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Organschaft im Steuerrecht

Title: Organschaft im Steuerrecht

Seminar Paper , 2006 , 34 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Melanie Pfifferling (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Nach dem deutschen Steuerrecht ist grundsätzlich jedes Rechtssubjekt für sich steuerpflichtig. Mit der steuerrechtlichen Organschaft wird jedoch ein Sachverhalt beschrieben, bei der eine Kapitalgesellschaft (Organgesellschaft, Organ) die sowohl zivilrechtlich als auch steuerrechtlich grundsätzlich als rechtlich selbständig behandelt wird, in einem tatsächlichen und rechtlichen Unterordnungsverhältnis zu einem anderen Unternehmen (Organträger) steht und bei wirtschaftlicher Betrachtung als unselbständig in ihrer wirtschaftlichen Betätigung erscheint. Somit wird die Kapitalgesellschaft als unselbständiger Teil des übergeordneten Unternehmens betrachtet und beide zusammen bilden eine wirtschaftliche Einheit.
Die untergeordnete Kapitalgesellschaft muss also in den Betrieb des übergeordneten Unternehmens eingegliedert sein. Der Organträger und die Organgesellschaft/-en bilden zusammen den Organkreis. Als Organschaft bezeichnet man also ein Rechtsinstitut, bei dem mehrere rechtlich selbständige Unternehmen zu einer steuerlichen Einheit zusammengefasst werden.

Zweck der Organschaft ist es, einen Ausgleich von Verlusten und Gewinnen zwischen den Beteiligten zu ermöglichen, so entsteht erst dann eine ertragssteuerliche Belastung für die Unternehmensgruppen, wenn insgesamt ein positives Ergebnis erzielt wird.
Steuerliche Organschaften sind im Bereich der Körperschafts-, der Gewerbe- und der Umsatzsteuer möglich. Dabei müssen zur Anerkennung der Organschaft in den einzelnen Steuerbereichen bestimmte Tatbestandvoraussetzungen erfüllt sein.

In meiner Seminararbeit möchte ich zunächst einen Einblick über die wesentlichen Voraussetzungen zur Anerkennung einer Organschaft geben, bevor ich dann die sich daraus ergebenden steuerlichen Rechtsfolgen erläutere.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Begriffserklärung

B. Voraussetzungen für die Begründung einer Organschaft

I. Voraussetzungen für die Körperschaftssteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft

1. Organgesellschaft

2. Organträger

3. Die finanzielle Eingliederung

4. Gewinnabführungsvertrag (GAV)

II. Voraussetzungen für die umsatzsteuerliche Organschaft

1. Organgesellschaft

2. Organträger

3. Eingliederungsvoraussetzungen

C. Steuerliche Folgen von Organschaften

I. Körperschaftliche Organschaft

1. Das zuzurechnende Einkommen der Organgesellschaft

2. Ermittlung des Einkommens des Organträgers

3. Einzelfragen zur Ermittlung des zuzurechnenden Einkommens der Organgesellschaft

a) Körperschaftsteuerliche Verluste der Organgesellschaft

b) Auflösung vorvertraglicher unversteuerter stiller Reserven

c) Verdeckte Gewinnausschüttungen

4. Einzelfragen zur Besteuerung des Organträgers

a) Rückstellungen für zu übernehmende künftige Verluste der Organgesellschaft

b) Teilwertabschreibungen auf die Organbeteiligung

c) Veräußerung von Anteilen an der Organgesellschaft

5. Ausgleichszahlungen an außenstehende Gesellschafter

II. Gewerbesteuerliche Organschaft

1. Getrennte Ermittlung des Gewerbeertrags

2. Hinzurechnung nach § 8 GewStG

3. Gewerbeverluste

III. Umsatzsteuerliche Organschaft

1. Nicht steuerbare Innenumsätze

2. Rechnungsausstellung

3. Vorsteuerabzug nach § 15 UStG

4. Beschränkungen der Wirkung der Organschaft auf das Inland

a) Rechtsgrundlage

b) Organträger im Inland ansässig

c) Organträger im Ausland ansässig

D. Vorteilhaftigkeit

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Seminararbeit besteht darin, die Voraussetzungen für die Anerkennung einer Organschaft im deutschen Steuerrecht detailliert darzulegen und die daraus resultierenden steuerlichen Rechtsfolgen zu erläutern. Die Arbeit untersucht dabei die Mechanismen der Zusammenfassung rechtlich selbständiger Unternehmen zu einer steuerlichen Einheit.

  • Grundlagen und Definition der steuerrechtlichen Organschaft
  • Tatbestandvoraussetzungen für die körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft
  • Steuerliche Konsequenzen für Organgesellschaft und Organträger
  • Regelungen zu Verlustausgleich und Gewinnabführung
  • Umsatzsteuerliche Besonderheiten und Auswirkungen auf die Vorsteuerabzugsberechtigung
  • Vorteilhaftigkeit der Organschaft im Rahmen der Steuergestaltung

