Im Rahmen der Arbeit wird schwerpunktmäßig die Welthandelsorganisation beleuchtet: Ihre Historie, ihre Aufgaben, Gremien und die kritische Überprüfung ihrer Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus wird die OECD, insbesondere deren Codes of Conduct, gleichermaßen vorgestellt sowie Nichtregierungsorganisationen (NGO's) und deren Wirkungskreis am Beispiel von Greenpeace.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Weltwirtschaftsordnung im Zeichen der Liberalisierung der Weltwirtschaft
2. Autonome Organisationen am Beispiel der Welthandelsorganisation
2.1. Historie der Welthandelsorganisation
2.2. Die Welthandelsorganisation und ihre Regelsysteme (GATT, GATS und TRIPs)
2.2.1. Das GATT („General Agreement on Tariffs and Trade“)
2.2.2. Das GATS („General Agreement on Trade in Services“)
2.2.3. Das TRIPs („Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights“)
2.3. Strukturelle Verbesserungen durch das Wirken der WTO
2.4. Organ- und Entscheidungsstruktur der WTO
2.5. Die Prinzipien der WTO
2.5.1. Das Prinzip der Meistbegünstigung
2.5.2. Das Inländerprinzip
2.5.3. Das Prinzip der Reziprozität
2.5.4. Die Verpflichtung zur Transparenz
3. Regelbildung durch weitere internationale Institutionen
3.1. Die UN-Sonderorganisationen am Beispiel der WIPO
3.1.1. Historie der WIPO
3.1.2. Strukturelle Verbesserungen durch das Wirken der WIPO
3.1.3. Organ- und Entscheidungsstruktur der WIPO
3.2. Die regionalen Wirtschaftsorganisationen am Beispiel der OECD
3.2.1. Historie der OECD
3.2.2. Strukturelle Verbesserungen durch das Wirken der OECD
3.2.3. Organ- und Entscheidungsstruktur der OECD
3.3. Nichtregierungsorganisation (NGOs)
3.3.1. Historie von NGOs
3.3.2. Strukturelle Verbesserungen durch das Wirken von NGOs
3.3.3. Organ- und Entscheidungsstrukturen von NGOs
4. Schlusswort
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle internationaler Organisationen bei der Gestaltung der Weltwirtschaftsordnung. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie Institutionen wie die WTO, WIPO, OECD sowie Nichtregierungsorganisationen durch Regelbildung, Strukturverbesserungen und die Etablierung verbindlicher Standards zum Liberalisierungsprozess der Weltwirtschaft beitragen und welche Herausforderungen dabei bestehen.
- Analyse der Welthandelsorganisation (WTO) und ihrer zentralen Regelsysteme (GATT, GATS, TRIPs).
- Untersuchung der Prinzipien des internationalen Wirtschaftsrechts wie Meistbegünstigung und Inländerprinzip.
- Betrachtung der WIPO als Beispiel für UN-Sonderorganisationen im Bereich geistiges Eigentum.
- Evaluierung der OECD als regionale Wirtschaftsorganisation und ihr Einfluss mittels "Soft Law".
- Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) als kritische Akteure der Globalisierung.
Auszug aus dem Buch
2.2.1. Das GATT („General Agreement on Tariffs and Trade“)
Im Zentrum des GATT steht die Regelung des internationalen Warenverkehrs. Der Präambel des Vertrages zufolge soll ein wesentlicher Abbau der Zölle und anderer Handelsschranken ausgeweitet werden, um zur Erhöhung des Lebensstandards, der Realisierung von Vollbeschäftigung, der vollen Erschließung der Hilfsquellen in der Welt und einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.
