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Der wissenssoziologische Ansatz Peter Bergers und Thomas Luckmanns. Einfluss auf das politische Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern

Título: Der wissenssoziologische Ansatz Peter Bergers und Thomas Luckmanns. Einfluss auf das politische Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern

Trabajo , 2007 , 44 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Marc Partetzke (Autor)

Didáctica - Politíca, Educación política
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„Gesellschaft ist ein menschliches Produkt. Gesellschaft ist eine objektivierte Wirklichkeit. Der Mensch ist ein gesellschaftliches Produkt.“ – So lauten gewissermaßen die (General-)Thesen aus Peter Bergers und Thomas Luckmanns Publikation über die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Beide Autoren legen in ihren Ausführungen aus ihrem soziologischen Verständnis heraus dar, auf welchen Grundlagen das basiert, was gemeinhin als Gesellschaft bezeichnet wird, welche Voraussetzungen dieselbe hat und welchen genetischen Hintergrund. Freilich drängt sich – so vermutlich auch die Intention der beiden Verfasser – eine rein soziologische Lesart förmlich auf. Jedoch kann und muss die thematische Substanz auch unter anderen, wissenschaftlich differenzierteren Gesichtspunkten rezipiert werden. Gerade in Bezug auf die Frage nach dem politischen Bewusstsein und der Herausbildung desselben bei Kindern und Jugendlichen erscheint es sinnvoll, eine politikwissenschaftlich-didaktische Maske über den Text zu legen, um zu analysieren, welchen Erkenntniswert die beiden Autoren mit ihrer Arbeit für das Verständnis und die Genese politischen Bewusstseins sowie für die daraus folgenden fachdidaktischen Konsequenzen liefern können (...) Vor diesem Hintergrund ist bereits impliziert die Antwort auf die Frage gegeben, wie methodisch in dieser Hausarbeit vorgegangen werden soll. Im ersten Teil der Arbeit möchte ich mich explizit Berger/ Luckmann widmen und hier insbesondere dem Kapitel „Institutionalisierung“. Zum einen, weil nicht das gesamte Buch Gegenstand meiner Ausführungen werden soll. Zum anderen, da sich das genannte Kapitel dezidiert mit der Entstehung von Institutionen befasst, wodurch wiederum in einem sich daran anschließenden Schritt Konsequenzen für die Herausbildung des politischen Bewusstseins ableitbar sind (...) Es soll der Versuch unternommen werden, den Text unter einer „exegetischen Analyse“ zu betrachten und an einigen Stellen sowohl inhaltlich als auch definitorisch zu erweitern. Der zweite Teil der Arbeit soll sich dann mit den oben genannten Konsequenzen befassen und mit der Frage verknüpft werden, welche Resultate und – vor allem – welche Anforderungen dadurch für den Sozialkundeunterricht am expliziten Beispiel der politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland entstehen. Insofern soll die fachdidaktische Expertise keinen eigenständigen dritten Teil einnehmen, da mir das beschriebene Verfahren an dieser Stelle sinnvoller erscheint.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Institutionalisierung

2.1 Voraussetzungen von Institutionalisierung/Institutionen ersten Grades

2.1.1 Habitualisierung

2.1.2 Historizität

2.1.3 Legitimierung

2.1.3.1 Vortheoretische Ebene

2.1.3.2 Theoretische Postulate

2.1.3.3 Explizite Legitimationstheorien

2.1.3.4 Symbolische Sinnwelten

2.2 Voraussetzungen von Institutionalisierung/Institutionen zweiten Grades

2.2.1 Sprache

2.2.2 Wissen

2.2.3 Rollen

2.3 Teilfazit

3 Konsequenzen des wissenssoziologischen Ansatzes für die politische Bildung (in Bezug auf die Institutionalisierung) insbesondere in Hinblick auf das politischen Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern

