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Das absolute Prinzip in der europäischen Philosophie

Title: Das absolute Prinzip in der europäischen Philosophie

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Konstantin Karatajew (Author)

Philosophy - General Essays, Eras
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Das Absolute ist das höchste Prinzip in der Philosophie und findet sich bei Platon als die Idee wieder, in der christlichen Philosophie als Gott und bei Schopenhauer als der Wille, das allem Sein zugrunde liegt.
Das Absolute ist ein Gegenstand der Metaphysik. Die Metaphysik basiert auf der Annahme, dass der menschliche Verstand die wahre Wirklichkeit erkennen und zum Urgrund des Seins intellektuell vordringen kann. Alle Philosophien vom Absoluten sind deshalb Metaphysiken, und so beginne ich diese Untersuchung über die Entwicklungsgeschichte des Gedankens vom absoluten Prinzip mit einer Darstellung der Metaphysik, ihrer Möglichkeiten und ihrer Grenzen.
Aristoteles postuliert die Metaphysik als eine Wissenschaft. Die fundamentalste Kritik an der Metaphysik ist also eine Kritik an deren Wissenschaftlichkeit. Diese Kritik bringt Karl Popper vor. Die Sätze der Metaphysik sind nicht falsifizierbar, d.h. es gibt keine theoretisch vorstellbare Bedingung, bei welcher ein Satz wie „Totus est ratio“ falsch wäre.
Eine weitere Metaphysikkritik ist die Kritik an der Gegenstandlosigkeit dieser Disziplin der Philosophie: nach Kant befinden sich die Gegenstände der Metaphysik außerhalb des Bereichs möglicher Erkenntnis, nach der Auffassung der modernen Naturwissenschaft und des Marxschen Materialismus existieren diese Gegenstände überhaupt nicht.
Metaphysik ist heute zu einer Privatsache geworden, und die letzte Frage, der ich mich widmen werde, ist die Frage, ob sie sich für das persönliche Leben eher vorteilhaft oder nachteilig auswirkt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Metaphysik

2.1. Was ist Metaphysik?

2.2. Historische Betrachtung der Metaphysik

2.3. Kritik an der Metaphysik

3. Das absolute Prinzip in der europäischen Philosophie

3.1. Vom Animismus zum abstrakten absoluten Prinzip

3.2. Hellenismus und Christentum: Gott als absolutes Prinzip

3.3. Nachchristliche Metaphysik: Rationalismus und Idealismus

4. Das Gottesbild in der europäischen Philosophie

4.1. Scholastik: christlicher Gott, hellenistisches Prinzip

4.2. Der Universalienstreit und die theologische Wende nach Ockham

4.3. Überwindung Gottes: die atheistische Philosophie

5. Schlusswort: Das Absolute heute- hat die Metaphysik eine Zukunft?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklungsgeschichte des Begriffs des "absoluten Prinzips" innerhalb der europäischen Philosophiegeschichte. Die zentrale Forschungsfrage widmet sich dabei der Wandlung von metaphysischen Ursprungsbegründungen hin zu modernen, atheistischen Positionen und der kritischen Hinterfragung der Relevanz metaphysischer Ansätze für das heutige persönliche Leben.

  • Historische Genese der Metaphysik und ihre Grundlagen
  • Die Entwicklung des Gottesbegriffs als absolutes Prinzip
  • Kritische Auseinandersetzung mit metaphysischen Systemen
  • Verhältnis zwischen Rationalismus, Empirismus und Idealismus
  • Die Bedeutung der Philosophie für die Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

2.1. Was ist Metaphysik?

Aristoteles bestimmt die Metaphysik als eine theoretische Wissenschaft von der ersten Ursache des Seienden. So schreibt er: „Denn wer das Erkennen um seiner selbst willen wählt, der wird die höchste Wissenschaft am meisten wählen, dies ist aber die Wissenschaft des im höchsten Sinne Erkennbaren, im höchsten Sinne erkennbar aber sind das Erste (Prinzipien) und die Ursachen; denn durch diese und aus diesen wird das übrige erkannt, nicht aber aus dem Untergeordneten“. Die Wissenschaft, die die Prinzipien und die Ursachen von allem Seienden untersucht ist für Aristoteles die Höchste in der Hierarchie der Wissenschaften.

