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Religion und Kompetenz. Versuche der Standardisierung religiöser Bildung in den Bildungsplänen Baden-Württembergs

Titre: Religion und Kompetenz. Versuche der Standardisierung religiöser Bildung in den Bildungsplänen Baden-Württembergs

Dossier / Travail , 2006 , 122 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Ingo Stechmann (Auteur)

Pédagogie - Système scolaire, Politique d'enseignement et de l'école
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Die wissenschaftliche Hausarbeit im Rahmen des Promotionsaufbaustudiums beschäftigt sich aus aktuellem Anlass mit der Vereinbarkeit einer "Kompetenzforderung" und des "Religionsunterrichts". Sowohl der Begriff "Kompetenz" als auch das Phänomen "Religion" werden eingehend analysiert und anschließend auf Vereinbarkeit hin überprüft.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort: Einführung in Themenstellung, Inhalt und Vorgehensweise

1. Die Ausgangslage – Bestandsaufnahme und Situationsanalyse

1.1 Religionsunterricht und Schule

1.2 Bildungsreform als Konsequenz von Schulleistungsstudien

1.3 „Outcome“ statt Input - Von Lehrplänen zu Bildungsstandards

1.3.1 Lässt sich Bildung standardisieren?

1.3.2 Zur Einführung von Bildungsstandards in Deutschland

1.4 Die neuen Bildungspläne Baden-Württembergs

1.4.1 Inhalt und Aufbau

1.4.2 Standardisierung des Religionsunterrichts

2. Religion und Kompetenz

2.1 Vom „Heiligen“ einer „kollektiven Zwangsneurose“ - Was ist Religion?

2.1.1 Allgemeine Einführung

2.1.2 Theologie und Religionskritik

2.1.3 Religion „von Außen“

2.1.3.1 Religionspsychologie

2.1.3.2 Religionsphilosophie

2.1.3.3 Religionssoziologie

2.1.3.4 Zur Funktion von Religion

2.2 Zu Herkunft und Entwicklungsgeschichte des Kompetenzbegriffs

2.2.1 Was versteht man unter Kompetenz?

2.2.2 Der Kompetenzbegriff in der Wissenschaftsgeschichte

2.2.3 Der Kompetenzbegriff in der Pädagogik

2.2.4 Der Kompetenzbegriff in der Schule

2.3 Zur Vereinbarkeit zweier Begriffe: „Religiöse Kompetenz“

3. Kompetenzformulierungen und die Frage nach religiöser Grundbildung

3.1 Die Formulierungen des baden-württembergischen Lehrplans

3.1.1 Bildungsplan 2004 - Evangelische Religionslehre

3.1.2 Bildungsplan 2004 - Katholische Religionslehre

3.2 Vorschläge aus Wissenschaft und Praxis

3.3 Die Frage nach schulischem Bedarf und Lehrbarkeit von Religion

Nachwort – Ausblick und abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch die Versuche der Standardisierung religiöser Bildung durch die Einführung des Begriffs der "religiösen Kompetenz" in den Bildungsplänen Baden-Württembergs. Das primäre Ziel ist es, die Plausibilität dieser Standardisierung vor dem Hintergrund bildungspolitischer Reformen zu hinterfragen und zu prüfen, ob der Religionsunterricht als "ordentliches Lehrfach" sinnvoll mit quantifizierbaren Kompetenzmodellen vereinbar ist.

  • Analyse der gesetzlichen und schulpädagogischen Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts
  • Historische und systematische Herleitung des Kompetenz- und Religionsbegriffs
  • Kritische Untersuchung der bildungspolitischen "Standardisierungswelle" (PISA-Kontext)
  • Vergleich der Kompetenzformulierungen in den Fachlehrplänen (Evangelisch, Katholisch, Ethik, Jüdisch)
  • Diskussion über die grundsätzliche Lehrbarkeit von Religion und das Risiko einer rein funktionalen Bildungssteuerung

Auszug aus dem Buch

2.1 Vom „Heiligen“ einer „kollektiven Zwangsneurose“ - Was ist Religion?

„Diese einzige wahre Religion, so glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten.“

Wie sind solche Sätze zu beurteilen? Geht es hier um die einzige „Religion“, dann ist die Deutung des Begriffs meines Erachtens recht leicht, dann ist Religion ein Synonym für die römisch-katholische (oder die allgemein-katholische?) Glaubensgemeinschaft. Der Begriff dürfte demnach auch nur in Verbindung damit Verwendung finden. „Religiös“ wären dann nur Mitglieder dieser Kirche, was wohl keineswegs unserem alltäglichen Sprachgebrauch entspricht und demnach entweder als absurde Formulierung abgetan oder anders interpretiert werden muss. Wäre das „e“ nicht an „einzig“ angehängt, würde uns der Satz in heutiger Sprechweise vielleicht gleich ganz anders erscheinen. Somit gäbe es nämlich durchaus noch anderes, was als „Religion“ zu gelten hätte, auch wenn es natürlich aufgrund des formulierten Absolutheitsanspruchs keine „wahre Religion“ sein könnte.

