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Huus - Hous

Alemannisch und Schwäbisch im Vergleich

Title: Huus - Hous

Term Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Schlegel (Author)

Didactics for the subject German - Miscellaneous
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Das Thema dieser Arbeit ergab sich aus dem Seminar “Mündliche Kommunikation und
Gesprächsanalyse“, dass ich letztes Semester besucht habe. Nachdem ich erfahren hatte, dass ich einen alemannisch-schwäbischen Vergleich anstellen sollte, sprach ich mit meinen Bekann-
ten über das Thema Dialekt und bemerkte, dass sie alle ähnlicher Meinung waren.
Sie bezeichneten Alemannisch und Schwäbisch als zwei eigenständige Dialekte, der eine wurde im Stuttgarter, der andere im Freiburger Raum angesiedelt. Auch darin, dass sie sich sprachlich völlig voneinander unterscheiden, waren sich alle einig. Aber sind Alemannisch und Schwäbisch wirklich zwei voneinander unabhängige Dialekte? Werden sie tatsächlich nur in den oben genannten Gebieten gesprochen? Wie und wann sind sie entstanden? Welche sprachlichen Ähnlichkeiten und Unterschiede weisen sie auf?
Dass diese Fragen nicht so einfach zu beantworten sind wurde mir bewusst, als ich den “Kleinen Dialektatlas“ von Klausmann, Kunze und Schrambke in den Händen hielt, auf dessen Einband eine Sprachkarte zu sehen war, die die unterschiedlichen Bezeichnungen des Wortes “Kartoffel“ in einem Teil (!) des alemannischen Sprachraumes zeigte (s. Anhang). Und auch die Tatsache, dass das Alemannisch in meiner näheren Umgebung von Dorf zu Dorf variiert (ich wohne in Neuenburg am Rhein), hier wird aus einem Gockel innerhalb weniger Kilometer ein Guuler, ließ mich die Komplexität des Themas “Dialekt“ erahnen. Aus diesem Grund habe ich mich bei meinem Vergleich auf das Südalemannische und das Schwäbische beschränkt und sprachliche Unterschiede innerhalb dieser Dialektgebiete außer Acht gelassen, da schon eine Auflistung der dialektalen Unterschiede innerhalb des Südalemannischen oder Schwäbischen eine ganze Arbeit füllen könnte. Ich habe das Südalemannische gewählt, da es im Gegensatz zum Oberrheinalemannischen, (das in Freiburg gesprochen wird) mehr sprachliche Unterschie-
de in Bezug zum Schwäbischen aufweist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition

3 Alemannisch/Schwäbisch

3.1 Herkunft und Geschichte

3.2 Außengrenzen und Binnengliederung des Alemannischen

4 Sprachliche Eigenarten des Südalemannischen und des Schwäbischen

4.1 Phonologische Eigenarten

4.2 Morphologische Eigenarten

4.3 Syntaktische Eigenarten

4.4 Lexikalische Eigenarten

4.5 Beispiele

5 Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachwissenschaftliche Differenzierung und die gemeinsamen Wurzeln zwischen dem Südalemannischen und dem Schwäbischen. Ziel ist es, anhand theoretischer Definitionen sowie phonologischer, morphologischer, syntaktischer und lexikalischer Analysen zu klären, inwieweit es sich um eigenständige Dialekte handelt und welche sprachlichen Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede in der Praxis bestehen.

  • Grundlagen der Dialektologie und Definitionsansätze
  • Historische Herkunft des alemannisch-schwäbischen Stammesverbandes
  • Phonologische Vergleichsanalyse (Lautverschiebungen, Diphthongierung)
  • Morphologische Charakteristika (Konjugation, Deklination, Wortbildung)
  • Syntaktische Besonderheiten und lexikalischer Bestand

Auszug aus dem Buch

4.1 Phonologische Eigenarten

Die Phonologie erforscht das Lautsystem einer Sprache. Um Dialekte miteinander vergleichen zu können, benötigt die Sprachwissenschaft ein Bezugssystem. Dafür eignet sich das Mittelhochdeutsche aus der Zeit um 1200, denn die Dialekte sind Fortentwicklungen des mittelhochdeutschen Sprachstandes. Man untersucht, wie die Mitteldeutschen Laute â, ê, î usw. in den heutigen Dialekten gesprochen werden (das ^ bedeutet, dass der Vokal lang gesprochen wurde).17 Die im Text verwendeten Transkriptionen sind phonemisch (Phonem = kleinste bedeutungsdifferenzierende Einheit im Lautsystem) in Schrägstrichen / /.

