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Einfachheit (simplicitas) der Sprache in "Povesti Belkina"

Title:  Einfachheit (simplicitas)  der Sprache in "Povesti Belkina"

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Eleonora Adler (Author)

Russian / Slavic Languages
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Puškins „neoklassische Stilideale“ und die spezifischen Qualitäten seines Stils bilden ein Antiprogramm zur empfindsamen Prosa vor seiner Zeit und offenbaren „die Schwachstellen des gealterten Sentimentalismus“.
Puškin hielt Karamzins Prosa für die beste in der damaligen russischen Literatur, aber in seinem Werk vereinigte er die Sprachpositionen sowohl der Neuerer als auch der Archaisten genau so wie die Elemente der leichten und der erhabenen Stilarten; er suchte nach seiner eigenen metaphysischen und abstrakten Sprache in der erzählerischen Prosa.

Inhalt:

1 Einleitung 1
2 Einfachheit 2
2.1 Simplicitas - Qualität, die göttlich ist 2
2.2 Zur Einfachheit der Signifikatebene 3
2.3 Zur Einfachheit der Signifikantebene 5
2.3.1 Der Beitrag des Genres zur Einfachheit 5
2.3.2 Funktionalität der Landschafts-, Interieur- und Personenbeschreibungen 6
2.3.2.1 Neutralität und Informationsgehalt der Beschreibungen 6
2.3.2.2 Sachlicher Charakter der Epithetons und Metaphern 9
2.3.2.3 Verben 9
2.3.3 Dialog als realistisches Mittel 10
3 Quantitative Untersuchung 11
3.1 Untersuchungsergebnisse: 11
3.1.1 Parameter Satzlänge 11
3.1.2 Parameter Satzkomplexität 15
3.1.3 Parameter „logische“ Satzordnung 16
4 Zusammenfassung 18

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einfachheit

2.1 Simplicitas - Qualität, die göttlich ist

2.2 Zur Einfachheit der Signifikatebene

2.3 Zur Einfachheit der Signifikantebene

2.3.1 Der Beitrag des Genres zur Einfachheit

2.3.2 Funktionalität der Landschafts-, Interieur- und Personenbeschreibungen

2.3.2.1 Neutralität und Informationsgehalt der Beschreibungen

2.3.2.2 Sachlicher Charakter der Epithetons und Metaphern

2.3.2.3 Verben

2.3.3 Dialog als realistisches Mittel

3 Quantitative Untersuchung

3.1 Untersuchungsergebnisse:

3.1.1 Parameter Satzlänge

3.1.2 Parameter Satzkomplexität

3.1.3 Parameter „logische“ Satzordnung

4 Zusammenfassung

Zielsetzung und Thematik

Die Arbeit untersucht das Konzept der sprachlichen Einfachheit („простота“/simplicitas) in Alexander Puschkins Erzählzyklus „Die Erzählungen des verstorbenen Iwan Petrowitsch Belkin“. Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass die von zeitgenössischen Kritikern oft als „kalt“ oder „trocken“ missverstandene Schlichtheit Puschkins in Wahrheit ein bewusstes, hochkomplexes künstlerisches Mittel darstellt, das auf inhaltlicher Dichte und ökonomischer Struktur basiert.

  • Analyse der ästhetischen Bedeutung von „Einfachheit“ in Puschkins Prosa.
  • Untersuchung der strukturellen Technik der „Punktierung“ und der „freien Stellen“ in der Erzählweise.
  • Evaluation der Funktionalität von Beschreibungen (Landschaft, Interieur, Person) im Kontext des Realismus.
  • Quantitative Überprüfung der Satzstruktur (Satzlänge, Komplexität und logische Wortstellung).
  • Vergleich der statistischen Ergebnisse mit Texten von Lomonossow und Karamsin.

Auszug aus dem Buch

2.3 Zur Einfachheit der Signifikantebene

„Если все достоинства прозы соблюдены, но нет внутренней связи, а только наружная... сочинение называется пустословием (галиматьею).“

„Она (проза) требует мыслей...“, die ihrer Thematik, dem Bezeichneten und nicht dem schönen Ausdruck dienen sollen und die W. Schmid als das Verlangen nach Logik und Plausibilität interpretiert. Damit lege Puškin eine neue Gewichtung auf „res“.

