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Losgelöst von Zeit und Raum? Das Konzept der Telearbeit als neue Arbeitsform im Computerzeitalter

Título: Losgelöst von Zeit und Raum? Das Konzept der Telearbeit als neue Arbeitsform im Computerzeitalter

Trabajo , 2002 , 51 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Andreas Trumpp (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Demografía, planeamiento urbanístico y ordenación territorial
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Resumen Extracto de texto Detalles

Durch die zunehmende Ausbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien,
den wirtschaftlichen Strukturwandel sowie die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten
Jahrzehnte stellt Telearbeit eine Alternative zum festen Büroarbeitsplatz in einem Unternehmen
dar. Zwar ist die Bedeutung von Telearbeit zumindest in Deutschland noch nicht besonders
groß, doch sind Tendenzen und Entwicklungen abzusehen, dass sich der Anteil der
Telearbeiter in Zukunft vergrößern könnte. Dazu sind allerdings weitere Verbesserungen und
Verfeinerungen der rechtlichen, organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen
notwendig, da dort vielfach die größten Schwierigkeiten oder unbekannten Überraschungen
bei einer geplanten Einführung von Telearbeit in einem Unternehmen liegen.
Die in Deutschland am häufigsten anzutreffende Telearbeitsform ist die alternierende Telearbeit,
bei der es in der Regel feste Zeiten gibt, in denen der Telearbeiter im Büro ist bzw. zu
Hause arbeitet. Mit der Einführung von Telearbeit sind vielfache Hoffnungen verbunden, seien
es auf Unternehmerseite Produktivitätssteigerungen oder Kosteneinsparungen, auf Telearbeiterseite
die Verringerung der Pendelzeiten oder mehr Zeit für die Familie und auf politischer
bzw. gesellschaftlicher Seite Verkehrsverringerungen oder neue Chancen beispielsweise
zur Schaffung von Arbeitsplätzen für ländliche bzw. periphere Regionen. Doch gibt es
auch Risiken, wenn es beispielsweise für Telearbeiter zu Doppelbelastungen durch Familie
und Beruf am häuslichen Arbeitsplatz kommt. Auch sind verkehrliche Effekte nicht mit letzter
Eindeutigkeit zu klären. Besonders bei den Auswirkungen auf die Raumstruktur gibt es verschiedene
gegensätzliche Ansichten, die von einem weiteren Bedeutungsgewinn für Agglomerationsräume
bis zu Chancen der Wohnort- und Arbeitsplatzverlagerung in ländliche und
peripher gelegene Regionen reichen. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Einführung

1.1 Auf dem Weg von einer Industrie- zur Informationsgesellschaft

1.2 Informations- und Kommunikationstechnologien und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Arbeitswelt

2 Telearbeit: Definitionen, Formen und Entwicklungen

2.1 Vergleich verschiedener Definitionen der Telearbeit

2.2 Formen der Telearbeit

2.3 Entwicklung der Telearbeit

3 Rechtliche, organisatorische und technische Rahmenbedingungen

3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

3.2 Organisatorische Rahmenbedingungen

3.3 Technische Rahmenbedingungen

4 Erwartungen an die Telearbeit

4.1 Arbeitgeber- und Arbeitnehmererwartungen

4.1.1 Erwartungen der Arbeitgeber

4.1.2 Erwartungen der Arbeitnehmer

4.2 Gesellschaftliche Erwartungen bzw. Erwartungen der Öffentlichkeit

5 Räumliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen der Telearbeit

5.1 Gegenwärtige groß- und kleinräumige Entwicklungstendenzen

5.2 Räumliche Auswirkungen der Einführung von Telearbeit

5.2.1 Telearbeit – Chancen für den ländlichen Raum?

5.2.2 Auswirkungen der Telearbeit auf die Raumstruktur

5.3 Mögliche Verkehrseffekte bei Einführung von Telearbeit

5.4 Gesellschaftliche Auswirkungen

5.5 Wirtschaftliche Auswirkungen

5.5.1 Kosten der Telearbeit

5.5.2 Quantitative und qualitative Nutzen der Telearbeit

6 Das Beispiel TWIST – Teleworking in flexiblen Strukturen bei der BMW Group

7 Telearbeit – losgelöst von Zeit und Raum?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Telearbeit als moderne Arbeitsform im Computerzeitalter. Ziel ist es, die technischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zu beleuchten sowie die vielfältigen Auswirkungen auf Unternehmen, die Gesellschaft und die Raumstruktur zu analysieren, um das Potenzial der räumlichen und zeitlichen Entkopplung der Arbeit kritisch zu bewerten.

  • Technologische Voraussetzungen und Infrastrukturanforderungen für Telearbeit
  • Rechtliche Einordnung und betriebliche Rahmenbedingungen der Telearbeit
  • Analyse der Erwartungen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und der Öffentlichkeit
  • Wirtschaftliche Kosten-Nutzen-Betrachtung und Auswirkungen auf die Raumstruktur
  • Praxisbeispiel: Das TWIST-Projekt der BMW Group

Auszug aus dem Buch

2.1 Vergleich verschiedener Definitionen der Telearbeit

Zusammengeführt werden können die oben genannten Faktoren und Merkmale in verschiedenen, sich mehr oder weniger stark unterscheidenden Definitionen, von denen nachfolgend einige zitiert werden. Flüter-Hoffmann et al. (1999:6) schreiben:

„Telearbeit bezeichnet die wohnortnahe Arbeit unabhängig vom Firmenstandort an mindestens einem Arbeitstag pro Woche, wobei die (Zusammen-) Arbeit über die räumliche Entfernungen hinweg unter primärer Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien erfolgt und eine Telekommunikationsverbindung zum Arbeitgeber oder Auftraggeber zur Übertragung von Arbeitsergebnissen genutzt wird.“