Südalemannisch und Schwäbisch weisen zahlreiche lautliche Unterschiede auf, im Folgenden habe ich die Wichtigsten aufgelistet:

1) Die 2. (hochdeutsche) Lautverschiebung: Die 2. (hochdeutsche) Lautverschiebung vollzog sich im 7. Jahrhundert. Ihre Kennzeichen sind die Verschiebung der Laute /p/, /t/, /k/ zu /pf/, /ts/, /ch/, (z.B. Punt zu Pfund und maken zu machen), die im Süden Deutschlands begann, sich nach Norden ausbreitete, aber allmählich stehen blieb. Im Schwäbischen und Südalemannischen wurde diese Lautverschiebung vollständig durchgeführt, das Südalemannische hat allerdings noch eine Verschiebung des anlautenden /k/ zu /kx/ zu erfahren, weshalb standardsprachlich Kuh durch Chuh ersetzt wird.18

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl und steckt den Untersuchungsrahmen auf das Südalemannische und Schwäbische ab.

2 Definition: Dieses Kapitel setzt sich mit den theoretischen Schwierigkeiten auseinander, den Begriff Dialekt präzise von einer übergeordneten Sprache abzugrenzen.

3 Alemannisch/Schwäbisch: Hier werden die historischen Wurzeln des alemannischen Stammesverbandes sowie die geografische Binnengliederung des Sprachraums beleuchtet.

4 Sprachliche Eigenarten des Südalemannischen und des Schwäbischen: Dieser Hauptteil bietet eine detaillierte Gegenüberstellung der beiden Dialektgruppen in Bezug auf Lautsystem, Grammatik, Satzbau und Wortschatz.

5 Abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz teils deutlicher phonologischer Unterschiede eine enge historische Verwandtschaft und zahlreiche strukturelle Gemeinsamkeiten bestehen.

Schlüsselwörter

Südalemannisch, Schwäbisch, Dialekt, Phonologie, Morphologie, Lautverschiebung, Diphthongierung, Syntax, Lexik, Sprachgeschichte, Alemannisch, Dialektologie, Sprachvergleich, Mundart, Sprachwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich das Südalemannische und das Schwäbische sprachlich voneinander unterscheiden und ob sie als eigenständige, voneinander unabhängige Dialekte betrachtet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Neben der Definition des Begriffs Dialekt stehen die Herkunft der Sprachgruppen sowie ein detaillierter Vergleich der phonologischen, morphologischen, syntaktischen und lexikalischen Ebenen im Zentrum.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die dialektale Vielfalt zu erfassen und zu untersuchen, welche sprachlichen Ähnlichkeiten und Unterschiede existieren, um die Verwandtschaft der Dialekte zu verifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode unter Rückgriff auf das Mittelhochdeutsche als Bezugssystem sowie die Auswertung von Dialektatlanten und grammatikalischen Beschreibungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Alemannen sowie eine systematische Gegenüberstellung von Lautveränderungen (wie der Lautverschiebung) und grammatikalischen Strukturen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Südalemannisch, Schwäbisch, Dialektologie, Phonologie, morphologische Eigenarten und Sprachgeschichte gekennzeichnet.

Warum spielt die 2. Lautverschiebung eine wichtige Rolle für den Vergleich?

Sie dient als Basis für den Vergleich, da sie zwar in beiden Gruppen stattfand, sich aber in spezifischen Ausprägungen, wie der Verschiebung von /k/ zu /kx/ im Südalemannischen, unterscheidet.

Welche Bedeutung haben die angeführten Gedichtbeispiele?

Sie dienen zur Veranschaulichung der theoretisch hergeleiteten Unterschiede, insbesondere der Diphthongierung und Palatalisierung, in einem realen sprachlichen Kontext.

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Details

Title
Huus - Hous
Subtitle
Alemannisch und Schwäbisch im Vergleich
College
University of Education Freiburg im Breisgau
Grade
1,0
Author
Stefanie Schlegel (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V72664
ISBN (eBook)
9783638722698
Language
German
Tags
Huus Hous
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Schlegel (Author), 2005, Huus - Hous , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72664
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