3.1 Politisches Bewusstsein

3.2 Didaktischer Katalog zum Thema Gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit (Institutionalisierung)

3.3 Planung einer Unterrichtsequenz zur gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit (Kapitel Institutionalisierung) am Beispiel der politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland und in Hinblick auf das politische Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern

3.3.1 Didaktische Analyse

3.3.2 Planungsdurchführung

a) Habitualisierung

b) Historizität

c) Legitimierung

4 Vom Exemplarischen zum Allgemeinen – Intendierte Schülereinsichten

5 Verwendete und weiterführende Literatur

6 Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den wissenssoziologischen Ansatz von Peter L. Berger und Thomas Luckmann, insbesondere das Kapitel zur Institutionalisierung, und überträgt diesen auf die politische Bildung. Das primäre Ziel ist es, den Erkenntniswert für das Verständnis des politischen Bewusstseins von Schülerinnen und Schülern herauszuarbeiten und daraus fachdidaktische Konsequenzen für den Sozialkundeunterricht abzuleiten, wobei politische Parteien als Fallbeispiel dienen.

  • Wissenssoziologische Grundlagen der Institutionalisierung
  • Konstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeit durch Habitualisierung, Historizität und Legitimierung
  • Analyse des politischen Bewusstseins im Kontext politischer Partizipation
  • Entwicklung eines didaktischen Katalogs zur Vermittlung institutionenkundlicher Inhalte
  • Planung einer Unterrichtsreihe am Beispiel politischer Parteien in der Bundesrepublik Deutschland

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Habitualisierung

Auch wenn Berger/ Luckmann als erste Voraussetzung von Institutionalisierung die Habitualisierung nennen, möchte ich einen Schritt davor ansetzen. Sicher verfestigt sich manches menschliche Tun – aber eben nur ganz bestimmtes und das wiederum aus ganz expliziten Intentionen heraus. Der Präzision halber müsste man daher vorerst eine Unterscheidung menschlichen Tuns in Verhalten und Handeln vornehmen.

Dadurch wird klar, dass nicht jedes menschliche Verhalten gleich menschlichem Handeln ist. Wenn man Handeln als eine ausgezeichnete, zielgerichtete, planvolle und intentionale Form des menschlichen Verhaltens definiert, so wird wohl kaum jemand das Ablegen der eigenen Hand auf einer heißen Herdplatte als Handeln bezeichnen, Masochismus einmal ausgeschlossen. Nun wäre die nächste sinnvolle Frage, die, warum man überhaupt handelt. Die Antwort darauf kann und soll an dieser Stelle freilich nicht umfassend gegeben werden, jedoch lassen sich zwei zentrale interdependente Bedingungen anführen – Bedürfnisse und deren Befriedigungen.

Warum jagt man – weil man Hunger hat. Warum macht man Feuer – weil einem kalt ist. Warum pflanzt man sich fort – weil man z. B. die eigene Existenz im Alter sicher will. Die Liste der anzuführenden Beispiele ließe sich beliebig verlängern. Das heißt also, dass vor jedem menschlichen Handeln und damit auch vor jedem Institutionalisierungsprozess an sich (wie im Folgenden noch gezeigt werden soll) Bedürfnisse und das Verlangen nach deren Befriedigung stehen. Wiederholt man nun jene bedürfnisbefriedigenden Handlungen, die in der Vergangenheit als positiv bewertet wurden, häufig, so verfestigen sich diese „zu einem Model, welches unter Einsparung von Kraft reproduziert werden kann und dabei vom Handelnden als Model aufgefasst wird.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Beitrag der Wissenssoziologie Bergers und Luckmanns für das Verständnis und die Genese des politischen Bewusstseins bei Schülern dar.

2 Institutionalisierung: Das Kapitel erläutert die theoretischen Voraussetzungen für die Entstehung von Institutionen, unterteilt in Bedingungen ersten Grades (Habitualisierung, Historizität, Legitimierung) und zweiten Grades (Sprache, Wissen, Rollen).