Die Dresdner Bank Immobiliengruppe (1999:25) hat in ihrer Studie „Zukunftsorientierte Bürokonzepte – Eine Betrachtung aus Sicht der Immobilienentwicklung“ eine ähnliche, wenn auch leicht vereinfachte Definition gegeben:

„Wesentlich ist jedoch, dass es sich dabei um eine auf Informations- und Kommunikationstechnologien gestützte Tätigkeit handelt, die zumindest teilweise an einem außerhalb des Betriebes liegenden Arbeitsplatz verrichtet wird. Die Verbindung der zentralen Betriebsstätte erfolgt mittels elektronischem Datenaustausch.“

Umfangreicher definiert dagegen von Schwartz (1999:20), wobei seine Definition sich nicht gravierend von den bereits genannten unterscheidet. Es soll hier lediglich die unterschiedliche Genauigkeit und Präzision der Definitionen gezeigt werden. Von Schwartz versteht Telearbeit als Oberbegriff, der

„[...] Tätigkeiten umfassen [soll], die durch Informations- und Kommunikationstechnik unterstützt werden und räumlich entfernt vom Standort der Arbeit- bzw. Auftraggebers (z.B. in einem Arbeitszimmer in der Wohnung des Mitarbeiters) durchgeführt werden. Der Austausch der Arbeitsaufträge oder die Übermittlung der Arbeitsergebnisse (oder beide Wege des Datentausches) erfolgt dabei über Kommunikationsnetze.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Einführung: Einführung in den Begriff der Telearbeit im Kontext des technologischen Wandels und der Informationsgesellschaft.

2 Telearbeit: Definitionen, Formen und Entwicklungen: Gegenüberstellung verschiedener Begriffsdefinitionen und Erläuterung der verschiedenen Telearbeitsformen sowie deren Historie.

3 Rechtliche, organisatorische und technische Rahmenbedingungen: Analyse der notwendigen infrastrukturellen und rechtlichen Voraussetzungen für die Implementierung von Telearbeit.

4 Erwartungen an die Telearbeit: Darstellung der Vor- und Nachteile sowie der Erwartungshaltungen aus Sicht von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und der Öffentlichkeit.

5 Räumliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen der Telearbeit: Untersuchung der Auswirkungen auf die Raumstruktur, das Verkehrsverhalten, soziale Faktoren sowie die betriebswirtschaftliche Wirtschaftlichkeit.

6 Das Beispiel TWIST – Teleworking in flexiblen Strukturen bei der BMW Group: Detaillierte Fallstudie zur Implementierung und den Erfolgen eines großen Pilotprojekts zur Telearbeit.

7 Telearbeit – losgelöst von Zeit und Raum?: Fazit der Arbeit zur Realisierbarkeit der Entkopplung von Zeit und Raum unter Berücksichtigung der bisherigen Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Telearbeit, Informationsgesellschaft, Informations- und Kommunikationstechnologien, Alternierende Telearbeit, Teleheimarbeit, Arbeitsplatz, Raumstruktur, Standortwahl, Wirtschaftlichkeit, Produktivität, Arbeitsbedingungen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Verkehrseffekte, Teleworking, BMW TWIST-Projekt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der Telearbeit und untersucht, inwiefern diese moderne Arbeitsform eine tatsächliche Abkehr von traditionellen Zeit- und Raumbindungen im Berufsleben ermöglicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen, organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Formen der Telearbeit, sowie deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und die räumliche Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Chancen und Risiken der Telearbeit für Unternehmen und Mitarbeiter objektiv zu bewerten und die Auswirkungen auf die Raumstruktur sowie die betriebliche Wirtschaftlichkeit zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien und Untersuchungen zu Telearbeit sowie auf die Auswertung eines konkreten Praxisbeispiels (TWIST-Projekt der BMW Group).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Entwicklung der Telearbeit, die Analyse der rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen, die Erwartungshaltungen der Stakeholder sowie eine tiefgehende Untersuchung der räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Telearbeit, Informationsgesellschaft, Arbeitsflexibilität, Raumstruktur, Teleheimarbeit, alternierende Telearbeit, Wirtschaftlichkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Welche Rolle spielen rechtliche Rahmenbedingungen konkret?

Rechtliche Rahmenbedingungen sind essenziell, da die Einordnung als Arbeitnehmer, Selbstständiger oder arbeitnehmerähnliche Person über den arbeitsrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Schutz entscheidet.

Was sind laut der Untersuchung die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Telearbeit?

Erfolgsfaktoren sind die passende technische Ausstattung (ISDN/DSL), eine klare Ziel- und ergebnisorientierte Führungskultur, eine erfolgreiche Eingewöhnungsphase sowie die organisatorische Planung zur Vermeidung von sozialer Isolation.

Final del extracto de 51 páginas  - subir

Detalles

Título
Losgelöst von Zeit und Raum? Das Konzept der Telearbeit als neue Arbeitsform im Computerzeitalter
Universidad
University of Bayreuth  (Lehrstuhl Stadtgeographie und Geographie des ländlichen Raumes)
Curso
Hauptseminar Geographie der Arbeit
Calificación
sehr gut
Autor
Andreas Trumpp (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
51
No. de catálogo
V7259
ISBN (Ebook)
9783638145725
Idioma
Alemán
Etiqueta
Losgelöst Zeit Raum Konzept Telearbeit Arbeitsform Computerzeitalter Hauptseminar Geographie Arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Trumpp (Autor), 2002, Losgelöst von Zeit und Raum? Das Konzept der Telearbeit als neue Arbeitsform im Computerzeitalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7259
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