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Transparenz als funktionales Element der Geldpolitik der EZB

Title: Transparenz als funktionales Element der Geldpolitik der EZB

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Die Europäische Zentralbank betreibt einen großen Aufwand, um mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Wöchentliche Statements, ein monatliches Bulletin, den Jahresbericht und zusätzlich gelegentliche Berichte, Ansprachen und Arbeitspapiere zeigen, wie wichtig der EZB die externe Kommunikation ist. Doch gleichzeitig findet sie sich immer wieder der Kritik der Politik oder von bestimmten Interessenvertretungen ausgesetzt, beispielsweise weil bestimmte geldpolitische Entscheidungen für falsch gehalten oder nicht verstanden werden. Mit zunehmender Bedeutung der Finanzmärkte nimmt die Zahl so genannter EZB-Watcher zu; Personen, die versuchen, für die unterschiedlichsten Institutionen die Schritte der EZB zu prognostizieren. Ferner verfolgen die Medien die Aktivitäten der EZB genauestens und berichten akribisch über die makroökonomischen Hintergründe. Die Geldpolitik ist für den Euroraum sehr bedeutsam. Selbst kleine Zinsschritte haben auf die Arbeits-, Güter- und Finanzmärkte und die Konjunktur große Auswirkungen. Einem Artikel der Wochenzeitung „Die Zeit“ war im Zusammenhang mit dem Abgang von EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing zu entnehmen, dass es mit den „(...) neu berechneten Inflationsprognosen (...)“ Veränderungen geben wird, „(...) die einen wichtigen Schritt in Richtung mehr Transparenz der europäischen Geldpolitik bedeuten.“1Wie ist das zu verstehen? Verschleiert oder verheimlicht die EZB etwa Dinge in ihrer Geldpolitik?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegung

2.1 Problemstellung

2.2 Gang der Untersuchung

3. Begriffsklärung und Bereiche der Transparenz

3.1 Geldpolitische Strategie

3.2 Instrumente

3.3 Makroökonomische Daten

3.4 Ökonomische Modelle

3.5 Abstimmungsverhalten der Mitglieder des EZB-Rates

4. Transparenz als Element von Zentralbankunabhängigkeit und demokratischer Legitimation

4.1 Ex-post Rechenschaftspflicht

4.2 Ex-ante Rechenschaftspflicht

5. Ruf und Glaubwürdigkeit der EZB

6. Erwartungen der Marktteilnehmer

7. Schlussfolgerung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, ob die Europäische Zentralbank (EZB) den Grad und die Qualität ihrer Transparenz optimiert hat, um ihre geldpolitischen Ziele effektiv zu erreichen und ihre Rolle gegenüber der Öffentlichkeit sowie politischen Instanzen wahrzunehmen.

  • Analyse der Transparenz in Bezug auf die geldpolitische Strategie und Instrumente der EZB.
  • Untersuchung der Bedeutung von Transparenz für die demokratische Legitimation und Zentralbankunabhängigkeit.
  • Bewertung des Einflusses von Offenheit auf die Glaubwürdigkeit der Zentralbank.
  • Diskussion der Steuerung von Inflationserwartungen bei Marktteilnehmern durch Kommunikation.

Auszug aus dem Buch

3.2 Instrumente

Die EZB ist mit einer Vielzahl von geldpolitischen Instrumenten ausgestattet. Grundsätzlich werden diese in Offenmarktgeschäfte und ständige Fazilitäten unterteilt. Zu den Offenmarktgeschäften zählt das wichtigste geldpolitische Instrument, die Hauptrefinanzierungsgeschäfte. Hier steuert die EZB die Liquidität, indem sie den Geschäftsbanken gegen Sicherheiten Zentralbankgeld für eine Woche zur Verfügung stellt. Mit den Feinsteuerungsoperationen kann die EZB auf kurzfristige, unerwartete Marktentwicklungen flexibel reagieren, wohingegen die strukturellen Operationen zur längerfristigen Anpassung der Liquiditätsstruktur genutzt werden. Daneben hat die EZB noch die Möglichkeit für längerfristige Refinanzierungsgeschäfte. Die Offenmarktgeschäfte dienen generell der Zins- und Liquiditätssteuerung, sowie zur Signalisierung des geldpolitischen Kurses. Die ständigen Fazilitäten werden nach Spitzenrefinanzierungsfazilität und Einlagefazilität unterschieden. Beide Arten bieten den Geschäftsbanken über Nacht die Möglichkeit, sich mit Liquidität zu versorgen oder nicht benötigtes Geld bei der EZB anlegen. Die Spitzenrefinanzierungsfazilität stellt eine Ober-, die Einlagefazilität eine Untergrenze im Zinskorridor dar, da der Zinssatz ein Prozent über bzw. unter dem für Hauptfinanzierungsgeschäfte liegt. Zusätzlich legt die EZB die Höhe der gesetzlichen Mindestreserve für Geschäftsbanken fest, womit die Nachfrage nach Zentralbankgeld gesteuert werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung der externen Kommunikation der EZB ein und wirft die Frage auf, inwiefern Transparenz ein funktionales Element ihrer Geldpolitik darstellt.

