), S. 12.

15 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 93.

16 Vgl. Hauer, G.: (Hierarchische Kennzahlenorientierte Entscheidungsrechnung), S. 213.

17 Vgl. Staehle, W. H.: (Kennzahlen und Kennzahlensysteme als Mittel der Organisation und Führung von Unternehmen), S. 66f..

18 Vgl. Reichmann, T.: (Controlling mit Kennzahlen und Managementberichten), S. 22.

19 Vgl. Horváth, P.: (Controlling), S. 568.

20 Vgl. Caduff, T.: (Zielerreichungsorientierte Kennzahlennetze industrieller Unterneh- mungen: Bedingungsmerkmale, Bildung, Einsatzmöglichkeiten), S. 48.

21 Vgl. Hauer, G.: (Hierarchische Kennzahlenorientierte Entscheidungsrechnung), S. 213.

22 Vgl. Horváth, P.: (Controlling), S. 569.

23 Quelle: Eigene Darstellung nach Gladen. Vgl. Gladen, W.: (Performance Measure- ment) und (Kennzahlen- und Berichtsysteme), S. 17.

24 Vgl. Geiger, O.: (Kennzahlenorientiertes Entwicklungscontrolling), S. 89 m.w.N..

25 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 16.

26 Vgl. Helm, R.: (Bestimmung der Innovationskraft von Unternehmen), S. 6.

27 Vgl. Sturm, R.: (Finanzwirtschaftliche Kennzahlen als Führungsmittel), S. 3.

28 Vgl. Langenbeck, J.: (PC-gestützte Betriebsführung mit Kennzahlen), S. 14.

29 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 16.

30 Vgl. Geiger, O.: (Kennzahlenorientiertes Entwicklungscontrolling), S. 89 m.w.N..

31 Quelle: Eigene Darstellung nach Siegwart. Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Un- ternehmungsführung), S. 14.

32 Vgl. Geiger, O.: (Kennzahlenorientiertes Entwicklungscontrolling), S. 90 m.w.N..

33 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 16.

34 Quelle: Eigene Darstellung nach Siegwart. Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Un- ternehmungsführung), S. 15.

35 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmungsführung), S. 16.

36 Vgl. Konen, W.: (Kennzahlen in der Distribution), S. 27.

37 Vgl. Geiger, O.: (Kennzahlenorientiertes Entwicklungscontrolling), S. 90 m.w.N..

38 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 17.

39 Vgl. Reichmann, T.: (Controlling mit Kennzahlen und Managementberichten), S. 21.

40 Vgl. Helm, R.: (Bestimmung der Innovationskraft von Unternehmen), S. 5.

41 Vgl. Weber, J.: (Logistik-Controlling: Leistungen - Prozesskosten - Kennzahlen), S. 189.

42 Vgl. Berschin, H. H.: (Kennzahlen für die betriebliche Praxis), S. 27.

43 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen), S. 17.

44 Vgl. Hauer, G.: (Hierarchische Kennzahlenorientierte Entscheidungsrechnung), S. 214.

45 Vgl. Staehle, W. H.: (Kennzahlen und Kennzahlensysteme als Mittel der Organisation und Führung von Unternehmen), S. 59.

46 Quelle: Eigene Darstellung nach Gladen. Vgl. Gladen, W.: (Performance Measure- ment), S. 32.

47 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 32.

48 Vgl. Tschandl, G.: (Betriebsanalysen), S. 18f.

49 Vgl. Siegwart, H.; Menzl, I.: (Kontrolle als Führungsaufgabe), S. 11 f..

50 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 32.

51 Vgl. Coenenberg, A.: (Jahresabschluß und Jahresabschlußanalyse), S. 892 f.

52 Vgl. Hauer, G.: (Hierarchische Kennzahlenorientierte Entscheidungsrechnung), S. 214.

53 Vgl. Tschandl, G.: (Betriebsanalysen), S. 13.

54 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmungsführung), S. 21.

