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Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Rechtschreibschwierigkeiten

Title: Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Rechtschreibschwierigkeiten

Term Paper , 2004 , 30 Pages

Autor:in: Margarethe Gawlik (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Lesen und Schreiben gehören zu den Schlüsselqualifikationen, die Kinder in der Schule und
speziell in der Grundschule erwerben sollen, denn die Beherrschung der Schriftsprache ist die
Voraussetzung für die schulischen und späteren den beruflichen Erfolg.
Doch nicht immer geht der Schriftspracherwerb, also der Prozess des Lesen- und
Schreibenlernens, problemlos vonstatten. Es gibt Kinder, die trotz hinreichender allgemeiner
Begabung, Gesundheit und schulischer Unterrichtung große Schwierigkeiten beim Erlernen
des Lesens und des Rechtschreibens haben. Ein Scheitern im Schriftspracherwerb hat in den
allermeisten Fällen verhängnisvolle Folgen, denn ein Versagen im Lesen und Schreiben ist
nicht nur eine Lernbehinderung, vielmehr ziehen LRS/Legasthenie und die damit
verbundenen Misserfolgserlebnisse häufig weitere Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen
nach sich. In unserer Gesellschaft wird eine fehlerhafte Rechtschreibung nach wie vor als ein
Zeichen von mangelhafter Bildung oder gar als Intelligenzmangel verstanden. Lese- und
Rechtschreibschwierigkeiten haben in den letzten Jahren massiv zugenommen. Daher stellt
sich die Frage, wie Kindern mit besonderen Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und
des Rechtschreibens effektiv geholfen werden kann?
Diese wissenschaftliche Hausarbeit geht dieser Frage nach und will aufzeigen, was die Schule
leisten kann und welche außerschulischen Förderungsmöglichkeiten bestehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Prozess des (Lesen-) Schreibenlernens

2.1 Entwicklungsmodell zum Erwerb des Lesens und Schreibens von Frith

3. Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS)/Legasthenie

3.1 Historische Entwicklung und Begriffsklärung/Definitionen

3.2 Unterscheidungen zwischen Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten und isolierten Problemen beim Rechtschreiben

4. Ursachen von LRS

4.1 Phonologische Bewusstheit

4.1.1 Phonologisches Rekodieren

4.2 Schwierigkeiten beim phonologischen Rekodieren

4.2.1 Fehler bei unzureichendem orthographischem Wissen

5. Diagnostik

5.1 Überprüfung der Rechtschreibfähigkeit

6. Früherkennung von LRS im vorschulischen Bereich

6.1 Förderprogramme für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten

6.2 Die Bedeutung der frühen Prävention von LRS

6.3 Das Bielefelder Screening (BISC) zur Früherkennung von LRS

6.3.1 Zum Ablauf des Bielefelder Screening- Verfahrens

7. Das Würzburger Trainingsprogramm zur Frühförderung der phonologischen Bewusstheit

7.1 Zum Ablauf der Studien

7.1.1 Resultate der Trainingsstudien

7.2 Der Aufbau des Würzburger Trainingsprogramms

8. Das Marburger Trainingsprogramm zur Förderung von Rechtschreibschwierigkeiten

8.1 Ziel des Rechtschreibtrainings

8.1.1 Aufbau des Rechtschreibtrainings

8.2 Evaluation des Marburger Rechtschreibtrainings

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten zur effektiven Prävention und Intervention bei Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS) im Grundschulalter. Ziel ist es, den Schriftspracherwerb theoretisch einzuordnen, Ursachen für Schwierigkeiten zu identifizieren und bewährte Förderprogramme vorzustellen, die Kindern mit besonderen Herausforderungen beim Erlernen des Lesens und Schreibens unterstützen können.

  • Grundlagen des Schriftspracherwerbs und Entwicklungsmodelle
  • Ursachenforschung bei Lese- und Rechtschreibschwächen
  • Methoden der Diagnostik und Fehleranalyse
  • Früherkennungsmodelle im vorschulischen Bereich
  • Praktische Trainingsprogramme (Würzburger und Marburger Modell)

Auszug aus dem Buch

3.2 Unterscheidungen zwischen Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten und isolierten Problemen beim Rechtschreiben

Isolierte Rechtschreibprobleme sind durch eine erhöhte Zahl von Rechtschreibfehlern in Relation zur Normgruppe gekennzeichnet, also etwa in Bezug auf den Durchschnitt einer bestimmten Klassenstufe.

Bei Kindern mit isolierten Rechtschreibproblemen ist lediglich die Rechtschreibung, aber nicht das Lesen beeinträchtigt. Die Kinder besitzen zwar eine gewisse Sicherheit im Lesen, zeigen aber jedoch im Rechtschreiben größere Unsicherheiten. Sie schreiben überwiegend lautgetreu, machen jedoch viele Fehler, die gegen orthographische Konventionen verstoßen. Untersuchungen haben ergeben, dass sich Kinder mit isolierten Rechtschreibproblemen von Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwäche dadurch unterscheiden, dass sie in ihrer allgemeinen Sprachentwicklung weniger Defizite aufzeigen.