Über die „mosaische Unterscheidung“, wie Jan Assmann dieses Phänomen der Einteilung in wahr und falsch nennt, die er vor allem den drei abrahamitischen Religionen vorwirft, soll an dieser Stelle nicht geurteilt werden, da sie meines Erachtens in den Bereich des Glaubens fällt. Glaube ist aber nicht gleich Religion, weswegen eine Betrachtung des Religionsbegriffs und dessen Bedeutung aus innerreligiöser Sicht für dieses Anliegen wohl kaum geeignet ist. Um damit nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich selbst meine (religiösen) Haltungen nun beiseite lege, möchte ich darauf hinweisen, dass eine gewisse lebensgeschichtlich entstandene Subjektivität in religiösen Fragen nie ganz auszuschalten ist. Um der Sache dennoch möglichst objektiv und im Sinne aller „Religionen“ gerecht zu werden, bediene ich mich im Folgenden der Religionswissenschaft und werde so die „mehr oder weniger genau bestimmte Hinneigung zu Überweltlichem“ versuchen aus einer vermeintlich „neutralen“ Perspektive in Augenschein zu nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einführung in Themenstellung, Inhalt und Vorgehensweise: Hinführung zur Problematik des Begriffspaars "Religion und Kompetenz" im Kontext der Bildungsplanreformen.

1. Die Ausgangslage – Bestandsaufnahme und Situationsanalyse: Darstellung der rechtlichen Stellung des Religionsunterrichts und des Einflusses internationaler Schulleistungsstudien auf die Standardisierung.

2. Religion und Kompetenz: Untersuchung der verschiedenen theoretischen Definitionen von Religion sowie der historischen und pädagogischen Entwicklung des Kompetenzbegriffs.

3. Kompetenzformulierungen und die Frage nach religiöser Grundbildung: Konkrete Analyse der Lehrplanformulierungen und Diskussion über die Machbarkeit einer standardisierten religiösen Grundbildung.

Nachwort – Ausblick und abschließende Bemerkungen: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Religionsunterrichts in einem pluralistischen Schulwesen.

Schlüsselwörter

Religion, Kompetenz, Religiöse Kompetenz, Bildungsstandards, Bildungsplan, Standardisierung, Religionsunterricht, Baden-Württemberg, PISA, Religionswissenschaft, Schulleistungsstudien, Religiöse Grundbildung, Lernziele, Kompetenzorientierung, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Einführung von Bildungsstandards und Kompetenzformulierungen im Religionsunterricht in Baden-Württemberg vor dem Hintergrund aktueller bildungspolitischer Debatten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Religion und Kompetenz, die Geschichte der Bildungsstandards in Deutschland und die spezifischen Herausforderungen bei deren Umsetzung im Fach Religionslehre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Plausibilität der Übertragung von Kompetenzkonzepten auf das Fach Religion kritisch zu hinterfragen, ohne dabei das "ordentliche Lehrfach" vorschnell funktionalen Steuerungsmustern zu unterwerfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse und einen Vergleich von Lehrplänen sowie einschlägigen wissenschaftlichen Diskursen der Religionspädagogik und Religionswissenschaft durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen und der Trend zu Bildungsstandards erörtert, gefolgt von einer tiefgreifenden Analyse der Definitionsgeschichte von Religion und Kompetenz.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Standardisierung, Outcome-Orientierung, religiöse Grundbildung, Funktionssysteme der Gesellschaft und der Konflikt zwischen pädagogischer Mündigkeit und normativer Evaluation.

Wie unterscheidet sich der Umgang der Fachkonfessionen mit dem Kompetenzbegriff?

Während die Evangelische Religionslehre versucht, eine übergeordnete "Religiöse Kompetenz" als Zielhorizont zu definieren, vermeidet die Katholische Religionslehre diesen Anspruch teils und ordnet die religiösen Ziele eher als gleichrangige Kompetenzen neben die fachlichen Standards ein.

Warum ist das jüdische Religionslehre-Modell im gymnasialen Bildungsplan besonders?

Dieses Modell nimmt eine Sonderstellung ein, da es explizit auf die Benennung von Dimensionen oder Kompetenzen verzichtet und stattdessen bei einer traditionellen Wissensvermittlung verharrt, womit es sich dem Trend zur modernen Standardisierung faktisch entzieht.

Welche Bedenken äußert der Autor hinsichtlich der Standardisierung?

Der Autor befürchtet eine Verarmung des Bildungsverständnisses, bei der "ganzheitliches Lernen" zugunsten einer rein kognitiven, messbaren Wissensabfrage verloren geht, was den Religionsunterricht in eine Legitimationskrise führen könnte.

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Résumé des informations

Titre
Religion und Kompetenz. Versuche der Standardisierung religiöser Bildung in den Bildungsplänen Baden-Württembergs
Université
University of Education Heidelberg  (Theologisch-Philosophisches Seminar)
Note
1,0
Auteur
Ingo Stechmann (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
122
N° de catalogue
V71604
ISBN (ebook)
9783638815208
ISBN (Livre)
9783638816205
Langue
allemand
mots-clé
Religion Kompetenz Versuche Standardisierung Bildung Bildungsplänen Baden-Württembergs
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ingo Stechmann (Auteur), 2006, Religion und Kompetenz. Versuche der Standardisierung religiöser Bildung in den Bildungsplänen Baden-Württembergs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71604
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Extrait de  122  pages
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