Auszug aus dem Buch

A. Begriffserklärung

Nach dem deutschen Steuerrecht ist grundsätzlich jedes Rechtssubjekt für sich steuerpflichtig. Mit der steuerrechtlichen Organschaft wird jedoch ein Sachverhalt beschrieben, bei der eine Kapitalgesellschaft ( Organgesellschaft, Organ) die sowohl zivilrechtlich als auch steuerrechtlich grundsätzlich als rechtlich selbständig behandelt wird, in einem tatsächlichen und rechtlichen Unterordnungsverhältnis zu einem anderen Unternehmen (Organträger) steht und bei wirtschaftlicher Betrachtung als unselbständig in ihrer wirtschaftlichen Betätigung erscheint. Somit wird die Kapitalgesellschaft als unselbständiger Teil des übergeordneten Unternehmens betrachtet und beide zusammen bilden eine wirtschaftliche Einheit. 1

D. h. die untergeordnete Kapitalgesellschaft muss in den Betrieb des übergeordneten Unternehmens eingegliedert sein. Der Organträger und die Organgesellschaft /-en bilden zusammen den Organkreis. Als Organschaft bezeichnet man also ein Rechtsinstitut, bei dem mehrere rechtlich selbständige Unternehmen zu einer steuerlichen Einheit zusammengefasst werden. 2

Zweck der Organschaft ist es, einen Ausgleich von Verlusten und Gewinnen zwischen den Beteiligten zu ermöglichen, so entsteht erst dann eine ertragssteuerliche Belastung für die Unternehmensgruppen, wenn insgesamt ein positives Ergebnis erzielt wird. Steuerliche Organschaften sind im Bereich der Körperschafts-, der Gewerbe- und der Umsatzsteuer möglich. Dabei müssen zur Anerkennung der Organschaft in den einzelnen Steuerbereichen bestimmte Tatbestandvoraussetzungen erfüllt sein.

In meiner Seminararbeit möchte ich zunächst einen Einblick über die wesentlichen Voraussetzungen zur Anerkennung einer Organschaft geben, bevor ich dann die sich daraus ergebenden steuerlichen Rechtsfolgen erläutere.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Begriffserklärung: Einleitung in den Themenbereich, die den Grundgedanken der Organschaft als Zusammenfassung selbständiger Unternehmen zu einer steuerlichen Einheit beschreibt.

B. Voraussetzungen für die Begründung einer Organschaft: Darstellung der gesetzlichen Tatbestandsmerkmale für die Körperschafts-, Gewerbe- und Umsatzsteuer, inklusive der Anforderungen an Organgesellschaft, Organträger und Eingliederung.

C. Steuerliche Folgen von Organschaften: Erläuterung der Wirkungsweise der Organschaft auf die Steuerbemessungsgrundlagen, unterteilt in körperschaftliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Aspekte.

D. Vorteilhaftigkeit: Analyse der ökonomischen und steuerlichen Vorteile, insbesondere durch die Möglichkeit des Verlustausgleichs und Optimierung der Vorsteuerabzugsberechtigung.

Schlüsselwörter

Organschaft, Organgesellschaft, Organträger, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Gewinnabführungsvertrag, finanzielle Eingliederung, wirtschaftliche Eingliederung, organisatorische Eingliederung, Organkreis, Verlustausgleich, Steuervorteil, Vorsteuerabzug, Steuergestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Rechtsinstitut der Organschaft im deutschen Steuerrecht, bei dem mehrere rechtlich selbständige Unternehmen zu einer einzigen steuerlichen Einheit zusammengefasst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Voraussetzungen für die Anerkennung von Organschaften im Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuerrecht sowie deren steuerliche Rechtsfolgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die wesentlichen Voraussetzungen für die Begründung einer Organschaft zu geben und die daraus resultierenden steuerlichen Folgen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachliche Analyse unter Auswertung geltender Gesetze (KStG, GewStG, UStG), finanzwissenschaftlicher Literatur und relevanter Rechtsprechung zur Steuergestaltung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Voraussetzungen für die verschiedenen Organschaftsformen (finanzielle, wirtschaftliche, organisatorische Eingliederung) sowie die steuerlichen Konsequenzen, wie Gewinnabführung und Verlustverrechnung, erläutert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Organgesellschaft, Organträger, Gewinnabführungsvertrag, Organkreis, Verlustausgleich und Vorsteuerabzugsberechtigung.

Warum ist die finanzielle Eingliederung entscheidend?

Die finanzielle Eingliederung ist essenziell, da sie dem Organträger die Mehrheit der Stimmrechte sichert und damit die steuerliche Beherrschung der Organgesellschaft erst ermöglicht.

Was bedeutet der Begriff "Gewinnabführungsvertrag"?

Es ist ein Vertrag, durch den sich eine Organgesellschaft verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an den Organträger abzuführen, welcher im Gegenzug für auftretende Verluste einzustehen hat.

Welche Rolle spielt die Umsatzsteuer bei der Organschaft?

In der Umsatzsteuer führt die Organschaft dazu, dass nur der Organträger als Unternehmer gilt und Innenumsätze zwischen den Unternehmensteilen nicht steuerbar sind, was Gestaltungsvorteile beim Vorsteuerabzug ermöglicht.

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Details

Title
Organschaft im Steuerrecht
College
University of Applied Sciences Amberg-Weiden
Course
Seminar zur Unternehmensbesteuerung
Grade
1,7
Author
Melanie Pfifferling (Author)
Publication Year
2006
Pages
34
Catalog Number
V72554
ISBN (eBook)
9783638629645
ISBN (Book)
9783638682046
Language
German
Tags
Organschaft Steuerrecht Seminar Unternehmensbesteuerung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Pfifferling (Author), 2006, Organschaft im Steuerrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72554
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