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Internationale Reaktionen auf die Afghanistankrise 1979 - Die Rolle der Deutschen Außenpolitik

Title: Internationale Reaktionen auf die Afghanistankrise 1979 - Die Rolle der Deutschen Außenpolitik

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M. A. Christoph Hollergschwandner (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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In der hier vorliegende Arbeit wird auf die internationalen Reaktionen auf die Afghanistanintervention der Sowjetunion eingegangen. Hierbei beschäftigte ich mich vor allem mit der deutschen Außenpolitik und ihrer Rolle in der Weltpolitik.
Zu Beginn werden wir einen Blick auf die Entwicklung der Außenpolitik der siebziger Jahre werfen, um einen eventuellen Wandel bzw. eine Kontinuität dieser Politik besser analysieren zu können. Bevor ich mich dann dem eigentli-chen Bereich der Arbeit widme, möchte ich einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Krise geben. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit wird die durch die internationale Krise entstandene Außenpolitik Deutschlands sein. Deshalb ist es sinnvoll, die deutschen Beziehungen zu den USA genauer zu untersuchen, da sie als Bündnispartner bis dahin richtungweisend für den au-ßenpolitischen Kurs Deutschlands waren. Wir werden feststellen, dass die deutsche Außenpolitik auf eine Zerreisprobe gestellt worden ist, so dass ich mir die Frage gestellt habe, inwiefern Deutschland seine Außenpolitik durch die Krise beeinflussen ließ und dementsprechend eventuell verändert hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die deutsche Außenpolitik vor der Intervention

3. Die sowjetische Intervention

3.1 Vor der Intervention

3.2 Der Einmarsch der sowjetischen Truppen

4. Internationale Reaktionen

4.1 Reaktionen der USA

5. Wie verhält sich Deutschland?

5.1 Beziehungen zu den USA

5.1.1 Der Olympiaboykott

5.2 Deutschland als Vermittler?

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der westdeutschen Außenpolitik in der Anfangsphase nach der sowjetischen Intervention in Afghanistan 1979. Ziel ist es zu analysieren, wie die Bundesregierung den Spagat zwischen Bündnistreue zu den USA und dem Festhalten an der eigenen Entspannungspolitik gegenüber dem Osten bewältigte.

  • Deutsche Außenpolitik und Entspannungspolitik
  • Internationale Reaktionen auf die sowjetische Invasion
  • Das Spannungsfeld zwischen USA und UdSSR
  • Deutschland in der Rolle des Vermittlers
  • Die politische Debatte im Deutschen Bundestag

Auszug aus dem Buch

4.1 Reaktionen der USA

Was die USA betrifft, so kann man erkennen, dass ihre Reaktionen auf die sowjetische Interventionen sehr entschlossen und hart vorgestellt wurden, denn „die Carter-Administration sieht in ihr eine Bedrohung für den Weltfrieden, für die Ost-West-Beziehungen und für die regionale Stabilität sowie für den Ölfluss“. Noch im Januar 1980 kristallisierten sich die zentralen Elemente eines Antwortkataloges heraus, um dieser Gefahr entschieden entgegentreten zu können. Hauptsächlich ging es darum, gegenüber der UdSSR Strafmaßnahmen einzuführen, welche sich in Wirtschaftssanktionen und in einem eventuellen Olympia-Boykott äußern konnten. Carter ließ am 23.01.1980 in seiner Rede zur Lage der Nation deutlich werden, in welchen Dimensionen sich diese Sanktionen bewegen können. Er drohte der UdSSR,

“While this invasion continues, we and the other nations of the world cannot conduct business as usual with the Soviet Union. That's why the United States has imposed stiff economic penalties on the Soviet Union. I will not issue any permits for Soviet ships to fish in the coastal waters of the United States. I've cut Soviet access to high-technology equipment and to agricultural products. I've limited other commerce with the Soviet Union, and I've asked our allies and friends to join with us in restraining their own trade with the Soviets and not to replace our own embargoed items. And I have notified the Olympic Committee that with Soviet invading forces in Afghanistan, neither the American people nor I will support sending an Olympic team to Moscow.”