Die Sammlung der Schriften des Aristoteles über die höchste Wissenschaft erhält die Bezeichnung „Metaphysik“ vom Redaktor Andronikos. Später etabliert sich die Bezeichnung „Metaphysik“ für eine spekulative Philosophie von den ersten Ursachen des Seienden. In der Neuzeit untersucht die „allgemeine Metaphysik“ das Seiende als Seiendes, die „spezielle Metaphysik“ beschäftigt sich mit Gott, die Seele und den weltlichen Dingen. Die „allgemeine Metaphysik“, die höchste Wissenschaft des Aristoteles, erhält im 17.Jh. den Namen „Ontologie“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Begriffs "absolut" und Einführung in die metaphysische Annahme, dass der menschliche Verstand den Urgrund des Seins erkennen könne.

2. Die Metaphysik: Erörterung der aristotelischen Definition von Metaphysik, ihrer historischen Entwicklung von der Antike bis zur Neuzeit sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrer Wissenschaftlichkeit.

3. Das absolute Prinzip in der europäischen Philosophie: Analyse des Übergangs von mythischen Vorstellungen über antike Naturphilosophie bis hin zu rationalistischen und idealistischen Systemen der Nachneuzeit.

4. Das Gottesbild in der europäischen Philosophie: Untersuchung der Rolle Gottes als absolutes Prinzip in der Scholastik, der nominalistischen Wende bei Ockham und der späteren atheistischen Überwindung der Gottesidee.

5. Schlusswort: Das Absolute heute- hat die Metaphysik eine Zukunft?: Kritische Reflexion über den Wert metaphysischer Sinnstiftung im Kontrast zur modernen Lebenswirklichkeit und naturwissenschaftlichen Erkenntnis.

Schlüsselwörter

Metaphysik, Absolutes Prinzip, Ontologie, Aristoteles, Descartes, Rationalismus, Idealismus, Gottesbild, Scholastik, Universalienstreit, Wilhelm von Ockham, Atheismus, Existentialismus, Lebenswirklichkeit, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Geschichte und die philosophische Bedeutung des sogenannten "absoluten Prinzips" in der europäischen Denktradition.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Metaphysik, der Entwicklung des Gottesbegriffs, der Kritik an metaphysischen Systemen und der Bedeutung philosophischer Sinnstiftung heute.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine historische und kritische Untersuchung darüber, wie Philosophen das Absolute begründeten und warum diese Konzepte in der Gegenwart an Bedeutung verloren haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die sich auf zentrale Quellentexte und philosophische Standardwerke zur Geschichte der Philosophie stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Metaphysik selbst, die Genese des absoluten Prinzips sowie die Wandlung und Überwindung des Gottesbildes im Laufe der Jahrhunderte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Metaphysik, Ontologie, Rationalismus, Idealismus und Existentialismus.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Gott bei Thomas von Aquin von der bei Wilhelm von Ockham?

Während Gott bei Thomas von Aquin primär als ein vernünftiges Wesen verstanden wird, das an das Gute gebunden ist, rückt Ockham den freien Willen Gottes in den Vordergrund, der nicht an menschliche Logik oder moralische Normen gebunden ist.

Warum hält der Autor die Metaphysik für das persönliche Leben für problematisch?

Der Autor argumentiert, dass ein metaphysischer Fokus den Menschen von der realen Lebenswirklichkeit entfremden kann und oft zu einer verzerrten Wahrnehmung der Fakten führt.

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Details

Title
Das absolute Prinzip in der europäischen Philosophie
College
University of Hannover
Grade
1,0
Author
Konstantin Karatajew (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V72348
ISBN (eBook)
9783638730228
ISBN (Book)
9783638769464
Language
German
Tags
Prinzip Philosophie absolut Metaphysik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Konstantin Karatajew (Author), 2006, Das absolute Prinzip in der europäischen Philosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72348
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