2. Grundlegung: Dieser Abschnitt definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Untersuchung und grenzt den Begriff der Transparenz theoretisch ein.

3. Begriffsklärung und Bereiche der Transparenz: Hier werden die verschiedenen Dimensionen der Transparenz, von der Strategie über Instrumente und ökonomische Modelle bis hin zum Abstimmungsverhalten, detailliert auf ihren Transparenzgrad hin untersucht.

4. Transparenz als Element von Zentralbankunabhängigkeit und demokratischer Legitimation: Das Kapitel erörtert die notwendige Balance zwischen der Unabhängigkeit der EZB und ihrer Verantwortung gegenüber demokratischen Kontrollinstanzen durch Rechenschaftspflichten.

5. Ruf und Glaubwürdigkeit der EZB: Es wird analysiert, wie Transparenz den Ruf der EZB beeinflussen kann und warum Glaubwürdigkeit eine essenzielle Voraussetzung für eine effektive Geldpolitik ist.

6. Erwartungen der Marktteilnehmer: Dieser Teil befasst sich mit der Steuerung von Inflationserwartungen durch eine transparente Kommunikation, um Marktstabilität zu gewährleisten.

7. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die bisherigen Bemühungen der EZB in Richtung mehr Transparenz als überwiegend positiv, aber verbesserungsfähig.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, EZB, Geldpolitik, Transparenz, Preisstabilität, Zentralbankunabhängigkeit, Rechenschaftspflicht, Glaubwürdigkeit, Inflationserwartungen, Marktteilnehmer, Finanzmärkte, Geldmenge, Zinspolitik, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Transparenzstrategie der Europäischen Zentralbank (EZB) und hinterfragt, inwieweit diese für die erfolgreiche Umsetzung der europäischen Geldpolitik funktional ist.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Kernbereichen gehören die geldpolitische Strategie, die Unabhängigkeit der EZB, deren demokratische Legitimation, die Glaubwürdigkeit der Institution sowie die Steuerung von Erwartungen an den Finanzmärkten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bewerten, ob die EZB die Qualität und den Grad ihrer Transparenz optimal gestaltet hat, insbesondere vor dem Hintergrund ihrer Zielvorgabe von mittelfristig unter 2 % Inflation.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer systematischen Literatur- und Strategieanalyse, die die EZB-Kommunikation in Bezug auf verschiedene Transparenzbereiche kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Prüfung von Strategien, Instrumenten, Modellen und dem Abstimmungsverhalten der EZB sowie eine Analyse der Rechenschaftspflicht und des Einflusses auf Markterwartungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentral sind Begriffe wie EZB, Transparenz, Geldpolitik, Zentralbankunabhängigkeit, Rechenschaftspflicht, Glaubwürdigkeit und Inflationserwartungen.

Warum veröffentlicht die EZB keine Abstimmungsprotokolle ihres Rates?

Die Geheimhaltung soll laut Arbeit die politische Unabhängigkeit der EZB schützen und vermeiden, dass einzelne Mitglieder nationalem politischem Druck ausgesetzt werden.

Wie steht die Autorin zum "Zwei-Säulen-Konzept" der EZB?

Die Autorin bezeichnet die Vermischung von geldmengenorientierter und inflationsorientierter Analyse als eher intransparent und sieht hier Optimierungspotenzial.

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Details

Title
Transparenz als funktionales Element der Geldpolitik der EZB
College
University of Hamburg
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V71793
ISBN (eBook)
9783638695985
Language
German
Tags
Transparenz Element Geldpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, Transparenz als funktionales Element der Geldpolitik der EZB, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71793
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