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Portable Alpha Strategie. Die theoretischen und konzeptionellen Hintergründe

Title: Portable Alpha Strategie. Die theoretischen und konzeptionellen Hintergründe

Diploma Thesis , 2006 , 62 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Kaufmann Stefan Rondorf (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Im Allgemeinen verfolgen aktive Portfoliomanager das Ziel, die Rendite eines als Vergleichsmaßstab (Benchmark) dienenden Marktindexes durch das Erzielen einer zusätzlichen risikoadjustierten Rendite zu übertreffen. Diese zusätzliche, mit dem jeweiligen Marktindex unkorrelierte Rendite wird oft als „Alpha“ bezeichnet. Alpha kann durch gezielte Über- bzw. Untergewichtungen von Einzeltiteln gegenüber der Benchmark erzielt werden. Die Rendite eines aktiv verwalteten Fonds kann somit in die allgemeine Rendite der Benchmark und das erzielte Alpha aufgeteilt werden. Die Kombination dieser beiden Renditekomponenten in einem Fondsportfolio ist jedoch nicht immer sinnvoll. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Benchmark, an der sich der Fonds orientiert, einen nahezu informationseffizienten Wertpapiermarkt abbildet.

Durch den Einsatz von Derivaten ist es jedoch möglich, das Alpha von der Rendite eines beliebgen Vergleichsindexes zu trennen und auf die Rendite eines anderen Indexes zu übertragen. Dies erlaubt es, auf weniger effizienten Wertpapiermärkten erzieltes Alpha mit Indexrenditen sehr effizienter Wertpapiermärkte zu kombinieren. Diese Anlagestrategie sorgt seit einigen Jahren unter der Bezeichnung „Portable Alpha“ für Diskussionen unter Vermögensverwaltern und findet zunehmend Verbreitung.

Die vorliegende Diplomarbeit stellt die theoretischen und konzeptionellen Hintergründe der Portable Alpha-Strategie dar und erläutert sie. Weiterhin thematisiert sie die praktische Umsetzung dieser Strategie und beleuchtet dabei anfallende Probleme. Dies mündet abschließend in eine Beurteilung des Portable Alpha-Konzeptes.

Der theoretisch-konzeptionelle Teil basiert auf grundlegenden Modellen und Thesen der Kapitalmarkttheorie. Nach der Vorstellung des "Core-Satellite"-Ansatzes wird die Idee des Portable Alpha-Konzeptes ausführlich erläutert und verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt. Im Besonderen werden die beim Alpha-Transport benutzten Derivate vorgestellt und die Eignung von Hedgefonds als Alpha-Quelle diskutiert.

Im praktischen Teil wird anhand von historischen Finanzmarktdaten die Umsetzung einer Portable Alpha-Strategie über einen Zeitraum von fünf Jahren modellhaft nachvollzogen. Dabei wird das Alpha eines in Hong Kong und China anlegenden Aktienfonds gegenüber dem Hang Seng Index mit der Marktrendite des amerikanischen S&P 500 Indexes kombiniert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie und Konzeption von Portable Alpha

2.1 Definition von Alpha und Beta

2.2 Informationseffizienz von Kapitalmärkten

2.3 Portfoliomanagementansätze

2.3.1 Passives Management

2.3.2 Aktives Management

2.3.2.1 Zielsetzung

2.3.2.2 Erfolgsaussicht

2.3.2.3 Managerauswahl

2.4 Core-Satellite-Konzept

2.4.1 Leitgedanke

2.4.2 Hintergrund

2.5 Portable Alpha-Konzept

2.5.1 Leitgedanke

2.5.2 Integration in das Gesamtportfolio

2.5.3 Alpha-Transport mit Indexderivaten

2.5.4 Hedgefonds als Alpha-Quelle

3 Praktische Anwendung von Portable Alpha

3.1 Ausgangssituation und Zielsetzung eines exemplarischen Anlegers

3.2 Vorgehensweise

3.3 Ergebnis

3.4 Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Portable-Alpha-Konzept als Methode zur Steigerung der risikoadjustierten Portfoliorendite durch die Entkopplung von Marktrendite (Beta) und aktiver Rendite (Alpha). Dabei wird analysiert, wie mittels Derivaten eine gewünschte Marktrendite synthetisch erzeugt und ein Alpha aus einem anderen Marktsegment übertragen werden kann, um somit die Asset Allocation von der aktiven Alpha-Suche zu trennen.

