Innerhalb dieser Hausarbeit werden Verfahren zur schulischen Leistungsmotivation mit dem Schwerpunkt "Reattributionstrainings" behandelt.
Im ersten, theoretischen Part der Arbeit werden die Begriffe "Attribution" und "Leistungsmotivation" erläutert sowie in die Theorie von Reattributionstrainings eingeführt.
Der zweite Teil enthält ausgewählte Studien, anhand derer die Umsetzung von Reattributionstrainings in die Praxis und deren Erfolge nachweisen kann.
Im dritten und letzten Teil der Arbeit werden schließlich Konsequenzen gezogen und einige Vorschläge für besseres Lehren und Lernen innerhalb der Schule - in Bezug auf die Lern- u. Leistungsmotivation - geboten.
Inhaltsverzeichnis
1. Erste Schritte
1. 1 Was bedeutet „Attribution“?
1.2 Wozu dienen „Attributionsrückmeldungen“?
1.3 Was sind „Reattributionen“/„Reattributionstrainings“?
1.4 Was versteht man unter „Leistungsmotivation“?
2. Verschiedene Studien
2.1 Studien zur Leistungsmotivation
2.2 Studien über Reattributionstrainings
3. Konsequenzen
3.1 Schlussfolgerungen auf die Studien
3.2 Einige Grundsätze für erfolgreiches und motiviertes Lernen
4. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Reattributionstrainings zur Förderung von Motivation, Selbstwertgefühl und Lernerfolgen bei Schülern, wobei der Fokus auf der Analyse empirischer Studien und der Ableitung pädagogischer Konsequenzen liegt.
- Grundlagen der Attributionstheorie und Leistungsmotivation
- Analyse empirischer Studien zur Messung von Leistungsmotivation
- Untersuchung verschiedener Ansätze von Reattributionstrainings
- Zusammenhang zwischen Prüfungsangst und Lernleistung
- Methoden zur Förderung eines motivierten Lernklimas in der Schule
Auszug aus dem Buch
1. 1 Was bedeutet „Attribution“?
Unter dem Begriff „Attribution“ versteht man eine allen Menschen gemeinsame Tendenz, sämtliche beobachtbaren Ereignisse auf irgendwelche zugrunde liegenden Ursachen (wie beispielsweise bestimmte Motive, Umwelteinflüsse u.Ä.) zurückzuführen. Kurz gesagt bezeichnet man damit also die Suche des Menschen nach dem Urheber der jeweilig dargebotenen Situation. Attributionen können auf zwei Arten vollzogen werden: Entweder wird das Ergebnis einer Handlung von der handelnden Person selbst attribuiert, dann spricht man von einer „Selbstattribution“, oder die von der handelnden Person dargebotene Situation wird durch andere Personen beurteilt, dann spricht man von „Fremdattribution“.
Um diese Aussagen verständlicher zu machen, sehen wir uns die folgenden Beispiele einmal genauer an.
Beispiel 1: „Selbstattribution“
Clara hat gestern eine Mathearbeit vom Lehrer zurück erhalten. In dieser hat sie mit knapper Not noch eine „glatte vier“ erreicht. Sie folgert aus diesem Handlungsergebnis, dass sie viel zu dumm ist, um die Logik der Mathematik zu verstehen und dass all das Lernen sowieso für sie zwecklos sei.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Erste Schritte: Klärung der zentralen Begriffe Attribution, Reattribution und Leistungsmotivation sowie deren Bedeutung für das Lernverhalten.
2. Verschiedene Studien: Vorstellung und Analyse ausgewählter Forschungsarbeiten zur Messung von Leistungsmotivation und zur Wirksamkeit von Reattributionstrainings.
3. Konsequenzen: Darstellung der Ergebnisse aus der Motivationsforschung und Erarbeitung praktischer Grundsätze für eine motivationsförderliche Gestaltung des Unterrichts.
4. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die Seminararbeit.
Schlüsselwörter
Attribution, Reattribution, Leistungsmotivation, Selbstattribution, Fremdattribution, Lernmotivation, Erfolgszuversicht, Prüfungsangst, Motivationsforschung, Pädagogik, Schulleistung, Ursachenerklärung, Feedback, Unterrichtsgestaltung, Selbstwertgefühl
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Reattributionstrainings, die darauf abzielen, ungünstige Erklärungs- und Bewertungsmuster bei Schülern durch motivationsförderliche Attributionen zu ersetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die psychologischen Grundlagen der Attributionstheorie, die Leistungsmotivation sowie die konkrete Umsetzung von Trainingsmethoden im schulischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Art der Ursachenzuschreibung (Attribution) und dem schulischen Erfolg aufzuzeigen sowie Wege zu finden, wie Lehrer durch gezielte Rückmeldungen die Motivation ihrer Schüler steigern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Fallstudien aus der pädagogischen Psychologie, um empirische Befunde zu interpretieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert zum einen klassische Studien zur Leistungsmotivation und zum anderen verschiedene Ansätze der Reattribution, ergänzt durch praktische Tipps für den Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Attribution, Leistungsmotivation, Reattributionstraining, Erfolgszuversicht und Motivationsförderung.
Warum unterscheidet der Autor zwischen „erwünschter“ und „unerwünschter“ Attribution?
Diese Unterscheidung ist notwendig, um aufzuzeigen, welche Ursachenzuschreibungen (z. B. mangelnde Anstrengung vs. mangelnde Intelligenz) die Lernmotivation entweder fördern oder zerstören.
Welche Rolle spielt die Prüfungsangst im Kontext der Arbeit?
Die Prüfungsangst wird als ein wesentlicher Faktor identifiziert, der den Teufelskreis des Versagens verstärkt, weshalb der Autor Strategien zur Überwindung dieser Angst betont.
- Quote paper
- Stefan Podewin (Author), 2004, Die Wirksamkeit von Reattributionstrainings - empirische Befunde und Konsequenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72587