55 Vgl. Tschandl, G.: (Betriebsanalysen), S. 13.

56 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 81.

57 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmungsführung), S. 21.

58 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 82.

59 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 32.

60 Vgl. Michel, R.: (Komprimiertes Kennzahlen-Know-How), S. 22.

61 Vgl. Tschandl, G.: (Betriebsanalysen), S. 18f.

62 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen), S. 17.

63 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 33.

64 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 33.

65 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmungsführung), S. 23.

66 Vgl. Gladen, W.: (Performance Measurement), S. 30.

67 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 32.

68 Vgl. Michel, R.: (Komprimiertes Kennzahlen-Know-How), S. 22.

69 Vgl. Reichmann, T.: (Controlling mit Kennzahlen und Managementberichten), S. 20.

70 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 51.

71 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 57.

72 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 51.

73 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 57.

74 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 196.

75 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 52.

76 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 53.

77 Vgl. Gretz, W.: (Erfolgreiches Controlling durch Kennziffernanalyse), S. 41.

78 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensführung), S. 41.

79 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 101.

80 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensführung), S. 41.

81 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 101.

82 Vgl. Kralicek, P.; Böhmdorfer, F.; Kralicek, G.: (Kennzahlen für Geschäftsführer), S. 96.

83 Quelle: Eigene Darstellung nach Kralicek, Böhmdorfer, Kralicek. Vgl. Kralicek, P.; Böhmdorfer, F.; Kralicek, G.: (Kennzahlen für Geschäftsführer), S. 95.

84 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensführung), S. 41.

85 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 197.

86 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 53.

87 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 53.

88 Vgl. Coenenberg, A. G.: (Jahresabschluß und Jahresabschlußanalyse), S. 909.

89 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensführung),

S. 42.

90 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 216.

91 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 54.

92 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 54.

93 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 217.

94 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 54.

95 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 217.

96 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 58.

97 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensführung), S. 68.

98 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 104.

99 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensführung), S. 68.

100 Quelle: Eigene Darstellung nach Probst. Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht ge- macht), S. 102.

101 Vgl. Riebell, C.: (Die Praxis der Bilanzauswertung), S. 507.

102 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 167.

103 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 67.

104 Quelle: Eigene Darstellung nach Ossola-Haring. Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensführung), S. 45.

105 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensfüh- rung), S. 45.

106 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 102.

107 Quelle: Eigene Darstellung nach Baetge, Kirsch, Thiele. Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 230.

108 Vgl. Riebell, C.: (Die Praxis der Bilanzauswertung), S. 515.

109 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 230.

110 Vgl. Temple, P.: (Magische Zahlen), S. 90.

111 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 58.

112 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 58.

113 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 105.

114 Vgl. Coenenberg, A. G.: (Jahresabschluß und Jahresabschlußanalyse), S. 917.

115 Vgl. Hebertinger, M.: (Wertsteigerungsmaße - Eine kritische Analyse), S. 107.

116 Vgl. Perridon, L.; Steiner, M.: (Finanzwirtschaft der Unternehmung), S. 10.

117 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 60.

118 Vgl. Temple, P.: (Magische Zahlen), S. 93.

119 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 105.

120 Vgl. Temple, P.: (Magische Zahlen), S. 93.

121 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 61.

122 Vgl. Temple, P.: (Magische Zahlen), S. 93.

123 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 62.

124 Vgl. Kralicek, P.; Böhmdorfer, F.; Kralicek, G.: (Kennzahlen für Geschäftsführer), S. 173.

125 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 62.

126 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmensführung), S. 63.

127 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensfüh- rung), S. 37.

128 Vgl. Kralicek, P.; Böhmdorfer, F.; Kralicek, G.: (Kennzahlen für Geschäftsführer), S. 173.

129 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 63.

130 Vgl. Temple, P.: (Magische Zahlen), S. 93.

131 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 63.

132 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 270.