Diesen Postulaten nachgehend, nämlich „просто, кратко и ясно...“ schrieb er seine „Povesti Belkina“. In diesen Erzählungen wurde der „paradoxe Zusammenhang“ zwischen Einfachheit und Sinnfülle, d.h. zwischen formalen und inhaltlichen Tugenden der Prosa hergestellt, die W. Schmidt durch die Begriffe Geschehen und Geschichte zusammenzubringen versucht. Indem das Geschehen in all seiner Unendlichkeit nur auf relevante Momente, Eigenschaften und Qualitäten reduziert wird, entsteht eine einfache und klare Geschichte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zeitgenössische, überwiegend negative Kritik an Puschkins Prosawerk und stellt die Forschungsfrage nach der tatsächlichen ästhetischen Intention hinter der als „einfach“ bezeichneten Sprache.

2 Einfachheit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der „Simplicitas“ sowohl christlich-theologisch als auch stilistisch und untersucht, wie Puschkin durch Genre-Wahl, funktionale Beschreibungen und eine spezifische Dialogführung eine realistische Dichte erreicht.

3 Quantitative Untersuchung: In diesem Kapitel werden empirische Daten zur Satzlänge, Satzkomplexität und logischen Satzordnung erhoben, um die stilistische Vereinfachung des Satzbaus bei Puschkin mathematisch zu belegen.

4 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Puschkins Einfachheit keine Abwesenheit von Kunstfertigkeit darstellt, sondern die höchste Stufe einer durchdachten, gedankenreichen Erzählökonomie ist.

Schlüsselwörter

Puschkin, Povesti Belkina, Simplicitas, Einfachheit, Realismus, Prosa, Satzbau, Satzlänge, Sprachstil, Literaturwissenschaft, Punktiertechnik, Erzählweise, russische Literatur, Signifikatebene, quantitative Stilanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den literarischen Stil von Alexander Puschkins Werk „Die Erzählungen des verstorbenen Iwan Petrowitsch Belkin“, wobei der Fokus auf dem Konzept der sprachlichen Einfachheit liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die ästhetische Theorie der Einfachheit, die Funktion von Naturbeschreibungen und Dialogen sowie die strukturelle Analyse der Satzsyntax.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass Puschkins reduzierte Ausdrucksweise keine stilistische Schwäche, sondern eine bewusst eingesetzte, hochkomplexe Erzähltechnik ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine philologische Stilanalyse mit einer quantitativen Untersuchung von Satzparametern (Länge, Komplexität, Wortstellung).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Einfachheit, eine detaillierte qualitative Untersuchung von Beschreibungs- und Dialogelementen sowie einen quantitativen statistischen Teil.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Simplicitas“, „Puschkin-Realismus“, „syntaktische Ökonomie“ und „Erzählstruktur“ charakterisiert.

Was besagt die „Punktier-Technik“ bei Puschkin?

Hierbei handelt es sich um eine Technik, bei der der Autor den Erzählfluss auf wesentliche Punkte reduziert und „freie Stellen“ lässt, die den Leser zum aktiven Nachdenken animieren.

Wie unterscheidet sich Puschkins Satzbau von seinen Vorgängern?

Die statistische Analyse zeigt, dass Puschkin deutlich kürzere Sätze verwendet und weniger komplexe Hypotaxen als Autoren wie Lomonossow oder Karamsin nutzt.

Was bedeutet die „logische“ Satzordnung SV(O)?

Die SV(O)-Ordnung beschreibt eine klare syntaktische Struktur, bei der direkt nach dem Subjekt das Verb folgt, was Puschkins Prosa eine besondere Direktheit und Klarheit verleiht.

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Details

Title
Einfachheit (simplicitas) der Sprache in "Povesti Belkina"
College
University of Frankfurt (Main)  (Ostslavistik)
Course
Hauptseminar
Grade
1,3
Author
Eleonora Adler (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V72550
ISBN (eBook)
9783638629614
Language
German
Tags
Einfachheit Sprache Povesti Belkina Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eleonora Adler (Author), 2002, Einfachheit (simplicitas) der Sprache in "Povesti Belkina", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72550
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