Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Pédagogie des médias

Die Super Nanny. Moderne Erziehungsberatung oder Dressur mit Folgen?

Titre: Die Super Nanny. Moderne Erziehungsberatung oder Dressur mit Folgen?

Mémoire (de fin d'études) , 2006 , 145 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Mag.phil. Anna Stein (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie des médias
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die folgende Arbeit befasst sich mit der Erziehungsberatung in den
Medien. Anhand der Analyse und Diskussion der Fernsehsendung „Die
Super Nanny“ sollen die Konsequenzen für Kinder und Familien, die an
dieser Sendung teilgenommen haben, ermittelt werden. Die
Forschungsfrage dazu lautet:
Welchen Einfluss hat die Sendung „Die Super Nanny“ auf teilnehmende Familien und insbesondere auf Kinder im Alter von 3-10 Jahren?
Zunächst wird der Untersuchungsgegenstand genauer beschrieben.
Hierbei werde ich auf das Konzept der Serie sowie die Reaktionen der
Zuschauer/innen eingehen und den typischen Ablauf eines Besuchs der
„Super Nanny“ beschreiben. Die „Super Nanny“ selbst wird kurz vorgestellt
und anschließend ihre Erziehungs- und Beratungsmethoden von der
klassischen Erziehungsberatung abgegrenzt. Es folgt ein kurzer Ausblick
auf moderne Strömungen in der Erziehungsberatung, sowie auch auf
neueste Erkenntnisse zu Beratung in den Medien im Allgemeinen.
Die Untersuchung stützt sich auf verschiedene Positionen zur Sendung.
Zum einen wird die Kritik des deutschen Kinderschutzbundes an der
„Super Nanny“ vorgestellt (Kapitel 4.1) und analysiert. Als qualitative
Erhebungsmethode habe ich das Experteninterview (Meuser und Nagel
1997) und das Problemzentrierte Interview (Witzel 1982) gewählt und
mithilfe der „Qualitativen Inhaltsanalyse“ nach Philipp Mayring (2002) und
der „Sozialwissenschaftlichen Paraphrase“ nach Thomas Heinze (2001)
ausgewertet. Anhand eines Experteninterviews wurde die Position der
Produzenten der Serie „Super Nanny“ herausgearbeitet (Kapitel 5.4.1) und
des weiteren wurden vier Familien, die teilgenommen haben, interviewt, was einen Einblick in die persönlichen Erfahrungen mit der „Super Nanny“
ermöglichte.
Somit liegen dieser Arbeit drei Positionen zur Sendung zugrunde. In der
kritischen Auseinandersetzung mit diesen Positionen entstand meine
eigene Position. Zu Beginn meiner Arbeit stellte ich fest, dass diese stark
schwankte, da mir zu den Positionen anderer die jeweiligen
Gegenargumente fehlten. In einem Fazit, das die Arbeit abrunden soll,
lege ich meine Schlussfolgerungen zur Sendung aus pädagogischer Sicht
dar. Im letzten Kapitel werden ein Ausblick und mögliche Lösungsansätze
geboten.[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschreibung des Untersuchungsgegenstands