Abschließend ist zu sagen, dass es sehr schwer ist die Vielfalt an Begriffen eindeutig zu bestimmen oder zu definieren. Es gibt zahlreiche Definitionen. In der Fachliteratur werden die Begriffe „Legasthenie/LRS“ aus jeweils verschiedener Sicht definiert, so dass es keine einheitliche Definition gibt. In der weiteren Hausarbeit werde ich die Begriffe Lese- und Rechtschreibschwächen oder Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (beides LRS abgekürzt) verwenden, da der Begriff „Legasthenie“ bis heute stark kritisiert und diskutiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Schriftspracherwerbs ein und thematisiert das Problem des Scheiterns sowie die Notwendigkeit effektiver Hilfestellungen.

2. Der Prozess des (Lesen-) Schreibenlernens: Das Kapitel erläutert den Schriftspracherwerb als komplexen Prozess und stellt das Stufenmodell von Uta Frith vor.

3. Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS)/Legasthenie: Hier werden die historische Entwicklung, Definitionsprobleme und die Abgrenzung von isolierten Rechtschreibproblemen dargelegt.

4. Ursachen von LRS: Dieses Kapitel untersucht die komplexen biologischen, kognitiven und sozialen Faktoren, die zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten führen können.

5. Diagnostik: Die Diagnostik wird als Grundlage für Fördermaßnahmen beschrieben, wobei verschiedene Tests und Fehleranalysen im Fokus stehen.

6. Früherkennung von LRS im vorschulischen Bereich: Es wird die Bedeutung präventiver Maßnahmen erörtert und das Bielefelder Screening als Instrument zur Identifizierung von Risikokindern vorgestellt.

7. Das Würzburger Trainingsprogramm zur Frühförderung der phonologischen Bewusstheit: Das Kapitel beschreibt den Aufbau und die wissenschaftlichen Studien zum Würzburger Modell zur Förderung phonologischer Kompetenzen.

8. Das Marburger Trainingsprogramm zur Förderung von Rechtschreibschwierigkeiten: Fokus liegt hier auf den Lösungsstrategien, dem Aufbau und der Evaluation des Marburger Programms für Grundschulkinder.

9. Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine Kombination aus Prävention und gezielter Förderung für betroffene Kinder entscheidend ist.

Schlüsselwörter

LRS, Legasthenie, Schriftspracherwerb, phonologische Bewusstheit, Rechtschreibschwierigkeiten, Prävention, Intervention, Bielefelder Screening, Würzburger Trainingsprogramm, Marburger Rechtschreibtraining, Diagnostik, Fehleranalyse, Leseentwicklung, Förderung, Grundschule

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten zur Prävention und Intervention bei Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten im Kontext der Grundschule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen den Prozess des Schriftspracherwerbs, die Ursachen von LRS, diagnostische Verfahren sowie spezifische Trainingsprogramme für Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben durch schulische und außerschulische Förderangebote effektiv unterstützt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Darstellung empirischer Studien zu Förderprogrammen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der LRS, der Diagnostik, der vorschulischen Früherkennung durch Screening-Verfahren sowie den praktischen Trainingsansätzen von Würzburg und Marburg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie LRS, phonologische Bewusstheit, Prävention, Interventionsprogramme und Schriftspracherwerb charakterisieren.

Wie unterscheidet sich Legasthenie von isolierten Rechtschreibproblemen laut der Arbeit?

Kinder mit isolierten Rechtschreibproblemen haben meist keine Beeinträchtigung im Lesen und zeigen weniger Defizite in der allgemeinen Sprachentwicklung als Kinder mit LRS.

Warum ist die Unterscheidung zwischen phonologischer Bewusstheit im weiteren und engeren Sinne relevant?

Die Unterscheidung hilft bei der differenzierten Förderung; während das weitere Sinne-Training Aspekte wie Reime umfasst, zielt der engere Sinne auf die direkte Lautanalyse und -synthese ab.

Welche Rolle spielt das Würzburger Trainingsprogramm?

Es dient der Frühförderung der phonologischen Bewusstheit im Vorschulalter, um Risikokinder gezielt auf den Schriftspracherwerb vorzubereiten und LRS vorzubeugen.

Welcher Vorteil bietet das Marburger Rechtschreibtraining?

Es bietet konkrete Lösungsalgorithmen und Strategien für Schüler ab dem zweiten Schuljahr, die auf einem stufenweisen Aufbau und individueller Kontrolle basieren.

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Details

Title
Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Rechtschreibschwierigkeiten
College
Technical University of Braunschweig
Author
Margarethe Gawlik (Author)
Publication Year
2004
Pages
30
Catalog Number
V71519
ISBN (eBook)
9783638811347
Language
German
Tags
Möglichkeiten Prävention Intervention Rechtschreibschwierigkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Margarethe Gawlik (Author), 2004, Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Rechtschreibschwierigkeiten , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71519
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