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"Put the blame on mame" - Die Darstellung der Frau im amerikanischen Film Noir am Beispiel von „Gilda“

Title: "Put the blame on mame" - Die Darstellung der Frau im amerikanischen Film Noir am Beispiel von „Gilda“

Term Paper , 2005 , 43 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marina Deck (Author)

Communications - Movies and Television
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Summary Excerpt Details

In dunklen, verlassenen Gassen spiegeln sich Straßenlaternen im nass glänzenden Asphalt. Ihr schwaches Licht wirft verzerrte Schatten auf den Boden und in düstere Treppenhäuser, in den sich seltsame Gestalten bewegen. Man kann sich sicher sein, dass hier nichts Gutes passieren wird. Das ist die Welt des Film noir - eine Welt, deren Aura nicht gerade zum Wohlfühlen einlädt. Auch „die Figuren sind mehr oder minder widerlich, besonders schrecklich die Frauen“ , wie einst der französische Filmkritiker Jean-Pierre Chartier feststellte. Undurchsichtige Charaktere betrügen, morden und verstricken sich in kriminelle Abenteuer, während sie auf ein böses Ende zusteuern. Die bedrohliche und verworrene Welt des Film noir irritiert, übt aber auch gleichzeitig eine große Faszination aus, die bis heute nicht verloren gegangen ist. Besonders faszinierend sind die Frauen – wunderschöne, jedoch unmoralische und skrupellose Verführerinnen.

Daher ist es für die vorliegende Arbeit von besonderem Interesse, die Darstellung der weiblichen Figuren im Film noir zu untersuchen. Im Folgenden werden die charakteristischen Frauenbilder porträtiert sowie ihre kennzeichnenden narrativen und visuellen Darstellungsweisen untersucht.

Zunächst wird der Film noir im Allgemeinen beleuchtet. Nach einer kurzen Einführung werden sein Entwicklungsprozess sowie seine typischen Merkmale skizziert. Daran schließt sich die Betrachtung des Frauenbildes aus einer soziologisch-historischen Perspektive an. Danach werden seine kulturhistorischen und psychoanalytischen Aspekte berücksichtigt. Daraufhin werden die zentralen Frauentypen vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf ihre Funktion und visuelle Gestaltung im Film gelegt wird. Im letzten Teil der Arbeit wird die Repräsentation der Frau am Beispiel von dem Film Gilda aus dem Jahr 1946 verdeutlicht. Hierfür wird nach einer kurzen Wiedergabe des Filminhalts zunächst diskutiert, welchen Frauentypus die weibliche Hauptfigur Gilda vertritt und anhand ihrer visuellen Darstellung sowie narrativen Funktion begründet. Abschließend wird eine Schlüsselszene im Detail analysiert, um ein tieferes Verständnis für die weibliche Figur herzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Film Noir – Eine Einführung

2.2 Historische Entwicklung

2.3 Zentrale Themen

2.4 Bildsprache

3. Repräsentation von Weiblichkeit im Film noir

3.1 Das Frauenbild aus soziologisch-historischer Perspektive

3.2 Kulturhistorische und psychoanalytische Aspekte

3.3 Kategorien der Weiblichkeit

3.3.1 Die Femme fatale

3.3.2 Die Nurturing woman

4. Das Frauenbild im Film „Gilda“

4.1 Ikonographische Merkmale der Frauenfigur

4.2 Gilda – eine Femme fatale?

4.3 „Put the Blame on Mame“ – Analyse einer Schlüsselszene

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung weiblicher Figuren im amerikanischen Film noir unter besonderer Berücksichtigung ihrer narrativen und visuellen Gestaltung. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Repräsentation der Frau in der soziokulturellen Umbruchphase der 1940er Jahre entwickelte und welche Bedeutung stereotypisierte Frauentypen wie die „Femme fatale“ für die männliche Identitätskrise in diesem Genre einnehmen.

  • Film noir als ästhetische und historische Periode
  • Soziologische und psychoanalytische Perspektiven auf Weiblichkeit
  • Kategorisierung weiblicher Stereotype: Femme fatale vs. Nurturing woman
  • Filmische Analyse von „Gilda“ (1946) als Fallstudie
  • Diskursive Macht und visuelle Repräsentation

Auszug aus dem Buch

4.3 „Put the Blame on Mame“ – Analyse einer Schlüsselszene

Diese Szene stellt den Höhepunkt der Filmhandlung dar, dem folgende Ereignisse vorhergehen. Gilda kehrt mit dem Anwalt nach Buenos Aires zurück, um ihre Ehe mit Jonny annullieren zu lassen. Der Anwalt stellt sich allerdings als ein Helfer von Jonny heraus und bringt sie zu ihm. Gilda verzweifelt, vor allem weil sie erfährt, dass es in Argentinien keine Eheannullierungen gibt. Sie fleht Jonny weinend an, sie gehen zu lassen, er aber bleibt in seiner emotionalen Grausamkeit hart. Daraufhin liefert Gilda im Casino einen Tanzauftritt, der in die Filmgeschichte einging.