  • Grundlagen der Kapitalmarkttheorie und Informationseffizienz
  • Vergleich von aktivem und passivem Portfoliomanagement
  • Konzeption des Core-Satellite- und des Portable-Alpha-Modells
  • Implementierung mittels Indexderivaten (Futures und Swaps)
  • Praktische Fallstudie zur Modellierung einer Portable-Alpha-Strategie

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Leitgedanke

Viele Anwender eines traditionellen Ansatzes der Allokation von verschiedenen Vermögensklassen (Asset Allocation) in einem Portfolio stehen vor einer ungewollten Abwägung: Auf der einen Seite wäre es attraktiv für sie, in weniger effiziente Anlagesegmente wie Nebenwerte-Aktien oder Wertpapiere aus Schwellenländern zu investieren. Dort ist das Potential Alpha zu generieren höher als in effizienten Märkten (siehe Tabelle 1, S. 18). Auf der anderen Seite eignen sich diese Anlagesegmente nicht für hohe Gewichtungen im Gesamtportfolio, weil sie im Vergleich zu Staatsanleihen oder Standardwerte-Aktien als zu volatil angesehen werden. Es besteht also ein Zielkonflikt zwischen dem Alphapotential und der vorgesehenen Allokation der Vermögensklassen. Ausgelöst wird dieser Konflikt durch die Bündelung von Alpha und systematischer Benchmarkrendite in traditionellen aktiven Portfoliomandaten.

Das Portable Alpha-Konzept bietet eine potentielle Lösung dieses Konfliktes an. „Die Idee des Portable Alpha basiert auf der Auffassung, dass die Asset Allocation und die Suche nach Alpha voneinander abtrennbar sind.“ Portable Alpha als Strategie beinhaltet folglich den Prozess der Trennung des Alphas von der mit der Benchmark korrelierten Rendite sowie die Zuführung des Alphas zu Portfolios anderer Anlagesegmente. Deshalb nennt man das Alpha „portable“ (= übertragbar). Aufbauend auf Gleichung (3) stellt Tabelle 3 dieses Konzept formal dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen institutioneller Anleger bei der Renditeerzielung und stellt das Portable-Alpha-Konzept als Lösungsansatz zur Entkopplung von Marktrendite und Alpha vor.

2 Theorie und Konzeption von Portable Alpha: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, von der Markteffizienzhypothese bis hin zu Portfoliomanagementansätzen wie Core-Satellite und der methodischen Trennung des Alphas.

3 Praktische Anwendung von Portable Alpha: Anhand einer fünfjährigen Modellrechnung wird die praktische Implementierung einer Equitization-Strategie unter Verwendung von Futures demonstriert und deren Performance analysiert.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Praktikabilität sowie die Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Portable-Alpha-Strategien kritisch.

Schlüsselwörter

Portable Alpha, Alpha-Transport, Beta, Markteffizienz, Core-Satellite, Investmentfonds, Hedgefonds, Derivate, Indexfutures, Total-Return-Swaps, Asset Allocation, Risikoadjustierte Rendite, Tracking Error, Information Ratio, Equitization.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept "Portable Alpha", welches darauf abzielt, die Rendite eines Portfolios zu steigern, indem aktive Alpha-Strategien von der zugrunde liegenden Marktrendite (Beta) technisch getrennt und auf andere Marktsegmente übertragen werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Kapitalmarkttheorie, die Differenzierung zwischen aktivem und passivem Portfoliomanagement, das Core-Satellite-Konzept sowie die praktische Umsetzung mittels derivativer Finanzinstrumente wie Indexfutures und Total-Return-Swaps.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe von Portable Alpha darzulegen, die praktische Umsetzung durch eine Modellrechnung zu veranschaulichen und die mit dem Transport verbundenen Probleme und Kosten kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung sowie einer empirisch-quantitativen Fallstudie, in der eine Portable-Alpha-Strategie über einen fünfjährigen historischen Zeitraum modellhaft nachvollzogen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Konzeption, die Erörterung von Derivaten als "Alpha-Transportmittel" und eine detaillierte, datengestützte Simulation der Strategieanwendung unter Berücksichtigung von Kosten und Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Portable Alpha, Alpha-Transport, Derivate, Markteffizienz, Asset Allocation und risikoadjustierte Rendite.

Welche Rolle spielen Derivate bei der Umsetzung?

Derivate fungieren als notwendiges Werkzeug, um das systematische Marktrisiko einer Position zu neutralisieren (z.B. Short-Position im Future) oder eine gewünschte Marktrendite synthetisch kostengünstig nachzubilden.

Warum ist die Auswahl der Alpha-Quelle so kritisch?

Die Auswahl ist entscheidend, da das erwartete Alpha der Quelle die Kosten des Alpha-Transports übersteigen muss, um eine positive Netto-Mehrrendite zu erzielen. Zudem müssen die Liquidität und die Korrelationseigenschaften der Alpha-Quelle beachtet werden.

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Details

Title
Portable Alpha Strategie. Die theoretischen und konzeptionellen Hintergründe
College
University of Cologne  (Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzierungslehre)
Course
Investments
Grade
2,0
Author
Diplom-Kaufmann Stefan Rondorf (Author)
Publication Year
2006
Pages
62
Catalog Number
V71970
ISBN (eBook)
9783638624398
ISBN (Book)
9783638687010
Language
German
Tags
Portable Alpha Hintergründe Portable Alpha-Strategie Investments Investment Portfolio Management Active Return Institutionelle Investoren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Stefan Rondorf (Author), 2006, Portable Alpha Strategie. Die theoretischen und konzeptionellen Hintergründe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71970
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