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Herrschaftslegitimation des Tiberius als Nachfolger des Augustus

Título: Herrschaftslegitimation des Tiberius als Nachfolger des Augustus

Trabajo , 2007 , 40 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Manuela Schilli (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Bei einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Charaktereigenschaften des Tiberius, seinem Wirken als zweiter Prinzeps und Nachfolger des Augustus und nicht zuletzt mit der Art und Weise, wie er von seinem Stiefvater als Nachfolger bestimmt und verstanden wurde, ist nicht zu übersehen, dass sich das Tiberius- Bild in der Wissenschaft in den letzten Jahrhunderten gewandelt hat.1 Die Zeiten der Schwarz-Weiß-Malerei, im Hinblick auf Tiberius´ politische Rolle wie auch in Bezug auf die Bewertung seiner Persönlichkeit, sind längst vorüber. Bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde Tiberius meist als heuchlerischer und böswilliger Despot charakterisiert2. Hermann Schiller und Theodor Mommsen hingegen kommen im letzten Jahrhundert zu einer äußerst positiven Beurteilung seiner Person.3 Die Forschungsliteratur, an dieser Stelle sei besonders auf Ernst Kornemanns Tiberius-Biographie und eine weitere Biographie des israelischen Historikers Zvi Yavetz hingewiesen, fokussiert ebenfalls auf zwei grundsätzliche Charaktereigenschaften des Tiberius. Dies ist auf der einen Seite Tiberius als Opfer einer augusteischen Nachfolgepolitik, die ihn unwillkürlich als Notlösung aus Gründen der Staatsraison verstand. Tiberius wird hier als zutiefst gespaltene Persönlichkeit charakterisiert. Auf der anderen Seite werden Tiberius´ unzweifelhaft vorhandene Talente im Bereich der Diplomatie, der militärischen Führung und der Administration heraus gestellt. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem zweiten Princeps Tiberius und der Frage nach der Legitimation seiner Herrschaft. Dabei wird zu Beginn auf das Erbe Augustus´ sowie auf die Quellenlage bei Tiberius eingegangen, um die Ausgangssituation darzustellen. Im darauf folgenden Hauptteil werden Fragen zum jahrelangen Ausschauhalten des Augustus nach einem geeigneten Nachfolger aufgeworfen. Beleuchtet wird die Art und Weise, wie die Nachfolgepolitik in Bezug auf Zwangsvermählungen und -adoptionen betrieben wurde, sowie der widersprüchlich anmutende Charakter des Tiberius.
=
1 Vgl. Baar, S.9.
2 Vgl. Yavetz, Tiberius, S.169.
3 Vgl. Kornemann, Tiberius, S.5.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Erbe des Augustus

3. Die Quellenlage bei Tiberius

3.1 Velleius Paterculus

3.2 Sueton

3.3 Tacitus

3.4 Cassius Dio

4. Tiberius´ Werdegang bis hin zur Übernahme des Prinzipats

4.1. Die Jugend bis hin zur Scheidung von Agrippina

4.2. Die unglückliche Ehe mit Iulia und das freiwillige Selbstexil auf Rhodos

4.3. Die Rückkehr nach Rom und die anschließende Adoption durch Augustus

4. 4. Die Amtsübernahme nach dem Tod des Augustus

4.5 Die ersten Regierungsjahre

4.6 Rückzug auf Capri und die politischen Folgen

5. Eigenschaften des Tiberius

5.1 Die Persönlichkeit des zweiten Prinzeps

5.2 Das Verhältnis des Tiberius zum Senat

6. Tiberius im Schatten des Augustus

6.1 Augustus´ Einfluss durch die erzwungene Eheschließung mit Iulia – ein Schlüsselerlebnis für Tiberius

6.2. Tiberius´ Regentschaft im Vergleich mit Augustus

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Person des Tiberius als zweiten Princeps und analysiert die verschiedenen Faktoren seiner Herrschaftslegitimation nach dem Tode des Augustus. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Tiberius durch seine Herkunft, militärische Laufbahn und sein komplexes Verhältnis zu Augustus und dem Senat seine Position als Nachfolger rechtfertigen konnte und welche Rolle seine Persönlichkeit dabei spielte.

  • Analyse der augusteischen Nachfolgepolitik und die Rolle des Tiberius.
  • Untersuchung der quellenkritischen Darstellung bei Velleius Paterculus, Sueton, Tacitus und Cassius Dio.
  • Erforschung der persönlichen Charakterstruktur des Tiberius und deren Einfluss auf die Regierungsführung.
  • Beleuchtung des schwierigen Verhältnisses zum Senat und der Entwicklung des Prinzipats als Herrschaftsform.
  • Vergleich der Regentschaft des Tiberius mit der des Augustus.

