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Subjektives Lärmempfinden bei Kindern mit mit dem Förderschwerpunkt Lernen

Title: Subjektives Lärmempfinden bei Kindern mit mit dem Förderschwerpunkt Lernen

Intermediate Examination Paper , 2006 , 123 Pages , Grade: 15 Punkte = 1+

Autor:in: Katharina Strunck (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Subjektives Lärmempfinden bei Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen“. Den Mittelpunkt dieser Arbeit bildet eine selbstentwickelte Befragung im Förder- und Grundschulbereich. Das Thema Lärm ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst, und seitdem fühlen sich die Menschen durch ihn gestört. Texte zu Lärmstörungen lassen sich bereits in sehr alten Quellen finden. Im „Atrachasis- Epos“, geschrieben ca. 1600 Jahre v. Chr., straften die Götter die lärmenden Menschen mit einer Hungersnot und einer Sinnflut (vgl. Sader, 1966, S. 11). Königin Elisabeth von England verbot im 16. Jahrhundert den Vätern körperliche Züchtigung ihrer Kinder, aufgrund der Nachtruhe nach 21:00 Uhr vorzunehmen, und im preußischen Landrecht von 1793, findet sich ein Gesetz, nachdem lärmende Buben mit schweren Strafen zu rechnen haben (vgl. Bundesministerium des Inneren, 1982, S.7). 1900 gehört die Klage über den zunehmenden Lärm zu den populärsten Themen der Kulturkritik (vgl. Sader, 1966, S.11). Schon früh stellte man also fest, dass Lärm störend wirkt und forderte Maßnahmen, um diesen einzudämmen. Die systematischen und wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Lärm sind aber erst wenige Jahrzehnte alt. Sie setzten mit der Entwicklung einer brauchbaren Methode zur Messung der Schallintensität ein (vgl. Sader, 1966, S.11). Seit 1930 haben sich viele Vertreter verschiedener Fachdisziplinen mit diesem Phänomen beschäftigt. Die Physik erläutert es. Was ist Lärm und wie kann er gemessen werden? Die Medizin untersucht die körperlichen Schäden, die der Lärm hervorrufen kann. Psychologen beschäftigen sich dagegen mit den psychologischen Störungen, die durch Lärmbeeinträchtigungen auftreten können. Ein weites Feld sind die rechtlichen Grundlagen zum Thema Lärm. Es gibt Lärmgrenzwerte für verschiedene Gebiete, etliche Gesetze zum Lärmschutz und zahlreiche Maßnahmen zur Lärmbekämpfung, die im Gesetz der BRD festgeschrieben sind. Sie alle beeinflussen unser Leben. Viele werden gar nicht wahrgenommen, da sie das Alltagsleben der meisten Menschen nur indirekt berühren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Statt eines Vorworts

