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Der Mönch von Salzburg - das guldein abc

Title: Der Mönch von Salzburg - das guldein abc

Term Paper , 1996 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katharina Maas (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Summary Excerpt Details

Die Menschen im hohen und späten Mittelalter lebten in einer Zeit der Armut und der ständigen Seuchengefahr, einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in den Städten einerseits und des Ideals der Armut und Entsagung andererseits. Die christlichen Dokmen waren streng und vermittelten den Gläubigen eine ständige Angst vor der eigenen Vergänglichkeit und der ewigen Verdammnis. Demzufolge brauchten die Menschen eine besondere Fürsprecherin und Mittlerin bei Gott, die sie in der Jungfrau Maria fanden. Es entstanden eine Fülle von Mariendichtungen und - liedern. Einer der wichtigsten und am weitesten verbreitete Dichter dieser Zeit war der Mönch von Salzburg, der dem Hofe des Erzbischofs Pilgrim II von Puchheim angehörte. Er hinterließ neben weltlichen und christlichen Liedern viele Werke, die speziell der Mutter Gottes gewidmet waren.

In der vorliegenden Hausarbeit untersuche ich, nach einer kurzen Darstellung des Lebens und Werkes des Mönchs, eines seiner Marienlieder das guldein abc. Ich werde nach der Bedeutung Marias im Mittelalter fragen, die Gründe für ihre Verehrung im historischen Kontext betrachten und den Bezug zum guldein abc herstellen. Weiterhin behandel ich Form und Aufbau des Gedichtes. In den beiden letzten Kapiteln gehe ich auf die vom Dichter verwendeten Beiworte und Sinnbilder zur Beschreibung Marias und die Zahlenallegorese ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Mönch von Salzburg, Leben und Werk

3. Das guldein abc, ein Mariengedicht

3.1. Warum ein Mariengedicht ? Die Bedeutung Marias im hohen und späten Mittelalter

3.1.1. Marienkult, Entstehung und Ursache

3.1.2. Anrufung Marias in Sündenklagen

3.2. Die Verbindung von Loblied und Bittgedicht

4. Formale Betrachtung des Gedichtes

4.1. Aufbau

4.2. Abecedarium

5. Die verwendeten Sinnbilder zur Beschreibung Marias

6. Zahlenallegorese

7. Schluß

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das spätmittelalterliche Werk "das guldein abc" des Mönchs von Salzburg, um dessen literarische Bedeutung, formale Struktur sowie die eingebettete Marienverehrung und Zahlenallegorese im historischen Kontext der Zeit zu analysieren.

  • Lebensweg und Werk des Mönchs von Salzburg
  • Soziokulturelle Hintergründe des Marienkults im Spätmittelalter
  • Strukturelle Analyse der Sündenklage-Elemente und des Bittgedichts
  • Formale Untersuchung des Akrostichons und des Abecedariums
  • Interpretation der verwendeten Sinnbilder und der Zahlenallegorese

Auszug aus dem Buch

3. Das guldein abc, ein Mariengedicht

Die Haltung der Ergriffenheit gegenüber der Jungfrau Maria beginnt ungefähr in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Bis dahin war die Marienliteratur eher belehrend und beruhte auf den herrschenden Mariendokmen. Die Ursache für den aufkommenden Marien- und Heiligenkult ist unter anderem sozialwissenschaftlich zu erklären. Seit dem 12. Jahrhundert blühten in den Städten Handel und Geldwirtschaft. Diese Art der Geschäfte war aber seit jeher im biblischen Sinn verwerflich und sündhaft. Im neuen Testament wurden meist die Zöllner und Händler als Sünder und Verdammte vorgeführt, die erst durch Jesus von ihren Sünden freigesprochen werden konnten. Diese Diskrepanz führte für die Städter zu einer ernsten Identitätskrise, die durch die Reformbewegungen in den Städten, die das Armutsideal wieder aktualisierten, noch verstärkt wurde.