Auszug aus dem Buch

4.2. Die unglückliche Ehe mit Iulia und das freiwillige Selbstexil auf Rhodos

Die erzwungene Eheschließung sollte sich für Tiberius bald als Unglück erweisen. Der große Altersunterschied, die zu sexuellen Ausschweifungen neigende Iulia und die völlig verschiedene Veranlagung der beiden Eheleute ließen beide nicht glücklich werden.35 Tiberius hatte zusammen mit seinem Bruder Drusus die militärische Führungsstellung von Agrippa geerbt, so dass er in den Folgejahren meist im Felde stand. Er eroberte die Donauprovinz Pannonien, kämpfte in Germanien, schlug Aufstände in Pannonien und Illyrien nieder und stellte den Rhein als Grenze wieder her. Dabei stieß er als Sicherheitsmaßnahme nochmals weit ins Germanische Territorium vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Tiberius ein und skizziert den Wandel des Tiberius-Bildes in der Forschung von einem Despoten zu einer gespaltenen Persönlichkeit.

2. Das Erbe des Augustus: Das Kapitel beschreibt das Prinzipat als auf die Person des Augustus zugeschnittene Herrschaftsform, die durch die Machtbündelung von Heer und Senat legitimiert war.

3. Die Quellenlage bei Tiberius: Hier werden die Absichten und die Zuverlässigkeit der vier zentralen Geschichtsschreiber Velleius Paterculus, Sueton, Tacitus und Cassius Dio analysiert.

4. Tiberius´ Werdegang bis hin zur Übernahme des Prinzipats: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg des Tiberius nach, von seiner adligen Herkunft und frühen Laufbahn bis hin zu seiner Adoption und dem Amtsantritt nach Augustus' Tod.

5. Eigenschaften des Tiberius: Der Fokus liegt auf der komplizierten Persönlichkeitsstruktur des zweiten Princeps und seinem zunehmend belasteten Verhältnis zum Senat.

6. Tiberius im Schatten des Augustus: Das Kapitel vergleicht die Regierungsführung des Tiberius mit der seines Vorgängers und beleuchtet den Einfluss der erzwungenen Eheschließung.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Tiberius zwar durch seine Taten und sein Pflichtbewusstsein legitimiert war, ihm jedoch das „Geniale“ und die „auctoritas“ des Augustus fehlten, um die Erwartungen des Volkes und des Senats vollständig zu erfüllen.

Schlüsselwörter

Tiberius, Augustus, Prinzipat, Herrschaftslegitimation, Tacitus, Sueton, Römische Geschichte, Senat, Nachfolgepolitik, Kaiserzeit, auctoritas, Persönlichkeitsgeschichte, Livia, antike Quellen, Machtstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Herrschaftslegitimation des römischen Kaisers Tiberius als direkter Nachfolger des Augustus unter besonderer Berücksichtigung seiner Persönlichkeit und der historischen Quellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die augusteische Nachfolgepolitik, die quellenkritische Einordnung der antiken Geschichtsschreibung, das Verhältnis des Princeps zum Senat sowie den Vergleich der Regierungsstile von Augustus und Tiberius.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wodurch Tiberius seine Herrschaft legitimierte und an welchen Faktoren sein Image als „Lückenbüßer“ bzw. „Zauderer“ festgemacht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung antiker Quellen (u.a. Sueton, Tacitus) und deren Einbettung in die moderne Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Werdegang des Tiberius, der quellenkritischen Analyse, seiner Persönlichkeitsstruktur, der Senatspolitik und dem Einfluss von Augustus auf sein Leben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Tiberius, Augustus, Prinzipat, Herrschaftslegitimation, auctoritas, Quellenkritik und die soziale sowie politische Stellung des Senats.

Warum wird die Ehe mit Iulia als "Schlüsselerlebnis" bezeichnet?

Die erzwungene Eheschließung diente primär der Festigung der Nachfolge, führte jedoch zum Bruch mit seiner ersten Frau und trug wesentlich zur psychischen Belastung und Isolation des Tiberius bei.

Welche Bedeutung hatte die "auctoritas" für die Legitimation?

Die "auctoritas" war eine angeborene, nicht institutionelle soziale Macht, die Augustus besaß, Tiberius jedoch fehlte, was ihn in der Außenwirkung schwächte.

Final del extracto de 40 páginas  - subir

Detalles

Título
Herrschaftslegitimation des Tiberius als Nachfolger des Augustus
Universidad
University of Stuttgart  (Abteilung für Alte Geschichte)
Curso
HS: Vierkaiserjahr
Calificación
1,0
Autor
Manuela Schilli (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
40
No. de catálogo
V72030
ISBN (Ebook)
9783638633918
Idioma
Alemán
Etiqueta
Herrschaftslegitimation Tiberius Nachfolger Augustus Vierkaiserjahr
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Manuela Schilli (Autor), 2007, Herrschaftslegitimation des Tiberius als Nachfolger des Augustus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72030
Leer eBook
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