3 Konsequenzen des wissenssoziologischen Ansatzes für die politische Bildung (in Bezug auf die Institutionalisierung) insbesondere in Hinblick auf das politischen Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern: Dieser Teil leitet didaktische Anforderungen aus der soziologischen Theorie ab und entwickelt einen konkreten didaktischen Katalog sowie eine Unterrichtsplanung für den Sozialkundeunterricht am Beispiel politischer Parteien.

4 Vom Exemplarischen zum Allgemeinen – Intendierte Schülereinsichten: Das Fazit reflektiert die angestrebten Lerneffekte, insbesondere die Einsicht der Schüler, dass Institutionen veränderbar sind und sie selbst am gesellschaftlichen Konstruktionsprozess partizipieren können.

5 Verwendete und weiterführende Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche herangezogenen soziologischen und fachdidaktischen Quellen auf.

6 Anhang: Der Anhang enthält grafische Darstellungen zu Konfliktlinien im Parteiensystem, zur Wählerverteilung und zur Genealogie der Parteien sowie eine detaillierte Unterrichtsplanung.

Schlüsselwörter

Institutionalisierung, Berger und Luckmann, Wissenssoziologie, Politisches Bewusstsein, Politische Bildung, Sozialkundeunterricht, Gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, Habitualisierung, Historizität, Legitimierung, Politische Parteien, Politische Partizipation, Sozialisation, Institutionenkunde, Handlungsorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den wissenssoziologischen Ansatz von Peter L. Berger und Thomas Luckmann mit dem Fokus auf den Begriff der Institutionalisierung und deren Relevanz für die politische Bildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft die theoretische Soziologie der Wirklichkeitskonstruktion mit der Fachdidaktik Sozialkunde, wobei sie insbesondere den Entstehungsprozess von Institutionen und dessen Anwendung auf politische Parteien thematisiert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, welchen Erkenntniswert die Theorie von Berger und Luckmann für das Verständnis des politischen Bewusstseins von Jugendlichen hat und wie sich dieser prozessuale Ansatz in den Schulunterricht integrieren lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine exegetische Analyse des Werkes "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit" und kombiniert diese mit einer fachdidaktischen Aufarbeitung für den Sozialkundeunterricht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Voraussetzungen von Institutionen hergeleitet und anschließend in einem didaktischen Katalog sowie einer Unterrichtssequenz auf das Beispiel der politischen Parteien angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Institutionalisierung, Wissenssoziologie, politisches Bewusstsein, gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit und politische Partizipation.

Welche Rolle spielen politische Parteien im Kontext dieser Arbeit?

Politische Parteien dienen als konkretes, exemplarisches Fallbeispiel, um Schülern den abstrakten Prozess der Institutionalisierung (Habitualisierung, Historizität, Legitimierung) verständlich zu machen.

Wie trägt das Wissen über den Entstehungsprozess von Institutionen zur politischen Partizipation bei?

Durch die Erkenntnis, dass Institutionen menschliche Konstrukte sind, verlieren diese für den Schüler ihren Charakter als starre, unveränderbare Gegebenheiten und werden als gestaltbare und beeinflussbare Systeme erkennbar, was die eigene Handlungsbereitschaft fördern kann.

Final del extracto de 44 páginas  - subir

Detalles

Título
Der wissenssoziologische Ansatz Peter Bergers und Thomas Luckmanns. Einfluss auf das politische Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Politisches Bewusstsein und politische Bildung
Calificación
1,3
Autor
Marc Partetzke (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
44
No. de catálogo
V72468
ISBN (Ebook)
9783638633475
ISBN (Libro)
9783638675390
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ansatz Peter Bergers Thomas Luckmanns Einfluss Bewusstsein Schülerinnen Schülern Bezug Institutionalisierung Beispiel Parteien Deutschland Politisches Bewusstsein Bildung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marc Partetzke (Autor), 2007, Der wissenssoziologische Ansatz Peter Bergers und Thomas Luckmanns. Einfluss auf das politische Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72468
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