Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

Grammatikerwerb des Deutschen im Kleinkindalter

Title: Grammatikerwerb des Deutschen im Kleinkindalter

Seminar Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: gut

Autor:in: Mandy Schleer (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit stellt die Verschriftlichung eines im Seminar gehaltenen Referats dar. Da ein Referat adressatenorientiert und zeitlich sehr begrenzt ist, kann diese Arbeit nicht den Ansprüchen einer wissenschaftlichen Hausarbeit genügen und keine umfassende Darstellung des Grammatikerwerbs gewährleisten. Dem Referat lagen die Arbeiten von Gisela Szagun und Wolfgang Butzkamm zu Grunde.
Im Folgenden soll zuerst der Zusammenhang von Weltverstehen und Spracherwerb, wie ihn Butzkamm thematisiert, betrachtet werden. Im Anschluss erfolgt dann die Darstellung der Stadien des Grammatikerwerbs nach Szagun.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Themenstellung

3. Der Grammatikerwerb des Deutschen im Kleinkindalter

3.1 Der Zusammenhang zwischen Weltverstehen und Spracherwerb (BUTZKAMM)

3.2 Die Stadien des Grammatikerwerbs des Deutschen im Kleinkindalter (SZAGUN)

3.2.1 Die Einwortäußerungen

3.2.2 Die Zweiwortäußerungen

3.2.3 Die Drei- und Mehrwortäußerungen

3.2.4 Komplexe Strukturen

4. Anmerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung des Grammatikerwerbs im Kleinkindalter bis zum fünften Lebensjahr, wobei der Fokus auf den theoretischen Modellen von Wolfgang Butzkamm und Gisela Szagun liegt, um den Prozess von ersten Wortäußerungen bis hin zu komplexen Satzstrukturen nachzuvollziehen.

  • Zusammenhang von Weltverstehen und Spracherwerb
  • Entwicklungsphasen des kindlichen Sprachgebrauchs
  • Grammatische Kategorien und deren Erwerb
  • Bedeutung von Fehlern im Spracherwerbsprozess

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Zusammenhang zwischen Weltverstehen und Spracherwerb (BUTZKAMM)

Am Anfang des Sprechens steht das Verhältnis zwischen Sprecher und Hörer: Der Sprecher will etwas erreichen und setzt dazu Sprache ein. Dies bezeichnet man als pragmatischen Aspekt des Spracherwerbs. Die Pragmatik gibt demnach das Ziel vor, welchem Semantik, also die Darstellungsfunktion des sprachlichen Zeichens, und Syntax, die rechte Ordnung unter den Zeichen, folgen. Die Syntax verstehen wir hier als Grammatik, das bedeutet gleichzeitig, dass Pragmatik und Semantik der Grammatik vorausgehen.

Als Keimzelle der Sprache gilt, so Butzkamm, das Zusammenspiel von Mutter und Kind. Standartsituationen zwischen den Eltern und dem Kind, wie etwa das Wickeln oder Füttern, werden vom Kind sehr schnell durchschaut. Die Eltern liefern die Sprache quasi gratis dazu. Das Kind weiß in einer routinierten Situation, was der Sprecher will. Es hat also den Sprecher verstanden, bevor es das Gesprochene versteht.

Kinder haben bereits Wörter und können mit ihnen kommunizieren, bevor sie eine erste Grammatik erworben haben. Diese frühen Äußerungen werden jedoch erst durch Hintergrundinformationen verstehbar. Hier liegt der Grund dafür, dass kleine Kinder meist von ihren Eltern oder Personen ihrer unmittelbaren, alltäglichen Umgebung besser verstanden werden, als von Fremden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Die Arbeit erläutert die Entstehung als Verschriftlichung eines Seminars und legt die theoretischen Grundlagen der Autoren Butzkamm und Szagun dar.

2. Themenstellung: Das Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand als Grammatikerwerb bis zum fünften Lebensjahr und grenzt den Rahmen von vorliegenden Längsschnittstudien ab.

3. Der Grammatikerwerb des Deutschen im Kleinkindalter: Dieser Hauptteil analysiert die Abhängigkeit von Weltverständnis und Sprachentwicklung sowie die spezifischen Stadien des Erwerbs von der Einwort- bis zur komplexen Satzbildung.

4. Anmerkung: Der Abschnitt reflektiert anhand eines Experiments im Plenum, dass 50 % der deutschen Pluralformen willkürlich sind, was Analogiebildungen bei Kindern erschwert.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Grammatik, Kleinkindalter, Pragmatik, Semantik, Syntax, Weltverstehen, Einwortäußerungen, Zweiwortäußerungen, Mehrwortäußerungen, Analogiebildung, Flexionsmorpheme, Kasusmarkierung, Sprachlernprozesse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Erwerb grammatischer Strukturen der deutschen Sprache bei Kindern bis zum fünften Lebensjahr.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss der Pragmatik auf die Syntax, der Abfolge von Sprachentwicklungsstadien und der Rolle kindlicher Fehler im Lernprozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder durch Alltagssituationen und Welterfahrung schrittweise zur komplexen Grammatik gelangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der theoretischen Aufarbeitung und Synthese bestehender Forschungsliteratur, insbesondere der Ansätze von Wolfgang Butzkamm und Gisela Szagun.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Verbindung von Weltverstehen und Sprache sowie die detaillierte Darstellung der Entwicklungsstadien von der Protosprache bis hin zur Beherrschung komplexer Satzgefüge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Spracherwerb, Grammatik, Analogiebildung, Flexionsmorpheme sowie die Stadien der kindlichen Äußerungen.

Warum betont die Autorin die Bedeutung des Kontexts?

Weil das Kind zunächst den Sprecher und die Situation verstehen muss, bevor es die sprachlichen Symbole und die dazugehörige Grammatik in ihrer abstrakten Form korrekt anwenden kann.

Was versteht man unter dem Telegrammstil im Zweiwortstadium?

Dabei lässt das Kind unwichtige Wörter weg und fokussiert sich auf das Prädikat und das Wesentliche, da der Sinn der Äußerung meist aus der Situation für den Hörer erschließbar ist.

Wie bewertet die Arbeit das Korrigieren kindlicher Sprache?

Die Arbeit folgt Butzkamm, der von „kreativen Irrtümern“ spricht und warnt, dass direkte Korrekturen zwecklos oder gar schädigend für die Sprechfreude des Kindes sein können.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Grammatikerwerb des Deutschen im Kleinkindalter
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Deutsche Philologie)
Course
Grundlagen von Sprachlernprozessen und Leistungsmessungen im muttersprachlichen Deutschunterricht
Grade
gut
Author
Mandy Schleer (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V72602
ISBN (eBook)
9783638733236
Language
German
Tags
Grammatikerwerb Deutschen Kleinkindalter Grundlagen Sprachlernprozessen Leistungsmessungen Deutschunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mandy Schleer (Author), 2006, Grammatikerwerb des Deutschen im Kleinkindalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72602
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint