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Theorien und empirische Befunde zum Bevölkerungswachstum der Erde

Titel: Theorien und empirische Befunde zum Bevölkerungswachstum der Erde

Seminararbeit , 2006 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tobias Klier (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Noch nie in der Menschheitsgeschichte haben gleichzeitig so viele Menschen die Erde bewohnt wie heute. Allerdings entspricht der Bevölkerungsstand von nahezu hundert Prozent der Verweilzeit des Menschen nur einem Bruchteil der heutigen Population. Am 12. Oktober 1999 überschritt die Weltbevölkerung laut Berechnungen der Vereinten Nationen die 6-Milliarden-Grenze.1 Den im Zusammenhang mit dieser Entwicklung auftauchenden Fragen soll im Folgenden nachgegangen werden. Die Weltbevölkerung wird hier als ein geschlossenes System betrachtet, da weder räumliche Migrationen noch Wanderungen den globalen Begriff der Weltbevölkerung betreffen. Dieser definiert sich also ausschließlich aus Geburten- und Sterbefällen.

Der erste Teil dieser Arbeit beschreibt zunächst die wichtigsten Theorien und Überlegungen zur Bevölkerungsentwicklung und der Auswirkung auf die Tragfähigkeit der Erde. Im zweiten, empirischen Teil wird eingangs die historische Entwicklung bis zum heutigen Tag dargestellt, dann die gegenwärtige Situation der Weltbevölkerung und schließlich mit Vorausberechnungen über die zukünftige Entwicklung der Weltbevölkerung durch die Vereinten Nationen abgeschlossen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Der Begriff und die Kontroverse um die Tragfähigkeit der Erde

3. Theorien zum Bevölkerungswachstum der Erde

3.1 Tragfähigkeitsuntersuchungen der Erde

3.1.1 Johann Peter Süßmilch (1707-1767)

3.1.2 Malthusianismus und das exponentielle Wachstum

3.2 Dennis L. Meadows und die „Grenzen des Wachstums“

3.3 Die Theorie der demographischen Transformation

3.3.1 Grundgedanken

3.3.2 Die Phasen der demographischen Transformation

3.3.3 Kritik am Modell der demographischen Transformation

4. Die Entwicklung der Weltbevölkerung

4.1 Historische Entwicklung

4.2 Ursachen des Bevölkerungsanstiegs

4.3 Folgen der Bevölkerungszunahme

5. Ursachen der Differenz zwischen Bevölkerungstheorie und Realität

6. Gegenwärtiger Stand und Entwicklung der Weltbevölkerung

6.1 Globale Betrachtung des Standes der Weltbevölkerung

6.2 Regionale Unterschiede

6.2.1 Industrieländer

6.2.2 Entwicklungsländer

6.3 Der Einfluss von Aids/HIV auf das Wachstum

7. Bevölkerungsprognosen der Vereinten Nationen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das weltweite Bevölkerungswachstum unter Berücksichtigung historischer Theorien, empirischer Befunde und künftiger Prognosen. Ziel ist es, die Dynamik der Bevölkerungsentwicklung sowie die Konzepte der Tragfähigkeit der Erde kritisch zu hinterfragen und die ungleiche demographische Entwicklung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern zu beleuchten.

  • Historische Bevölkerungstheorien (Süßmilch, Malthus, Meadows)
  • Konzepte zur Tragfähigkeit der Erde
  • Modell der demographischen Transformation
  • Ursachen und Folgen des globalen Bevölkerungsanstiegs
  • Einfluss von Aids/HIV auf das demographische Wachstum

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Malthusianismus und das exponentielle Wachstum

Der Engländer Thomas Robert Malthus (1766-1834) veröffentlicht 1798 seinen „Essay on the principle of population as it affects the future improvement of society“. Darin beschreibt er, dass aus einem ungebremsten Bevölkerungswachstum ökologische Konsequenzen entstehen, da sich die Bevölkerung in geometrischer bzw. exponentieller Reihe (1, 2, 4, 8, 16,…) vermehrt, während die Nahrungsmittelproduktion auf Grund abnehmenden Bodenertrags nur im arithmetischen Verhältnis (1, 2, 3, 4, 5,…) steigt.

Das bedeutet, dass selbst eine noch so kleine anfängliche Bevölkerungszahl früher oder später unweigerlich die Nahrungsmittelreserven übersteigen muss. Diese ungleiche Vermehrungskraft von Bevölkerung und Nahrungsmittel ist Hauptthese in Malthus’ Bevölkerungsgesetz. Die Folgen der Bevölkerungsvermehrung bzw. der Verknappung von Nahrungsmitteln sind Hungersnöte, Epidemien und Kriege, die er als „positive checks“ bezeichnet, da sie wieder durch Bevölkerungsreduktion zu einem Gleichgewicht führen. Sexuelle Enthaltsamkeit und Geburtenbeschränkung bezeichnet Malthus als einzigen Ausweg, die Lage der Armen zu verbessern und das „Gleichgewicht zwischen Bevölkerung und Nahrungsmittelproduktion“ wiederherzustellen. Malthus widerspricht sich jedoch selbst, indem er einerseits vom biologischen Sexualtrieb als unabänderliches Naturgesetz spricht, andererseits aber das Überwinden des Naturgesetzes durch moralische Anstrengungen für möglich und erforderlich erachtet. Die Wahrscheinlichkeit aber, der Bevölkerungsfalle zu entrinnen ist sehr gering, da eine Produktionssteigerung an Nahrungsmitteln „wieder das Bevölkerungswachstum anrege.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Thematik der Weltbevölkerung und deren Definition als geschlossenes System.

2. Der Begriff und die Kontroverse um die Tragfähigkeit der Erde: Definition der Tragfähigkeit unter Berücksichtigung physischer, ökonomischer und sozialer Faktoren.

3. Theorien zum Bevölkerungswachstum der Erde: Vorstellung wegweisender Theorien von Süßmilch, Malthus und dem Club of Rome.

4. Die Entwicklung der Weltbevölkerung: Analyse der historischen Zunahme, Ursachen des Anstiegs und soziale Folgen der Bevölkerungsentwicklung.

5. Ursachen der Differenz zwischen Bevölkerungstheorie und Realität: Diskussion, warum Malthus’ pessimistische Prognosen durch technischen Fortschritt und sozio-ökonomische Entwicklungen nicht eintraten.

6. Gegenwärtiger Stand und Entwicklung der Weltbevölkerung: Darstellung der aktuellen demographischen Situation mit regionalen Unterschieden zwischen Industrie- und Entwicklungsländern sowie dem Einfluss von Krankheiten.

7. Bevölkerungsprognosen der Vereinten Nationen: Einordnung zukünftiger Wachstumsszenarien und die Relevanz der "Trägheit des Bevölkerungswachstums".

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Unsicherheiten demographischer Prognosen und der ökologischen Grenzen.

Schlüsselwörter

Weltbevölkerung, Tragfähigkeit, Bevölkerungswachstum, demographische Transformation, Malthus, Geburtenrate, Sterberate, Entwicklungsländer, Industrieländer, Nahrungsmittelproduktion, Aids, HIV, Prognose, Überbevölkerung, Fertilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und der empirischen Realität des weltweiten Bevölkerungswachstums sowie der Frage, wie viele Menschen die Erde langfristig tragen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Weltbevölkerung, die Analyse klassischer Bevölkerungstheorien, das Modell der demographischen Transformation und der Vergleich aktueller demographischer Trends.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung der Ursachen für die globale Bevölkerungszunahme und eine kritische Auseinandersetzung mit der Tragfähigkeit der Erde unter Einbeziehung verschiedener Bevölkerungstheorien.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung empirischer Daten und Modelle der Vereinten Nationen sowie relevanter Forschungsinstitute basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil behandelt die Tragfähigkeitsuntersuchungen, die demographische Transition, den historischen Anstieg der Weltbevölkerung sowie die regionalen Divergenzen zwischen dem globalen Norden und Süden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bevölkerungswachstum, Tragfähigkeit, demographische Transformation, Fertilität und die Unterscheidung von Industrie- und Entwicklungsländern charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die demographische Entwicklung in den Industrieländern von der in den Entwicklungsländern?

Während Industrieländer oft mit Stagnation oder Schrumpfung und Alterung kämpfen, findet der überwiegende Teil des weltweiten Wachstums in Entwicklungsländern statt, bedingt durch hohe Geburtenraten und eine junge Altersstruktur.

Welchen Stellenwert nimmt die Aids-Pandemie in der Untersuchung ein?

Die Arbeit thematisiert Aids/HIV als einen wesentlichen Faktor, der die Lebenserwartung in besonders betroffenen Regionen massiv senkt und die demographische Entwicklung durch eine entstehende Generationslücke negativ beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theorien und empirische Befunde zum Bevölkerungswachstum der Erde
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,3
Autor
Tobias Klier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V72463
ISBN (eBook)
9783638633505
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theorien Befunde Bevölkerungswachstum Erde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Klier (Autor:in), 2006, Theorien und empirische Befunde zum Bevölkerungswachstum der Erde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72463
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Leseprobe aus  26  Seiten
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