1 Einführung

2 Begriffsklärung

2.1 Was ist Lärm?

2.2 Subjektives Lärmempfinden

2.3 Schüler mit Förderbedarf im Lernen bzw. mit Lernbeeinträchtigung

2.3.1 Was ist unter Lernbeeinträchtigung zu verstehen?

2.3.2 Was sind Bedingungsmerkmale von Lernbeeinträchtigung?

3 Interdisziplinärer Überblick

3.1 Physikalische Grundlagen

3.2 Medizinische Grundlagen

3.2.1 Hören – Aufbau des Ohrs

3.2.2 Lärm als Gesundheitsrisiko

3.3 Lärm als psychologisches Problem

3.3.1 Schlafstörungen

3.3.2 Beeinträchtigung des psychischen Wohlbefindens

3.3.3 Störung der Kommunikation

3.3.4 Lärm stört und beeinträchtigt die geistige Leitungsfähigkeit

3.3.5 Verminderte Lebensqualität

3.4 Rechtliche Grundlagen zum Lärm und Lärmschutz

4 Erziehungswissenschaftlicher Teil

4.1 Lärm und Schule

4.2 Lärmeffekte auf Kinder und Schulleistungen

4.2.1 Physische und psychische Belastung

4.2.2 Störung der Aufnahme von akustischen Signalen

4.2.3 Störung des sprachlichen Kurzzeitgedächtnisses

4.2.4 Störung des sozialen Verhaltens

4.2.5 Lärmwirkungen auf metakognitive Prozesse

4.2.6 Lebensgestaltung und das Ausprägen von Gewohnheiten

4.3 Befunde der Lärmwirkungsforschung im Hinblick auf Beeinträchtigungen bei Schulkindern

4.4 Die Forschungsgruppe „Hören an Schulen“

5 Fazit und Ausblick

6 Empirischer Teil: Befragung zum subjektiven Lärmempfinden bei Grund- und Förderschülern

6.1 Ausgangsalge und Motivation

6.2 Stichprobe

6.3 Methode/ Aufbau des Fragebogens

6.4 Durchführung

6.5 Ergebnisse und Interpretation

6.5.1 1.Frage „Wann kann ich nicht gut lernen?“

6.5.2 Ergebnisse

6.5.2.2 Interpretation der Ergebnisse

6.5.3 2. Frage: „Was ist für mich Lärm? (besonders in der Schule)

6.5.3.1 Ergebnisse

6.5.3.2 Interpretation der Ergebnisse

6.5.4 3. Frage: „Wie reagiere ich auf Lärm?“

6.5.4.1 Ergebnisse

6.5.4.2 Interpretation der Ergebnisse

6.6 Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse aus der Befragung

7 Interventionen zur Lärmminderung

7.1 Passive Maßnahmen zur Lärmreduzierung

7.2 Aktive, technische Maßnahmen zur Lärmreduzierung

7.3 Pädagogische Interventionen

7.3.1 Organisatorische Maßnahmen

7.3.2 Methodisch- didaktische Maßnahmen

7.3.2.1 Klar verständliche Arbeitsanweisungen

7.3.2.2 Regeln und Rituale einführen

7.3.2.3 Gestaltung der Thematik im Unterricht

7.3.2.4 Übungen zur Stille, zur Entspannung und zur Konzentration

7.3.2.5 Zuhören lernen – bewusste Hörschulung

7.3.2.6 Gestaltung des sozialen Raums

7.4 Fazit zu den Interventionen

8 Schlusswort und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das subjektive Lärmempfinden von Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen im Vergleich zu Grundschülern, um die Auswirkungen von akustischen Störfaktoren auf den Lernprozess zu beleuchten und daraus pädagogische Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Lärmwirkung (physikalisch, medizinisch, psychologisch, rechtlich).
  • Einfluss von Lärm auf schulische Leistungen, Kommunikation und Konzentrationsfähigkeit.
  • Empirische Befragung zum Lärmempfinden in Förder- und Grundschulen.
  • Interventionsmöglichkeiten zur Lärmminderung im Schulalltag (baulich, technisch, pädagogisch).

Auszug aus dem Buch

1 Einführung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Subjektives Lärmempfinden bei Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen“. Den Mittelpunkt dieser Arbeit bildet eine selbstentwickelte Befragung im Förder- und Grundschulbereich.

Das Thema Lärm ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst, und seitdem fühlen sich die Menschen durch ihn gestört. Texte zu Lärmstörungen lassen sich bereits in sehr alten Quellen finden. Im „Atrachasis- Epos“, geschrieben ca. 1600 Jahre v. Chr., straften die Götter die lärmenden Menschen mit einer Hungersnot und einer Sinnflut (vgl. Sader, 1966, S. 11). Königin Elisabeth von England verbot im 16. Jahrhundert den Vätern körperliche Züchtigung ihrer Kinder, aufgrund der Nachtruhe nach 21:00 Uhr vorzunehmen, und im preußischen Landrecht von 1793, findet sich ein Gesetz, nachdem lärmende Buben mit schweren Strafen zu rechnen haben (vgl. Bundesministerium des Inneren, 1982, S.7). 1900 gehört die Klage über den zunehmenden Lärm zu den populärsten Themen der Kulturkritik (vgl. Sader, 1966, S.11). Schon früh stellte man also fest, dass Lärm störend wirkt und forderte Maßnahmen, um diesen einzudämmen. Die systematischen und wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Lärm sind aber erst wenige Jahrzehnte alt. Sie setzten mit der Entwicklung einer brauchbaren Methode zur Messung der Schallintensität ein (vgl. Sader, 1966, S.11). Seit 1930 haben sich viele Vertreter verschiedener Fachdisziplinen mit diesem Phänomen beschäftigt. Die Physik erläutert es. Was ist Lärm und wie kann er gemessen werden? Die Medizin untersucht die körperlichen Schäden, die der Lärm hervorrufen kann. Psychologen beschäftigen sich dagegen mit den psychologischen Störungen, die durch Lärmbeeinträchtigungen auftreten können. Ein weites Feld sind die rechtlichen Grundlagen zum Thema Lärm. Es gibt Lärmgrenzwerte für verschiedene Gebiete, etliche Gesetze zum Lärmschutz und zahlreiche Maßnahmen zur Lärmbekämpfung, die im Gesetz der BRD festgeschrieben sind. Sie alle beeinflussen unser Leben. Viele werden gar nicht wahrgenommen, da sie das Alltagsleben der meisten Menschen nur indirekt berühren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit thematisiert das subjektive Lärmempfinden bei Förderschülern durch eine selbstentwickelte Befragung, eingebettet in einen interdisziplinären Kontext.

2 Begriffsklärung: Hier werden Lärm als subjektives Empfinden definiert und die Charakteristika von Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen erörtert.

3 Interdisziplinärer Überblick: Dieses Kapitel beleuchtet Lärm aus physikalischer, medizinischer, psychologischer und rechtlicher Perspektive.

4 Erziehungswissenschaftlicher Teil: Es werden die Auswirkungen von Lärm auf den schulischen Lernprozess und relevante Studien zum Thema Hörumwelt an Schulen vorgestellt.

5 Fazit und Ausblick: Eine Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse bildet die Basis für die nachfolgende empirische Untersuchung.

6 Empirischer Teil: Befragung zum subjektiven Lärmempfinden bei Grund- und Förderschülern: Der Kern der Arbeit, in dem die Durchführung der Befragung sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der Ergebnisse präsentiert werden.

7 Interventionen zur Lärmminderung: Vorstellung verschiedener Ansätze, von baulichen Maßnahmen bis hin zu pädagogischen Strategien wie dem Morgenkreis oder Regeln für den Unterricht.

8 Schlusswort und Ausblick: Eine abschließende Reflexion der Ergebnisse und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Lärmempfinden, Förderschwerpunkt Lernen, Schulleistung, Lärmwirkung, Raumakustik, Konzentrationsfähigkeit, Lernumgebung, Störfaktoren, Pädagogische Interventionen, Grundschule, Arbeitsgedächtnis, Lärmschutz, Subjektive Wahrnehmung, Hörschulung, Sozialverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen Lärm in ihrem schulischen Alltag subjektiv wahrnehmen und welche Auswirkungen dieser auf ihr Lernen und Befinden hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft interdisziplinäre Lärmtheorie (Physik, Medizin, Psychologie, Recht) mit erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen und einer eigenen empirischen Befragung.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es zu belegen, dass Schüler mit Lernbeeinträchtigungen stärker durch Lärm belastet sind als Regelschüler und Handlungsansätze für Pädagogen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin entwickelte eine quantitative Befragung, die an drei Förder- und drei Grundschulen durchgeführt wurde, um subjektive Empfindungen und Reaktionen der Schüler zu erfassen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Neben theoretischen Grundlagen fokussiert der Hauptteil auf die Durchführung und Interpretation der Befragung sowie die Entwicklung praktischer Interventionsmöglichkeiten für den Unterricht.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral geprägt durch Begriffe wie Lärmempfinden, Förderbedarf Lernen, schulische Lernumwelt und Lärmminderung.

Warum sind gerade Kinder mit Förderschwerpunkt Lernen stärker betroffen?

Die Arbeit argumentiert, dass diese Schüler oft stärker von externen Umgebungsbedingungen abhängig sind und aufgrund kognitiver Einschränkungen weniger effektive Strategien zur Bewältigung von Lärm besitzen.

Welche Rolle spielt der Lehrer bei der Lärmminderung?

Lehrer haben einen maßgeblichen Einfluss durch ihre Unterrichtsführung, die Etablierung von Regeln und Ritualen sowie durch die bewusste Gestaltung eines förderlichen sozialen Lernklimas.

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Details

Title
Subjektives Lärmempfinden bei Kindern mit mit dem Förderschwerpunkt Lernen
College
University of Health Gera
Grade
15 Punkte = 1+
Author
Katharina Strunck (Author)
Publication Year
2006
Pages
123
Catalog Number
V71995
ISBN (eBook)
9783638689885
Language
German
Tags
Subjektives Lärmempfinden Kindern Förderschwerpunkt Lernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Strunck (Author), 2006, Subjektives Lärmempfinden bei Kindern mit mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71995
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