2.1 Katia Saalfrank – Die „Super Nanny“

2.2 Die Methoden der „Super Nanny“

2.3 Die klassische Erziehungsberatung

2.3.1 Geschichte der Erziehungsberatung

2.3.2 Methoden der traditionellen Erziehungsberatung

2.4 Methoden der klassischen Erziehungsberatung in Abgrenzung zu den Methoden der „Super Nanny“

3. Aktuelle Strömungen in der TV- Beratung

4. Exkurs: Gesellschaftliche Veränderungen

5. Positionen zur Sendung

5.1 Analyse der Stellungnahme vom deutschen Kinderschutzbund

6. Methodischer Teil

6.1 Vorgehensweise der Felderkundung

6.2 Forschungsethische Reflexionen

6.3 Interviewauswahl und Begründung der Methodenwahl

6.3.1 Entwicklung des Leitfadens

6.3.2 Das Experteninterview

6.3.3 Das Problemzentrierte Interview

6.4 Durchführung der Interviews

6.5 Auswertung und Interpretation der Interviews

6.5.1 Die Sicht der Produzenten – Experteninterview

6.5.2 Interview 1: Frau Y.H. – Einzelfalldarstellung

6.5.3 Interview 2 : Frau D.N. – Einzelfalldarstellung

6.5.4 Interview 3 : Frau M.Y. – Einzelfalldarstellung

6.5.5 Interview 3 : Frau N.F. – Einzelfalldarstellung

7. Kategorien zu den Interviews

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erziehungsberatung in den Medien am Beispiel der RTL-Fernsehsendung „Die Super Nanny“. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, welchen Einfluss das Format auf die teilnehmenden Familien und insbesondere auf Kinder im Alter von 3-10 Jahren ausübt, sowie die kritische Gegenüberstellung von medialer Darstellung und professioneller Erziehungsberatung.

  • Konzeptanalyse der Fernsehsendung „Die Super Nanny“ im Vergleich zu klassischen Beratungsansätzen.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Medienauftritten auf das psychische Wohlbefinden von Kindern und betroffenen Eltern.
  • Qualitative Analyse von Interviews mit Familien, die an der Sendung teilgenommen haben.
  • Kritische Reflexion der Rolle von Quotenorientierung und Inszenierung versus authentischer Erziehungshilfe.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Methoden der „Super Nanny“

Die Methoden der „Super Nanny“ mögen für Nicht-Pädagogen auf den ersten Blick logisch und „pädagogisch wertvoll“ erscheinen: Die „Super Nanny“ zieht für eine Woche zu einer Familie (so erscheint es jedenfalls dem Fernsehzuschauer), in der die Eltern mit ihrem Erziehungslatein am Ende und die Kinder außer Rand und Band geraten sind. Diese Eltern fühlen sich dem Alltag mit ihren Kindern nicht mehr gewachsen, immer häufiger geraten Situationen außer Kontrolle. Erste Aufgabe der „Super Nanny“ ist es, die Verhaltensmuster der Familienmitglieder zu studieren und ihren Alltag kennen zu lernen. Was im Fernsehen nach permanenter Anwesenheit der „Super Nanny“ aussieht, ist tatsächlich aber nur eine „zusammengeschnittene Präsenz“; „Super Nanny“ und Team halten sich tagsüber in der Familie auf; sie übernachten in einem nahe gelegenen Hotel. Insgesamt sind die pädagogischen Methoden als solche kaum erkennbar, da die einzelnen Filmsequenzen für eine Erklärung aus pädagogischer Sicht viel zu kurz sind. Möglicherweise werden den beteiligten Eltern hinter der Kamera entsprechende Erklärungen gegeben, so dass diese die Sinnhaftigkeit der jeweiligen Maßnahmen nachvollziehen können. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer am Bildschirm fehlen jedoch diese Zusammenhänge, sodass allein dadurch die Wirksamkeit der Sendung bezweifelt werden muss.

Wenn die „Super Nanny“ ihre Beobachtungen nach ein bis zwei Tagen abgeschlossen hat, stellt sie Regeln für den Umgang der Familienmitglieder miteinander auf. Zu Beginn der Sendereihe handelte es sich dabei um so genannte Eltern- und Kinderregeln. (siehe Tabelle 1) Das Aufstellen der Regeln geschah in den ersten Folgen ohne Mitarbeit der Familie. Vielmehr wurden die Regeln von Katia Saalfrank vorgetragen und anschließend musste sich jedes Familienmitglied ohne Einschränkungen daran halten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas Erziehungsberatung in Medien sowie Definition der Forschungsfrage und des methodischen Vorgehens.

2. Beschreibung des Untersuchungsgegenstands: Analyse des Konzepts der „Super Nanny“, ihrer Methoden und die Abgrenzung zur klassischen Erziehungsberatung.

3. Aktuelle Strömungen in der TV- Beratung: Ein Überblick über die Entwicklung von Fernseh-Beratungsformaten und deren wirtschaftliche Hintergründe.

4. Exkurs: Gesellschaftliche Veränderungen: Diskussion soziologischer und ökonomischer Wandlungsprozesse in Familien und deren Einfluss auf den Erziehungsalltag.

5. Positionen zur Sendung: Kritische Auseinandersetzung mit der Stellungnahme des deutschen Kinderschutzbundes und ethischen Bedenken.

6. Methodischer Teil: Detaillierte Darlegung des qualitativen Vorgehens, der Interviewführung und der Auswertung nach Mayring.

7. Kategorien zu den Interviews: Systematische Zusammenfassung der zentralen Themen, die sich aus den Interviews mit den Familien ergeben haben.

8. Fazit: Zusammenfassende kritische Bewertung der Sendung und Ausblick auf alternative Hilfsangebote.

Schlüsselwörter

Erziehungsberatung, Super Nanny, Katia Saalfrank, Medienpädagogik, TV-Formate, Kinderschutz, Familienvereinbarungen, Qualitative Sozialforschung, Expertenantalyse, Erziehungsalltag, Fernsehinszenierung, Stigmatisierung, pädagogische Methoden, Beratungspraxis, Familienintervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich kritisch mit der Fernsehsendung „Die Super Nanny“ und hinterfragt, ob das Format eine seriöse Erziehungsberatung darstellt oder primär der Unterhaltung dient.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert pädagogische Methoden, mediale Inszenierung von Erziehung, gesellschaftliche Erwartungen an Familien sowie ethische Aspekte der Darstellung von Kindern im Privatfernsehen.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet, welchen Einfluss die Teilnahme an der Sendung „Die Super Nanny“ auf die betroffenen Familien hat und welche Konsequenzen für die Kinder dabei entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine qualitative sozialwissenschaftliche Untersuchung durchgeführt, basierend auf Experteninterviews und problemzentrierten Interviews mit Familien, ausgewertet mittels der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Format der Sendung, die Kritik von Verbänden wie dem Kinderschutzbund, die Sicht der Produktionsfirma sowie die persönlichen Erfahrungen und psychischen Folgen für die interviewten Familien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Medienwirksamkeit, Erziehungsberatung, Kindeswohl, Sündenbock-Prinzip und Inszenierung definieren.

Warum kritisieren Experten die „Super Nanny“?

Experten kritisieren die mangelnde Nachhaltigkeit der Beratung, die destruktive Darstellung von Familienfehlern und das Fehlen einer wertschätzenden Haltung sowie professioneller Supervision gegenüber den Kindern.

Welche negativen Konsequenzen berichten die Familien?

Die Familien berichten von Stigmatisierung im sozialen Umfeld, Anfeindungen aufgrund der TV-Darstellung, psychischen Belastungen durch die Inszenierung und einer Verschlechterung ihrer finanziellen Situation.

Warum ist das "Sündenbock-Prinzip" ein zentrales Ergebnis der Untersuchung?

In der Analyse zeigt sich, dass die Sendung in jeder Familie gezielt eine Person als "Schuldigen" für die Probleme identifiziert, anstatt soziale Systeme als Ganzes zu betrachten.

Gibt es Alternativen, die in der Arbeit empfohlen werden?

Ja, als professionelle und nachhaltigere Alternativen werden die aufsuchende Familientherapie sowie Beratungsangebote des Jugendamtes und qualifizierte Elternkurse genannt.

Fin de l'extrait de 145 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Super Nanny. Moderne Erziehungsberatung oder Dressur mit Folgen?
Université
University of Innsbruck  (Erziehungswissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Mag.phil. Anna Stein (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
145
N° de catalogue
V72351
ISBN (ebook)
9783638626187
Langue
allemand
mots-clé
Super Nanny Moderne Erziehungsberatung Dressur Folgen Supernanny Medien Pädagogik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mag.phil. Anna Stein (Auteur), 2006, Die Super Nanny. Moderne Erziehungsberatung oder Dressur mit Folgen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72351
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  145  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint