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Gibt es ein gesichertes Wissen? - Eine Grundfrage der Philosophie und Descartes` Antwort

Title: Gibt es ein gesichertes Wissen? - Eine Grundfrage der Philosophie und Descartes` Antwort

Term Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Stefanie Schlegel (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Mein Name ist Stefanie Schlegel und ich bin Studentin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Für gewöhnlich bin ich an vier bis fünf Tagen in der Woche dort anzutreffen, ich weiß ungefähr was mich an diesen Tagen erwartet, ich bin mit der Hochschule vertraut und ich habe einen Semesterplan, der mir hilft mich zu orientieren. Angenommen, ich erfahre am Semesterende, dass ich eine Klausur nicht bestanden habe, sie unglücklicherweise nicht wiederholen darf und exmatrikuliert werde. Durch diese Tatsache wird meine Ordnung, die mir Sicherheit gegeben hat, zerbrechen. Ich werde mit einer Situation konfrontiert sein, die ich so noch nicht erfahren habe. Sie wird mich beunruhigen und hilflos machen, da ich auf kein Wissen, das mir bei der Lösung dieses Problems helfen wird, zurückgreifen kann.
Unser Handeln wird also von Wissen geleitet, mangelndes Wissen bringt uns in Situationen der Rat- uns Hilflosigkeit. Hauk beschreibt diesen Zustand so: „Das Selbstverständliche geht nicht mehr, das Verständnis erweist sich als Scheinverständnis, als Unverständnis, die Orientierung als Desorientierung.“ Um sich sicher zu fühlen, braucht man also Wissen.
Gibt es ein gesichertes Wissen? Das ist eine Grundfrage der Philosophie, die auch Descartes nicht losließ. Er wollte, wie sicher viele Menschen damals und auch heute noch, einen Weg zu gesichertem Wissen finden. Denn wer von uns lebt schon gerne in Situationen der Unwissen- und daraus folgenden Unsicherheit? Um der Antwort auf die Frage nach gesichertem Wissen näher zu kommen, habe ich mich mit Descartes` Philosophie beschäftigt

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Erkenntnis?

3 Gibt es ein gesichertes Wissen? Ein Lösungsversuch: Rene Descartes

3.1 Descartes` Leben

3.2 Descartes` Philosophie

3.3 Kritik

4 Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die philosophische Frage nach der Möglichkeit gesicherten Wissens zu untersuchen, wobei der Lösungsansatz von René Descartes einer kritischen Analyse unterzogen wird. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Suche nach einem unerschütterlichen Fundament der Erkenntnis und die Rolle, die Descartes diesem im Rahmen seines methodischen Zweifels zuschreibt.

  • Grundlagen und Definitionen des Erkenntnisbegriffs.
  • Biografische Einordnung und philosophischer Kontext von René Descartes.
  • Die Methode des radikalen Zweifels und das "Cogito ergo sum".
  • Kritische Reflexion der Gottesbeweise als erkenntnistheoretische Brücke.
  • Grenzen der subjektiven Gewissheit im wissenschaftlichen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.2 Descartes` Philosophie

Wohl den meisten von uns ist schon einmal der Gedanke gekommen, dass die Welt nur ein Traum sein könnte und unserer Einbildung entstammt. Dann wäre unser Leben nur eine scheinbare Wirklichkeit, die von uns ausgedacht wird. Die meisten Menschen verwerfen solche Gedanken schnell wieder, denn sie rufen ein beklemmendes Gefühl hervor. Aber wie bekommen wir Gewissheit, ob die von uns wahrgenommene Welt die wirkliche ist? Auch Descartes wollte auf diese Frage eine Antwort, „den einen richtigen Weg zu Erkenntnis“ 10, finden. Dazu musste er alles wegwerfen, was er für selbstverständlich gehalten hatte und sein Denken von den Fundamenten an neu errichten.

Descartes entwickelte seine Philosophie in Konfrontation mit der mittelalterlichen Denkweise. Er forderte die Gelehrten auf, sich von überlieferten Ansichten und vom Glauben an die Autorität zu befreien. Es ging zu der damaligen Zeit darum die Wissenschaft von der Unterwerfung unter die kirchliche Autorität zu befreien. Dazu musste der Nachweis erbracht werden, dass die Wissenschaft fähig ist, definitive Wahrheiten zu finden, die nicht von theologischen Lehrmeinungen erschüttert werden konnten. Beides leistete Descartes. Doch sein Neuansatz kam nicht zufällig; die Umbrüche der Renaissance, die Abwendung vom Jenseits und die Hinwendung zum Diesseits, die Entdeckung neuer Kontinente und die Erfolge der Physik (Kepler und Galilei) verlangten geradezu nach einer Neubegründung des Wissens.11 In seiner Schrift `Meditationen über die Grundlagen der Philosophie´ hat Descartes seine Gedanken ausführlich dargelegt. Er weiß, „…dass er, wenn er für die Wissenschaft etwas `Festes und Bleibendes´ als Fundament schaffen will, zunächst alle üblichen Meinungen umstürzen und von Grund auf neu anfangen muss.“12 Descartes hat sechs Meditationen geschrieben, in der ersten führt er die `Methode des Zweifels ein´. Er beginnt mit der Überlegung `woran man zweifeln kann´:

„Schon vor einer Reihe von Jahren habe ich bemerkt, wie viel Falsches ich in meiner Jugend als wahr habe gelten lassen und wie zweifelhaft alles ist, was ich hernach darauf aufgebaut, daß ich daher einmal im Leben alles von Grund aus umstoßen und von den ersten Grundlagen an neu beginnen müsse, wenn ich jemals für etwas Unerschütterliches und Bleibendes in den Wissenschaften festen Halt schaffen wollte“13

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Wissens ein und stellt die Grundfrage nach der Existenz gesicherter Erkenntnis als Ausgangspunkt der Untersuchung dar.

2 Was ist Erkenntnis?: In diesem Kapitel wird der Begriff der Erkenntnis definiert und zwischen sinnlichen sowie geistigen Erkenntnisformen differenziert.

3 Gibt es ein gesichertes Wissen? Ein Lösungsversuch: Rene Descartes: Dieses Kapitel stellt Descartes' Lebenslauf, seinen methodischen Zweifel und seine philosophische Beweisführung zur Erkenntnissicherung dar.

3.1 Descartes` Leben: Dieser Abschnitt bietet einen kurzen Überblick über die Biografie und den wissenschaftlichen Werdegang von René Descartes.

3.2 Descartes` Philosophie: Hier werden die zentralen Thesen der ersten Meditationen, insbesondere der methodische Zweifel und das Cogito, detailliert erläutert.

3.3 Kritik: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Descartes' Argumentation auseinander, insbesondere mit dem sogenannten kartesischen Zirkel und der Alltagstauglichkeit seines Zweifels.

4 Abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert über die Unabgeschlossenheit der philosophischen Wissensfrage.

Schlüsselwörter

Erkenntnis, Descartes, gesichertes Wissen, methodischer Zweifel, Cogito ergo sum, Philosophie, Gottesbeweis, Subjektivität, Objektivität, Wahrheit, Res cogitans, Res extensa, Epistemologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Grundfrage, ob es ein absolut gesichertes Wissen gibt, und analysiert dazu den Lösungsansatz von René Descartes.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Im Fokus stehen die Erkenntnistheorie, die Methodik der philosophischen Zweifelsanalyse und die historische Bedeutung Descartes' für die moderne Wissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Weg Descartes' zu einer sicheren Erkenntnis nachzuvollziehen und kritisch zu prüfen, ob sein Ansatz – insbesondere die Heranziehung Gottes als Garant – überzeugend ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine historisch-systematische Analyse, indem sie primäre philosophische Gedankenmodelle (Descartes) mit kritischen Sekundärquellen kontrastiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Erkenntnisbegriffs, die Darstellung von Descartes' Philosophie anhand seiner Meditationen sowie eine umfassende kritische Auseinandersetzung mit diesen Theorien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Gesichertes Wissen", "Methodischer Zweifel", "Cogito ergo sum" und die Unterscheidung zwischen "Res cogitans" (denkendes Ding) und "Res extensa" (ausgedehntes Ding).

Wie definiert die Autorin den Begriff der Erkenntnis?

Erkenntnis wird als ein Vorgang beschrieben, der ein erkennendes Subjekt und ein Objekt voraussetzt, wobei die Autorin zwischen sinnlicher Wahrnehmung und geistiger Verarbeitung unterscheidet.

Warum hält die Autorin den Ansatz von Descartes für kritisch?

Die Autorin kritisiert insbesondere den „kartesischen Zirkel“ sowie die Tatsache, dass Descartes letztlich auf den Glauben an ein vollkommenes Wesen zurückgreift, um objektive Wahrheit zu begründen.

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Details

Title
Gibt es ein gesichertes Wissen? - Eine Grundfrage der Philosophie und Descartes` Antwort
College
University of Education Freiburg im Breisgau
Grade
2,5
Author
Stefanie Schlegel (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V72665
ISBN (eBook)
9783638727891
Language
German
Tags
Gibt Wissen Eine Grundfrage Philosophie Descartes` Antwort
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Schlegel (Author), 2005, Gibt es ein gesichertes Wissen? - Eine Grundfrage der Philosophie und Descartes` Antwort, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72665
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