133 Vgl. Perridon, L.; Steiner, M.: (Finanzwirtschaft der Unternehmung), S. 554.

134 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 63.

135 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 113.

136 Vgl. Harrmann, A.: (Bilanzanalyse für die Praxis), S. 105, m.w.N..

137 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 113.

138 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensfüh- rung), S. 38.

139 Vgl. Kralicek, P.; Böhmdorfer, F.; Kralicek, G.: (Kennzahlen für Geschäftsführer), S. 107.

140 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 114.

141 Quelle: Eigene Darstellung nach Probst. Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht ge- macht), S. 113.

142 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensfüh- rung), S. 38.

143 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 64.

144 Vgl. Bussiek, J.; Fraling, R.; Hesse, K.: (Unternehmensanalyse mit Kennzahlen), S. 58.

145 Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unternehmen), S. 64.

146 Vgl. Kralicek, P.; Böhmdorfer, F.; Kralicek, G.: (Kennzahlen für Geschäftsführer), S. 104.

147 Vgl. Kralicek, P.; Böhmdorfer, F.; Kralicek, G.: (Kennzahlen für Geschäftsführer), S. 106.

148 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 65.

149 Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht gemacht), S. 106.

150 Vgl. Coenenberg, A. G.: (Jahresabschluß und Jahresabschlußanalyse), S. 926.

151 Quelle: Eigene Darstellung nach Probst. Vgl. Probst, H.-J.: (Kennzahlen leicht ge- macht), S. 107.

152 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensfüh- rung), S. 27.

153 Vgl. Riebell, C.: (Die Praxis der Bilanzauswertung), S. 510 f..

154 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensfüh- rung), S. 27.

155 Quelle: Eigene Darstellung nach Vollmuth. Vgl. Vollmuth, H.: (Kennzahlen im Unter- nehmen), S. 66.

156 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 258.

157 Vgl. Bussiek, J.; Fraling, R.; Hesse, K.: (Unternehmensanalyse mit Kennzahlen), S. 58.

158 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmensführung), S. 62.

159 Vgl. Riebell, C.: (Die Praxis der Bilanzauswertung), S. 510.

160 Quelle: Eigene Darstellung nach Kralicek, Böhmdorfer, Kralicek. Vgl. Kralicek, P.; Böhmdorfer, F.; Kralicek, G.: (Kennzahlen für Geschäftsführer), S. 106.

161 Vgl. Ossola-Haring, C.: (Das große Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensfüh- rung), S. 28.

162 Vgl. Siegwart, H.: (Kennzahlen für die Unternehmensführung), S. 62.

163 Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 214.

164 Vgl. Schwarzecker, J; Spandl, F.: (Krisenmanagement mit Kennzahlen), S. 68.

165 Quelle: Eigene Darstellung nach Baetge, Kirsch, Thiele. Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 214.

166 Quelle: Eigene Darstellung nach Baetge, Kirsch, Thiele. Vgl. Baetge, J.; Kirsch, H.-J.; Thiele, S.: (Bilanzanalyse), S. 216.

Ende der Leseprobe aus 182 Seiten

Details

Titel
Entwicklung eines Analyseinstrumentariums für das Planspiel ComPAQ
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Betriebswirtschaftliche Produktions- und Investitionsforschung)
Veranstaltung
Unternehmensrechnung & Unternehmensleitung
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
182
Katalognummer
V71365
ISBN (eBook)
9783638618397
ISBN (Buch)
9783656071365
Dateigröße
2419 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Analyseinstrumentariums, Planspiel, ComPAQ, Unternehmensrechnung, Unternehmensleitung, Visual, Basic, VBA, VisualBasic, VB, Kennzahl, Kennzahlen, Kennzahlensysteme, ROI, Excel, GuV, Bilanz, Göttingen
Arbeit zitieren
Martin Krüger (Autor), 2006, Entwicklung eines Analyseinstrumentariums für das Planspiel ComPAQ, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71365

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