Das Abkommen differenziert die Zölle und nichttarifären Handelshindernisse als staatlich begründete Außenhandelsbarrieren. Nach den Regeln des GATT sind Zölle grundsätzlich erlaubt, aber nichttarifäre Handelshindernisse dagegen nicht gestattet. In diesem Zusammenhang ist allerdings anzumerken, dass diese Regelung in der Wirklichkeit häufig nicht eingehalten wird. Dagegen werden nach Sautter »Schätzungsweise die Hälfte des Welthandels [..] von den handeltreibenden Staaten durch nicht-tarifäre Hindernisse reguliert«, was den Disziplinierungsmechanismus des GATT zwangsläufig in Frage stellt.
Damit lässt sich deutlich belegen, dass das GATT-Reglement bei der Liberalisierung des Welthandels sowohl Erfolge als auch Misserfolge zu verzeichnen hatte. Eine Veränderung dieser Bedingungen ergab sich erst durch die Gründung der Welthandelsorganisation und der Ergänzung des GATT durch den Abschluss multilateraler Verträge, dem GATS und dem TRIPs.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Weltwirtschaftsordnung im Zeichen der Liberalisierung der Weltwirtschaft: Die Einleitung beleuchtet die globale Transformation durch wirtschaftliche und politische Prozesse und die Einbettung in das internationale Wirtschaftsrecht.
2. Autonome Organisationen am Beispiel der Welthandelsorganisation: Dieses Kapitel behandelt die Historie, die Regelsysteme (GATT, GATS, TRIPs), die Entscheidungsstrukturen sowie die grundlegenden Prinzipien der WTO.
3. Regelbildung durch weitere internationale Institutionen: Hier werden die WIPO als UN-Sonderorganisation, die OECD als regionales Forum sowie die wachsende Bedeutung von NGOs als Interessenvertreter analysiert.
4. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz bestehender Regelungsdefizite die internationale Integration für Fortschritt und Wohlstand unerlässlich bleibt.
Schlüsselwörter
Welthandelsorganisation, Liberalisierung, Weltwirtschaftsordnung, GATT, GATS, TRIPs, WIPO, OECD, Nichtregierungsorganisationen, Globalisierung, Geistiges Eigentum, Internationales Wirtschaftsrecht, Meistbegünstigung, Inländerprinzip, Soft Law.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Mechanismen und die Bedeutung internationaler Organisationen für die Gestaltung und den Liberalisierungsprozess der globalen Wirtschaft.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themenfelder sind das internationale Wirtschaftsrecht, die Rolle von Abkommen im Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie der Schutz geistigen Eigentums.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Institutionen durch Regelbildung und Normsetzung das internationale wirtschaftliche Handeln strukturieren und steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und Untersuchung existierender Regelwerke, völkerrechtlicher Verträge und institutioneller Strukturen.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Betrachtung der WTO, der WIPO, der OECD sowie die Rolle von Nichtregierungsorganisationen in der Weltwirtschaft.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Globalisierung, Liberalisierung, Handelsbarrieren, geistiges Eigentum, Souveränität und internationale Zusammenarbeit.
Welche Rolle spielt das Prinzip der Transparenz in der WTO?
Das Transparenzprinzip zwingt Mitgliedsstaaten dazu, ihre handelspolitischen Gesetze und Normen offenzulegen, um Handelshemmnisse für andere Akteure nachvollziehbar zu machen.
Warum sind NGOs für die internationale Wirtschaftsordnung wichtig?
NGOs fungieren als kritische Interessenvertreter, die durch zivilgesellschaftlichen Druck und medienwirksame Aktionen Verhaltensweisen staatlicher und privater Akteure beeinflussen können.
Was versteht man unter dem Begriff "Soft Law" im Kontext der OECD?
„Soft Law“ bezeichnet Regelungsmechanismen, die keine harte rechtliche Bindung besitzen, aber durch freiwillige Akzeptanz und informellen Druck dennoch eine regulierende Wirkung entfalten.
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- Eva-Maria Graf (Author), 2006, Die Welthandelsorganisation und Wirtschaftsordnungen im Lichte der Liberalisierung der Weltwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71464