Getreidelieferungen, Technologie-Transfer in Chemie und Fahrzeugbau sowie der Elektronik-Export von Computern, welcher zur Herstellung von Verteidigungsgütern benutzt werden konnte und außerdem für die Erdölförderung notwendig war, wurden mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Untersuchung und grenzt den Untersuchungszeitraum auf die ersten sechs Monate nach der sowjetischen Intervention ein.

2. Die deutsche Außenpolitik vor der Intervention: Dieses Kapitel beleuchtet die Grundlagen der sozial-liberalen Entspannungspolitik und das Konzept der NATO-Doppelstrategie.

3. Die sowjetische Intervention: Hier werden die historischen Hintergründe und Ursachen für den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan dargelegt.

4. Internationale Reaktionen: Dieses Kapitel analysiert die weltweiten diplomatischen Reaktionen sowie spezifisch die harte Sanktionspolitik der USA.

5. Wie verhält sich Deutschland?: Der Hauptteil untersucht die deutsche „Politik der Schere“ zwischen Bündnistreue und Festhalten am Dialog mit der Sowjetunion.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Deutschland eine Rolle als Übermittler einnahm, um die Entspannungspolitik zu wahren.

Schlüsselwörter

Afghanistankrise, Entspannungspolitik, Bundesrepublik Deutschland, Außenpolitik, Sowjetunion, USA, Helmut Schmidt, NATO, SALT-Verträge, Olympiaboykott, Bündnistreue, Krisenmanagement, Ostpolitik, Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die internationale Reaktion auf die sowjetische Intervention in Afghanistan 1979 mit einem spezifischen Fokus auf die Rolle und das Verhalten der deutschen Außenpolitik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Entspannungspolitik der 70er Jahre, den sowjetischen Einmarsch, die US-amerikanischen Sanktionsmaßnahmen und die Position der Bundesregierung im westlichen Bündnis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob und wie Deutschland seine Außenpolitik während der Krise veränderte und ob die Regierung ihr Ziel der Entspannung trotz des internationalen Drucks halten konnte.

Welche methodische Vorgehensweise liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche bzw. zeithistorische Analyse, die primär auf der Auswertung von Quellen wie dem Magazin "Der Spiegel", Protokollen des Deutschen Bundestages und Fachliteratur basiert.

Was sind die Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der internationalen Reaktionen, den Vergleich der US-amerikanischen Haltung mit der deutschen Position sowie die Analyse der Vermittlungsversuche durch Helmut Schmidt.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Entspannungspolitik, Bündnistreue, Afghanistan-Intervention, Ost-West-Konflikt und diplomatisches Krisenmanagement.

Wie reagierte die deutsche Opposition auf Schmidts Kurs?

Die Opposition, insbesondere Franz-Josef Strauß und Helmut Kohl, kritisierte Schmidts zurückhaltende Haltung und forderte eine solidere Unterstützung der US-amerikanischen Sanktionsmaßnahmen.

Warum wird Deutschland im Fazit als "Übermittler" bezeichnet?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Deutschland weniger als klassischer Vermittler fungierte, sondern eher als Akteur, der Interessen zwischen den Supermächten übermittelte, um die eigene Ostpolitik zu stabilisieren.

Welche Rolle spielte der Olympiaboykott für die Bundesregierung?

Der Boykott war ein diplomatisches Druckmittel der USA, bei dem die Bundesregierung versuchte, die Bündnistreue zu zeigen, ohne dabei die sportlichen und friedenspolitischen Beziehungen komplett zu gefährden.

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Details

Title
Internationale Reaktionen auf die Afghanistankrise 1979 - Die Rolle der Deutschen Außenpolitik
College
University of Constance
Course
Die siebziger Jahre - Aspekte einer Geschichte der BRD
Grade
2,0
Author
M. A. Christoph Hollergschwandner (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V71655
ISBN (eBook)
9783638633673
ISBN (Book)
9783638753999
Language
German
Tags
Internationale Reaktionen Afghanistankrise Rolle Deutschen Außenpolitik Jahre Aspekte Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Christoph Hollergschwandner (Author), 2004, Internationale Reaktionen auf die Afghanistankrise 1979 - Die Rolle der Deutschen Außenpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71655
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