Hin und hergerissen von den täglichen materiellen Bedürfnissen und Interessen und dem Streben nach Erlösung suchten und fanden die Menschen in Maria, die göttliches und menschliches in sich vereinte, die ideale Mittlerin. Von allen Heiligen erschien Maria als die, die Gott am nächsten war. Sie wurde angerufen, um Fürbitte bei ihrem Sohn zu erbeten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die angstgeprägte Lebenswelt des Spätmittelalters und führt in die Rolle Marias als zentrale Mittlerin ein, deren Verehrung das Werk des Mönchs von Salzburg prägt.

2. Der Mönch von Salzburg, Leben und Werk: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben des bedeutenden spätmittelalterlichen Dichters und dessen Einbindung in das Umfeld des Salzburger Erzbischofs Pilgrim II.

3. Das guldein abc, ein Mariengedicht: Hier wird die soziokulturelle Entstehung des Marienkults beleuchtet und analysiert, wie das Gedicht Elemente von Loblied, Sündenklage und Bittgebet miteinander verknüpft.

4. Formale Betrachtung des Gedichtes: Das Kapitel untersucht den komplexen formalen Aufbau des Werks und die Verwendung der Abecedarium-Form als literarisches Mittel.

5. Die verwendeten Sinnbilder zur Beschreibung Marias: Dieser Abschnitt erläutert die christliche Symbolik hinter den verwendeten Metaphern, wie etwa Einhorn, Pelikan oder Phönix, zur Beschreibung Marias.

6. Zahlenallegorese: Hier wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Struktur des Gedichts auf allegorischen Zahlensymboliken basiert, die im Mittelalter zur Interpretation der Welt genutzt wurden.

7. Schluß: Der Schluß resümiert die literarische Qualität und die Vielschichtigkeit des Mönchs von Salzburg, dessen Werk heute wieder verstärkt als bedeutendes Zeugnis spätmittelalterlicher Gelehrsamkeit gewürdigt wird.

Schlüsselwörter

Mönch von Salzburg, das guldein abc, Marienverehrung, Spätmittelalter, Sündenklage, Abecedarium, Marienkult, Zahlenallegorese, Christliche Symbolik, Mittelalterliche Lyrik, Literaturwissenschaft, Gelehrsamkeit, Mittlerin, Erlösungsgedanke, Akrostichon

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Mariengedichts "das guldein abc" des Mönchs von Salzburg im Kontext der spätmittelalterlichen Literatur und Religionsgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf dem Marienkult, der formalen Gestaltung durch das Abecedarium, der christlichen Sinnbildsprache und der möglichen Anwendung von Zahlenallegorese.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die literarische Qualität, die psychologische Wirkung und die Gelehrsamkeit hinter dem Werk des Mönchs von Salzburg zu verdeutlichen und in seinem historischen Kontext einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, kombiniert mit historischen und kulturgeschichtlichen Kontextualisierungen sowie einer motivgeschichtlichen Untersuchung von Sinnbildern.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Hintergrunds des Marienkults, die strukturelle und formale Analyse des Gedichts sowie die Interpretation der verwendeten Symbole und Zahlenverhältnisse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mönch von Salzburg, Marienverehrung, Spätmittelalter, Sündenklage und Zahlenallegorese charakterisieren.

Warum wird das "guldein abc" als besonders kunstvoll bezeichnet?

Das Werk zeichnet sich durch eine Kombination aus komplexer Abecedarium-Struktur, einer Fülle von Beiwörtern und einer psychologisch ausgefeilten Mischung aus Lob und Bitte aus.

Wie deutet der Autor die Verwendung von Zahlen im Gedicht?

Der Autor weist darauf hin, dass die Strophenanzahl und -struktur biblische und mystische Konnotationen aufweisen könnten, warnt jedoch vor einer Überinterpretation, da die Absicht des Dichters nicht immer eindeutig belegbar ist.

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Details

Title
Der Mönch von Salzburg - das guldein abc
College
Technical University of Berlin  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
Spätmittelalterliche Lyrik
Grade
2,0
Author
Katharina Maas (Author)
Publication Year
1996
Pages
17
Catalog Number
V71512
ISBN (eBook)
9783638632058
ISBN (Book)
9783638769396
Language
German
Tags
Mönch Salzburg Spätmittelalterliche Lyrik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Maas (Author), 1996, Der Mönch von Salzburg - das guldein abc, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71512
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