Gilda singt in deutlich angetrunkenem Zustand vor den Casinobesuchern das Lied Put the Blame on Mame. Dabei trägt sie ein schwarzes, trägerloses Samtkleid mit tiefem Ausschnitt und langem Schlitz, lange Handschuhe aus gleichem Stoff und hochhackige Schuhe. Das Kostüm ist eine eindeutige Reflexion der für Film noir charakteristischen Fetischisierung des weiblichen Körpers. Eine große, verspielte Schleife an Gildas Hüfte erscheint etwas unpassend bei dem gefährlich aufreizenden Outfit. Sie musste jedoch eingesetzt werden, um den Bauch der schwangeren Hayworth zu verdecken. In Anbetracht des erotischen Gesamteindrucks der Performance erscheint dies aber als nebensächlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Welt des Film noir, ihre Faszination und die Zielsetzung der Untersuchung der weiblichen Figuren.

2. Theoretische Grundlagen: Historischer Überblick über die Entstehung des Film noir, seine thematischen Schwerpunkte und seine charakteristische visuelle Bildsprache.

3. Repräsentation von Weiblichkeit im Film noir: Analyse der soziologischen und psychoanalytischen Hintergründe zur Darstellung von Frauen sowie Differenzierung der Typen Femme fatale und Nurturing woman.

4. Das Frauenbild im Film „Gilda“: Untersuchung der Hauptfigur Gilda, ihrer ikonographischen Merkmale und die detaillierte Analyse der zentralen Tanzsequenz als Machtdemonstration.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse zum Geschlechterkampf im Film noir und die Rolle der Frau bei der Reflektion moderner Identitätsprobleme.

Schlüsselwörter

Film noir, Gilda, Femme fatale, Nurturing woman, Weiblichkeit, Geschlechterrollen, Psychoanalyse, visuelle Darstellung, Macht, Identitätskrise, Hollywood, Gender, Repräsentation, Filmgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Frauenfiguren im amerikanischen Film noir und beleuchtet, wie diese im Kontext der gesellschaftlichen Veränderungen der 1940er Jahre konstruiert wurden.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Im Zentrum stehen die soziale Stellung der Frau, die männliche Identitätskrise sowie die ästhetischen Mittel des Film noir, um Weiblichkeit als Bedrohung oder Fluchtpunkt darzustellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die narrative und visuelle Repräsentation von Frauen zu dekonstruieren und aufzuzeigen, wie Stereotype wie die Femme fatale die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern im Film spiegeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es erfolgt eine Kombination aus kulturhistorischer Analyse, psychoanalytischer Betrachtung von Mythenfiguren und eine filmwissenschaftliche Sequenzanalyse des Films „Gilda“.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte gibt es im Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die Entstehungsgeschichte des Genres, die soziologisch-historische Einbettung der Rollenbilder sowie eine ausführliche Fallstudie der Frauenfigur „Gilda“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Femme fatale“, „Nurturing woman“, „geschlechtliche Rollennormen“, „visuelle Inszenierung“ und „patriarchale Ordnung“ charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Nurturing woman von der Femme fatale?

Die Nurturing woman repräsentiert die traditionelle, domestizierte Rolle der Ehefrau und Mutter, die dem Mann Sicherheit bietet, während die Femme fatale als subversives Element durch Sexualität Macht ausübt.

Welche Bedeutung hat die Szene „Put the Blame on Mame“ im Film Gilda?

Diese Szene dient als Höhepunkt, in dem Gilda durch einen als Striptease inszenierten Auftritt ihre Sexualität instrumentalisiert, um Jonny öffentlich zu demütigen und sich gegen seine Kontrolle aufzulehnen.

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Details

Title
"Put the blame on mame" - Die Darstellung der Frau im amerikanischen Film Noir am Beispiel von „Gilda“
College
University of Leipzig  (Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Seminar
Grade
1,0
Author
Marina Deck (Author)
Publication Year
2005
Pages
43
Catalog Number
V71405
ISBN (eBook)
9783638631655
ISBN (Book)
9783638689212
Language
German
Tags
Darstellung Frau Film Noir Seminar Film-Noir Filmanalyse Filmklassiker
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marina Deck (Author), 2005, "Put the blame on mame" - Die Darstellung der Frau im amerikanischen Film Noir am Beispiel von „Gilda“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71405
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